Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada

Historischer Roman

Dorothe Zürcher

(5)
Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Als Mädchen weigert sich die adlige Wiborada zu heiraten. Sie flieht ins Kloster St. Gallen zu ihrem Bruder und begibt
sich auf eine gefährliche Pilgerreise nach Rom. Dort wird in ihr der Wunsch geweckt, ein religiöses Leben nach dem
Vorbild der Mönche im Kloster St. Gallen zu führen - unmöglich für eine Frau im 10. Jahrhundert.
Wiborada sucht ihren eigenen Weg. Von den Geistlichen misstrauisch beäugt, endet sie nur dank ihrer Verhandlungsgabe
nicht auf dem Scheiterhaufen. Sie willigt ein, sich in eine Zelle einmauern zu lassen, wo sie ihr Leben ganz der Askese widmen könne. Doch die Mönche haben nicht mit Wiboradas seherischen Fähigkeiten gerechnet.
Ein Roman über eine mutige Frau, die 100 Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen wurde.

Dorothe Zürcher, geboren 1973 in Zürich, ist verheiratet, unterrichtet an der Oberstufe Deutsch, Geschichte und Geografie, ferner führt sie Kurse an der Fachhochschule durch.
Sie schreibt Prosa und Lyrik, am liebsten in den Bergen oder in der Nacht. Alle sieben
Jahre nimmt sie eine Auszeit und bereist mit ihrem Mann die Welt.
Neben publizierten Kurzgeschichten erschien 2014 ihr Romandebüt „Tamonia“. Es folgten zwei weitere Romane, sowie ein Hörspiel im Radio SRF. Dorothe Zürcher ist Mitglied bei AdS und Mitbegründerin des Vereins Schweizer Phantastikautoren.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 380
Erscheinungsdatum 01.09.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-906240-78-7
Verlag IL-Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 21,1/15,1/3,1 cm
Gewicht 600 g

Kundenbewertungen

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Eingemauert
von einer Kundin/einem Kunden aus Warstein am 18.06.2019

Eigentlich zählt dieses Buch nicht zu den Büchern die ich normalerweise lese. Eine Heiligengeschichte. Aber das Buch hat mich doch vollkommen überzeugt. Die Geschichte einer wirklich außergewöhnlichen Frau. Ein Leben das so faszinierend und einmalig ist, dass man dieses Buch nur gebannt lesen muss. Nach einem schrecklichen Er... Eigentlich zählt dieses Buch nicht zu den Büchern die ich normalerweise lese. Eine Heiligengeschichte. Aber das Buch hat mich doch vollkommen überzeugt. Die Geschichte einer wirklich außergewöhnlichen Frau. Ein Leben das so faszinierend und einmalig ist, dass man dieses Buch nur gebannt lesen muss. Nach einem schrecklichen Ereigniss bei dem sie Morde, Vergewaltigungen und andere schlimme Dinge mit ansehen muss, wendet sich Wiborado oder in der deutschen Form Vuiberat dem Glauben zu. Die christlichen Psalme lernt sie voller Leidenschaft auswendig, sie ißt kaum noch und verzichtet auf jedlichen Luxus. Sie weigert sich den ihr vorgegebenen Weg mit Heirat und Kindern zu gehen, aber auch ein normales Leben im Kloster ist nicht ihr Lebensziel. Sie pflegt Kranke in einem Laienkrankenhaus und dann begiebt sie sich gemeinsam mit ihrem Bruder auf eine Pilgerreise nach Rom. Sie ist so stark im Glauben, aber trotzdem weiß sie viel über die Geschehnisse in der Welt und hat ein enormes Einfühlungsvermögen wenn es um die „große Politik“ und die Verwicklungen inAdel und Kirche gehen. Sie hat soviel Mut und die Entscheidung sich einmauern zu lassen ist etwas was mich sehr beeindruckt hat. Alle Schmerzen und alles Leid hält sie aus. Die Autorin schafft es wirklich diese Frau lebendig werden zu lassen. Der Schreibstil ist der Zeit perfekt angepasst und doch klar verständlich. Und es gibt noch viele weitere Figuren, die man voller Interresse kennenlernt. Deren Leben und Handlungen perfekt in die Geschichte passen. So wie ihre Magd, die mehr als eine Bedienstete ist, sie begleitet sie bis zum Schluß. Oder ihr Bruder, dem sie eng verbunden ist. Es ist sehr gut recherchiert, niemals langweilig ein wirklich sehr gelungenes historisches Buch. Viele Kleinigkeiten sind toll beschrieben und verleihen der Geschichte ganz viel Lebendigkeit und Bildhaftigkeit. Mein Fazit: Die Geschichte der Wiborata hat mich vollkommen überzeugt. Sie beeindruckt und fesselt mich als Leser. Man fühlt sich in der behandelten Zeit, ist fast wie vor Ort und erhält einen sehr guten Eindruck vom Leben der Menschen im 10.Jahrhundert nach Christus. Von den Schwierigkeiten mit denen man kämpfen musste , Ich gebe diesem Buch meine volle Leseempfehlung und bereue nicht es gelesen zu haben. Es war eine wirklich beeindruckende Erfahrung.-

