Warenkorb

Die Angst, dein bester Freund

Warum Angst beim Klettern eine gute Sache ist – und was wir im Tal daraus lernen können

Können Sie sich vorstellen, dass Angst, dieses lähmende Gefühl, eine positive Emotion sein kann? Extrembergsteiger Alexander Huber hat in seinem Leben gelernt, dass Angst nicht bremsend wirken muss – im Gegenteil, sie kann als täglicher Begleiter antreiben, schützen und leiten. In seinem Buch »Die Angst, dein bester Freund« spricht er über Parallelen zwischen Bergsteigen und Bürojob und über Sprünge in der Persönlichkeitsentwicklung, die durch Überwindung von Ängsten erst möglich werden:

- Vom ersten Mal Bergsteigen über die Besteigung von 8000ern bis zum Free-Solo-Klettern – die Angst war bei Alexander Huber immer mit dabei
- Ängste als hilfreiche Begleiter: Warum es wichtig ist, sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen und neuen Herausforderungen zu stellen
- Wie die Angst vor der Angst uns letzten Endes nur in die Angststörung treibt
- Was passiert, wenn die Angst eskaliert und lähmend wird – und wie Sie das verhindern können
- Wie Sie Angstgefühle annehmen und transformieren können

Mut wird aus Angst gemacht: die Psychologie des Bergsports

Alexander Huber nimmt Sie mit zu den Meilensteinen seines Lebens und erzählt von seinen ersten Erfolgen am Berg genauso ehrlich wie von den Schwierigkeiten beim Dreh für den Film »Am Limit«. Immer an seiner Seite ist dabei die Angst als lenkende Kraft, die ihn motiviert, die Grenzen des Machbaren auszuloten. Zusätzlich zu den Erfahrungsberichten aus erster Hand vervollständigen Essays des Psychologen und Bergführers Jan Mersch zu den psychologischen Hintergründen der Angst den Blick auf ein zu Unrecht gefürchtetes Gefühl. Ein Buch als Plädoyer für den Mut, denn: Aus Angst im Nichtstun zu verharren bringt niemanden weiter!
Portrait
Alexander Huber, Jahrgang 1968, ist staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, Kletterprofi und diplomierter Physiker. Er und sein älterer Bruder Thomas sind als die Huberbuam bekannt. Alexander Huber zählt zu den erfolgreichsten Allround-Bergsteigern der Welt und beherrscht auch den Free-Solo-Stil, das Klettern ohne Seil und Absicherung. 2008 bekam er den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie »Botschafter des bayerischen Sports« verliehen. Für ihren Dokumentarfilm »Am Limit« erhielten die Huberbuam den Bayerischen Filmpreis. Alexander Huber lebt mit seiner Familie in Traunstein.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 12.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7112-0011-2
Verlag Bergwelten
Maße (L/B/H) 21,6/15,1/2,7 cm
Gewicht 508 g
Abbildungen mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Auflage 1
Verkaufsrang 18275
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
4
1
1
0
0

Ein Plädoyer für die Angst
von annlu am 13.05.2020

Der Begriff „Angst“ löst negative Assoziationen aus. In wie weit spielt die Angst eine Rolle beim Bergsteigen? Welche positiven Aspekte können ihr abgewonnen werden und wie wirkte sie sich auf die sportliche Karriere von Alexander Huber aus? Das Buch vereint Überlegungen zur Angst (aber auch anderen Motivationshelfern und ... Der Begriff „Angst“ löst negative Assoziationen aus. In wie weit spielt die Angst eine Rolle beim Bergsteigen? Welche positiven Aspekte können ihr abgewonnen werden und wie wirkte sie sich auf die sportliche Karriere von Alexander Huber aus? Das Buch vereint Überlegungen zur Angst (aber auch anderen Motivationshelfern und -hemmern), die Biografie des Autors und einen Überblick über die Entwicklungen im Bereich des Bergsteigens. Den Einstieg bilden Überlegungen zur Angst an sich. Hier werden noch einige Parallelen zum Alltag und dem Leben abseits des Bergsports gemacht. Aufgeworfene Argumente und Fragestellungen werden nicht nur hier vom Psychologen und Bergführer Jan Mersch aufgenommen und mit fachlichem Wissen unterlegt. Je weiter der Leser in das Leben Alexander Hubers eintaucht, umso mehr geht es spezifisch um das Bergsteigen. Unter diesem Begriff fast Huber Disziplinen wie klassisches Bergsteigen aber auch alle Klettervarianten zusammen. Anhand seiner Erlebnisse wirft er Gedanken über Ängste, Gefahren, Risiken und Entscheidungen, Erfahrung und Intuition auf. Dabei geht er auf Erfolgserlebnisse ebenso ein, wie auf Momente, in denen er die Angst ernst genommen hat und sich zum Umdrehen entschlossen hat. Vermeintliches Scheitern gehört ebenso in seine Überlegungen wie Erfolge. Besonders interessant fand ich die Einbindung der Entwicklungen, die das Bergsteigen in seiner Geschichte durchgemacht hat und die immer noch fortlaufen. Ebenso ansprechend fand ich die Tatsache, dass selbst hervorragende eigene Leistungen nicht in den Vordergrund gerückt wurden, manchmal fast schon in einem Nebenabsatz verschwinden. Viel mehr ist es das Scheitern aber auch das Weitermachen, das als Motor seiner Karriere dargestellt wird. Fazit: Eine interessante Mischung, die das Bergsteigen aus einer ganz eigenen Sicht sieht. Viele der Aussagen treffen auch auf das Leben abseits der Berge und des Sports zu, was ich ansprechend fand.

