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Ein neues Blau

6 CDs, Lesung. CD Standard Audio Format. Ungekürzte Ausgabe

Nach dem Erfolg von Wenn Martha tanzt - Neues von Publikumsliebling Tom Saller

Als Lilis Mutter früh stirbt, kümmert sich ihr Vater Jakob rührend um sie. Aber erst als sie Günther von Pechmann kennenlernt, den Direktor der Königlichen Porzellan-Manufaktur, findet sie ihre Bestimmung: die Welt des Porzellans. Doch die Nationalsozialisten kommen an die Macht und Lili muss aus Berlin fliehen.

Fünfzig Jahre später lebt Lili wieder in Berlin, zurückgezogen in ihrem Haus mit dem japanischen Garten. Sie spricht nicht viel über sich und ihr bewegtes Leben. Erst die widerspenstige 18-jährige Anja kann Lili dazu bewegen, sich ihr zu öffnen. Stück für Stück enthüllt sich Lilis Geschichte, doch auch Anja hat ein Geheimnis. Welche Rolle spielt dabei die schlichte Porzellanschale, die die alte Frau wie einen Schatz hütet?

Schauspielerin Eva Meckbach, ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2019, liest die wendungsreiche Geschichte der Porzellanmalerin Lili, die sich über das gesamte 20. Jahrhundert erstreckt.

Portrait
Tom Saller, geboren 1967, hat Medizin studiert und arbeitet als Psychotherapeut in der Nähe von Köln. Falls er nicht gerade schreibt, spielt er Saxophon in einer Jazzcombo. 2018 erschien Sallers Debütroman Wenn Martha tanzt, der umgehend ein Bestseller wurde. Eva Meckbach war von 2006 bis 2019 an der Schaubühne Berlin engagiert. Darüber hinaus seht sie für TV- und Kinoproduktionen wie Tatort oder Was bleibt und Wunschkinder vor der Kamera. Als Hörbuchsprecherin war Eva Meckbach an verschiedenen Rundfunkproduktionen beteiligt und hat als »Beste Interpretin« den Deutschen Hörbuchpreis 2019 mit ihrer feinfühligen Lesung von Annette Hess' Deutsches Haus gewonnen. Nina Lilith Völsch, geboren 1995 in Berlin, studiert seit 2017 Schauspiel am Max Reinhardt Seminar Wien und stand dort bereits bei Theaterproduktionen wie Viel Lärm um nicht... nach William Shakespeare und Penthesilea von Heinrich von Kleist auf der Bühne. Zudem konnte sie einige Erfahrungen vor der Kamera im Kurzfilm Ende Eden oder im Musikvideo My Party Track von Piet Arion sammeln.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Eva Meckbach, Nina Lilith Völsch
Anzahl 8
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783957131744
Verlag Hörbuch Hamburg
Auflage 1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
Spieldauer 603 Minuten
Verkaufsrang 498
Hörbuch (CD)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Deutsche Geschichte, zerbrechliches Porzellan und zwei wunde Seelen
von Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 14.11.2019

Mitte der 1980er: Die 18jährige Anja soll Gesellschafterin für Lili Kuhn werden. Anja hat nicht allzu große Lust dazu und Lilis Idee war das ebenfalls nicht. Die alte Dame ist gern für sich und spricht nicht so viel und schon gar nicht über sich selbst. So unterschiedlich die beiden sind, so gut passen sie zusammen. Die eine öff... Mitte der 1980er: Die 18jährige Anja soll Gesellschafterin für Lili Kuhn werden. Anja hat nicht allzu große Lust dazu und Lilis Idee war das ebenfalls nicht. Die alte Dame ist gern für sich und spricht nicht so viel und schon gar nicht über sich selbst. So unterschiedlich die beiden sind, so gut passen sie zusammen. Die eine öffnet sich der anderen und es kommen erstaunliche Dinge zutage. Die Sprecherinnen für Lili und Anja sind mit Eva Meckbach und Nina Lilith Völsch sehr gelungen getroffen. Beiden Stimmen lauschte ich sehr gern. Sie sind angenehm und treffen die jeweilige Situation emotional wunderbar. Was ganz banal beginnt, wird unmerklich rasend schnell hochspannend. Man möchte gar nicht mehr aufhören, denn nichts ist langweilig oder uninteressant. Dabei ist der Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen immer sehr passend und harmonisch. Anjas Part ist dabei sehr kurz. Es geht in der Hauptsache um Lili und die Gründe, warum sie ist, wie sie ist, was sie erlebt hat und wie die Vergangenheit noch immer auf ihr lastet. Lili ist die Tochter eines nicht praktizierenden Juden und einer Christin. Die Mutter stirbt früh, im jüdischen Glauben gilt Lili als Nicht-Jüdin, da die Religion von der Mutter „vererbt“ wird. Doch Jahre später gilt sie als Halbjüdin. Und das hat Folgen. Lilis Liebe zu diversen Dingen, besonders zu Porzellan, ist wunderbar beschrieben. Auch die Freundschaft und innige Verbundenheit zu Takeshi rühren tief und nachhaltend an. Man lernt nebenbei viel über Porzellan, Tee und die Problematik der Kriege und dem Judentum. Dabei geht es nicht nur um Lili, aber sie steckt einfach mittendrin. Um sie kreist quasi alles. Und Anja mit ihrer ganz eigenen Problematik lernt, über ihren Tellerrand hinaus zu sehen. Das passt als Sinnbild sehr gut zu der Schale, die in der Geschichte eine besondere Rolle spielt. Der Schreibstil ist bei Lilis Part sehr ruhig und sanft, bei Anja sehr viel wilder und zum Teil auch aggressiv. Das passt zu den Figuren und zu dem, was sie zu erzählen haben. Ein wundervolles Buch, dennoch reicht es nicht ganz für fünf Sterne. Aber vier gebe ich aus tiefstem Herzen.

