Friedrich der Große

König von Preußen

Tim Blanning

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Beschreibung

Mit feiner britischer Ironie fängt Tim Blanning das Genie des berühmtesten preußischen Königs, seine Vitalität und komplexe Persönlichkeit ebenso ein wie das Ungeheuer Friedrich mit seinen fatalen Engstirnigkeiten und Borniertheiten. Die Homosexualität des Herrschers wird hier erstmals in einer großen Biographie ohne Verdruckstheiten angesprochen. Gleichermaßen vertraut mit Friedrichs Schlachten wie mit dem ästhetischen Programm von Schloss Sanssouci, schöpft Blannings Biographie aus einer lebenslangen Beschäftigung mit dem 18. Jahrhundert und dem Ancien Régime, das schon wenige Jahre nach Friedrichs Tod mit der Französischen Revolution an sein Ende kommen wird.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 718 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.02.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783406718335
Verlag C. H. Beck
Dateigröße 7121 KB
Übersetzer Andreas Nohl
Verkaufsrang 66681

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Ein grausamer Militarist
von S.A.W aus Salzburg am 17.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Friedrich der Große wurde im Geschichtsunterricht rauf und runter gebetet, man glaubte daher alles über ihn zu wissen: Genialer Feldherr, Begründer der preußischen Großmachtstellung Schöngeist und Philosoph. Banning zeigt auf, wie neue Quellen die alten Interpretationen vom Sockel stürzen, wenn man die Tatsachen kennt. Ein von ... Friedrich der Große wurde im Geschichtsunterricht rauf und runter gebetet, man glaubte daher alles über ihn zu wissen: Genialer Feldherr, Begründer der preußischen Großmachtstellung Schöngeist und Philosoph. Banning zeigt auf, wie neue Quellen die alten Interpretationen vom Sockel stürzen, wenn man die Tatsachen kennt. Ein von seinem gewalttätigen Vater schwerst traumatisierter Homosexueller, der zusehen musste, wie der Vater seinen Geliebten erschießen ließ, der in Panik nach England zu flüchten versuchte und dann zwangskaserniert wurde, dem Vater die Füße küssen musste, um zu überleben – das hat nichts Heroisches, erklärt aber die Psychopathologie des grandiosen Hasardeurs, der das Leben seiner Untertanen 20 Jahre lang rücksichtslos aufs Spiel setzte, jede Menge Kriegsverbrechen beging, und nur durch Zufall nicht so vernichtet wurde wie sein großer Bewunderer Adolf Hitler. Durch Brechen aller europäischen Konventionen hatte er sich ebenso wie die Nazis eine Koalition übermächtiger Feinde eingehandelt (Frankreich, Österreich, Schweden, Russland, das Deutsche Reich). Der völligen Vernichtung entging Preußen nur durch die Uneinigkeit seiner Gegner, die sich, anders als später die Alliierten nicht per Funk und Telefon absprechen konnten. Durch Zwangsrekrutierungen und Verheizen seiner Soldaten entvölkerte er Preußen derart, dass er die Frauen des Königreichs Sachsens rauben musste, um wieder ein Volk zu haben. Hitler fühlte sich durch Friedrichs Tradition moralisch gedeckt und war derselbe Hasardeur, hoffte bis zuletzt auf ein Wunder, wie es Friedrich durch den Tod der Zarin widerfuhr. Sicher hat Friedrich wunderschöne Schlösser bauen lassen, wo er parlieren, philosophieren und Flöte spielen konnte. Das Geld für seinen Luxus und seine Armeen hatte er, weil dem König fast alles Land gehörte. Seine ausgepressten Untertanen müssen aber den abgehobenen Lebenswandel ihre feudalen Diktators als Hohn empfunden haben. Nachträglich wir mir erst klar, wie wir als Schüler im Geschichtsunterricht indoktriniert und in die Irre geführt wurden. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Deutschland gewinnt den Krieg“


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