Huss

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Beschreibung

Kurzgeschichten aus dem Leben: Debüt des Hamburger Songpoeten Huss. Die Lieder des in Hamburg lebenden Songpoeten Huss sind Short Storys aus dem Leben - Miniatur-Dramen, Alltagsgeschichten und scheinbar verschlüsselte Botschaften mit ungewissem Ausgang. Huss, der auch mit zwei Songs auf dem "Return Of The Tüdelband"-Sampler vertreten ist, singt über Menschen und Tiere, möglichen und unmöglichen Sex, einsame Senioren und arbeitslose Alkoholiker, Freizeit ohne Geld und Einzelhandel ohne Herz, Obst und Gott. Dabei verzichtet der gebürtige Mainzer auf Betroffenheitsgesäusel und falsche Sentimentalitäten. Der Mann spielt deutschsprachige Popmusik, die in Instrumentierung und Arrangement nach allen Richtungen offen ist. Hingerotzte Gitarrensoli finden sich neben ausgefeilten Streichersätzen, Rock 'n' Roll neben Dancebeats und klassische Songstrukturen neben Liedern, die ganz ohne Refrain auskommen. Eine überaus charmante Mischung aus Durchtriebenheit und vordergründiger Harmlosigkeit.

Produktdetails

Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 16.06.2006
Sprache Deutsch
EAN 9783898983525
Genre Deutschrock/Progressiv
Hersteller Indigo
Komponist Huss

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Skurrile Alltagslieder voll witziger Melancholie
von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 01.09.2006

In stimmiger Gelassenheit, bisweilen auch rockiger Ruhe erzählt Huss als Texter und überwiegend Gitarrensound und Rhythmus- und Soundmaschinen nutzender Musiker kleine Geschichten, die man irgendwie zu kennen glaubt und doch sind sie fremd, komisch, traurig, bitter, oder auch mal lustig. Ganz entfernt werden stimmliche Erinnerun... In stimmiger Gelassenheit, bisweilen auch rockiger Ruhe erzählt Huss als Texter und überwiegend Gitarrensound und Rhythmus- und Soundmaschinen nutzender Musiker kleine Geschichten, die man irgendwie zu kennen glaubt und doch sind sie fremd, komisch, traurig, bitter, oder auch mal lustig. Ganz entfernt werden stimmliche Erinnerungen an Achim Reichel wach. Irgendwie ist man zum Nachdenken gezwungen, wenngleich die oftmals beliebig scheinenden Themen und Inhalte der Songs willkürlich scheinen. Da klappt einem schon mal der Kinnladen herunter, wenn man von faulenden Zähnen im Alter, dicken Menschen, verliebten Brüdern oder schwindender kultureller Partizipation erfährt: „Was uns bleibt ist Sex“. Thema sind auch die verbreiteten Erfahrungen unserer Zeit, die Tristess der Arbeitslosigkeit in ihrer traurigen Perspektivlosigkeit. Und es gibt auch die täglichen Banalitäten, die Huss beschreibt wie „Ich bin so“ oder „Du kauftest Äpfel“, deren Bedeutung für die Zuhörenden letztlich doch offen bleibt. Dann erfährt man auch etwas vom nackten Mann, dessen Fähigkeiten zwar kaum sinnvoll erkennbar sind, das Lied jedoch durch den spielerischen Sprachwitz seine Qualität findet. „Wenn der Mond scheint“ kann man sich dem zart fließenden Lauf des Liedes mit der eigenen Sehnsucht oder Traurikeit anvertrauen. So zeichnet sich die Zusammenstellung des Künstlers als leises Kulturstückchen für all diejenigen aus, die sich zurücklehnen wollen, um Träume und die so oft verdrängten Nebensächlichkeiten und Gedanken wie weiße Schäfchenwolken an sich vorbeiziehen zu lassen. Fehlt nur noch der Grashalm im Mundwinkel und der Duft der blühenden Wiese unter sich. © 9/2006, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Skurrile Alltagslieder voll witziger Melancholie
von Uli Geißler aus Fürth am 01.09.2006

In stimmiger Gelassenheit, bisweilen auch rockiger Ruhe erzählt Huss als Texter und überwiegend Gitarrensound und Rhythmus- und Soundmaschinen nutzender Musiker kleine Geschichten, die man irgendwie zu kennen glaubt und doch sind sie fremd, komisch, traurig, bitter, oder auch mal lustig. Ganz entfernt werden stimmliche Erinnerun... In stimmiger Gelassenheit, bisweilen auch rockiger Ruhe erzählt Huss als Texter und überwiegend Gitarrensound und Rhythmus- und Soundmaschinen nutzender Musiker kleine Geschichten, die man irgendwie zu kennen glaubt und doch sind sie fremd, komisch, traurig, bitter, oder auch mal lustig. Ganz entfernt werden stimmliche Erinnerungen an Achim Reichel wach. Irgendwie ist man zum Nachdenken gezwungen, wenngleich die oftmals beliebig scheinenden Themen und Inhalte der Songs willkürlich scheinen. Da klappt einem schon mal der Kinnladen herunter, wenn man von faulenden Zähnen im Alter, dicken Menschen, verliebten Brüdern oder schwindender kultureller Partizipation erfährt: „Was uns bleibt ist Sex“. Thema sind auch die verbreiteten Erfahrungen unserer Zeit, die Tristess der Arbeitslosigkeit in ihrer traurigen Perspektivlosigkeit. Und es gibt auch die täglichen Banalitäten, die Huss beschreibt wie „Ich bin so“ oder „Du kauftest Äpfel“, deren Bedeutung für die Zuhörenden letztlich doch offen bleibt. Dann erfährt man auch etwas vom nackten Mann, dessen Fähigkeiten zwar kaum sinnvoll erkennbar sind, das Lied jedoch durch den spielerischen Sprachwitz seine Qualität findet. „Wenn der Mond scheint“ kann man sich dem zart fließenden Lauf des Liedes mit der eigenen Sehnsucht oder Traurikeit anvertrauen. So zeichnet sich die Zusammenstellung des Künstlers als leises Kulturstückchen für all diejenigen aus, die sich zurücklehnen wollen, um Träume und die so oft verdrängten Nebensächlichkeiten und Gedanken wie weiße Schäfchenwolken an sich vorbeiziehen zu lassen. Fehlt nur noch der Grashalm im Mundwinkel und der Duft der blühenden Wiese unter sich. © 9/2006, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.


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    • Abendrot
    1. Abendrot
    2. Das Mädchen und der Bär
    3. Und er ging
    4. Dicke Bäckerfrau
    5. Brüder
    6. Was uns bleibt
    7. Für immer im Wald
    8. Du kauftest Äpfel
    9. Gebt mir ein Zuhause
    10. Ich bin tot
    11. Die Geschichte vom nackten Mann
    12. Wenn der Mond
    13. 2000ich
    14. Der liebe Gott kennt keinen Schlaf