Lili & Antje
von einer Kundin/einem Kunden am 10.11.2019
Bewertet: eBook (ePUB)

Ein neues Blau von Tom Saller ist mir zunächst nicht so zwingend vorgekommen wie Sallers Erstling „Martha tanzt“. Aber auch dieser Roman hat einige Qualitäten, ein ähnlich gutes Cover, mit Porzellan ein interessantes Thema und das jüdische Schicksal in den dreißiger Jahren. Der Einsatz zweier Erzählzeiten funktioniert auch. Ma... Ein neues Blau von Tom Saller ist mir zunächst nicht so zwingend vorgekommen wie Sallers Erstling „Martha tanzt“. Aber auch dieser Roman hat einige Qualitäten, ein ähnlich gutes Cover, mit Porzellan ein interessantes Thema und das jüdische Schicksal in den dreißiger Jahren. Der Einsatz zweier Erzählzeiten funktioniert auch. Man erfährt von Lili, die sich in den 30ziger Jahren für Porzellanherstellung, Töpferei und Bemalung. Sie hat jüdische Wurzeln. Ihr väterlicher Freund ist ein Japaner, Takeshi, eine eindrucksvolle Romanfigur. Dann gibt es den Handlungsstrang 1985. Die 18jährige Schülerin Antje hat Probleme, sie ritzt sich. Dann besucht sie die inzwischen gealterte Lili. Sie werden ein gutes Team. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn die Generationsunterschiede besser herausgearbeitet würden, aber die beiden verstehen sich auf Anhieb. Die Antje-Passagen sind geprägt durch ihren teilweise rotzigen Ton, das fand ich nicht schlecht gemacht. Die achtziger Jahre werden durch häufige Nennung typischer Zeitelemente gezeigt, das war für meinen Geschmack eher mittelmäßig gemacht. Nur nennen heißt nicht zeigen. Der Roman hat sich gut lesen lassen, aber ob er mich so lange beschäftigen wird, wie es damals Martha tanzt schaffte, glaube ich nicht. Daher gute 3,5 von 5 Sterne von mir.

Das Leben zweier junger Mädchen in Berlin
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 06.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im Berlin der 80er Jahre treffen Lili und Anja aufeinander. Die eine eine sehr zurückgezogen lebende alte Dame, die ein tiefes Leiden aus ihrem langen und wechselhaften Leben in sich trägt und die andere ein Teenager, der sehr unter den elterlichen Streitereien leidet und daraus psychische Störungen entwickelt. Trotz dieser sehr... Im Berlin der 80er Jahre treffen Lili und Anja aufeinander. Die eine eine sehr zurückgezogen lebende alte Dame, die ein tiefes Leiden aus ihrem langen und wechselhaften Leben in sich trägt und die andere ein Teenager, der sehr unter den elterlichen Streitereien leidet und daraus psychische Störungen entwickelt. Trotz dieser sehr unterschiedlichen Hintergründe beginnt ein ganz vorsichtiger Annäherungsprozess, bei dem Lili Anja aus ihrer Kindheit und Jugend im Berlin der 20er und 30er Jahre erzählt. Lili hat sehr früh ihre Mutter verloren und ihr Vater Jakob versucht nach allen Kräften, seiner Tochter trotzdem ein liebevolles und behütetes Kinderleben zu ermöglichen. Dabei wird er von seinem japanisch-chinesischen Freund Takeshi bestmöglich unterstützt. Durch einen Zufall lernt Lili die Familie von Pechmann kennen, der Vater ist Direktor der staatlichen Porzellanmanufaktur KPM in Berlin und damit beginnt Lilis Liebe zum Töpfern und zum Porzellangestalten. Ihr Weg führt bis zur Kunstgewerbeschule auf der Burg Giebichenstein, wo sie der berühmten Gestalterin Marguerite Friedlaender zur Hand gehen wird. Bis es dann zu einem tragischen Unfall kommt. Gleichzeitig beginnt sich das politische Klima in Deutschland immer mehr zu radikalisieren, der Nationalsozialismus gewinnt immer mehr Macht und das bekommen gerade die jüdischen Familien wie z. B. Lilli‘s zu spüren. Das liest sich alles sehr flüssig, man kann sehr gut Anteil nehmen gerade an Lilis Leben im damaligen Berlin, auch wenn das natürlich eine materiell sehr privilegierte Kindheit und Familie war. Und es ist sehr schön zu lesen, wie sich dann ganz langsam auch Anja öffnet und versucht, einen Weg mit und zu ihren Eltern und deren Problemen zu finden. Sehr interessant fand ich die Beschreibung der Porzellangestaltung und der Verknüpfung mit dem Bauhaus, ich wusste nicht, dass extra für den Flughafen Halle-Leipzig ein spezielles Geschirr von der Kunstgewerbeschule entworfen und von der KPM produziert wurde, diesen Teil hätte ich mir gut etwas länger vorstellen können. Und die Unterschriften zu den einzelnen Kapiteln hätten für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen, die haben mich mehr irritiert als einen Ausblick auf das neue Kapitel zu geben. Trotzdem ein sehr schönes Buch, vielleicht sogar auch für Jugendliche gut geeignet. Deshalb von mir 4 Sterne.

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