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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

3

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.01.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

23/16,1/4,3 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

3

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.01.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

23/16,1/4,3 cm

Gewicht

772 g

Originaltitel

Spare

Übersetzer

  • Stephan Kleiner
  • Katharina Martl
  • Johannes Sabinski
  • Anke Wagner-Wolff
  • Alexander Weber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60292-7

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Entweder man hasst oder man liebt die Story

ManyInterestingBooks am 05.02.2023

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich glaube, in dieser Geschichte kann es nur Verlierer geben. Ich war sehr gespannt, als Harry verkündet hatte, dass er eine Biografie herausbringen wird. Als die ersten Informationen dazu bekannt wurden, stieg aber auch mein Zweifel, ob wir wirklich etwas erfahren werden, was uns wirklich schockt. Am Ende war es eine Mischung, aus beidem, für mich. Außerdem muss ich sagen, dass ich nie ein Fan von Meghan war. Das liegt nicht an ihrer Herkunft oder ihrem Aussehen, aber als ich sie das erste Mal, auf den Bildschirmen gesehen habe, fand ich sie sofort unsympathisch. Ich glaube, es ist ähnlich wie bei Edward und Jacob, es kann nur einen/eine geben und ich bin eher Team Kate. Kommen wir aber nun zum Buch. Ich fand die kurzen Kapitel sehr angenehm. Auf meinem Tolino wurden mir über 700 Seiten angezeigt und da waren die Kapitel sehr angenehm, so konnte man gut zwischendurch anhalten. Das eigentliche Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten bekommt man einen Einblick in die Kindheit bzw. Jugend von Harry. Man erfährt Dinge, die man gar nicht wissen will, egal ob Promi oder nicht. Man bekommt aber auch einen tiefen Einblick in die, kaputte, Seele von Harry. Der Verlust seiner Mutter und die fehlende Zuneigung seines Vaters haben Harry ziemlich zugesetzt. Man kann sich schon in den armen Jungen hineinversetzten und sich trotzdem kaum vorstellen, wie schrecklich es für ihn gewesen sein muss, hinter dem Sarg seiner Mutter hinterherlaufen zu müssen. Man weiß, dass Harry selber das Buch nicht geschrieben hat und mit diesem Wissen, im Hinterkopf, gibt es manchmal Situation, die im Buch beschrieben werden, wo man zweifelt, dass es so wirklich war. Schnell nach dem Release gab es einige Menschen, die einzelnen Szenen, aus dem Buch, widersprachen. So hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass jetzt gerade etwas ausgeschmückt werden musste. Allgemein wirkt der Schreibstil eher wie ein Roman, als eine Biografie. Es wird vieles blumig erzählt. Da wird dann knallhart davon erzählt, wie Harry in den Krieg zog und ein paar Seiten später schwärmt er von dem leichten Wind, der durch die zauberhaften Gärten von Frogmore Garden wehte. Schon auf den ersten Seiten fragte ich mich, ob das eine fiktive Geschichte werden soll? Harry erzählt im zweiten Teil über seine Zeit bei der Army und im dritten Teil geht es dann um Meghan und die letzten Jahre. Und gerade im letzten Teil hat man immer wieder das Gefühl, wir lesen ein New-Adult-Roman. Vieles ist so kitschig beschrieben, dass es lächerlich wirkt und dadurch auch unwirklich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Meghan es nicht leicht hatte, am englischen Hof. Sie ist eine Freiheit liebende Amerikanerin, die sich ihren Traum von der Schauspielerei erfüllt hat und ein glückliches Leben geführt hat. Das war sicherlich ein Kulturschock, für sie, als sie auf einmal vor einer älteren Dame knicksen sollte. Oder immer hinter Kate und William laufen musste. Wiederum denke ich mir, wenn sie Harry so sehr liebt, dann hätte sie sich vielleicht einfach mehr integrieren müssen, aber wir sind nur Zuschauer. Gerade im dritten Teil geht es dem Palast an den Kragen. Harry schießt dabei nicht nur gegen Palastangestellte, sondern auch gegen seine ganze Familie. William wird als Brutalo und Choleriker dargestellt und Kate als hochnäsige Schnepfe. Im Grunde ist der dritte Teil ein Loblied auf Meghan. Auch einer dieser Momente, wo man sich fragt, was Fiktion und was Wirklichkeit ist. Abschließend kann ich nicht wirklich eine Empfehlung für dieses Buch geben. Nicht, weil es total schlecht ist, sondern eher, weil jeder selber wissen muss, was er von der ganzen Story hält. Mit diesem Buch wird eigentlich nur unsere Neugier gestillt, aber es werden keine Fragen wirklich beantwortet, weil wie schon anfangs geschrieben ist man entweder pro oder contra Meghan & Harry. Mein Gefühl sagt mir immer noch, dass es für Harry kein gutes Ende haben wird. Ich hoffe, ich werde mich täuschen und er und Meghan können in Ruhe ihr Leben leben, wiederum glaube ich aber, dass Meghan viel zu sehr das Rampenlicht liebt, als dass sie darauf verzichten würde.

