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Ghosting

Vom spurlosen Verschwinden des Menschen im digitalen Zeitalter

Im Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten beleuchtet Tina Soliman erstmals, welche ungeahnten Ausmaße das Ghosting heute schon angenommen hat. Warum breitet es sich weltweit und auch in Deutschland so rasant aus? Die Expertin zum Thema »Kontaktabbruch« lässt Ghosting-Betroffene und »Ghosts« zu Wort kommen und zeigt, wie zwischenmenschliche Beziehungen durch Ghosting gefährdet oder zerstört werden.

Bewegend berichten »Ghosting«-Betroffene, wie das Schweigen auf sie wirkt, so als hätten sie bei den Verschwundenen mit einem Geist oder Gespenst zu tun gehabt. War der Andere überhaupt da? War alles nur Einbildung? Clara wird von ihrem Freund Julius von einer Minute auf die andere verlassen. Sein Telefon ist abgemeldet, seine E-Mails kommen zurück und sie muss nach einigen Wochen feststellen, dass er sein Verschwinden monatelang minutiös geplant hat. Plötzlich steht sie vor dem Nichts. Und doch muss, wer »geghostet« wird, weiterleben, als hätte es den Einbruch des plötzlichen Schweigens, diese vollständige, abrupte Trennung, nie gegeben. Unser durchdigitalisierter Alltag begünstigt diese erschreckende Entwicklung. Mit viel Einfühlungsvermögen spürt Tina Soliman die Hintergründe auf, vor denen sich das Phänomen Ghosting abspielt.
Portrait
Tina Soliman ist Journalistin, Autorin und Regisseurin. Sie arbeitet als regelmäßige Autorin für die ZDF-Sendereihe »37 Grad«, »Die Story im Ersten« (ARD) und für das Politikmagazin »Panorama« (ARD). Seit den 90er Jahren gelingen ihr preisgekrönte TV-Dokumentationen für ARD und ZDF, die weltweit ausgestrahlt werden.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 358
Erscheinungsdatum 21.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-96337-3
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 20,7/12,7/3,3 cm
Gewicht 445 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Paperback)
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18,00
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Ich hab mir mehr erhofft
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 30.12.2019

Ghosting beschreibt das Prinzip, wenn bei einer zwischenmenschlichen Beziehung ohne Ankündigung, Erklärunge oder sonstiger Grundlage vollständig die Kommunikation und der Konktakt abgebrochen werden. Vor allem in den letzten Jahren, in denen soziale Netzwerke und Internetbekanntschaft immer mehr an Wert gewinnen, tritt dieses Ph... Ghosting beschreibt das Prinzip, wenn bei einer zwischenmenschlichen Beziehung ohne Ankündigung, Erklärunge oder sonstiger Grundlage vollständig die Kommunikation und der Konktakt abgebrochen werden. Vor allem in den letzten Jahren, in denen soziale Netzwerke und Internetbekanntschaft immer mehr an Wert gewinnen, tritt dieses Phänomen zunehmend auf. Im Buch lässt Tina Soliman Ghosting-Betroffene und »Ghosts« zu Wort kommen und zeigt, wie zwischenmenschliche Beziehungen durch Ghosting gefährdet oder zerstört werden. Ich hab mir ehrlich gesagt mehr von dem Buch erhofft. Was Ghosting angeht, bin ich nach dem Buch nicht schlauer als vorher. Im Grunde genommen hatte ich eher den Eindruck, als würde ich einen Beziehungsratgeber lesen der erklärt, warum Menschen das Bedürfnis nach einer Beziehung und zwischenmenschlichen Kontakt haben. Am Ende jeden Kapitels wurden dann ein zwei Beispiele von Personen, die ghosten oder geghostet wurden erwähnt und irgendwie in den Zusammenhang mit dem Kapitel gebracht. Das war auch offen gesagt das einzige, was mir gefallen hat. Die Beispiele, die gegeben wurden haben authentisch gewirkt, auch wenn sie mir zu oft wiederholt wurden. Nach dem x-ten Mal hatte ich dann auch verstanden, dass Person X in ein tiefes Loch gestürzt ist und das Ghosting viel mehr Auswirkungen als nur den abrupten Kontaktabbruch hat. Es wurde immer sehr oberflächlich gehalten und kaum konkreter darauf eingegangen. Schade. Es ist eigentlich ein so interessantes Thema aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugen können.

Die Folgen der Wisch-und-Weg-Mentalität
von Tatjana Schmalz aus Berlin am 25.10.2019

Hand aufs Herz: Wer hat schon einmal einen unliebsamen Kontakt einfach im Sande verlaufen lassen? Dafür kann es ebenso gute Gründe geben wie für einen akribisch vorbereiteten Kontaktabbruch. Dass dahinter aber oft nur noch Kleinigkeiten stecken und dass Dating- und Partnervermittlungsplattformen einen wesentlichen Anteil an der ... Hand aufs Herz: Wer hat schon einmal einen unliebsamen Kontakt einfach im Sande verlaufen lassen? Dafür kann es ebenso gute Gründe geben wie für einen akribisch vorbereiteten Kontaktabbruch. Dass dahinter aber oft nur noch Kleinigkeiten stecken und dass Dating- und Partnervermittlungsplattformen einen wesentlichen Anteil an der grassierenden „Wisch-und-Weg“-Mentalität haben, ist das Thema in Tina Solimans Sachbuch „Ghosting“. Was treibt Menschen dazu an, sich wie ein Geist in Luft aufzulösen, also „ghosting“ zu betreiben, und wie geht das Gegenüber damit um, wenn es „ge-ghostet“ wurde? Soliman hat unzählige Gespräche mit Opfern und Tätern, Therapeuten und Publizisten geführt. Einfühlsam und zugleich anklagend wird aufgezeigt, wie „ghosting“ neben dem Privatleben auch die Arbeitswelt erfasst. Die Thesen der Autorin decken sich weitestgehend mit meinen persönlichen Beobachtungen, wie Respektlosigkeit, Verantwortungslosigkeit, Konsumwahn und Kosten-Nutzen-Rechnungen selbst rein emotionale Lebensbereiche vergiften. Dass die Schuld nicht nur bei den Online-Plattformen liegt, sondern die Weichen für solches Verhalten bereits in der Erziehung gestellt wurden, klingt auch in Solimans Buch an. Allerdings weist die Autorin wiederholt darauf hin, dass Fragen der Familienbindung bereits Gegenstand in ihren beiden vorangehenden Büchern sind. Leider kann ich nicht beurteilen, ob es inhaltliche Redundanzen zu den vorangegangenen Büchern gibt. Doch der stete Verweis auf die anderen Veröffentlichungen erzeugte in mir das Gefühl, in dem vorliegenden Buch nicht genug erfahren zu haben. Die Autorin hat viele Abgründe aufgezeigt und wagt dennoch einen hoffnungsvollen Abschluss. Leider gab es auf der Zielgeraden aus heiterem Himmel eine Randnotiz zum Charakter vom Präsidenten Trump. Selbst wenn sein Name, wie die Autorin schreibt, oft in Gesprächen mit Therapeuten und Publizisten fiel, hätte ich ein Kapitel zu mehreren prominenten Beziehungsvermeidern oder Ghosts sinnvoller gefunden als einen völlig überraschend eingeschobenen Absatz.