Gun Love

Roman

Jennifer Clement

(21)
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Beschreibung


Seit ihrer Geburt lebt Pearl im Auto, sie vorne, ihre Ausreißer-Mutter auf der Rückbank. Vierzehn Jahre stehen die beiden jetzt schon am Rande eines Trailerparks irgendwo in Florida. Draußen vor der Windschutzscheibe ist die Welt den Waffen verfallen: Kinder wachsen mit Pistolen statt Haustieren auf, Schießübungen immer und überall, mal Alligatoren, mal den Fluss, mal Polizisten im Visier, und sonntags sitzt man beim Gottesdienst mit der geschulterten Schrotflinte in der ersten Reihe. Doch im Ford Mercury wirken andere Kräfte, hier lernt Pearl das Träumen. Bis ein schöner Mann und seine Pistolen alles verändern …


Gun Love handelt vom Zauber zwischen Mutter und Tochter inmitten des Irrsinns. In strahlenden Bildern erzählt Jennifer Clement eine Geschichte, in der Liebe und Hass, Fantasie und Wirklichkeit haltlos ineinander fallen. Das literarische Stimmungsbild einer ganzen Nation.

"Clements Sprache ist von mörderischer Kraft, ihr Roman ein auf erschreckende Weise aktuelles Buch."
The Economist 02.05.2018

Jennifer Clement, 1960 in Connecticut geboren, wuchs in Mexiko-Stadt auf, studierte in New York und Paris Literaturwissenschaft und hat Lyrik und drei Romane veröffentlicht. Als Präsidentin des P.E.N. International kämpft sie im Namen von Autoren weltweit für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Gebete für die Vermissten, ihr Roman über die Schicksale gestohlener Mädchen in Mexiko, war ein internationaler Erfolg..
Nicolai von Schweder-Schreiner, geboren 1967 in Lissabon, übersetzt seit 1997 Texte aus dem Portugiesischen und Englischen ins Deutsche. Er ist außerdem als Musiker und Komponist tätig. Nicolai Schweder-Schreiner lebt heute in Hamburg.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Altersempfehlung 12 - 15 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 10.09.2018
Verlag Suhrkamp
Seitenzahl 251
Maße (L/B/H) 21,3/12,8/3 cm
Gewicht 418 g
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Nicolai Schweder-Schreiner
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42832-0

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
12
7
1
0
1

Viel Potential leider voll und ganz verspielt
von einer Kundin/einem Kunden aus Trier am 27.05.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Inhaltlich ist das Buch wirklich schockierend, als Leser wird man in eine wirklich erschreckende Welt der amerikanischen Unterschicht eingeführt, die von sozialem Drama und Unmengen an Waffen umgeben ist. Nur leider wird dieses Thema nur wie eine Ereigniskette runter erzählt, es gibt keinen wirklich sozialkritischen Ansatz, die ... Inhaltlich ist das Buch wirklich schockierend, als Leser wird man in eine wirklich erschreckende Welt der amerikanischen Unterschicht eingeführt, die von sozialem Drama und Unmengen an Waffen umgeben ist. Nur leider wird dieses Thema nur wie eine Ereigniskette runter erzählt, es gibt keinen wirklich sozialkritischen Ansatz, die Waffenpolitik wird nicht groß verurteilt, es wird einfach nur der schreckliche Status quo geschildert. Kein Subtext, keine vielschichtige Erzählung, nichts bei dem der Leser / Leserin irgendwie gefordert wird. Nachdem (Achtung Spoiler) die Mutter sehr plötzlich ohne konkreten Grund getötet wird, ist das zwar schwierig für die Protagonistin, zwei Kapitel später ist sie jedoch schon Hals über Kopf in ihren Pflegebruder verliebt und möchte ihn heiraten. Der Schluss ist ebenso absurd, es wird kein Resume gezogen, das psychische Chaos der Protagonistin existiert scheinbar nicht. Für mich war das Buch eine schon fast eine Aneinanderreihung von dubiosen Ereignissen. Neben der schlecht erzählten Geschichte ist noch die wirklich grottenschlechte sprachliche Seite. Die Formulierungen hätte jeder Schüler so schreiben können, es ließt sich so wie die Ausgabe des Google-Übersetzters. Es wird alles total flach und plumb erzählt, einige Kapitel kamen mir vor als wäre der einzige Sinn und Zweck die Seitenzahl zu erhöhen. Die Spitze des Eisbergs bildet das wirklich hässliche Cover, welches mich (wäre da nicht ein überzeugender Buchhändler gewesen) schon vor dem Kauf weitestgehend abgeschreckt hat. Aus der Story und dem sozialen Dilemma der amerikanischen Unterschicht hätte sich ein wirklich gutes Buch entwickeln können, das hat es nur leider nicht. Als Schullektüre in der 5-7 Klasse kann man so etwas vielleicht lesen, ansonsten kann Ich es wirklich niemandem empfehlen!