Entweder man hasst oder man liebt die Story

ManyInterestingBooks am 05.02.2023
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich glaube, in dieser Geschichte kann es nur Verlierer geben. Ich war sehr gespannt, als Harry verkündet hatte, dass er eine Biografie herausbringen wird. Als die ersten Informationen dazu bekannt wurden, stieg aber auch mein Zweifel, ob wir wirklich etwas erfahren werden, was uns wirklich schockt. Am Ende war es eine Mischung, aus beidem, für mich. Außerdem muss ich sagen, dass ich nie ein Fan von Meghan war. Das liegt nicht an ihrer Herkunft oder ihrem Aussehen, aber als ich sie das erste Mal, auf den Bildschirmen gesehen habe, fand ich sie sofort unsympathisch. Ich glaube, es ist ähnlich wie bei Edward und Jacob, es kann nur einen/eine geben und ich bin eher Team Kate. Kommen wir aber nun zum Buch. Ich fand die kurzen Kapitel sehr angenehm. Auf meinem Tolino wurden mir über 700 Seiten angezeigt und da waren die Kapitel sehr angenehm, so konnte man gut zwischendurch anhalten. Das eigentliche Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten bekommt man einen Einblick in die Kindheit bzw. Jugend von Harry. Man erfährt Dinge, die man gar nicht wissen will, egal ob Promi oder nicht. Man bekommt aber auch einen tiefen Einblick in die, kaputte, Seele von Harry. Der Verlust seiner Mutter und die fehlende Zuneigung seines Vaters haben Harry ziemlich zugesetzt. Man kann sich schon in den armen Jungen hineinversetzten und sich trotzdem kaum vorstellen, wie schrecklich es für ihn gewesen sein muss, hinter dem Sarg seiner Mutter hinterherlaufen zu müssen. Man weiß, dass Harry selber das Buch nicht geschrieben hat und mit diesem Wissen, im Hinterkopf, gibt es manchmal Situation, die im Buch beschrieben werden, wo man zweifelt, dass es so wirklich war. Schnell nach dem Release gab es einige Menschen, die einzelnen Szenen, aus dem Buch, widersprachen. So hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass jetzt gerade etwas ausgeschmückt werden musste. Allgemein wirkt der Schreibstil eher wie ein Roman, als eine Biografie. Es wird vieles blumig erzählt. Da wird dann knallhart davon erzählt, wie Harry in den Krieg zog und ein paar Seiten später schwärmt er von dem leichten Wind, der durch die zauberhaften Gärten von Frogmore Garden wehte. Schon auf den ersten Seiten fragte ich mich, ob das eine fiktive Geschichte werden soll? Harry erzählt im zweiten Teil über seine Zeit bei der Army und im dritten Teil geht es dann um Meghan und die letzten Jahre. Und gerade im letzten Teil hat man immer wieder das Gefühl, wir lesen ein New-Adult-Roman. Vieles ist so kitschig beschrieben, dass es lächerlich wirkt und dadurch auch unwirklich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Meghan es nicht leicht hatte, am englischen Hof. Sie ist eine Freiheit liebende Amerikanerin, die sich ihren Traum von der Schauspielerei erfüllt hat und ein glückliches Leben geführt hat. Das war sicherlich ein Kulturschock, für sie, als sie auf einmal vor einer älteren Dame knicksen sollte. Oder immer hinter Kate und William laufen musste. Wiederum denke ich mir, wenn sie Harry so sehr liebt, dann hätte sie sich vielleicht einfach mehr integrieren müssen, aber wir sind nur Zuschauer. Gerade im dritten Teil geht es dem Palast an den Kragen. Harry schießt dabei nicht nur gegen Palastangestellte, sondern auch gegen seine ganze Familie. William wird als Brutalo und Choleriker dargestellt und Kate als hochnäsige Schnepfe. Im Grunde ist der dritte Teil ein Loblied auf Meghan. Auch einer dieser Momente, wo man sich fragt, was Fiktion und was Wirklichkeit ist. Abschließend kann ich nicht wirklich eine Empfehlung für dieses Buch geben. Nicht, weil es total schlecht ist, sondern eher, weil jeder selber wissen muss, was er von der ganzen Story hält. Mit diesem Buch wird eigentlich nur unsere Neugier gestillt, aber es werden keine Fragen wirklich beantwortet, weil wie schon anfangs geschrieben ist man entweder pro oder contra Meghan & Harry. Mein Gefühl sagt mir immer noch, dass es für Harry kein gutes Ende haben wird. Ich hoffe, ich werde mich täuschen und er und Meghan können in Ruhe ihr Leben leben, wiederum glaube ich aber, dass Meghan viel zu sehr das Rampenlicht liebt, als dass sie darauf verzichten würde.

