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Malnata

Roman - "Dieses Buch ist wie eine Stichflamme und hat mich komplett entzündet." Mareike Fallwickl

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Malnata

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

2583

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2024

Verlag

Penguin

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/3,2 cm

Beschreibung

Rezension

»Lebendig geschrieben.« ("Gong, Hörzu")
»Es ist eine kraftvolle Erzählung, mit einprägsamen Szenen und Dialogen, die in Erinnerung bleiben.« ("Die Presse")
»Beatrice Salvioni beschreibt in ,Malnata‘ mit einfachen Worten und dennoch bildhafter Sprache die Enge der Gesellschaft, in der die Mädchen leben […].« ("Münchner Merkur")
»Mitreißend!« ("Emotion, Silvi Feist")
»ein waschechtes Melodram, das mit allerhand liebens- und hassenswerten Figuren aufwartet und das man sich problemlos als kommende Kinoverfilmung vorstellen kann.« ("Galore")
»Die Geschichte hat drive und Leidenschaft [...].« ("rbb, radio3")

Details

Verkaufsrang

2583

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2024

Verlag

Penguin

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/3,2 cm

Gewicht

415 g

Originaltitel

La Malnata

Übersetzt von

Anja Nattefort

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60271-2

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Thelma und Louise in Italien unter Mussolinis Faschisten

frischelandluft aus Salzburg am 16.06.2024

Bewertungsnummer: 2223898

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Francesca und Maddalena, zwei junge Frauen, die im faschistischen Mussolini-Italien aufwachsen. Es ist ein Roman über Freundschaft, Erwachsen-werden, erste Liebe, die Ohnmacht der Frauen gegenüber Männern in einem katholischen, patriarchischen und faschistischen Staat, wobei die drei Begriffe hier viel gemeinsam haben, besonders für die (Un)Freiheit der Frauen. Francesca wächst im unteren Bürgertum auf, man kann sich etwas leisten, schielt aber ehrgeizig und neidisch auf die, die mehr haben. Die Mutter will dazugehören, dazu ist ihr jedes Mittel recht. Die Maßstäbe, die sie an andere legt, sind nicht die gleichen, die sie an sich selbst stellt. Die erste weibliche echte Bezugsperson für Francesca ist das Hausmädchen. Francesca ist einsam, sie fühlt sich nicht zugehörig, folgt aber den ihr auferlegten Regeln: „Ich habe die Einsamkeit immer gemocht, aber je älter ich wurde, desto deutlicher spürte ich, dass mein Leben, anstatt mit meinem Körper, meinen Brüsten und meinen Schenkeln zu wachsen, jeden Tag kleiner und kleiner wurde, klein bis zum Verschwinden.“ (44) Ihr gegenüber steht die freie Maddalena, die ohne Vater als Halbwaise in einer Familie aufwächst, in der die eigene Mutter sie für gefährlich hält, denn Maddalena sagt immer, was sie denkt, und kennt die Macht der Worte: „Aber glaubst du das wirklich? […] Ich weiß nicht. Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. […] Worte sind gefährlich, wenn man sie gedankenlos ausspricht. […] Aber es sind doch nur harmlose Worte. […] Sie sind nie harmlos.“ (99) Maddalena erinnert mich an Pippi Langstrumpf, sie gibt sich furchtlos, sie denkt selbstständig, sie unterscheidet Recht von Unrecht, ist loyal, schafft sich in gewisser Weise ihre eigene Welt. Das macht der Gesellschaft Angst, wer so frei ist, ist nicht normal, somit wird aus Maddalena die Malnata, die „Missgeburt“. Während des Lesens hatte ich immer die junge Sophia Loren vor Augen, eine starke, schöne, kluge Frau, die besonders von den Männern auf ihre Äußerlichkeit reduziert wird. Es ist ein sehr filmisch inszenierter Roman, viele Dialoge, kraftvolle Szenen, dramatische Entwicklung. Die beiden Frauen sind mir sehr nah gegangen, ihr gemeinsamer Kampf gegen Konventionen und die Beschränktheit ihrer Umgebung, ihr Mut und ihre Kraft obwohl alle gegen sie zu sein scheinen. „In ihrer [Gesellschaft] Welt gab es zwei Gewissheiten. Erstens: Dinge, die sie sich nicht erklären konnten, waren entweder des Teufels oder vom Herrgott gesandt, je nachdem, ob sie die betroffene Person für einen anständigen Menschen oder einen Schurken hielten. Zweitens: Es war nie die Schuld der Männer.“ (263) Der Roman spielt in den frühen 30er Jahren in Italien und hat historische Merkmale, doch die solidarische Freundschaft der Frauen ist universal und sollte uns daran erinnern, wie wichtig es ist, die „Sisterhood“ hochzuschätzen. Unbedingt lesenswert.
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Thelma und Louise in Italien unter Mussolinis Faschisten