Von Waffen und von Liebe
von hapedah am 25.05.2021

Pearl kennt nur das Leben im Auto ihrer Mutter, die als Teenager von zuhause weg gelaufen ist. Der Wagen steht seit vierzehn Jahren auf dem Besucherparkplatz eines Trailerparks zwischen zwei Autobahnen und einer Müllkippe und obwohl ihr Alltag von Armut geprägt ist, schafft Margot für sich und ihre Tochter eine sanfte, verträumt... Pearl kennt nur das Leben im Auto ihrer Mutter, die als Teenager von zuhause weg gelaufen ist. Der Wagen steht seit vierzehn Jahren auf dem Besucherparkplatz eines Trailerparks zwischen zwei Autobahnen und einer Müllkippe und obwohl ihr Alltag von Armut geprägt ist, schafft Margot für sich und ihre Tochter eine sanfte, verträumte Atmosphäre in dem alten Ford Mercury. Diese Idylle wird erst getrübt, als Eli Redmond mit seinen Waffen auftaucht, in den sich Margot Hals über Kopf verliebt. "Gun Love" von Jennifer Clement hat mich bis zur letzten Seite hin gefesselt und hallt immer noch in mir nach. Die Autorin zeigt ihr Heimatland von einer düsteren Seite, Schusswaffen sind allgegenwärtig und schon der Beginn des Buches lässt ahnen, dass es kein gutes Ende nehmen kann. Dennoch gelingt es der Autorin durch ihren wunderbar poetischen Schreibstil immer wieder, glückliche Momente voller Liebe und Zuversicht in die Geschichte einzuflechten, die doch eigentlich vom harten Leben zwischen Abgasgestank und Umweltverschmutzung, geprägt von Armut und Waffengewalt, handelt. Ihre Protagonistin Pearl, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, berichtet stellenweise beinahe distanziert aus ihrem Leben, aber gerade diese Erzählweise, die nur ab und an Gefühle erahnen lässt, hat mich beim Lesen sehr fasziniert. Oft sind es kleine alltäglich Begebenheiten, die mir gezeigt haben, was Pearl in den jeweiligen Situationen empfindet. Es scheint, als ob sie ihre Erinnerungen formuliert, wie sie ihr gerade durch den Kopf schießen, was es mir in den ersten Abschnitten etwas schwerer gemacht hat, dem chronologischen Ablauf zu folgen. Jennifer Clements Buch ist keine leichte Kost, doch wie eine tödliche Waffe, die in zarter Spitze eingepackt ist, wird das Grauen, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint, von positiven, ja beinahe träumerischen Episoden eingefasst, so dass ich das Leseerlebnis trotz des ernsten Themas als hoffnungsvoll formuliert empfunden habe. Letztendlich hat mich der Roman nachdenklich zurück gelassen und wird sicher noch einige Zeit in mir nachwirken. Deshalb gebe ich für diese Geschichte eine unbedingte Leseempfehlung. Fazit: Jennifer Clements Roman handelt von Armut, Waffengewalt und Liebe, in wunderbar blumigen Worten schildert die Autorin neben dem harten Leben im Trailerpark auch Alltagsmomente voller Träume und Zuversicht. Ihr Buch hat mich gefesselt, fasziniert und am Ende sehr nachdenklich zurück gelassen, ich empfehle es gern weiter.

Geniale Vertonung
von BeaSwissgirl aus Fahrni am 22.04.2019

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Beim stöbern bin ich über dieses Buch hier gestolpert, der Klappentext klang interessant und da mich die Hörprobe überzeugen konnte gönnte ich es mir in dieser Variante... Die Sprecherin Edith Stehfest macht ihren Job hier sehr gut, ihre kindliche, leicht naiv, melancholi... Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Beim stöbern bin ich über dieses Buch hier gestolpert, der Klappentext klang interessant und da mich die Hörprobe überzeugen konnte gönnte ich es mir in dieser Variante... Die Sprecherin Edith Stehfest macht ihren Job hier sehr gut, ihre kindliche, leicht naiv, melancholisch& verträumt angehauchte Stimme passt für mich einfach perfekt zur Hauptfigur. Zwar ist die Geschichte ansonsten total erschreckend, aufwühlend und brutal, dennoch empfand ich diesen Kontrast immer wieder aufs Neue als unglaublich faszinierend. Der Schreibstil der Autorin ist total verspielt, eindringlich, atmosphärisch, poetisch, leicht blumig und kommt gerade durch die Interpretation der Sprecherin noch stärker zum Ausdruck. Erzählt wird in der ICH- Form aus der Sicht von Pearl was mir unheimlich gut gefallen hat. Ich mochte Pearl unsere Protagonistin auf Anhieb, was auf alle Fälle auch an der genialen Vertonung von Frau Stehfest lag ;) Pearl ist ein aufgewecktes Mädchen, nicht auf den Mund gefallen, hat ein gutes Gespür für Menschen und handelt im Gegensatz zu ihrer Mutter viel durchdachter. Margot ( Pearls Mutter) hat eine gewisse Stärke wirkte auf mich aber oft auch recht leichtgläubig und zu verträumt& wirklichkeitsfremd. Wie weiter oben schon erwähnt zeigt die Geschichte nicht gerade die Schokoladenseite von Amerika!! Schonungslos offen& ehrlich weist die Autorin auf soziale Probleme wie zum Beispiel Obdachlosigkeit, Drogenkonsum und den Waffenwahn der Amis mit all seinen Konsequenzen hin. Das Buch regt zum nachdenken an, bewegt, rüttelt auf und liess mich mehrere Male leer schlucken. Für mich war es eine sehr vereinnahmende, tragische und wahnsinnig gut vertonte Geschichte, die mir noch immer im Kopf herum spuckt. 4,5 Sterne


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