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"Einige Herren sagten etwas dazu"

Die Autorinnen der Gruppe 47

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

40530

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

352

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch legt den Finger in die richtige Wunde.« ("WDR 5")
»Nach der Lektüre von Seiferts Buch hat man das dringende Bedürfnis, die Bücher von Böll, Grass & Co. im Regal stehenzulassen und stattdessen die Werke jener Frauen zu entdecken.« ("Kölner Stadtanzeiger")
»In „Einige Herren sagten etwas dazu“ erzählt Nicole Seifert fesselnd und sarkastisch die Geschichte der Autorinnen, die an den berühmten Literaturtreffen teilnahmen – und vom männlichen Blick auf sie.« ("Die Presse")
»ein großartiges Buch»
»Nicole Seifert hat mit sehr viel Material und geradezu trotziger Gelassenheit eine Kulturgeschichte geschrieben, die vielleicht deutscher nicht sein könnte. Die Gruppe 47, der Think-Tank der Literatur, hat ganz systematisch Karrieren versenkt, hat weibliche Störenfriede aus seiner patriarchalen Traumwelt verbannt.« ("NZZ")
»Nicole Seiferts Verdienst liegt nicht in der aufwendigen Recherche in Archiven, sondern in der starken Perpektivierung des Materials. Dabei arbeitet sie anschaulich die fatale Mischung aus Überhöhung und Herabwürdigung heraus, die mit dazu beitrug, dass die wenigen Schriftstellerinnen, die überhaupt einen Bezug zur Gruppe 47 hatten, kaum Kapital daraus schlagen konnten, weder symbolisches noch pekuniäres.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
»Man kann das Buch auch als Empfehlung verstehen, nicht immer nur Grass, Walser, Böll aus jener Zeit zu lesen, sondern eben auch mal Bücher von Christa Reinig, Ingeborg Drewitz oder Barbara Frischmuth.« ("rbb Kultur")
»Keine Darstellung wurde bisher den Frauen und ihren Werken gerecht, insofern leistet Seifert, die ihrerseits die Herren Böll, Johnson, Enzensberger & Co. nicht ausspart, hier Pionierarbeit.« ("Berliner Morgenpost")
»„Die Autorinnen der Gruppe 47“ fügt dem Bild der Gruppe 47 Facetten hinzu, die bislang fehlten und liest sich in Teilen wie das Projekt einer unterhaltsamen feministischen Literaturgeschichte, voller skurriler Anekdoten über sexistische Entgleisungen und Ausführungen zur Frage, warum Literatur von Schriftstellerinnen oft vor allem biografisch gelesen wird.« ("Welt am Sonntag")
»Nicole Seifert deckt die Mechanismen, die hinter dem Übergehen, Verwerfen und Missverstehen stecken, nüchtern und anschaulich auf.« ("MDR Kultur")

Details

Verkaufsrang

40530

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/3,6 cm

Gewicht

524 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00353-6

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Einige Damen konterten

Mrs.Moriarty am 30.06.2024

Bewertungsnummer: 2234060

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wärend der Lektüre kam mir immer öfter der Gedanke, weshalb es eigentlich so viele Männer gibt, die man als Kanon der deutschen Nachkriegsliteratur ansieht, die ihre Gedanken zu Shoah und Weimarer Republik, Kaiserzeit und Diktaturen im allgemeinen in die Welt hinausließen, aber so wenige bis gar keine Frauen, denen die gleiche Bedeutung zugewiesen wird, wie ihren Kollegen. Eigentlich keine richtige Frage, denn Nicole Seifert liefert ein Beispiel für die deutsche Literaturlandschaft warum das so ist. Frauen und ihre Romane, generell weibliche Perspektiven, sind immer schön hübsch verpackt mit gemeint. Aber kommen sie aus ihrem ihnen zugewiesenen Dasein als Muse und Hausfrau heraus, sind sie Sexualisierung auf der einen Seite und der Zuschreibung als Unbequem, unweiblich etc. auf der andren Seite ausgesetzt. Mir fiel schnell auf, das ich genau zwei Namen kannte, als ich in das Inhaltverzeichnis schaute. Laut Seifert kein Zufall. Ingeborg Bachmann ist im Grunde sogar die einzige, die ich aus dem Kopf heraus mit der "Gruppe 47" überhaupt in Verbindung gebracht hätte. Und sie ist auch die einzige deren Literatur ich aus eigener Leseerfahrung kenne. Das finde ich tatsächlich auch beschämend. Denn ich würde schon von mir sagen, das ich eine gewisse literarische Bildung besitze... Trotzdem erinnere ich mich auch selbst an Diskussionen weshalb es keine so "großen" Frauen gibt und weshalb praktisch keine Frau im Deutsch Unterricht gelesen wird. Mein eigener Lesegeschmack wird schnell belächelt und als typisch weiblich abgetan. Männer die gerne lesen, betonten ebenso gerne das sie Literatur lesen... Und werten indirekt gleich mal ab, das alles was ich so lese ja keine Literatur sein könne. (Und meinen sowieso nur das, was sie selbst als "hohe" Literatur einordnen...). Nicole Seifert beschreibt in ihrem Buch ein Beispiel dafür, weshalb weibliche Perspektiven im deutschen Literaturbetriebt so lange ignoriert wurden. In der Gruppe 47 entschieden Männer über das Stehen und Fallen einer Autorin. Walter Richter beschreibt sowieso viel lieber das Aussehen der Autorinnen, statt ihres literarischen Könnens. Nachrufe auf einige der Autorinnen die nun verstorben sind, geraten selbst im 21. Jahrhundert zur sexistischen Betrachtung auf ein Leben von ernst zu nehmenden Schriftstellerinnen. Manches hat sich verbessert, keine Frage. Anderes ist aber nach wie vor wie unter den Talaren mit Mief von Tausend Jahren ...
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Einige Damen konterten