Die Stimme eines wütenden Kindes

Bewertung aus Kohfidisch am 03.02.2023

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn ich das Buch in einem Satz zusammenfassen sollte, würde er so lauten: Ein noch immer in seiner Trauer gefangenes, trauriges, wütendes Kind erzählt seine Geschichte, in der man erkennen kann, was bei einem Menschen bewirkt, wenn er ein ganzes Leben lang emotional vernachlässigt wurde. Lang habe ich überlegt, ob ich Spare vorbestellen soll. Einerseits war ich immer schon ein großer Royal-Fan, aber nie wirklich Team Harry. Doch dann irgendwann bei Megxit begann ich intensiver mit den Succexes zu beschäftigen. Zugegeben war Megan nie mein Liebling und ich gab ihr eindeutig die Schuld an dieser unschönen Geschichte. Jetzt, nachdem ich die Netflix-Doku und Harrys Biografie inhaliert hatte, habe ich ein anderes Bild von ihr. Versteht mich nicht falsch, vergöttern werde ich sie bestimmt nicht. Aber ich verstehe sie. Ganz. Und Harry? Ihn würde ich einfach nur umarmen und ihm sagen: Ich hoffe, dass du endlich glücklich wirst! Schon die Widmung und das erste von den wenigen Bildern im Buch zeigen, in welche Richtung diese Biografie gehen wird. Schon der erste Satz katapultierte mich als Leserin in den Innercircle der Royals. Der Schreibstil ist einfach unglaublich. Sorry Prinz, aber nicht für ein Wort habe ich angenommen, dass du derart bildlich schreiben könntest. (Obwohl er selbst mehrmals darauf angewiesen hat, dass er intellektuell einige Schwächen aufweist) Dann googelte ich Harrys Ghostwriter, J. R. Moehringer. Er ist wirklich großartig. Nicht umsonst könnte er Harrys Gedanken und Worte zu einem Text zusammenfassen, dass man am Ende doch Harry Stimme zu den Leser*innen sprach. In erster Linie wollte ich dieses Buch lesen, weil ich neugierig war, was Harry nach dem Oprah-Interview und nach der Netflix Doku noch zu sagen hatte. Und tatsächlich hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ich Harry ganzes Leben lang an seiner Seite gewesen wäre. Ich habe schon einige Royale Biografien gelesen, die immer von einem oder mehreren persönlichen königlichen Biografen verfasst wurden und nur Dinge preisgaben, die in die Vorstellung des Palastes passten. Spare, hingegen ist eine Reihe von persönlichen Erinnerungen. Die eigene Wahrnehmung Harrys. Das Buch wurde ja als Rachefeldzug oder als die Abrechnung mit der Königlichen Familie eingeläutet. Jedoch konnte ich keine Absicht dahinten erkennen. Es sind Erinnerungen und Erlebnisse eines verletzten Kindes, die er mal loswerden wollte. Natürlich stellt es sich die Frage, wenn das Paar von den Medien und der Öffentlichkeit angegriffen fühlen, warum sie dann mit allen Mitteln versuchen, ihre Geschichte uns zu erzählen. Obwohl durch Crown sind wir gewillt, das Leben der königlichen Familie als Seifenoper zu betrachten, dürfen wir nicht vergessen, dass es sich dabei um wahre Personen handelt. Beim Lesen habe ich versucht, mein „Vorwissen“ und evtl. Vorurteile zu verdrängen und auf Harrys Worte zu konzentrieren. Das Buch ist auf drei große Abschnitte aufgeteilt. Der erste Teil beginnt mit der Todesnachricht von Prinzessin Diana. Es war durchaus berührend, wie Harry nach 25 Jahren seine Gedanken über dieser schweren Zeit zusammenfasste. Wie er mit der Trauer fertig werden musste, ohne jegliche Hilfe. Kleine Spoiler: Er hat es bis heute nicht wirklich geschafft. Die ganze Welt hat damals zugesehen, wie ein 12-jähriger Junge von der einzigen Person Abschied nehmen musste, die ihm aus seiner Familie je ihre Liebe offen, ohne Vorbehalte oder Betrachtung irgendwelche höfische Etikette zeigte. Er tat mir vom Herzen leid, wie er Jahre lang an der Hoffnung klammerte, dass seine Mutter nicht tot war, nur untertaucht, um die Öffentlichkeit zu entfliehen. Charles, der immer schon schwergetan hatte, seiner Gefühle Ausdruck zu verleihen, war mit der Rolle als alleinerziehender Vater gänzlich überfordert. Anders als erwartet, stellte Harry seinen Vater nicht schlecht dar. Auf seiner eigenen Weise war er ein guter und mitfühlender