frischelandluft aus Salzburg am 16.06.2024
Bewertungsnummer: 2223898
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Francesca und Maddalena, zwei junge Frauen, die im faschistischen Mussolini-Italien aufwachsen. Es ist ein Roman über Freundschaft, Erwachsen-werden, erste Liebe, die Ohnmacht der Frauen gegenüber Männern in einem katholischen, patriarchischen und faschistischen Staat, wobei die drei Begriffe hier viel gemeinsam haben, besonders für die (Un)Freiheit der Frauen. Francesca wächst im unteren Bürgertum auf, man kann sich etwas leisten, schielt aber ehrgeizig und neidisch auf die, die mehr haben. Die Mutter will dazugehören, dazu ist ihr jedes Mittel recht. Die Maßstäbe, die sie an andere legt, sind nicht die gleichen, die sie an sich selbst stellt. Die erste weibliche echte Bezugsperson für Francesca ist das Hausmädchen. Francesca ist einsam, sie fühlt sich nicht zugehörig, folgt aber den ihr auferlegten Regeln: „Ich habe die Einsamkeit immer gemocht, aber je älter ich wurde, desto deutlicher spürte ich, dass mein Leben, anstatt mit meinem Körper, meinen Brüsten und meinen Schenkeln zu wachsen, jeden Tag kleiner und kleiner wurde, klein bis zum Verschwinden.“ (44) Ihr gegenüber steht die freie Maddalena, die ohne Vater als Halbwaise in einer Familie aufwächst, in der die eigene Mutter sie für gefährlich hält, denn Maddalena sagt immer, was sie denkt, und kennt die Macht der Worte: „Aber glaubst du das wirklich? […] Ich weiß nicht. Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. […] Worte sind gefährlich, wenn man sie gedankenlos ausspricht. […] Aber es sind doch nur harmlose Worte. […] Sie sind nie harmlos.“ (99) Maddalena erinnert mich an Pippi Langstrumpf, sie gibt sich furchtlos, sie denkt selbstständig, sie unterscheidet Recht von Unrecht, ist loyal, schafft sich in gewisser Weise ihre eigene Welt. Das macht der Gesellschaft Angst, wer so frei ist, ist nicht normal, somit wird aus Maddalena die Malnata, die „Missgeburt“. Während des Lesens hatte ich immer die junge Sophia Loren vor Augen, eine starke, schöne, kluge Frau, die besonders von den Männern auf ihre Äußerlichkeit reduziert wird. Es ist ein sehr filmisch inszenierter Roman, viele Dialoge, kraftvolle Szenen, dramatische Entwicklung. Die beiden Frauen sind mir sehr nah gegangen, ihr gemeinsamer Kampf gegen Konventionen und die Beschränktheit ihrer Umgebung, ihr Mut und ihre Kraft obwohl alle gegen sie zu sein scheinen. „In ihrer [Gesellschaft] Welt gab es zwei Gewissheiten. Erstens: Dinge, die sie sich nicht erklären konnten, waren entweder des Teufels oder vom Herrgott gesandt, je nachdem, ob sie die betroffene Person für einen anständigen Menschen oder einen Schurken hielten. Zweitens: Es war nie die Schuld der Männer.“ (263) Der Roman spielt in den frühen 30er Jahren in Italien und hat historische Merkmale, doch die solidarische Freundschaft der Frauen ist universal und sollte uns daran erinnern, wie wichtig es ist, die „Sisterhood“ hochzuschätzen. Unbedingt lesenswert.