Religiöse Lebenswelt im 10. Jahrhundert
von Kerstin am 09.03.2019

Wie es Titel und Kladdentext bereits aussagen geht es um die Darstellung des Lebens der Heiligen Wiborada. Zum Leben der Heiligen selbst gibt es zwei historische Quellen, beide jedoch erst nach deren Tod verfasst. Für das 10. Jahrhundert ist das nicht ungewöhnlich – und so hatte die Autorin genügend Raum, um durch Recherchen ... Wie es Titel und Kladdentext bereits aussagen geht es um die Darstellung des Lebens der Heiligen Wiborada. Zum Leben der Heiligen selbst gibt es zwei historische Quellen, beide jedoch erst nach deren Tod verfasst. Für das 10. Jahrhundert ist das nicht ungewöhnlich – und so hatte die Autorin genügend Raum, um durch Recherchen rund um die Lebenswelt Wiboradas einen in sich sehr stimmigen Roman zu erschaffen. Sehr gelungen fand ich den Kreis, den die Autorin erschuf, indem sie mit einem Ungarneinfall in der Kindheit die Lebensgeschichte der Heiligen beginnt und schlussendlich auch beendet. Das finde ich sehr gelungen. Doch gleich nach dem traumatischen Kindheitserlebnis Wiboradas begann das Buch für meinen Geschmack zu schwächeln. Denn bis zum Antritt der Pilgerreise nach Rom schildert die Autorin sehr stark die religiöse Seite und Verklärtheit Wiboradas. Dabei lässt die Autorin Wiborada sehr, sehr viele Psalmen rezitieren, die sie Original in Latein und anschließend dann übersetzt wiedergibt. An und für sich finde ich das nicht schlecht, es war mir nur einfach viel zu viel und zu wenig Handlung neben der religiösen Verklärung. Doch mit der Reise nach Rom bis zum Ende des Buches hin relativiert sich dann alles. Die Autorin lässt viel mehr Einblick in die Lebenswelt des 10. Jahrhunderts einfließen. Die Schwierigkeiten, die die Kirche in dieser Zeit hatte, ihr schwindender Einfluss, das Wiedererstarken alter Gebräuche im Alltag der einfachen Bevölkerung. Besonders schön fand ich dann auch die Darstellung Wiboradas als eine Frau, die das starke Bedürfnis hatte ihre eigene Religiosität zu leben, ohne dabei den Bezug zu der sie umgebenden Wirklichkeit zu verlieren. Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr gut. Es gelingt ihr mittels Sprache sehr intensive Charaktere zu generieren, die auch noch nach dem Lesen einen starken Nachklang bei mir hinterlassen haben.

Wiborada - eine starke Frau
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 19.11.2018

"Als Mädchen weigert sich die adlige Wiborada zu heiraten. Sie flieht ins Kloster St. Gallen zu ihrem Bruder und begibt sich auf eine gefährliche Pilgerreise nach Rom. Dort wird in ihr der Wunsch geweckt, ein religiöses Leben nach dem Vorbild der Mönche im Kloster St. Gallen zu führen - unmöglich für eine Frau im 10. Jahrhundert... "Als Mädchen weigert sich die adlige Wiborada zu heiraten. Sie flieht ins Kloster St. Gallen zu ihrem Bruder und begibt sich auf eine gefährliche Pilgerreise nach Rom. Dort wird in ihr der Wunsch geweckt, ein religiöses Leben nach dem Vorbild der Mönche im Kloster St. Gallen zu führen - unmöglich für eine Frau im 10. Jahrhundert. Wiborada sucht ihren eigenen Weg. Von den Geistlichen misstrauisch beäugt, endet sie nur dank ihrer Verhandlungsgabe nicht auf dem Scheiterhaufen. Sie willigt ein, sich in eine Zelle einmauern zu lassen, wo sie ihr Leben ganz der Askese widmen könne. Doch die Mönche haben nicht mit Wiboradas seherischen Fähigkeiten gerechnet. Ein Roman über eine mutige Frau, die 100 Jahre nach ihrem Tod heilig gesprochen wurde." - soweit der Klappentext. Dorothe Zürcher, 1973 in Zürich geboren, ist verheiratet und unterrichtet an der Oberstufe Deutsch, Geschichte und Geografie. Sie schreibt Prosa und Lyrik. Ihr Debütroman "Tamonia" erschien 2014. Zwei weitere Romane folgten. Sie lebt in der Schweiz. (Quelle: Klappentext) Das Cover zeigt Wiborada im Gespräch mit Bischof Salomo, wie dem Buch zu entnehmen ist - perfekt für diesen historischen Roman. Über die historische Wiborada gibt es eine zeitgenössische Quelle, die Annalen des Klosters St. Gallen, die ihren Todestag aufführt. Sie wurde durch Papst Clemens II. 1047 als erste Frau im offiziellen römischen Verfahren heilig gesprochen. Dorothe Zürcher schreibt einen gut lesbaren und flüssigen Stil. Ihre Charaktere, allen voran natürlich Wiborada, die hier Vuiberat genannt wird. Nach einem traumatischen Erlebnis in frühester Jugend geht sie ihren eigenen Weg. Von ihrem Bruder lernt sie die Psalmen, die in Latein wieder gegeben werden. Die deutsche Übersetzung folgt unmittelbar, so dass auch Nicht-Lateiner folgen können. Das passt gut zur Geschichte und zu Wiborada. Deren Beweggründe und Entwicklung beschreibt die Autorin nachvollziehbar. Dorothe Zürcher hat einen ausgezeichnet recherchierten historischen Roman geschrieben, der nicht nur die mögliche Lebensgeschichte Wiboradas nachzeichnet, sondern sie in den Kontext der geschichtlichen Gegebenheiten und Ereignisse setzt. Personen- und Ortsverzeichnis, eine Zeittafel, eine Karte vom Weg Wiboradas und ein Glossar ergänzen den Roman. Fazit: eine absolute Leseempfehlung für diesen sehr besonderen historischen Roman


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