Vater. Anbetracht dessen, dass die Königliche Familie seit Generationen über die emotionale und physische Distanz zwischen den einzelnen Mitgliedern nie verkürzen konnte. Wo der Rang und Etikette an der ersten Stelle steht, ist Charles Verhaltensweise nicht verwunderlich. Die gleiche Gleichgültigkeit bzw. Regungslosigkeit vor allem für die Öffentlichkeit wurde auch von Harry schon als Kind erwartet. Aber wie kann ein 12-Jähriger damit fertig werden. Merkte da niemand, dass seine Eskapaden nur ein Mittel zum Vergessen waren? Dass er bereit war, beinahe alles zu tun, diese Leere nicht zu fühlen? Natürlich blieben Harry Versuche der Selbstbetäubung nicht von der Presse unentdeckt. Die „Schonfrist“ nach dem Tod seiner Mutter endete früher als gedacht. Lobenswert, dass er keine seiner bedeutendsten Fehltritte aus der Erzählung auslässt. Jedoch sind es in seiner Wahrnehmung völlig anders, wie sie von der Boulevardpresse berichtet, worden. Lebenserfahrungen, die die meisten jungen Männer (Menschen) mit Anfang 20 miteinander teilen. Wenn es mir oder dir passieren würde, wäre es nicht von Bedeutung. Da sieht man, was Harry und auch die anderen Mitglieder der Königlichen Familie ertragen müssen im Namen der Family Policy: „never complain, never explain”  Nur weil ein Teil der Steuergelder für die Finanzierung der Crown Estate verwendet wird, die Gesellschaft ein Recht darauf hat, das Leben einer Familie unter Lupe zu nehmen und mithilfe der Presse nach ihrem Belieben zu formen, um sich am besten unterhalten zu können. Eine Presse, die Menschen für Geld dehumanisiert, um sie besser verkaufen zu können. Erschreckend fand ich, wie die einzelnen Familienmitglieder, Personalbüros sich anderen der Presse zu Fraß vorwerfen, um sich ins bessere Licht zu stellen. Mit dem zweiten Teil hatte ich meine Schwierigkeiten. Die Kapitel über Harrys militärischen Laufbahn zogen sich oft in die Länge und waren nicht so mitreißend. Aber er konnte die Bedeutung dieser Jahre vermittelt. Er hat durch den British Army eine neue Berufung gefunden. Eine kurze Zeit, wo er eine gewisse Anonymität genießen konnte. Ein Gebiet, wo er nicht nur wegen seines Namens oder Rang erfolgt hatte. Eine Bestätigung für sich selbst. Selbstverständlich nahm die Beziehung zu seiner Frau den dritten Teil im Buch ein. An und für sich fand ich Megan schon im Doku sympathischer als gedacht. Sie ist eine äußerst intelligente Frau: Harry und Megan haben viel gemeinsam. Zumindest, was sie uns sehen lassen. Ja, mir ist durchaus bewusst, dass Megan Markle eine Schauspielerin ist. Und wenn sie alles nur spielt, dann eine sehr gute. Gewiss sind die Beiden nicht völlig unschuldig, was die Konflikte innerhalb der Familie betrifft, aber ein derartiger Shitstorm hat Megan (oder sonst auch wer) nicht verdient. Jedoch Harry ist in diese strenge Corsage hineingeboren. Tradition und Regeln bestimmten sein ganzes Leben. Ich kann es nachvollziehen, dass die kulturelle Kluft zwischen einer Hollywood-Schauspielerin und den britischen Royals sehr groß war. Aber wirklich unüberwindbar. Briten gelten allgemein eher kühl und zurückhaltend, das musste auch Megan keine Neuigkeit sein. Harry wusste auch genau, was eine Frau an seiner Seite erwarten wird. Einen großen Teil ihrer Schwierigkeiten würde ich den beiden selbst zuschreiben. Ein Royal zu sein, bedeutet Devotion und Verzicht. Es sind keine Dinge, die nicht sogar wir normal Sterblichen googeln könnten. Ob es die Liebe zu Harry oder der Wunsch, eine Prinzessin zu sein, Megan diese wichtigen Aspekte des „Jobs“ außer Acht lassen ließ? Mir steht es nicht zu über diese Situation zu beurteilen und ich feiere die Entscheidung, dass Harry den Palast hinter sich lassen konnte und damit die Chance für ein „normales“ Leben bekommt. Aber wäre es nicht jeder besser gewesen, wenn er es getan hätte, bevor alles außer dem Ruder lief. Aber ist Spare denn eine Abrechnung mit der Königlichen Familie? Jein. Es kamen Details zum Vorschein, wobei der ein oder andere Verwandte nicht von seiner Schokoladenseite gezeigt wurde.