Mrs.Moriarty am 30.06.2024
Bewertungsnummer: 2234060
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wärend der Lektüre kam mir immer öfter der Gedanke, weshalb es eigentlich so viele Männer gibt, die man als Kanon der deutschen Nachkriegsliteratur ansieht, die ihre Gedanken zu Shoah und Weimarer Republik, Kaiserzeit und Diktaturen im allgemeinen in die Welt hinausließen, aber so wenige bis gar keine Frauen, denen die gleiche Bedeutung zugewiesen wird, wie ihren Kollegen. Eigentlich keine richtige Frage, denn Nicole Seifert liefert ein Beispiel für die deutsche Literaturlandschaft warum das so ist. Frauen und ihre Romane, generell weibliche Perspektiven, sind immer schön hübsch verpackt mit gemeint. Aber kommen sie aus ihrem ihnen zugewiesenen Dasein als Muse und Hausfrau heraus, sind sie Sexualisierung auf der einen Seite und der Zuschreibung als Unbequem, unweiblich etc. auf der andren Seite ausgesetzt. Mir fiel schnell auf, das ich genau zwei Namen kannte, als ich in das Inhaltverzeichnis schaute. Laut Seifert kein Zufall. Ingeborg Bachmann ist im Grunde sogar die einzige, die ich aus dem Kopf heraus mit der "Gruppe 47" überhaupt in Verbindung gebracht hätte. Und sie ist auch die einzige deren Literatur ich aus eigener Leseerfahrung kenne. Das finde ich tatsächlich auch beschämend. Denn ich würde schon von mir sagen, das ich eine gewisse literarische Bildung besitze... Trotzdem erinnere ich mich auch selbst an Diskussionen weshalb es keine so "großen" Frauen gibt und weshalb praktisch keine Frau im Deutsch Unterricht gelesen wird. Mein eigener Lesegeschmack wird schnell belächelt und als typisch weiblich abgetan. Männer die gerne lesen, betonten ebenso gerne das sie Literatur lesen... Und werten indirekt gleich mal ab, das alles was ich so lese ja keine Literatur sein könne. (Und meinen sowieso nur das, was sie selbst als "hohe" Literatur einordnen...). Nicole Seifert beschreibt in ihrem Buch ein Beispiel dafür, weshalb weibliche Perspektiven im deutschen Literaturbetriebt so lange ignoriert wurden. In der Gruppe 47 entschieden Männer über das Stehen und Fallen einer Autorin. Walter Richter beschreibt sowieso viel lieber das Aussehen der Autorinnen, statt ihres literarischen Könnens. Nachrufe auf einige der Autorinnen die nun verstorben sind, geraten selbst im 21. Jahrhundert zur sexistischen Betrachtung auf ein Leben von ernst zu nehmenden Schriftstellerinnen. Manches hat sich verbessert, keine Frage. Anderes ist aber nach wie vor wie unter den Talaren mit Mief von Tausend Jahren ...

