Perchtenjagd

Ein Meiberger-Krimi

Wolfgang Brandstetter, Maja Brandstetter

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Beschreibung

Mörderisches Krippenspiel

Auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang, zwischen Punschständen und Weihnachtssternen, verschwindet die fünfjährige Marie spurlos. Die verzweifelte Mutter ist sich sicher: Es hat sich jemand unter die Perchtenläufer gemischt und das Mädchen entführt. Während die Polizei im Dunkeln tappt, nimmt Gerichtspsychologe Meiberger die Fährte auf. Und bekommt es mit einem Gegner zu tun, der ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit ihm treibt ...
Während der bedächtige Kripochef Nepo und sein schaumrollensüchtiger Assistent Ganslinger eher erfolglos nach dem Mädchen suchen, stößt Gerichtspsychologe Thomas Meiberger auf Hinweise, die den beiden Kripospezialisten entgangen sind - und die Parallelen zur Entführung einer Frau aus Salzburg aufweisen. Die Spuren deuten auf einen Psychopathen, der zu Weihnachten ein tödliches Krippenspiel aufführen will - und dem noch vier weitere "Mitspieler" fehlen. Um die mörderischen Spielregeln des Täters zu durchschauen und die Geiseln zu finden, bevor der Weihnachtsabend anbricht, muss Meiberger an seine Grenzen gehen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Maja & Wolfgang Brandstetter leben und arbeiten in Wien. Zusammen schreiben sie Drehbücher, so auch für die ServusTV-Eigenproduktion "Meiberger - Im Kopf des Täters" rund um den Gerichtspsychologen Thomas Meiberger. Als forensischer Experte kennt er die menschliche Psyche wie kein Zweiter. Seit Herbst 2019 ermittelt Meiberger nun auch als Romanheld in den gleichnamigen Meiberger-Krimis.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.10.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783710452246
Verlag Servus
Dateigröße 1109 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Salzburger Weihnachtskrimi
von NiWa am 18.02.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Am Adventsmarkt in St. Wolfgang verschwindet ein Kind. Es kann nur einer der Perchtenläufer das Mädchen mitgenommen haben. Gerichtspsychologe Meiberger wird hinzu gerufen und ein perfides Krippenspiel beginnt. „Perchtenjagd“ ist der Reihenauftakt um den Gerichtspsychologen Meiberger, der in Salzburg mit Rat und Tat der Poliz... Am Adventsmarkt in St. Wolfgang verschwindet ein Kind. Es kann nur einer der Perchtenläufer das Mädchen mitgenommen haben. Gerichtspsychologe Meiberger wird hinzu gerufen und ein perfides Krippenspiel beginnt. „Perchtenjagd“ ist der Reihenauftakt um den Gerichtspsychologen Meiberger, der in Salzburg mit Rat und Tat der Polizei zu Hilfe eilt. Das Verschwinden des kleinen Mädchens während des Perchtenlaufs in St. Wolfgang ist lediglich der Auftakt einer grausigen Mordserie. Kripo und Meiberger werden mit einem perfiden Krippenspiel konfrontiert, das sich in blutiger Pracht durch das vorweihnachtliche Salzburg zieht. Dieser Krimi hat mich aufgrund der Regionalität gereizt. Regionalkrimis gibt es viele, doch umso schöner sind sie, wenn das hiesige Brauchtum eingebunden ist. Das ist bei „Perchtenjagd“ definitiv der Fall, weil es mit dem Perchtenlauf am Christkindlmarkt beginnt. Obwohl dieser Aspekt für mich ein Pluspunkt ist, stelle ich mir vor, dass er bei anderen Lesern eher für Verwirrung sorgt. Meinem Empfinden nach, ist Grundwissen über regionale Sitten und Gebräuche Voraussetzung, damit man dem Treiben gut folgen kann. Während man im Salzburger Land auf Perchtenjagd ist, lernt man den Gerichtspsychologen Meiberger kennen, der in großartiger Manier psychologische Theorien einfließen lässt. Jede Situation, jede Begegnung sowie Beobachtung wird theoretisch untermauert - zum Beispiel mit Kausalattribution, Übertragung oder sogar Persönlichkeitsspaltung erklärt. Insgesamt gibt es der Handlung - und dementsprechend der Figur Meiberger - zusätzlichen Pep, und ich mochte dieses Vorgehen recht gern. Hinzu kommt der Sprachstil, der sich arg an der österreichischen Rede orientiert. Es ist merkwürdig zu lesen, wie im heimischen Umfeld gesprochen wird. Der ortsübliche Dialekt bleibt dem Leser erspart, doch die Ausdrucksweise, die Art, wie Situationen sprachlich bissig-charmant umschnörkelt werden, ist der Realität entnommen, was zu einem ungewöhnlichen Lesespaß führt. Hingegen ist der Erzählstil grobmaschig gehalten. Man merkt dem Autoren-Duo an, dass es eher Drehbücher als Romane schreibt. Für zwischendurch finde ich das erfrischend positiv, weil es einfach mal etwas anderes ist. Die Handlung lädt ins verschneite Salzburger Land, wo die Mörderjagd geschickt Serpentinen nimmt. Obwohl ich nach einiger Zeit ahnte, in welche Richtung der Fall geht, haben mich die Umstände doch überrascht. Schlussendlich blickt man mit Meiberger auf einen aufreibenden Fall zurück, während auf den letzten Seiten ein neues Rätsel die Neugierde auf weitere Bände weckt. Insgesamt haben mir die Ermittlungen mit Meiberger recht gut gefallen, weil es von Anfang bis Ende ein eher ungewöhnlicher Regionalkrimi ist. Sprach- sowie Erzählstil, kulturelle Hintergründe und theoretische Details werden als spannende Melange im Salzburger Stil serviert, die wahrscheinlich nicht jedem schmeckt, dennoch mal was anderes ist.