Angst als Absicherung
von katikatharinenhof am 21.03.2020

Due Huber-Brüder sind nicht nur ein Begriff bei Liebhabern des Extrembergsteigens, sie sind auch Nicht-Alpinisten bekannt und ihre Berichte sorgen immer für ein bisschen Gänsehaut, Abenteuerlust und Nervenkitzel. Alexander Huber nimmt den Leser hier wirklich an die Hand und zeigt ihm seine Welt, in der die Angst ständiger Begle... Due Huber-Brüder sind nicht nur ein Begriff bei Liebhabern des Extrembergsteigens, sie sind auch Nicht-Alpinisten bekannt und ihre Berichte sorgen immer für ein bisschen Gänsehaut, Abenteuerlust und Nervenkitzel. Alexander Huber nimmt den Leser hier wirklich an die Hand und zeigt ihm seine Welt, in der die Angst ständiger Begleiter ist. Aber sie hemmt ihn nicht, sondern sie gibt ihm die Kraft, sich den Herausforderungen am Berg zu stellen. Und genau da setzt Huber an - Angst soll kein Hemmer, sondern ein Antreiber sein und so den Menschen dazu bringen, sich den ihm gestellten Herausforderungen mit sehendem Auge zu widmen und anzunehmen. Huber gibt hier einen ehrlichen uns sehr persönlichen Einblick in sein Leben, dass vom Extremsport bestimmt ist und somit für ordentlich Nervenkitzel sorgt. Er stellt sich immer wieder der Angst, nimmt sie als das an ,was sie ist - die nächste Herausforderung und eine Art Lebensversicherung. Denn eine kleine Unachtsamkeit beim Klettern kann hier den sicheren Tod bedeuten. Er zieht Parallelen zwischen dem Bergsteigen und dem Alltag im normalen Berufsleben, gibt Hinweise, wie das Überwinden von Angst jeglicher Art die eigene Persönlichkeit entfaltet und so vorantreibt. Huber zeigt auf, was passiert, wenn die Angst Oberhand gewinnt und wie man damit umgeht. Die qualitativ hochwertigen Fotos mit unterschiedlichen Kletterszenen sind eine echte Augenweide, ein optisches Schmankerl und runden das Buch perfekt ab.

