Im Haus der Lügen

Kriminalroman

KBV-Krimi Band 424

Jürgen Ehlers

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Beschreibung

Du kannst lügen, aber du kannst die Wahrheit nicht töten

In einem Teich bei Hamburg wird 1947 in einem Seesack die nackte Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Kommissar Wilhelm Berger wird mit den Ermittlungen betraut. Handelt es sich womöglich um das fünfte Opfer des sogenannten »Trümmermörders«, wie Bergers Vorgesetzter glaubt? Niemand scheint den Toten zu vermissen. Aber dann meldet sich eine Zeugin, und in einem Haus unweit des Teiches werden Blutspuren gefunden. Bergers Assistent glaubt an eine klassische Dreiecksgeschichte. Aber warum lügen alle Beteiligten?

Jürgen Ehlers verfasste diesen Roman nach Motiven eines bekannten Kriminalfalls der Nachkriegszeit, der 1963 unter dem Titel »Das Haus an der Stör« für die berühmte Fernsehreihe »Stahlnetz« verfilmt wurde.

Jürgen Ehlers wurde 1948 in Hamburg geboren und lebt heute mit seiner Familie auf dem Land. Seit 1992 schreibt er Kurzkrimis und ist Herausgeber von Krimianthologien. Er ist Mitglied im »Syndikat« und in der »Crime Writers’ Association«. Sein erster Kriminalroman »Mitgegangen« wurde in der Sparte Debüt gleich für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
Bei KBV veröffentlichte Jürgen Ehlers bislang sieben historische Kriminalromane und zuletzt die Thriller »Der Wolf von Hamburg«, »Die Hyäne von Hamburg« und »Die Schlange von Hamburg«.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 350
Erscheinungsdatum 18.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95441-454-3
Verlag KBV
Maße (L/B/H) 19/12/2,7 cm
Gewicht 256 g

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Der Fall Ruth Blaue
von leseratte1310 am 07.11.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In einem Teich taucht nach dem Tauwetter die Leiche eines Unbekannten in einem Seesack auf. Kommissar Bergers Vorgesetzter glaubt, dass der Tote Opfer des Trümmermörders ist, der seit einiger Zeit sein Unwesen in Hamburg treibt. Doch warum sollte der Täter seine Methode geändert haben? Wilhelm Berger hat seine Zweifel. Niemand s... In einem Teich taucht nach dem Tauwetter die Leiche eines Unbekannten in einem Seesack auf. Kommissar Bergers Vorgesetzter glaubt, dass der Tote Opfer des Trümmermörders ist, der seit einiger Zeit sein Unwesen in Hamburg treibt. Doch warum sollte der Täter seine Methode geändert haben? Wilhelm Berger hat seine Zweifel. Niemand scheint den Toten zu vermissen. Als die Polizei an die Öffentlichkeit geht, gibt es einen ersten Hinweis, dass es sich um den verschwundenen Mann von Ruth Blaue handeln könnte. Aber alle Befragten scheinen zu lügen und es geht einfach nichtweiter mit den Ermittlungen. Doch der Fall lässt Wilhelm Berger nicht los. Immer wieder versucht er auf eigene Faust etwas herauszufinden und geht dabei Risiken ein, wobei er von seinem Kollegen Pagels gedeckt wird, obwohl Pagels häufig anderer Meinung ist als Berger. Jahre später scheint sich eine Wende in diesem Fall zu ergeben. Das Buch ist spannend und lässt sich gut und flüssig lesen. Mir gefällt es, wenn ich über die Zeit nach dem Krieg mehr erfahre, besonders wenn die Fakten so gut recherchiert sind. Ich kannte Wilhelm Berger schon aus einem anderen Buch der Reihe. Er ist nach dem Krieg zurück nach Hamburg gekommen und darf nun wieder als Kommissar arbeiten. Berger hat seine Bedenken gegenüber denen, die mit dem Regime sympathisiert hatten und zeigt das auch. Umso verwunderlicher ist es, dass er als er seinem Sohn helfen will und in Schwierigkeiten gerät, ausgerechnet Karl Kaufmann um Hilfe bittet, der Gauleiter war. Ihm muss bewusst sein, dass an die Hilfe Erwartungen geknüpft werden. Auch Wilfried Pagels redet offen und macht Berger deswegen Vorhaltungen. Aber die beiden arbeiten gut zusammen. Mich hat erschreckt, wie Kaufmann im Nachhinein seine Handlungen rechtfertigt und angeblich von vielem nichts gewusst hat. Er dreht sein Fähnchen nach dem Wind und erwartet, dass ihm ein gutes Leumundszeugnis ausgestellt wird. Berger ist ihm gegenüber ziemlich naiv, weil die Familien langjährige Beziehungen hatten. Aber Berger ist halt auch nur ein Mensch. Ruth Blaue ist eine Person, die wirklich nicht sympathisch rüberkommt. Was sie bei den Vernehmungen erzählt, ist oft zu unwahrscheinlich, dass man ihr nicht glaubt. Doch je mehr Fakten ans Tageslicht kommen, umso verständlicher wird ihr Verhalten und man begreift, was sie zu dem gemacht hat, was sie nun ist. Auch die Nebencharaktere sind interessant und authentisch gezeichnet. Dieser Fall beruht auf Tatsachen, die auch die Grundlage für einen Fernsehfilm „Stahlnetz“ waren. Auch wenn das Cover wenig ansprechend ist, so kann ich diesen interessanten und spannenden Krimi nur empfehlen.

