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Wann wird diese Hölle enden?

Das Mädchen, das das Warschauer Ghetto überlebte

Das Tagebuch von Mary Berg wurde in Amerika vor Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht und war der erste Augenzeugenbericht über das Leben im Warschauer Ghetto. Es beschreibt eindringlich den vergeblichen Versuch, sich möglichst lange einen normalen Alltag aufrechtzuerhalten, in den aber nach und nach Hunger, Krankheit und Tod Einzug hielten. Es dokumentiert, wie die Nazis 1942 die »Große Aktion« starteten, die zur schrittweisen Auflösung des Ghettos führte, und wie die ersten Berichte über Deportationen ins Vernichtungslager Treblinka die zurückgebliebenen Bewohner erschütterten. Es schildert die Gewissenbisse von Mary Berg, die 1943, kurz vor dem blutigen Aufstand im Warschauer Ghetto, mit ihren Eltern und der jüngeren Schwester fliehen kann, aber Freunde und Familienangehörige zurücklassen muss.

Mary Berg gelingt es, die 12 kleinen Notizblöcke 1944 nach Amerika zu schmuggeln. Ihr Tagebuch gewährt dem Leser einen zutiefst persönlichen Einblick in den Holocaust und die Schuldgefühle einer Überlebenden. Ein erschütterndes Zeitdokument – erstmals in deutschsprachiger Buchfassung.

Portrait
Mary Berg, geborene Miriam Wattenberg, kam 1924 in Lodz zur Welt. Aufgrund des deutschen Überfalls auf Polen floh die Familie 1939 nach Warschau und wurde 1940 ins Warschauer Ghetto interniert. Mary Berg überlebte das Warschauer Ghetto und verfasste ein Holocaust-Tagebuch. Ihr erster Eintrag datiert vom 10. Oktober 1939, ihrem 15. Geburtstag, der letzte vom 15. März 1944. Er dokumentiert die erfolgreiche Flucht und die Ankunft der Familie in New York. Über Mary Bergs Leben in den USA ist wenig bekannt. Sie starb im April 2013.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Susan Pentlin
Seitenzahl 342
Erscheinungsdatum 20.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-280-05713-1
Verlag Orell Füssli Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/14,2/3 cm
Gewicht 562 g
Originaltitel The diary of Mary Berg
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Maria Zettner
Verkaufsrang 27240
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Erschütterndes und wichtiges Zeitdokument
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 29.12.2019

Neuaufgelegt hat der Orell Füssli Verlag das Tagebuch von Mary Berg - eigentlich Miriam Wattenberg; ihre Erlebnisse erschienen nach ihrer erfolgreichen Flucht in die USA unter Pseudonym, um noch in Polen lebende Verwandte zu schützen. Nun hat man schon so viel über den Holocaust gelesen und gehört, trotzdem sind die Details imme... Neuaufgelegt hat der Orell Füssli Verlag das Tagebuch von Mary Berg - eigentlich Miriam Wattenberg; ihre Erlebnisse erschienen nach ihrer erfolgreichen Flucht in die USA unter Pseudonym, um noch in Polen lebende Verwandte zu schützen. Nun hat man schon so viel über den Holocaust gelesen und gehört, trotzdem sind die Details immer wieder schockierend und unvorstellbar. Mary Berg berichtet teils emotional, aber oft erschreckend knapp und beinahe distanziert über ihre grausamen Erlebnisse von der Flucht aus ihrer Heimatstadt Łódź und dem Leben im Warschauer Ghetto. Nur die amerikanische Staatsbürgerschaft von Marys Mutter rettet die Familie letztendlich vor dem Tansport nach Treblinka. Sie können nach einer langen Haft nin die USA ausreisen, trotzdem lassen sie die schrecklichen Jahre im Ghetto - verständlicherweise - nicht los. Im Laufe des Tagebuchs berichtet Mary auch immer wieder darüber, welche Gerüchte über die Vernichtung der Juden im Umlauf sind. Hier wird schnell klar, dass es kein Geheimnis war, was in den Konzentrationslagern vorging. Zwar ist allen das tatsächliche grausame Ausmaß des Holocausts nicht bewusst gewesen, aber dass Juden im großen Stil ermordet worden sind, war der Bevölkerung bereits während des Zweiten Weltkriegs bekannt. Unabsichtlich legt Mary hier dar, dass all die Deutschen, die hinterher angeblich von nichts gewusst haben wollten, nicht die Wahrheit sagen können. Es ist mittlerweile leider eine Floskel, aber dieses Buch ist so wichtig und aktuell. Wahrscheinlich werden es die, die es am dringendsten lesen sollten, nicht zur Hand nehmen. Trotzdem ist es gut, dass Mary Bergs Tagebuch neuaufgelegt wurde und uns mahnt. Ein Vorwort sowie ein Quellenverzeichnis runden das Buch ab. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Anmerkungen in Fußnoten direkt auf der entsprechenden Seite gestanden hätten statt gesammelt am Ende des Buchs. Ansonsten ist das Tagebuch uneingeschränkt zu empfehlen!

