Der Apfelbaum

Roman

Christian Berkel

(106)
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Beschreibung


»Jahrelang bin ich vor meiner Geschichte davongelaufen. Dann erfand ich sie neu.«

Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.

Berlin 1932: Sala und Otto sind dreizehn und siebzehn Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben. Er stammt aus der Arbeiterklasse, sie aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat verlassen, kommt bei ihrer jüdischen Tante in Paris unter, bis die Deutschen in Frankreich einmarschieren. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Dort stirbt man schnell an Hunger oder Seuchen, wer bis 1943 überlebt, wird nach Auschwitz deportiert. Sala hat Glück, sie wird in einen Zug nach Leipzig gesetzt und taucht unter.

Kurz vor Kriegsende gerät Otto in russische Gefangenschaft, aus der er 1950 in das zerstörte Berlin zurückkehrt. Auch für Sala beginnt mit dem Frieden eine Odyssee, die sie bis nach Buenos Aires führt. Dort versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert und kehrt

zurück. Zehn Jahre lang haben sie einander nicht gesehen. Aber als Sala Ottos Namen im Telefonbuch sieht, weiß sie, dass sie ihn nie vergessen hat.

Mit großer Eleganz erzählt Christian Berkel den spannungsreichen Roman seiner Familie. Er führt über drei Generationen von Ascona, Berlin, Paris, Gurs und Moskau bis nach Buenos Aires. Am Ende steht die Geschichte zweier Liebender, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ihr Leben lang nicht voneinander lassen.

Christian Berkel, 1957 in West-Berlin geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Er war an zahlreichen europäischen Filmproduktionen sowie an Hollywood-Blockbustern beteiligt und wurde u.a. mit dem Bambi, der Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Viele Jahre stand er in der ZDF-Serie »Der Kriminalist« vor der Kamera. Er lebt mit seiner Frau Andrea Sawatzki und den beiden Söhnen in Berlin. Sein Debütroman »Der Apfelbaum« wurde ein Bestseller.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 27.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-06086-6
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,9/12,1/3 cm
Gewicht 291 g
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 1560

Kundenbewertungen

Durchschnitt
106 Bewertungen
Übersicht
71
26
5
1
3

Interessant
von einer Kundin/einem Kunden aus Kempen am 11.05.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch ist sehr interessant. Jedoch hatte ich am Anfang Einleseschwierigkeiten und das "Ende" fand ich persönlich auch ein bisschen plötzlich, ich hatte das Gefühl, der Autor möchte fertig werden. Deshalb 1 Stern weniger. Das ist wie gesagt, mein Eindruck. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

auf Empfehlung gekauft
von einer Kundin/einem Kunden am 20.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch wurde mir wärmsten empfohlen. Leider wurde ich total enttäuscht. Ich fand das Buch total langweilig. Die Protagonisten waren leblos und ich konnte mich nicht in die Handlung hineinversetzen. Die letzten 150 Seiten waren dann etwas besser. Deshalb habe ich 2 Sterne statt 1 Stern vergeben. Fazit für mich man verpasst n... Das Buch wurde mir wärmsten empfohlen. Leider wurde ich total enttäuscht. Ich fand das Buch total langweilig. Die Protagonisten waren leblos und ich konnte mich nicht in die Handlung hineinversetzen. Die letzten 150 Seiten waren dann etwas besser. Deshalb habe ich 2 Sterne statt 1 Stern vergeben. Fazit für mich man verpasst nichts, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Schauspieler sind eben keine Schriftsteller.

Ergreifend. Authentisch und einfach nur grandios
von das_lese_wesen am 19.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist die Geschichte von Sala und Otto, die Christian Berkel in seinem Roman „Der Apfelbaum“ erzählt. Es ist die Geschichte seiner Eltern und irgendwie auch die Geschichte seines eigenen Lebens. Sala und Otto lernen sich im Jahr 1932 auf skurrile Art und Weise kennen, die die beiden trotzdem nicht davon abhält, sich Hals übe... Es ist die Geschichte von Sala und Otto, die Christian Berkel in seinem Roman „Der Apfelbaum“ erzählt. Es ist die Geschichte seiner Eltern und irgendwie auch die Geschichte seines eigenen Lebens. Sala und Otto lernen sich im Jahr 1932 auf skurrile Art und Weise kennen, die die beiden trotzdem nicht davon abhält, sich Hals über Kopf ineinander zu verlieben. Es hätte eine romantische Liebesstory werden können, wenn nicht die bekannten geschichtlichen Ereignisse ihren Lauf nehmen würden. Die NS-Zeit zieht die beiden in einen gewaltigen Strudel und entfernt sie zusehends voneinander. Teilweise gewollt, teilweise ungewollt. Trotz der tausend Kilometer großen Entfernung verlieren Sala und Otto nie ihre tiefe Verbindung zueinander. Christian Berkel ist ein grandioser Schriftsteller. Er schafft es seine beiden Hauptcharaktere so authentisch auftreten zu lassen, ohne dabei subjektive Wertungen vorzunehmen. Neben Sala und Otto treten beeindruckende Nebencharaktere auf, die diese Lebensgeschichte erst so ergreifend machen. Berkels Roman ist ein negativer Teil deutscher Geschichte, der trotz aller Ereignisse, einen positiven Ausgang findet. Und doch ist mir beim Lesen immer wieder bewusst geworden: Viele Lebens- und Liebesgeschichten haben einen anderen Ausgang gefunden. Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog (das_lese_wesen) vorbei


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