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Surf Like a Girl [German]


Rebel Girls auf dem Surfboard!

Von wegen Surfen ist Männersache und ein Sport für Jungs – SURF LIKE A GIRL beweist das Gegenteil! In spektakulären Bildern und inspirierenden Statements porträtiert der Band Surferinnen aus aller Welt: darunter die marokkanische Surfmeisterin Meryem El Gardoum, Liz Clark, die auf der Suche nach den besten Surfspots die Welt umsegelt, das surfende Schwesternpaar Ikit und Aping Agudo von den Philippinen, Easkey Britton aus Irland, die Frauen im Iran das Surfen näherbringt, Leia Marasovich, die Surfen mit Yoga- und Meditationskursen verbindet, oder Anne Taravet, die noch mit über 60 Jahren leichtfüßig auf dem Board steht. Fotografiert beim Ausüben ihrer Leidenschaft an den schönsten Stränden von Portugal bis Hawaii, zeigen diese Frauen, dass Surfen für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung steht. Das Glück, eine Welle zu reiten, ist universell – aber in diesem Band ist es reine Frauensache.

Portrait
Carolina Amell arbeitet als Grafikdesignerin in Barcelona. Ihr kreativer Fokus liegt auf Lifestyle und Popkultur. Ihr Buch »Surf Like a Girl« erschien 2019 bei Prestel.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 22.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7913-8594-5
Verlag Prestel
Maße (L/B/H) 30,7/24,8/2,7 cm
Gewicht 1722 g
Abbildungen 280 farbige Abbildungen
Übersetzer Lisa Heilig
Verkaufsrang 30438
Buch (gebundene Ausgabe)
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Von Meer, Schönheit, Engagement und Surfragetten
von SternchenBlau am 05.08.2019

Ich bin noch nie in meinem Leben auf einem Surfbrett gestanden, aber mich hat das Surfen schon immer fasziniert: Es braucht großen Mut, sich der Naturgewalt Wasser auszusetzen, die so sanft scheint und so unerbittlich ist. Und Frauen können sich dieser Naturgewalt genauso stellen, auch, wenn mir bislang der Mut dazu fehlte. Mit ... Ich bin noch nie in meinem Leben auf einem Surfbrett gestanden, aber mich hat das Surfen schon immer fasziniert: Es braucht großen Mut, sich der Naturgewalt Wasser auszusetzen, die so sanft scheint und so unerbittlich ist. Und Frauen können sich dieser Naturgewalt genauso stellen, auch, wenn mir bislang der Mut dazu fehlte. Mit „like a girl“ werden Tätigkeiten von Frauen noch zu häufig abgetan und als minderwertig angesehen. Der Bildband „Surf like a girl“ beweist auf eindrucksvolle Weise, dass dies eine Ehrenbezeichnung ist. GEWALTIGE, WUNDERSCHÖNE BILDER Carolina Amell vereint in dem Bildband die Fotografien und Biografien von Surferinnen, die oftmals ihre Arbeit selbst mit der Kamera festhalten. Mit wunderschönen Bildern zeigt der Bildband zeigt nicht nur die Frauen – und er zeigt das Meer in vielen Facetten, in seinen Blautönen, in seiner Struktur (manchmal auch auf Schwarz-Weiß-Bildern), seine Ruhe, die Gischt, die sanften Wellen und die gigantischen. Ich wusste bislang noch nicht, dass es Big-Wave-Fotografie gibt, aber nun liebe ich sie. In dem Bild von Maria Fernanda bricht das Licht durch einen Teil der Welle, so dass ich das Wasser in all seinen Schichten sehen kann. Wunderschön! Neben den doppelseitigen Fotografien ist auch die Zusammenstellung von mehreren Fotos auf einer Doppelseite wundervoll gelungen. Immer wieder werden einzelne Zitate in die Bilder integriert pointiert. Der Prestel-Verlag veröffentlicht einfach tolle Bildbände. VILEM MEHR ALS TOLLE BILDER VON FRAUEN IM WASSER Aber in „Surf like a girl“ geht es nicht nur um Optik. Die engagierten Frauen setzen sich für eine nachhaltige Lebensweise ein, kämpfen für Umwelt- und Klimaschutz sowie für die Gleichberechtigung und Solidarität. Dafür haben Stiftungen gegründet, Projekte initiiert und leben ihr Leben im Einklang mit der Natur. Die irische Surferin Easkey Britton schildert bspw., dass die Mondphasen den Lauf des Meeres genauso beeinflussen wie ihre Menstruation. Die Frauen werden in in engen Wetsuits oder Bikini gezeigt, aber den Bildern geht Voyeurismus völlig ab. Meine Lieblings-Textpassage (der Kommentar von „Surfragette“ Marta Tomasini ist auch der längste Textbeitrag des Buchs) räumt auch gleich mit den Klischees von den sexy Surferinnen auf. Mit viel Selbstironie und Pragmatismus schreibt Tomasini von Bräunungsstreifen, kaputter Frisur oder davon, dass sie den Bikini gerne gegen einen Wetsuit tauscht, um nach einem Wipeout nicht nackt aufzutauchen, weil sich gerne mal die Bikini-Teile verabschiedet haben. Frau kann mit 61 noch surfen (Anne Taravet) oder schwanger (Stéphanie Goldie) und Frauen wie Meryem El Gardoum aus Marokko haben auf mit dem Short- oder Longboards Klischee durchbrochen. Am allerspannendsten fand ich auch die Bios der BIWoC, wie der beiden Schwestern Ikit und Aping Agudo von den Philippinen. Ihr selbstbewusstes Zitat: „We embrace our Filipino identity and skin color“ feiert Diversity. Zum Abschluss liefert der Bildband eine Übersicht über Surfschulen, Urlaube, Retreats und Camps für Frauen. Und als Bonus liefert das Buch die Instagram-Namen der Fotografinnen, so dass man im Anschluss dort weiter schwärmen kann. Einige kleinere Kritikpunkte hatte ich dann doch: In den Texten fielen mir in der Übersetzung an ein paar Stellen kleine Redundanzen auf und auch in den Kommentaren der Frauen wiederholt sich naturgemäß immer mal wieder etwas. Nach welchem Muster die wundervollen Zitate übersetzt wurden – und wann nicht, habe ich nicht ganz verstanden. Bei dem Arugam Bay Girls Surf Club hätte ich es noch schöner gefunden, wenn nicht nur die drei Gründerinnen sondern zusätzlich auch die Frauen aus Sri Lanka selbst zu Wort gekommen wären. Und wenn es im Buch schon so viel um Nachhaltigkeit geht, könnte der Verlag doch bitte, bitte mal die Folieneinschweißung weglassen. Das mindert aber meine Begeisterung nicht. FAZIT Ich hatte erst überlegt, das Buch einer Freundin zu schenken. Nun bin ich aber in „Surf like a Girl“ so verliebt, dass ich es einfach nicht mehr hergeben kann. Ich kann ihn allen empfehlen, die das Meer lieben oder das Surfen, oder Frauen jenseits der üblichen Rollen sehen wollen und (Gender-)Diversity wichtig finden. Nach dem Motto eines meiner Lieblingszitate im Buch: „Catch waves, not Pokémon.“