Die Hölle auf Erden
von CanYouSeeMe am 08.12.2019

Dieses Buch bietet einen Augenzeugenbericht einer wahrlich schrecklichen Zeit. Mary Berg lebt als Tochter einer Amerikanerin im Warschauer Ghetto und hat ihre damaligen Eindrücke in kleinen Notitzheften festgehalten. Die Anschauung ist sehr sachlich und zeigt kaum Emotionen. Diese Betrachtungsweise erschien mir zugleich fremd al... Dieses Buch bietet einen Augenzeugenbericht einer wahrlich schrecklichen Zeit. Mary Berg lebt als Tochter einer Amerikanerin im Warschauer Ghetto und hat ihre damaligen Eindrücke in kleinen Notitzheften festgehalten. Die Anschauung ist sehr sachlich und zeigt kaum Emotionen. Diese Betrachtungsweise erschien mir zugleich fremd als auch sehr nachvollziehbar. Ich glaube, dass Menschen diese Gräueltaten nur durchstehen konnten, indem sie sich emotional davon abtrennten. Dieses Buch ist in meinen Augen eine sehr wichtige Erinnerung, die nicht vergessen werden darf. Der Schreibstil war für ich zunächst gewöhnungsbedürftig, ich bin mit der Zeit jedoch besser damit zurecht gekommen.

Ein Zeitdokument, das nicht in Vergessenheit geraten darf
von Jonas1704 aus Düsseldorf am 26.11.2019

Das Tagebuch der Mary Berg erzählt von ihrem Leben in Warschauer Ghetto und lässt uns Leser schockiert zurück. Zunächst wächst die junge Mary privilegiert, unbeschwert und glücklich in einer jüdischen Familie in Polen auf. Aber nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges wird sie mit ihrer Familie ins Warschauer Ghetto interniert.... Das Tagebuch der Mary Berg erzählt von ihrem Leben in Warschauer Ghetto und lässt uns Leser schockiert zurück. Zunächst wächst die junge Mary privilegiert, unbeschwert und glücklich in einer jüdischen Familie in Polen auf. Aber nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges wird sie mit ihrer Familie ins Warschauer Ghetto interniert. Mary Berg berichtet in ihrem Tagebuch vom "Alltag" im Ghetto, geprägt von Angst, Hunger, Folter und Demütigung. Da ihre Mutter amerikanische Staatsbürgerin ist, bleiben sie vom Schlimmsten verschont aber so ergeht es nicht ihren Mitbürgern im Ghetto. Mary überlebt vier Jahre Nazi-Terror, bevor sie entkommen kann. In zwölf kleinen Notizbüchern hält sie das Leben im Warschauer Ghetto fest und schafft es diese aus dem Lager zu bringen. Da ihre Mutter amerikanische Staatsbürgerin ist können sie letztendlich nach Amerika auswandern. Mary Berg ist in Sicherheit, aber die Bilder werden sie lebenslang begleiten, ebenso wie die Gedanken an all die Menschen, denen eine Ausreise nicht möglich war, die in Warschau oder in Konzentrationslagern umgekommen sind. Ein beklemender, bewegender Zeitzeugenbericht, an dem man nocht vorbeigehen kann und soll.