"... der Weg ist meist dort, wo die Angst ist."
von Dr. M. am 31.07.2018
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Warum klettern Menschen mehrere hundert Meter hohe senkrechte Felswände mit zum Teil extremen Überhängen ohne Sicherungen hoch? Jeder Fehler ist tödlich. Ein bröckelnder Griff auch. Warum also? Man findet die Antworten in Alexander Hubers Buch an mehreren Stellen. In ihm gibt es aber auch noch Texte eines zweiten Autors, die man... Warum klettern Menschen mehrere hundert Meter hohe senkrechte Felswände mit zum Teil extremen Überhängen ohne Sicherungen hoch? Jeder Fehler ist tödlich. Ein bröckelnder Griff auch. Warum also? Man findet die Antworten in Alexander Hubers Buch an mehreren Stellen. In ihm gibt es aber auch noch Texte eines zweiten Autors, die man sich hätte größtenteils sparen können. Allerdings bringen sie die Antwort, die auch Huber selbst gibt kurz auf den Punkt: erstens Ruhmsuch und zweitens Streben nach Glücksgefühlen. Alexander Huber verdreht die Reihenfolge, was man ihm nachsehen kann, und betont das Glücksgefühl, das ihn erfüllt, wenn auf dem Gipfel ankommt. Aber bereits beim Klettern überkommt ihn eine konzentrierte und angstfreie Ruhe, die sich nur auf den nächsten Griff orientiert und alles andere ausblendet. Im normalen Leben erreicht man das selten, weil es zu viele Ablenkungen gibt, die verhindern, dass man in einen solchen Fluss von konzentriertem Handeln gelangt. Der Einsatz des eigenen Lebens erzwingt es. Aber ist er nicht zu hoch? Huber hält dem entgegen, dass es kaum Unglücksfälle gibt. Und offenbar weiß er sehr genau, was er tut. Für einen gewöhnlichen Erdenbürger klingt das alles unglaublich. Aber Huber ist von Kind an ins Bergsteigen hineingewachsen. Diese Welt entzieht sich dem gewöhnlichen Menschen, weshalb gewöhnliche Maßstäbe unangemessen erscheinen, will man Hubers Tun überhaupt bewerten. Immerhin konnte sich sein in derselben Welt groß gewordener Bruder nicht zum freien Klettern durchringen. Nun verkündet Huber, dass die Angst unser bester Freund wäre. Dort wo die Angst sitzt, ist der Weg, den man beschreiten muss, um zu neuen Horizonten zu gelangen. Man müsse sich seiner Angst stellen. Es klingt in diesem Zusammenhang paradox, dass Huber unter einer Angstkrankheit litt, die er nur mit einem Therapeuten besiegen konnte. Wie geht das zusammen? Die Angst, über die er spricht, ist eine ganz andere als die, die ihn in eine Abwärtsspirale und Lebenskrise führte. Wenn Huber frei klettert, hat er selbstverständlich vorher Angst. Aber er weiß, dass er sich alles sehr genau überlegt hat, über genug Fähigkeiten und die nötige Kondition verfügt, um die Wand zu meistern. Dennoch bleibt eine gewisse Angst, denn ein Restrisiko klettert immer mit. Dieser Angst stellt er sich. Sie zu überwinden und das Vorhaben zu einem erfolgreichen Ende zu führen, bringt die erhofften Glücksgefühle. Aber es existieren andere Ängste. Sie erscheinen komplexer, weniger faßbar. Und sie schleichen sich zunächst unerkannt an. Nach einer größeren Tour fiel Huber in ein Loch. Was kommt jetzt noch? Die Lust verschwand. Doch das zuzugeben, ging nicht. Die Depressionen führten zur Abkapslung, was wiederum den Angstprozeß beschleunigte und ihm immer neue Nahrung beschaffte. Dass er sich daraus befreien konnte, scheint mir eine viel größere Leistung als das Bezwingen irgendeiner Wand. Hubers kluges Buch schildert sowohl seine Beziehung zum freien Klettern und einzelne Touren als auch bestimmte Schlüsselpunkte in seinem bisherigen Leben. Wer sich fürs Bergsteigen in irgendeiner Weise interessiert, der wird hier genug Anregungen finden. Ob der gewöhnliche Zeitgenosse etwas aus diesem Buch entnehmen kann, ist mir dagegen nicht ganz klar. Gelingt es nämlich nicht, sich in die Gedanken- und Gefühlswelt des Alexander Huber hineinzuversetzen, dann bleiben vermutlich manche Zweifel. Vielleicht kann man mitnehmen, dass man sich bestimmten Ängsten tatsächlich stellen und sie überwinden muss, um ein ursprüngliches Lebensgefühl zu spüren. Wenn es gelingt, sich von Laschheit und Bequemlichkeit zu befreien, lebt es sich anders. Auf der anderen Seite zeigt Hubers Beispiel, dass ein solches (vielleicht nur partielles) Lebensgefühl nicht vor Depressionen schützt, sondern sie möglicherweise sogar befördert. Das Buch enthält neben Hubers Schilderungen auch noch einzelne Beiträge von Lukas Eberle, zum Thema Angst aus psychologischer Sicht. Sie stören nicht nur den Lesefluss, sondern enthalten dazu auch noch überflüssige Allgemeinplätze, die keinen wirklichen praktischen Erkenntnisgewinn erbringen. Wem ist zum Beispiel praktisch geholfen, wenn er weiß wo im Gehirn Angstgefühle beheimatet sind, oder wie sich Wissenschaftler mit diesem Thema strukturell befassen? Bis auf zwei oder drei kurze Bemerkungen und das Interview mit den beiden Huberbrüdern hätte man sich das ohne Verluste sparen könnnen. Für Kletterer und Bergsteiger sicher ein gutes, sehr interessantes und vor allen Dingen ein ehrliches Buch. Andere Leser sollten schon in der Lage sein, sich in die Gedankenwelt des Alexander Huber zu vesetzen, auch wenn sie nicht einmal im Traum daran denken, sich am Seil an Felswänden zu versuchen.