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Freundschaft zweier ungleicher Mädchen

Booklover am 12.06.2024

Bewertungsnummer: 2221627

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman „Malnata“ spielt im Italien Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Titelgebende Figur ist die „Malnata“, die „Unheilbringende“, deren richtiger Name eigentlich Maddalena lautet. Den zweifelhaften Spitznamen haben ihr die Dorfbewohner gegeben, da sie das Mädchen mit allem Unglück, das in der Umgebung passiert, verbinden. Als Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen passt sie perfekt in diese Rolle. Selbst ihre eigene Mutter hat sie aufgrund eines tragischen Unfalls vor einigen Jahren verstoßen. Hilfe erhält die Malnata nur von ihren älteren Geschwistern. Im vollkommenen Kontrast dazu steht Francesca, die Ich-Erzählerin der Geschichte, die aus reicherem Hause stammt und zum Gehorsam erzogen wurde. Sie ist seit der ersten Begegnung von diesem „unheilvollen“ Mädchen fasziniert und möchte sie gerne näher kennenlernen. Sehr zum Entsetzen ihrer Mutter und dem weiteren Umfeld. Somit schleicht sich Francesca immer wieder heimlich aus dem Haus, um die Malnata und ihre wenigen Freunde, die „Malnati“ zu treffen. Gemeinsam mit ihnen will sie im Dreck des Flusses Lambro spielen, mutig und unerschrocken sein und keine Angst vor nichts mehr haben. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Doch auch größeres Unheil bahnt sich an: Ein Krieg beginnt, der Vieles verändert, Maddalenas Familie wird mit einem weiteren Problem konfrontiert und auch Francescas Treffen mit den Malnati hat Konsequenzen für sie. Der Titel „Malnata“ bezieht sich auf die titelgebende Protagonistin und ihren unrühmlichen Spitznamen, der ihr von der Dorfgemeinschaft verpasst wurde und den sie seither trägt und ihr gleichgültig zu sein scheint. Im Roman wird dieses Wort immer mit „Die Unheilbringende“ übersetzt, leitet es sich doch von den italienischen Worten „mal“ für „elend, schlecht, böse“ und „nata“ für „geboren“ ab (das a am Ende gibt Aufschluss darüber, dass es sich auf eine weibliche Person bezieht). Das Cover ist in schwarz gehalten und sehr düster. Ein grimmig dreinblickendes Mädchen mit schwarzen Haaren, buschigen schwarzen Augenbrauen in einem hellen Unterhemd schaut trotzig in die Kamera. Es befindet sich vor einer dunklen, schmutzigen Wand. Einzig der Titel ist in gelben Buchstaben geschrieben und somit ein Farbtupfer vor diesem düsteren Hintergrund. Der Name der Autorin prangt in weißen Buchstaben oben auf dem Buch. Das Cover fängt sehr gut die unheilvolle Aura ein, die die „Malnata“ umgibt. Der Schreibstil in diesem Buch ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Story ist in