Gut, aber noch Luft nach oben
von Lerchie am 02.01.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Die fünfjährige Marie verschwindet auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang spurlos. Wurde sie von einem Perchtenläufer entführt? Die Salzburger Polizei tappt im Dunkeln – und der Gerichtspsychologe Meiberger trifft auf einen psychopathischen Täter der ein tödliches Krippenspiel plant. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und bringt... Die fünfjährige Marie verschwindet auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang spurlos. Wurde sie von einem Perchtenläufer entführt? Die Salzburger Polizei tappt im Dunkeln – und der Gerichtspsychologe Meiberger trifft auf einen psychopathischen Täter der ein tödliches Krippenspiel plant. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und bringt Meiberger an seine Grenzen. Aber nur ihm ist es möglich, den Täter zu stoppen. Meine Meinung Es ist mein erstes Buch der Autoren Brandstetter. Und obwohl für mich der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig war, war er doch unkompliziert, denn es gab keine Unklarheiten im Text. Doch obwohl ich mich erst mit dem Schreibstil anfreunden musste, so war das Buch doch von Anfang an spannend. In die Geschichte kam ich dann auch recht schnell hinein und konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Meiberger der nicht verstand, warum in sein Freund Nepo von dem Fall abgezogen hatte. Mir war es zunächst genauso unverständlich. Vielleicht ist der Mörder für den einen oder anderen Leser eine Überraschung, aber irgendwie hatte ich es schon nach etwa der Hälfte/zwei Dritteln des Buches vermutet. Zumindest habe ich diese Person verdächtigt. Das Buch ist wie gesagt spannend und fesselnd geschrieben, doch hat es auch noch etwas Potenzial sprich Luft nach oben. Der Ausgang ist so, dass ich den nächsten Band auch lesen möchte. Zwar ist es ein abgeschlossenes Buch, doch passiert am Ende etwas, das auf den nächsten Band neugierig macht. Ich fand es wie gesagt spannend, fesselnd und sehr unterhaltsam. Von mir daher eine Leseempfehlung sowie vier von fünf Sternen, bzw. acht von zehn Punkten.