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Ein wirklich tolles Buch

Bewertung aus Bamberg am 28.03.2024

Bewertungsnummer: 2165297

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Günter Grass, Heinrich Böll, Siegfried Lenz … Sagen dir die Namen was? Ja? … Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger … Diese auch noch? … und was ist mit Ruth Rehmann, Ingrid Bachér, Ilse Schneider-Lengyel oder Ingeborg Drewitz, um nur um einige zu nennen? Nein? Wirklich? Noch nie gehört? Genau so erging es mir, als ich die letztgenannten Namen und noch viele weitere von anderen Autorinnen gelesen habe – ich hatte sie davor noch nie gehört. Nicole Seifert gibt mit ihrem Buch einen Gesamtüberblick über die Gruppe 47 bezüglich deren Entstehung, die konkreten Abläufe der Treffen sowie deren Teilnehmer. Dabei wird deutlich, dass überwiegend Männer und nur wenige Frauen dazu eingeladen waren. Und selbst diese Teilnehmerinnen bekamen, im Vergleich zu vielen männlichen Schriftstellern, kaum Aufmerksamkeit und sind heute so gut wie in Vergessenheit geraten. Die Gründe dafür sind vielfältig und werden von Nicole Seifert in ihrer Studie vielschichtig und eindrucksvoll herausgearbeitet. So wurden bspw. in Texten des Feuilletons sowie u.a. in privaten Aufzeichnungen anderer Teilnehmer die Autorinnen zuerst bezüglich ihres Aussehens beschrieben, beurteilt und teils ausschließlich darauf reduziert. „Den Autorinnenkörper außen vor zu lassen, nur den Text zu betrachten, scheint unmöglich“, so folgert Seifert sinngemäß. Nebstdem entwirft das Buch zudem Potraits der an den Tagungen teilnehmenden Autorinnen und gibt zugleich Einblicke in deren Werk, sodass man beim Lesen regelrecht Lust bekommt, diese für sich selbst zu entdecken. Immerhin konnten fast ausschließlich Männer bedeutenden und primär lang anhaltenden Ruhm für sich gewinnen. Ich hoffe, dass dies erst der Beginn der Aufarbeitung ist und in Zukunft noch viele weitere Werke über diese und ähnliche Thematiken folgen werden. Weiterhin bleibt zu wünschen, dass viele darin besprochene Schriftstellerinnen wieder aufgelegt und von einem breiten Publikum beachtet und vor allem gelesen werden!
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Ein wirklich tolles Buch

Bewertung aus Bamberg am 28.03.2024
Bewertungsnummer: 2165297
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Günter Grass, Heinrich Böll, Siegfried Lenz … Sagen dir die Namen was? Ja? … Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger … Diese auch noch? … und was ist mit Ruth Rehmann, Ingrid Bachér, Ilse Schneider-Lengyel oder Ingeborg Drewitz, um nur um einige zu nennen? Nein? Wirklich? Noch nie gehört? Genau so erging es mir, als ich die letztgenannten Namen und noch viele weitere von anderen Autorinnen gelesen habe – ich hatte sie davor noch nie gehört. Nicole Seifert gibt mit ihrem Buch einen Gesamtüberblick über die Gruppe 47 bezüglich deren Entstehung, die konkreten Abläufe der Treffen sowie deren Teilnehmer. Dabei wird deutlich, dass überwiegend Männer und nur wenige Frauen dazu eingeladen waren. Und selbst diese Teilnehmerinnen bekamen, im Vergleich zu vielen männlichen Schriftstellern, kaum Aufmerksamkeit und sind heute so gut wie in Vergessenheit geraten. Die Gründe dafür sind vielfältig und werden von Nicole Seifert in ihrer Studie vielschichtig und eindrucksvoll herausgearbeitet. So wurden bspw. in Texten des Feuilletons sowie u.a. in privaten Aufzeichnungen anderer Teilnehmer die Autorinnen zuerst bezüglich ihres Aussehens beschrieben, beurteilt und teils ausschließlich darauf reduziert. „Den Autorinnenkörper außen vor zu lassen, nur den Text zu betrachten, scheint unmöglich“, so folgert Seifert sinngemäß. Nebstdem entwirft das Buch zudem Potraits der an den Tagungen teilnehmenden Autorinnen und gibt zugleich Einblicke in deren Werk, sodass man beim Lesen regelrecht Lust bekommt, diese für sich selbst zu entdecken. Immerhin konnten fast ausschließlich Männer bedeutenden und primär lang anhaltenden Ruhm für sich gewinnen. Ich hoffe, dass dies erst der Beginn der Aufarbeitung ist und in Zukunft noch viele weitere Werke über diese und ähnliche Thematiken folgen werden. Weiterhin bleibt zu wünschen, dass viele darin besprochene Schriftstellerinnen wieder aufgelegt und von einem breiten Publikum beachtet und vor allem gelesen werden!

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von Nicole Seifert

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