Spannender Kriminalroman nach einem wahren Fall im Hamburg der Nachkriegsjahre
von ech am 05.11.2019

In diesem historischen Kriminalroman entführt uns der Autor Jürgen Ehlers in das Hamburg der Nachkriegsjahre von 1947 bis 1955. Zum bereits sechsten Mal steht dabei Kommissar Wilhelm Berger im Zentrum des Geschehens, man kann dieses Buch aber auch problemlos lesen und verstehen, wenn man, so wie ich, die ersten Bände mit ihm noc... In diesem historischen Kriminalroman entführt uns der Autor Jürgen Ehlers in das Hamburg der Nachkriegsjahre von 1947 bis 1955. Zum bereits sechsten Mal steht dabei Kommissar Wilhelm Berger im Zentrum des Geschehens, man kann dieses Buch aber auch problemlos lesen und verstehen, wenn man, so wie ich, die ersten Bände mit ihm noch nicht kennt. Alles beginnt mit einer männlichen Leiche in einem See bei Hamburg, die dort in einem Seesack versenkt wurde. Zunächst glaubt man, ein weiteres Opfer des sogenannten "Trümmermörders" vor sich zu haben, der gerade für Angst und Schrecken sorgt, doch da kommen bei den Ermittlern schnell Zweifel auf. Bereits die Identifizierung des Mannes gestaltet sich äußerst schwierig und so müssen Kommissar Berger und seine Kollegen viel Geduld aufbringen, bis sie den wahren Hintergründen des Mordes auf die Spur kommen. Der Autor erzählt in diesem eher ruhigen, aber dennoch jederzeit packenden Kriminalroman nicht nur die Geschichte einer spannenden Mörderjagd, die sich über insgesamt 8 Jahre erstreckt und auf einem wahren Fall beruht, sondern bietet darüber hinaus auch noch tiefe und stimmungsvolle Einblicke in das Hamburg der Nachkriegsjahre, das die Folgen des zweiten Weltkrieges noch lange nicht überwunden hat. Hier merkt man jederzeit, wie intensiv der Autor recherschiert hat, um ein genaues Bild dieser Zeit abbilden zu können. Die gut aufgebaute Geschichte besticht zudem durch seine überzeugend gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten, die die Geschichte über die gesamte Länge tragen und immer wieder für überraschende Wendungen gut sind. Wer auf historische Kriminalromane vor realem Hintergrund steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

Hamburg in der Nachkriegszeit...
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 06.10.2019