Krimi mit kauzigen Charakteren
von Der Duft von Büchern und Kaffee am 19.11.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Inhalt: Es geschah kurz vor Weihnachten auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang, gerade zu dem Zeitpunkt, als die Perchtenläufer durch die Straßen zogen. Die fünfjährige Marie wurde Opfer einer Entführung. Die aufgeregte Mutter informierte sofort die Polizei. Und so kam es, dass der Psychologe Meiberger mit dem Fall betraut wu... Inhalt: Es geschah kurz vor Weihnachten auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang, gerade zu dem Zeitpunkt, als die Perchtenläufer durch die Straßen zogen. Die fünfjährige Marie wurde Opfer einer Entführung. Die aufgeregte Mutter informierte sofort die Polizei. Und so kam es, dass der Psychologe Meiberger mit dem Fall betraut wurde. Meibergers persönliche Betroffenheit entsteht durch seine eigenen Erfahrungen: Sein einziger Sohn verschwand mit siebzehn Jahren ebenfalls spurlos. Er will den Täter finden. Unbedingt. Nur kurz nach dem Geschehen ereignet sich ein zweiter Vorfall. Ein Bergsteigerehepaar entdeckt bei einer Wanderung unter einem Schneeberg eine Leiche mit einem Teddy im Arm. Es handelt sich, wie die Polizei kurz darauf recherchiert, um genau den Bären, den auch die kleine Marie am Tag ihrer Entführung bei sich hatte. Kurze Zeit später entdeckte Meiberger im Obduktionsbericht ein Detail, das ihn sofort an einen Fall aus der Vergangenheit erinnert. Der Täter hatte ein Zeichen hinterlassen, eine in die Stirn des Opfers eingeritzte Krone. Im Detail: Meiberger hat es nicht einfach. In seiner Karriere als Gerichtspsychologe hat er schon viele Fälle lösen können. Unter seinen Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzen und sonstigen, ist Meiberger angemessen unbeliebt. Direkt nach der Entführung der kleinen Marie ist Meiberger sofort in höchster Alarmbereitschaft. Er weiß, dass in solchen Fällen jede Sekunde zählt. Während Meiberger also bereits über erste Zusammenhänge nachdenkt und Indizien zu finden versucht, widmet sich sein Chef und bester Freund, Oberstleutnant Nepomuk, dem Genuss einer Käsekrainer an einem der Adventsmarktstände. Als wäre das alles nicht schon nervig genug, beschließt Nepo nur kurze Zeit später Meiberger auch noch von dem Fall abzuziehen. Meiberger ist geschockt. Seine Kollegen sind in seinen Augen eine seltsame Mischung aus Selbstgefälligkeit, Vulnerabilität und Inkompetenz. So beschließen Meiberger das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen und ermittelt einfach undercover. Eigene Meinung: Maja und Wolfgang Brandstetter schreiben Drehbücher. Das merkt man ihrem Erstlingswerk an. Meibergers Erlebnisse wurden bereits auf dem TV-Sender Servus im Fernsehen ausgestrahlt. „Perchtenjagd“ ist nun der erste Meiberger-Krimi in Buchform. In erster Linie ein Detektivroman, enthält das Werk durchaus Elemente eines Thrillers à la Hollywood, flankiert von fantastischen Passagen in den mystischen Gegenden Österreichs. In einigen Rezensionen habe ich, bereits vor dem Lesen des Buches, Kritiken bezüglich eines unrealistischen Endes gelesen. Um nicht zu spoilern möchte ich mich hierzu nicht in Details verlieren. Im Nachwort erwähnen die Autoren, dass sie für ihre Buchrecherche auf die Hilfe eines gerichtlich zertifizierten Sachverständigen und forensischen Psychologen zurückgegriffen haben, der für Authentizität bürgt. Ein Krimi war für mich bis vor kurzem darauf ausgelegt, aus Beobachtungen, Aussagen und Indizien schlussendlich eine nachvollziehbare Narration (über den Tathergang bis zum Ende) zu ergeben. Das vorliegende Werk setzt andere Prioritäten und misst alles an seiner erzählerischen Verwertbarkeit. Dennoch wusste mich der erste Meibergerkrimi in Buchform von Maja und Wolfgang Brandstetter (mit Ausnahme des Endes) von sich zu überzeugen; gerade indem sie ihre Figuren als liebenswert abgerockte Existenzen zeigen. So hat Meiberger seine Frau an seinen besten Freund verloren, sein einziger Sohn ist vor Jahren spurlos verschwunden. Auch muss er sich stets mit seinen unfähigen Kollegen herumschlagen. Fazit: Das Autorenduo Maja und Wolfgang Brandstetter schreibt schon seit geraumer Zeit Drehbücher für die auf Servus TV ausgestrahlte Krimiserie rund um den Gerichtspsychologen Meiberger. Mit „Perchtenjagd“ haben sie nun ihren ersten Krimi in Buchform herausgebracht. Für all diejenigen Krimifreunde, denen es Vergnügen bereitet, eine spannungsgeladene Geschichte hautnah an den Figuren mitzuerleben, ist das Werk eine handfeste Empfehlung. Besonders das Personengefüge im Roman ist gelungen: kauzig, stimmig und äußerst unterhaltsam. Sprachlich ist das alles durchaus ambitioniert. Das Ende enttäuscht allerdings ein wenig.


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