Die Klavierspielerin

Lesung mit Therese Affolter (1 mp3-CD)

Elfriede Jelinek

(4)
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Beschreibung

Als Kind von ihrer kontrollsüchtigen Mutter zum Klavierspiel gezwungen, übt sich Erika Kohut als erwachsene Frau in der Unterdrückung ihrer selbst. Unter der andauernden Umklammerung ihrer Mutter findet sie weder einen Zugang zu sich noch zu anderen Menschen. Nur im sadomasochistischen Verhältnis zu einem ihrer Schüler sieht die Klavierlehrerin einen Ausweg, verstrickt sich jedoch immer tiefer in grausame Machtspiele, die blutig enden. Das Psychogramm der Klavierlehrerin: verstörend schauerlich und ästhetisch grazil. 2004 wurde Elfriede Jelinek für ihre Arbeit mit dem Literaturnobelpreis geehrt.

Lesung mit Therese Affolter
1 mp3-CD | ca. 3 h 42 min

Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag, Steiermark, lebt in Wien und München. Neben einem angefangenen Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte absolvierte sie ein Orgelstudium und arbeitet heute als freie Schriftstellerin. Für ihre Romane und Erzählungen erhielt sie eine Vielzahl an Auszeichnungen, darunter den Nobelpreis für Literatur. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart.

Therese Affolter, geboren 1951, studierte Schauspiel am Max- Reinhardt-Seminar in Wien. Auf ihre erste Glanzrolle als Goethes Gretchen am Stuttgarter Staatstheater folgten Engagements an renommierten Häusern wie dem Münchner Residenztheater, dem Wiener Burgtheater und dem Berliner Ensemble. Als Sprecherin brillierte sie in verschiedenen Hörspielen und Dichterlesungen.

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Therese Affolter
Spieldauer 222 Minuten
Erscheinungsdatum 20.09.2019
Verlag Der Audio Verlag
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783742411303

Kundenbewertungen

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Zu Recht umstritten
von Fugu am 23.06.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich kann verstehen, dass sich die Geister scheiden, wenn es um dieses Buch geht. Das Buch schockiert, fesselt und faszniert, die Worte sind hart, vulgär und voller Zorn. Die Geschichte stosst ab und zieht an. Ich fand gute Aspekte darin und doch überzeugte es mich insgesamt nicht. Man muss sich einfach selbst ein Bild machen. E... Ich kann verstehen, dass sich die Geister scheiden, wenn es um dieses Buch geht. Das Buch schockiert, fesselt und faszniert, die Worte sind hart, vulgär und voller Zorn. Die Geschichte stosst ab und zieht an. Ich fand gute Aspekte darin und doch überzeugte es mich insgesamt nicht. Man muss sich einfach selbst ein Bild machen. Erika Kohut ist Klavierlehrerin, Ende 30 und steht völlig unter der Fuchtel ihrer herrischen Mutter. Nie konnte sie sich frei entfalten und ihre Sexualität ist daher verkümmert. Nur als Voyeurin und bei Schmerz, den sie sich auch selbst zufügt, empfindet sie noch etwas. Sie sucht Zuflucht bei einem Verehrer, einem ihrer Schüler. Dieser ist jedoch völlig überfordert.

Roman mit autobiographischen Zügen
von Magdalena Berger aus Grieskirchen am 14.07.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Hauptfigur, Erika Kohut ist Ende dreißig und Klavierlehrerin. Sie lebt zusammen mit ihrer übermächtigen Mutter. Ihr Leben ist geprägt von Demütigung und Erniedrigungen. Erika kann keine Gefühle zulassen, und so ist auch ihre "Beziehung" zu einem ihrer Schüler von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Von Anfang an fügt Frau K... Die Hauptfigur, Erika Kohut ist Ende dreißig und Klavierlehrerin. Sie lebt zusammen mit ihrer übermächtigen Mutter. Ihr Leben ist geprägt von Demütigung und Erniedrigungen. Erika kann keine Gefühle zulassen, und so ist auch ihre "Beziehung" zu einem ihrer Schüler von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Von Anfang an fügt Frau Kohut sich selbst Verletzungen mit Rasierklingen und Nadeln zu, und sticht sich am Ende selbst mit einem Messer in die Schulter.

Einfach krass!
von Corinna Müller aus Langenfeld (Rheinland) am 10.03.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Von ihrer herrischen Mutter zur Pianistin gezwungen, führt Erika Kohut ein Leben in Unterdrückung. Ihr freier Wille spielt keine Rolle, weder in der Beziehung zu ihrer Mutter, noch in Beziehungen zu Männern. Diese Isolation lässt sie langsam sozial verkümmern und macht sie zu einem emotionalen Krüppel. Nur in voyeuristischen Ha... Von ihrer herrischen Mutter zur Pianistin gezwungen, führt Erika Kohut ein Leben in Unterdrückung. Ihr freier Wille spielt keine Rolle, weder in der Beziehung zu ihrer Mutter, noch in Beziehungen zu Männern. Diese Isolation lässt sie langsam sozial verkümmern und macht sie zu einem emotionalen Krüppel. Nur in voyeuristischen Handlungen und körperlicher Selbstverletzung kann sie sexuelle Befriedigung finden. Als sich einer ihrer Schüler plötzlich für sie interessiert, beginnt sie ein Verhältnis mit ihm und stellt fest, dass sie nur noch durch Gewalt und Bestrafung Lust empfinden kann. Doch wie weit kann so eine „Beziehung“ gehen? „Die Klavierspielerin“ ist kein Roman für Zwischendurch. Extrem und krass sind die treffendsten Begriffe. Elfriede Jelinek, 1946 in der Steiermark geboren und ausgezeichnet mit dem Georg-Büchner-Preis (1998) und dem Literaturnobelpreis (2004), zählt zu den größten Autoren der deutschen und österreichischen Literaturgeschichte. Sie schuf ein Meisterwerk der Extraklasse! Sprachlich nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Ohne verblümten und verschönerten Ausdruck, schrieb sie diesen Roman nieder und hält den Leser mit dieser erschreckenden Geschichte gefangen.

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