Juni 53

Kriminalroman

Max Heller Band 5

Frank Goldammer

(32)
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Beschreibung


Der fünfte Fall für Max Heller

Sommer 1953. Der Alltag in der jungen DDR ist beschwerlich, die Unzufriedenheit der Bevölkerung wächst und die Zahl derer, die das Land verlassen, steigt unaufhörlich. Mit harter Hand setzt die SED-Regierung ihre Forderungen durch. Auch Max und Karin Heller erwägen die Flucht in den Westen. Als es am 17. Juni zu großräumigen Protestbewegungen kommt, wird Heller zu einem Dresdner Isolierungsbetrieb gerufen: Der Leiter wurde brutal mit Glaswolle erstickt. Ein Opfer der Aufständischen? Heller hat einen ganz anderen Verdacht und sucht in den Wirren des Volksaufstands einen unberechenbaren Mörder. Währenddessen drängt Karin zu Hause auf eine Entscheidung: gehen oder bleiben?

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 23.12.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-26232-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,3/13,6/3,5 cm
Gewicht 483 g
Verkaufsrang 31180

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
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Stark politisch geprägter Krimi aus den Anfängen der DDR – konnte leider nicht halten, was ich mir davon versprochen hatte.
von Kerstin1975 aus Crailsheim am 20.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Buchinhalt: Während des DDR-Volksaufstandes im Juni 1953 wird im VEB Rohrisolierung eine Leiche gefunden: es ist der ehemalige Chef des Betriebs, der auf grausame Weise zu Tode kam. Während Max Heller und seine Kollegen nach dem Mörder suchen, trägt sich Max‘ Ehefrau Karin mit dem Gedanken, die DDR für immer gen Westen zu ver... Buchinhalt: Während des DDR-Volksaufstandes im Juni 1953 wird im VEB Rohrisolierung eine Leiche gefunden: es ist der ehemalige Chef des Betriebs, der auf grausame Weise zu Tode kam. Während Max Heller und seine Kollegen nach dem Mörder suchen, trägt sich Max‘ Ehefrau Karin mit dem Gedanken, die DDR für immer gen Westen zu verlassen… Persönlicher Eindruck: Im nunmehr 5. Band seiner Max-Heller-Reihe präsentiert Autor Goldammer einen politischen Krimi aus den Anfängen der DDR: vor der Kulisse des Volksaufstandes von 1953 geschieht ein Mord, der nicht nur die Volkspolizei sondern auch das Ministerium für Staatssicherheit auf den Plan ruft. Zahlreiche Personen zählen zum Kreis der Verdächtigen, zwei weitere Leichen werden schließlich gefunden und die Kommissare suchen nach mehreren geflüchteten Mordverdächtigen. Neben der eigentlichen Krimihandlung, die 90 % des Plots bestimmt, geht es auch um das Familienleben der Hellers in Dresden, ihre demente Hauswirtin, Frau Marquard, und das tägliche Leben in der jungen DDR, in der auch acht Jahre nach dem Krieg die Regale der Läden meist leer sind und man sich noch immer für Brot anstellen muss. Soweit, so gut. Der Krimi ist handlungsmäßig in sich abgeschlossen, greift zwar zurück auf bereits bekannte Personen und Verflechtungen, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es gibt kein Namensverzeichnis für die vielen handelnden Personen bei Polizei und MfS, ich hatte als Neueinsteiger große Probleme, mich unter den zahllosen Figuren zu Recht zu finden. A Propos Figuren: trotz gut recherchierter und historisch stimmiger Kulisse schafft es Frank Goldammer in meinen Augen nicht, seinen Figuren Tiefe zu verleihen. Ich jedenfalls wusste auch nach 360 Seiten nicht wirklich, wer nun Schuld am Tod der am Ende drei Opfer gewesen war und wie alle zusammengehörten – sie waren für mich alle mehr oder minder austauschbar und blieben nicht weiter im Gedächtnis. Dem gegenüber fand ich die (wenn auch sehr kurzen) Passagen über das Heller’sche Familienleben sehr spannend und interessant, auch die Gedankengänge zur eigenen Republikflucht, mit denen sich Max Heller am Ende beschäftigt. Schade, dass die Familiengeschichte hinter dem Kriminalfall so sträflich vernachlässigt und kaum beachtet wurde. Gerade hier lag großes Potential, das der Autor überhaupt nicht zu nutzen wusste. Mein Fazit: ein sehr politischer Krimi für Leser, die sich intensiv mit den Zusammenhängen der ehemaligen DDR beschäftigen und sich insbesondere für Seilschaften bei der Stasi und für das sozialistische Staatssystem im Allgemeinen interessieren. Ich hatte ehrlich gesagt mehr erwartet – für mich war der Krimi leider kein Pageturner.

