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Wolf Haas

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Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

31676

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.09.2023

Verlag

Carl Hanser Verlag

Seitenzahl

160

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

31676

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.09.2023

Verlag

Carl Hanser Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/2 cm

Gewicht

266 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27833-2

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Haas ist Haas und bleibt sich treu

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 10.02.2024

Bewertungsnummer: 2128073

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Am Ende hieß es noch, ich hätte mich über sie lustig gemacht. Man schuldet ja allen einen gewissen Respekt. Auch jenen, die es vielleicht nicht wahrnehmen, wenn man ihn nicht zeigt. Man kann auch den Verlöschenden und vor sich hin Dämmernden nicht irgendwas erzählen, nur weil es langweilig ist mit ihnen. Man darf unterlegene Menschen nicht auf die Schaufel nehmen. Man darf Schwachsinnige nicht verarschen, man darf kleine Kinder nicht verarschen, man darf Behinderte nicht verarschen. Im Prinzip darf man überhaupt niemanden verarschen, fürchte ich. Schon gar nicht seine sterbende Mutter.“ (S. 8, Haas) Wolf Haas besucht das Altersheim, in dem seine 95-jährige Mutter wohnt, die in drei Tagen sterben wird. Haas tut gar nicht so, als ginge sie ihm nicht auf die Nerven. (Unausgesprochen: Ich darf doch etwas dement sein, wenn ich meinen Sohn bitte, meinen längst verstorbenen Eltern eine Nachricht zu überbringen.) Ausgesprochen: „Meine Mami und mein Tati, wo sie jetzt sind, ich weiß nicht wie es da heißt, aber du kannst dort mit dem Handy anrufen und ihnen sagen, dass es mir gut geht.“ Das Gejammer tönt ihm noch in den Ohren: „Immer nur sparen, sparen, sparen.“ Immer nur „arbeiten, arbeiten, arbeiten“, Und im Rückblick Geschichte: Die seiner Mutter und der Familie und die Österreichs, von einer Frau, die 1923, ins Jahr der Superinflation, hineingeboren wurde. Sicher Autofiktion, aber weder geschmacklos noch sentimental. Von Seite zu Seite verschwindet der lapidare Ton, der Sohn erzählt von der Mutter, die in Zeiten jung gewesen ist, als fast jeder ein Schicksal hatte und nicht nur ein Leben mit Aufs und Abs. Krieg. Krankheit. Gewalt. Tod überall. Und die Hoffnung auf das Eigenheim, das sich nie erfüllt hat. Bis jetzt. Seit vielen Jahren steht schon ihr Name auf dem Grab, ihre eigenen Kubikmeter nun bereit, bezogen zu werden – nur ein Datum fehlt. „Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging." (W. Haas) Wolf Haas, Autor beim Carl Hanser Verlag, wovon viele seiner Kollegen nur träumen.
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Haas ist Haas und bleibt sich treu

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 10.02.2024
Bewertungsnummer: 2128073
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Am Ende hieß es noch, ich hätte mich über sie lustig gemacht. Man schuldet ja allen einen gewissen Respekt. Auch jenen, die es vielleicht nicht wahrnehmen, wenn man ihn nicht zeigt. Man kann auch den Verlöschenden und vor sich hin Dämmernden nicht irgendwas erzählen, nur weil es langweilig ist mit ihnen. Man darf unterlegene Menschen nicht auf die Schaufel nehmen. Man darf Schwachsinnige nicht verarschen, man darf kleine Kinder nicht verarschen, man darf Behinderte nicht verarschen. Im Prinzip darf man überhaupt niemanden verarschen, fürchte ich. Schon gar nicht seine sterbende Mutter.“ (S. 8, Haas) Wolf Haas besucht das Altersheim, in dem seine 95-jährige Mutter wohnt, die in drei Tagen sterben wird. Haas tut gar nicht so, als ginge sie ihm nicht auf die Nerven. (Unausgesprochen: Ich darf doch etwas dement sein, wenn ich meinen Sohn bitte, meinen längst verstorbenen Eltern eine Nachricht zu überbringen.) Ausgesprochen: „Meine Mami und mein Tati, wo sie jetzt sind, ich weiß nicht wie es da heißt, aber du kannst dort mit dem Handy anrufen und ihnen sagen, dass es mir gut geht.“ Das Gejammer tönt ihm noch in den Ohren: „Immer nur sparen, sparen, sparen.“ Immer nur „arbeiten, arbeiten, arbeiten“, Und im Rückblick Geschichte: Die seiner Mutter und der Familie und die Österreichs, von einer Frau, die 1923, ins Jahr der Superinflation, hineingeboren wurde. Sicher Autofiktion, aber weder geschmacklos noch sentimental. Von Seite zu Seite verschwindet der lapidare Ton, der Sohn erzählt von der Mutter, die in Zeiten jung gewesen ist, als fast jeder ein Schicksal hatte und nicht nur ein Leben mit Aufs und Abs. Krieg. Krankheit. Gewalt. Tod überall. Und die Hoffnung auf das Eigenheim, das sich nie erfüllt hat. Bis jetzt. Seit vielen Jahren steht schon ihr Name auf dem Grab, ihre eigenen Kubikmeter nun bereit, bezogen zu werden – nur ein Datum fehlt. „Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging." (W. Haas) Wolf Haas, Autor beim Carl Hanser Verlag, wovon viele seiner Kollegen nur träumen.

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Einfach. Großartig. Heilsam.

Bewertung am 01.01.2024

Bewertungsnummer: 2099003

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein wertvoller Einblick in eine Lebensgeschichte - Danke, Wolf Haas! In jedem Fall empfehlenswert für Lesende, die gerne tief blicken und Authentizität gut vertragen können. Am Ende seines langen Lebens so ein Denkmal gesetzt zu bekommen, wie Wolf Haas es hier für seine Mutter - und für sich selbst getan hat, ist schon etwas ganz Besonderes; dabei tiefe Einblicke in eine vergangene Zeit zu geben, die uns aber noch prägt, das ist dem Autor mit seinem Werk wunderbar gelungen. Sehr gefühlvoll und versöhnlich. Eigentlich ein kurzes Buch, bei dem ich dachte, es sei schnell gelesen, doch da es so reichhaltig und bewegend ist, nehme ich mir gerne die Zeit, die ein Buch mit solch psychologischer Tiefe für mich erfordert. Eine heilsame Wirkung ist nicht auszuschließen - viel Freude beim Lesen!
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Einfach. Großartig. Heilsam.

Bewertung am 01.01.2024
Bewertungsnummer: 2099003
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein wertvoller Einblick in eine Lebensgeschichte - Danke, Wolf Haas! In jedem Fall empfehlenswert für Lesende, die gerne tief blicken und Authentizität gut vertragen können. Am Ende seines langen Lebens so ein Denkmal gesetzt zu bekommen, wie Wolf Haas es hier für seine Mutter - und für sich selbst getan hat, ist schon etwas ganz Besonderes; dabei tiefe Einblicke in eine vergangene Zeit zu geben, die uns aber noch prägt, das ist dem Autor mit seinem Werk wunderbar gelungen. Sehr gefühlvoll und versöhnlich. Eigentlich ein kurzes Buch, bei dem ich dachte, es sei schnell gelesen, doch da es so reichhaltig und bewegend ist, nehme ich mir gerne die Zeit, die ein Buch mit solch psychologischer Tiefe für mich erfordert. Eine heilsame Wirkung ist nicht auszuschließen - viel Freude beim Lesen!

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