insgesamt vier Teile plus einen Prolog und einen Epilog eingeteilt. Die Überschriften zu den einzelnen Abschnitten sagen schon sehr gut aus, wohin die Reise in diesem Kapitel gehen wird. Eigene Meinung: Die Geschichte zwischen der „Malnata“ und der Erzählerin Francesca, die ungleicher nicht sein könnten, ist sehr interessant. Es war erstaunlich, mitzuerleben, wie Francesca sich dem Kreise der „Malnati“ und insbesondere Maddalena immer mehr annähert und zwischen den beiden Mädchen letztendlich sogar eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht. Die Freundschaft der beiden baut sich langsam auf, sie erleben das eine oder andere Abenteuer gemeinsam und diese Erlebnisse schweißen sie fester zusammen. Trotzdem stehen die Dorfbewohner und speziell Francescas Mutter dieser Entwicklung äußerst kritisch gegenüber und die Mutter verbietet der Tochter mehr als einmal den Umgang mit dem „unheilbringenden Mädchen“. Die Geschichte endet an einer sehr spannenden Stelle und es ist unklar, wie der darin geschilderte Fall ausgeht und wie es mit den beiden Freundinnen und der Familie der „Malnata“ weitergeht. Daher wirkt speziell das Ende für mich etwas abrupt und die Story im Allgemeinen ein wenig „unfertig“; was total schade ist, da es durchaus noch offene Fragen und somit weiteres Potenzial zum Erzählen gegeben hätte. Informativ war für mich auch, dass hier ein Abschnitt italienischer Geschichte behandelt wird, der mir persönlich nicht so geläufig war: Der Abessinienkrieg zwischen Italien und Äthiopien Mitte der 1930er-Jahre, noch bevor der Zweite Weltkrieg begann. Von dieser Fehde hatte ich zuvor noch nichts gehört, was dann wieder Anlass zur Recherche gab. Die zunächst vorsichtig aufkeimende und dann immer mehr gedeihende Freundschaft der beiden Mädchen war ein schönes Leseereignis. Ansprechend war auch der oben schon beschriebene Abschnitt italienischer Geschichte vor bald hundert Jahren, der wohl den meisten Leuten nicht sonderlich bekannt ist. Man erfährt einiges über das Leben der Menschen in Italien zu dieser Zeit, die politischen Vorgaben damals und die Unterschiede zum heutigen Leben. Anhand des Textes auf der Rückseite hatte ich befürchtet, dass mir die Story nicht gefallen würde, doch das hat sie sehr wohl. Allgemein entwickelte sich die Geschichte ganz anders, als ich es erwartet hatte, was vollkommen okay ist. Die Autorin Beatrice Salvioni war mir vorher nicht bekannt und es scheint auch ihr erster Roman gewesen zu sein. Da es wie bereits angemerkt noch ein bisschen Verbesserungspotenzial gibt, vergebe ich für diesen Roman vier Sterne, da mich die Geschichte trotz allem positiv überrascht hat.
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Freundschaft zweier ungleicher Mädchen