Spannung und deutsche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 26.07.2020

Meine Meinung: Uns Älteren ist dieses Datum "Juni 53" sehr bekannt, schließlich durften wir Jahrzehnte den Tag als freien Arbeitstag genießen. Politische Hintergründe sind da oft in Vergessenheit geraten oder wurden nicht mehr beachtet. Mit diesem Krimi wird das damalige Geschehen wieder in Erinnerung gerufen und ich finde es ... Meine Meinung: Uns Älteren ist dieses Datum "Juni 53" sehr bekannt, schließlich durften wir Jahrzehnte den Tag als freien Arbeitstag genießen. Politische Hintergründe sind da oft in Vergessenheit geraten oder wurden nicht mehr beachtet. Mit diesem Krimi wird das damalige Geschehen wieder in Erinnerung gerufen und ich finde es sehr interessant, wie es mit dem Kriminalfall verbunden wurde. Frank Goldammer hat es sehr gut verstanden das Zeitgeschehen und das Handeln der Menschen rüber zubringen. Max Heller muss einen Mord aufklären und gleichzeitig einige Probleme bewältigen. Sei es nun mit besonders verbohrten Menschen klar zu kommen oder damit zu leben, was alles passiert, wenn man nicht in die Partei eintritt und so weiter. Verbessert hat sich nach der Naziherrschaft wenig, zumindest was seine Arbeit und das fremd bestimmte betrifft. Sehr ausführlich hat der Autor alles beschrieben und natürlich habe ich Stellung bezogen für Max Heller. Schade, ich hätte mir für ihn noch etwas anderes gewünscht. Man merkt, ich war mal wieder voll dabei und mittendrin im Geschehen, was ja auch für den Schreibstil des Autors spricht. Bisher habe ich erst zwei Bücher gelesen, in denen Max Heller ermittelt, beide haben mich begeistern können und ich bin gespannt, ob es noch weitere Folgen geben wird. Das Cover gefällt mir sehr gut und passt bestens zum Inhalt des Buches. Fazit: Spannung und deutsche Geschichte, betrachtet von einem Bewohner, der in Ostdeutschland leben musste. Ich fand es sehr eindrucksvoll und gebe gerne eine Leseempfehlung.

Tolle Reihe!
von einer Kundin/einem Kunden aus Offenbach am Main am 09.07.2020

Als großer Fan von Volker Kutschers Gereon-Rath-Reihe und historischer Krimis im Allgemeinen war ich sehr gespannt auf Frank Goldammers Figur Max Heller. Dass ich in kurzer Zeit alle fünf bisher veröffentlichten Bände gelesen habe, zeigt meine Begeisterung. Die Figur Max Heller, der "Antiheld", ist reflektierter und selbstkritis... Als großer Fan von Volker Kutschers Gereon-Rath-Reihe und historischer Krimis im Allgemeinen war ich sehr gespannt auf Frank Goldammers Figur Max Heller. Dass ich in kurzer Zeit alle fünf bisher veröffentlichten Bände gelesen habe, zeigt meine Begeisterung. Die Figur Max Heller, der "Antiheld", ist reflektierter und selbstkritischer als Gereon Rath, was zum Teil seinem Alter und seinen eigenen Kriegserfahrungen geschuldet ist. Er ist gebrochener, aber dadurch auch sympathischer und menschlicher. Insgesamt spiegeln die Bücher gekonnt und feinfühlig eine Zeit wieder, in der es sehr schwer war, seine Integrität zu behalten. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Heller und seiner Familie weitergeht. Einzig das Lekorat lässt ein wenig zu wünschen übrig, insbesondere im Hinblick auf die Zeichensetzung.

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