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Wir und die Russen

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau im Herbst '89

Als Russland noch Sowjetunion hieß: Egon Krenz über das schwierige Verhältnis zweier Staaten
Lange bevor Gorbatschow von den Zuspätkommenden sprach, die das Leben strafen würde, zeigten sich Risse zwischen sowjetischer und DDR-Führung. Was lief angesichts der 89er Ereignisse hinter den Kulissen zwischen Berlin, Bonn und Moskau? Die DDR war zwar ein souveräner Staat, hier standen aber eine halbe Million Sowjetsoldaten. Sie griffen nicht ein. Warum? Die DDR-Führung hatte sie gebeten: Bleibt in den Kasernen! Erstmals berichtet das damalige DDR-Staatsoberhaupt, Egon Krenz, über die Absprachen mit Moskau. Zum 30. Jahrestag des Ereignisses rekonstruiert Egon Krenz in dem Sachbuch »Wir und die Russen« die vielfältigen Vorgänge, die damals zwischen den politischen Akteuren abliefen, korrigiert Legenden und belegt mit Fakten, wie es dazu kam, dass aus dem Kalten Krieg am Ende nicht noch ein heißer Krieg wurde. Der Mauerfall, der nunmehr 30 Jahre zurückliegt, leitete das Ende des Ostblocks ein. Aber die Grenzöffnung, die Egon Krenz mit verantwortete, hatte eine lange Vorgeschichte. Zu der gehört das spannungsreiche Verhältnis zwischen Erich Honecker und Michail Gorbatschow. Krenz, Zeuge von Begegnungen und Gesprächen dieser beiden Politiker, des Deutschen und des Russen, berichtet exklusiv von Vorgängen und Ereignissen, die noch nie publiziert wurden und von denen es nur seine persönlichen Aufzeichnungen gibt.
Portrait
Egon Krenz, geboren 1937, Schlosserlehre und Lehrerausbildung. Nach Besuch der Parteihochschule in Moskau wurde er 1967 Vorsitzender der Pionierorganisation und war von 1974 bis 1983 FDJ-Chef. Im Herbst 1989 wurde er in der Nachfolge Erich Honeckers Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender. Heute lebt er in Dierhagen.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 28.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-360-01888-5
Reihe edition ost
Verlag Das Neue Berlin
Maße (L/B/H) 21,1/12,6/2,7 cm
Gewicht 416 g
Abbildungen mit 20 Fotos
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 39629
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Hochspannendes Hintergrundwissen – Ein exklusives Sachbuch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 03.02.2020

Gelebte Geschichte: Zeitzeugenberichte, anschauliche politische Internas, niedergeschrieben von dem DDR-Spitzenpolitiker Egon Krenz, dem letzten Generalsekretär der SED. Mit Personenregister und Anmerkungen.

differenzierte Geschichtsschreibung
von einer Kundin/einem Kunden aus Rabenau am 02.01.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Noch nie habe ich ein politisches Sachbuch – und eigentlich beschäftige ich mich ausschließlich mit solcher Literatur – zügiger gelesen. Auffallend ist neben dem schlichten, gut lesbaren Satzbau und einer verständlichen Wortwahl die Authentizität der Erzählerperspektive. Die mitunter sehr ambivalente Sicht eines verantwortlichen... Noch nie habe ich ein politisches Sachbuch – und eigentlich beschäftige ich mich ausschließlich mit solcher Literatur – zügiger gelesen. Auffallend ist neben dem schlichten, gut lesbaren Satzbau und einer verständlichen Wortwahl die Authentizität der Erzählerperspektive. Die mitunter sehr ambivalente Sicht eines verantwortlichen Politikers wird glaubhaft dargestellt und mit sehr vielen Quellenangaben untersetzt. Dabei mangelt es weder an Positionen noch Einsichten. Zum Repertoire gehören Reflektion und Selbstkritik genauso wie von Erfahrungen getragenes Verständnis und das rückwirkend kritische Analysieren und Bewerten eigenen Handelns. Ich glaube, dass das Buch „Wir und die Russen“ für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ein wertvoller Beitrag ist und eigentlich eine breitere Aufmerksamkeit verdient. Aber leider hatte und hat das bis heute populäre politische Schwarz-Weiß-Denken nicht nur in der DDR einen propagandistischen Nährboden.

Exklusiver Insiderbericht - noch immer hochaktuell
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 22.07.2019

In "Wir und die Russen" berichtet Egon Krenz ausführlich über das Verhältnis zwischen Ost und West, über die Hintergründe und Treffen der Staatsmänner in Berlin und Moskau sowie das zunehmende Spannungsverhältnis derer und gibt damit einen detaillierten Insiderbericht ab. Streitbar ist die Person Krenz sicherlich. Unstreitbar ... In "Wir und die Russen" berichtet Egon Krenz ausführlich über das Verhältnis zwischen Ost und West, über die Hintergründe und Treffen der Staatsmänner in Berlin und Moskau sowie das zunehmende Spannungsverhältnis derer und gibt damit einen detaillierten Insiderbericht ab. Streitbar ist die Person Krenz sicherlich. Unstreitbar bleibt jedoch, dass Krenz als letzter Staatsratsvorsitzende der DDR das Machtgerangel an oberster Spitze selbst miterlebt hat und entsprechend davon berichten kann. "Wir und die Russen" ist somit zu sehen als ein exklusiver Zeitzeugenbericht, aufbereitet als politisches Sachbuch mit ausgesuchten Faksimiles und Personenregister. Ein Insiderbericht also, über ein Thema, das heute nicht nur nachwirkt, sondern noch immer hochaktuell ist.