Booklover am 12.06.2024
Bewertungsnummer: 2221627
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman „Malnata“ spielt im Italien Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Titelgebende Figur ist die „Malnata“, die „Unheilbringende“, deren richtiger Name eigentlich Maddalena lautet. Den zweifelhaften Spitznamen haben ihr die Dorfbewohner gegeben, da sie das Mädchen mit allem Unglück, das in der Umgebung passiert, verbinden. Als Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen passt sie perfekt in diese Rolle. Selbst ihre eigene Mutter hat sie aufgrund eines tragischen Unfalls vor einigen Jahren verstoßen. Hilfe erhält die Malnata nur von ihren älteren Geschwistern. Im vollkommenen Kontrast dazu steht Francesca, die Ich-Erzählerin der Geschichte, die aus reicherem Hause stammt und zum Gehorsam erzogen wurde. Sie ist seit der ersten Begegnung von diesem „unheilvollen“ Mädchen fasziniert und möchte sie gerne näher kennenlernen. Sehr zum Entsetzen ihrer Mutter und dem weiteren Umfeld. Somit schleicht sich Francesca immer wieder heimlich aus dem Haus, um die Malnata und ihre wenigen Freunde, die „Malnati“ zu treffen. Gemeinsam mit ihnen will sie im Dreck des Flusses Lambro spielen, mutig und unerschrocken sein und keine Angst vor nichts mehr haben. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Doch auch größeres Unheil bahnt sich an: Ein Krieg beginnt, der Vieles verändert, Maddalenas Familie wird mit einem weiteren Problem konfrontiert und auch Francescas Treffen mit den Malnati hat Konsequenzen für sie. Der Titel „Malnata“ bezieht sich auf die titelgebende Protagonistin und ihren unrühmlichen Spitznamen, der ihr von der Dorfgemeinschaft verpasst wurde und den sie seither trägt und ihr gleichgültig zu sein scheint. Im Roman wird dieses Wort immer mit „Die Unheilbringende“ übersetzt, leitet es sich doch von den italienischen Worten „mal“ für „elend, schlecht, böse“ und „nata“ für „geboren“ ab (das a am Ende gibt Aufschluss darüber, dass es sich auf eine weibliche Person bezieht). Das Cover ist in schwarz gehalten und sehr düster. Ein grimmig dreinblickendes Mädchen mit schwarzen Haaren, buschigen schwarzen Augenbrauen in einem hellen Unterhemd schaut trotzig in die Kamera. Es befindet sich vor einer dunklen, schmutzigen Wand. Einzig der Titel ist in gelben Buchstaben geschrieben und somit ein Farbtupfer vor diesem düsteren Hintergrund. Der Name der Autorin prangt in weißen Buchstaben oben auf dem Buch. Das Cover fängt sehr gut die unheilvolle Aura ein, die die „Malnata“ umgibt. Der Schreibstil in diesem Buch ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Story ist in insgesamt vier Teile plus einen Prolog und einen Epilog eingeteilt. Die Überschriften zu den einzelnen Abschnitten sagen schon sehr gut aus, wohin die Reise in diesem Kapitel gehen wird. Eigene Meinung: Die Geschichte zwischen der „Malnata“ und der Erzählerin Francesca, die ungleicher nicht sein könnten, ist sehr interessant. Es war erstaunlich, mitzuerleben, wie Francesca sich dem Kreise der „Malnati“ und insbesondere Maddalena immer mehr annähert und zwischen den beiden Mädchen letztendlich sogar eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht. Die Freundschaft der beiden baut sich langsam auf, sie erleben das eine oder andere Abenteuer gemeinsam und diese Erlebnisse schweißen sie fester zusammen. Trotzdem stehen die Dorfbewohner und speziell Francescas Mutter dieser Entwicklung äußerst kritisch gegenüber und die Mutter verbietet der Tochter mehr als einmal den Umgang mit dem „unheilbringenden Mädchen“. Die Geschichte endet an einer sehr spannenden Stelle und es ist unklar, wie der darin geschilderte Fall ausgeht und wie es mit den beiden Freundinnen und der Familie der „Malnata“ weitergeht. Daher wirkt speziell das Ende für mich etwas abrupt und die Story im Allgemeinen ein wenig „unfertig“; was total schade ist, da es durchaus noch offene Fragen und somit weiteres Potenzial zum Erzählen gegeben hätte. Informativ war für mich auch, dass hier ein Abschnitt italienischer Geschichte behandelt wird, der mir persönlich nicht so geläufig war: Der Abessinienkrieg zwischen Italien und Äthiopien Mitte der 1930er-Jahre, noch bevor der Zweite Weltkrieg begann. Von dieser Fehde hatte ich zuvor noch nichts gehört, was dann wieder Anlass zur Recherche gab. Die zunächst vorsichtig aufkeimende und dann immer mehr gedeihende Freundschaft der beiden Mädchen war ein schönes Leseereignis. Ansprechend war auch der oben schon beschriebene Abschnitt italienischer Geschichte vor bald hundert Jahren, der wohl den meisten Leuten nicht sonderlich bekannt ist. Man erfährt einiges über das Leben der Menschen in Italien zu dieser Zeit, die politischen Vorgaben damals und die Unterschiede zum heutigen Leben. Anhand des Textes auf der Rückseite hatte ich befürchtet, dass mir die Story nicht gefallen würde, doch das hat sie sehr wohl. Allgemein entwickelte sich die Geschichte ganz anders, als ich es erwartet hatte, was vollkommen okay ist. Die Autorin Beatrice Salvioni war mir vorher nicht bekannt und es scheint auch ihr erster Roman gewesen zu sein. Da es wie bereits angemerkt noch ein bisschen Verbesserungspotenzial gibt, vergebe ich für diesen Roman vier Sterne, da mich die Geschichte trotz allem positiv überrascht hat.

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