Nach „In Deinem schönen Leibe“ war „Im Haus der Lügen“ der zweite Krimi von Jürgen Ehlers, den ich gelesen habe. Es ist zwar eine Reihe von mindestens 6 Büchern, aber ich bin vollkommen problemlos in die jeweilige Handlung gekommen. Der Protagonist dieser Reihe ist Kommissar Wilhelm Berger, er ist jetzt aus dem 2. Weltkrieg in ... Nach „In Deinem schönen Leibe“ war „Im Haus der Lügen“ der zweite Krimi von Jürgen Ehlers, den ich gelesen habe. Es ist zwar eine Reihe von mindestens 6 Büchern, aber ich bin vollkommen problemlos in die jeweilige Handlung gekommen. Der Protagonist dieser Reihe ist Kommissar Wilhelm Berger, er ist jetzt aus dem 2. Weltkrieg in seine Heimatstadt Hamburg zurückgekehrt und beginnt im Januar 1947 wieder, bei der Polizei zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt wird die Hansestadt durch den sog. „Trümmermörder“ in Angst und Schrecken versetzt. Als dann in einem Teich die nackte Leiche eines unbekannten Mannes gefunden wird, liegt der Verdacht nahe, dass der „Trümmermörder“ erneut zugeschlagen hat. Aber Wilhelm Berger hat eine andere Theorie... Doch mehr sei hier an dieser Stelle nicht verraten! Mir hatte schon „In Deinem schönen Leibe“ die Charakterdarstellung von Wilhelm Berger gut gefallen: er steht zwar dem nationalsozialistischen Gedankengut skeptisch gegenüber, aber es hindert ihn nicht, sich durch private Kontakte zum Gauleiter Karl Kaufmann kleine „Vorteile“ zu verschaffen, z.B. als er wegen „regierungsfeindlichen Äußerungen“ denunziert wird oder aber um seiner Stieftochter Susanne, einer Halbjüdin, die Ausreise aus Deutschland zu ermöglichen. Ich denke, er nur „seine Nische“ gesucht, sicher nicht korrekt, aber die Beweggründe waren für mich menschlich verständlich und nachvollziehbar... Als er sich jedoch im vorliegenden Band erneut an den ehemaligen Gauleiter wendet, war ich dann doch etwas irritiert... Sein Kollege Wilfried Pagels sieht es ähnlich: „Hast du mir nicht gerade vor wenigen Tagen erklärt, dass du ohne eigenes Verschulden in immer neue Abhängigkeiten von dem Gauleiter hineingeschlittert bist? Und nun ist der ganze Zirkus vorbei, und du weißt nichts Besseres zu tun, als dich in neue Abhängigkeiten zu begeben?“ „Es ist geschehen“, sagte Berger kleinlaut.“ (S. 35) Denn anders als Wilhelm Berger, der sich immer mal wieder mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und seine Fehler einsieht, wäscht der Gauleiter (!) „seine Hände in Unschuld“ und erklärt: „Um das gleich vornweg zu sagen: Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Ich bin unschuldig. (...)Wenn es in Hamburg während des Dritten Reichs zu irgendwelchen Unregelmäßigkeiten gekommen ist, so habe ich davon nichts gewusst.“ (S. 48) In seiner Erinnerung habe er die Juden beschützt... Ich bin regelrecht durch dieses Buch „geflogen“, der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, der Spannungsbogen hoch: wir Leser schauen Wilhelm Berger und seinen Kollegen über die Schulter und nehmen Anteil an ihren Ermittlungen, wir verzweifeln mit ihnen über die vielen Lügen (sind es wirklich alles Lügen?). Es wird aber auch viel Zeitgeschehen und Lokalkolorit eingefangen, so dass ich mir Hamburg in der Nachkriegszeit sehr gut vorstellen konnte (und ich bin kritisch, da ich selbst Hamburgerin bin!). Und mir gefallen Bücher, in denen sich die Protagonisten ehrlich und authentisch mit ihren Handlungen im Nationalsozialismus auseinandersetzen! Mir hat dieses Buch so gut gefallen, dass ich mit Sicherheit noch das eine oder andere Buch aus dieser Reihe um Wilhelm Berger lesen werde. Dieser Krimi hat mir spannende, aber auch nachdenkliche Lesemomente beschert, ich kann es deshalb mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen!


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