Die Stimme eines wütenden Kindes

Bewertung aus Kohfidisch am 03.02.2023
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn ich das Buch in einem Satz zusammenfassen sollte, würde er so lauten: Ein noch immer in seiner Trauer gefangenes, trauriges, wütendes Kind erzählt seine Geschichte, in der man erkennen kann, was bei einem Menschen bewirkt, wenn er ein ganzes Leben lang emotional vernachlässigt wurde. Lang habe ich überlegt, ob ich Spare vorbestellen soll. Einerseits war ich immer schon ein großer Royal-Fan, aber nie wirklich Team Harry. Doch dann irgendwann bei Megxit begann ich intensiver mit den Succexes zu beschäftigen. Zugegeben war Megan nie mein Liebling und ich gab ihr eindeutig die Schuld an dieser unschönen Geschichte. Jetzt, nachdem ich die Netflix-Doku und Harrys Biografie inhaliert hatte, habe ich ein anderes Bild von ihr. Versteht mich nicht falsch, vergöttern werde ich sie bestimmt nicht. Aber ich verstehe sie. Ganz. Und Harry? Ihn würde ich einfach nur umarmen und ihm sagen: Ich hoffe, dass du endlich glücklich wirst! Schon die Widmung und das erste von den wenigen Bildern im Buch zeigen, in welche Richtung diese Biografie gehen wird. Schon der erste Satz katapultierte mich als Leserin in den Innercircle der Royals. Der Schreibstil ist einfach unglaublich. Sorry Prinz, aber nicht für ein Wort habe ich angenommen, dass du derart bildlich schreiben könntest. (Obwohl er selbst mehrmals darauf angewiesen hat, dass er intellektuell einige Schwächen aufweist) Dann googelte ich Harrys Ghostwriter, J. R. Moehringer. Er ist wirklich großartig. Nicht umsonst könnte er Harrys Gedanken und Worte zu einem Text zusammenfassen, dass man am Ende doch Harry Stimme zu den Leser*innen sprach. In erster Linie wollte ich dieses Buch lesen, weil ich neugierig war, was Harry nach dem Oprah-Interview und nach der Netflix Doku noch zu sagen hatte. Und tatsächlich hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ich Harry ganzes Leben lang an seiner Seite gewesen wäre. Ich habe schon einige Royale Biografien gelesen, die immer von einem oder mehreren persönlichen königlichen Biografen verfasst wurden und nur Dinge preisgaben, die in die Vorstellung des Palastes passten. Spare, hingegen ist eine Reihe von persönlichen Erinnerungen. Die eigene Wahrnehmung Harrys. Das Buch wurde ja als Rachefeldzug oder als die Abrechnung mit der Königlichen Familie eingeläutet. Jedoch konnte ich keine Absicht dahinten erkennen. Es sind Erinnerungen und Erlebnisse eines verletzten Kindes, die er mal loswerden wollte. Natürlich stellt es sich die Frage, wenn das Paar von den Medien und der Öffentlichkeit angegriffen fühlen, warum sie dann mit allen Mitteln versuchen, ihre Geschichte uns zu erzählen. Obwohl durch Crown sind wir gewillt, das Leben der königlichen Familie als Seifenoper zu betrachten, dürfen wir nicht vergessen, dass es sich dabei um wahre Personen handelt. Beim Lesen habe ich versucht, mein „Vorwissen“ und evtl. Vorurteile zu verdrängen und auf Harrys Worte zu konzentrieren. Das Buch ist auf drei große Abschnitte aufgeteilt. Der erste Teil beginnt mit der Todesnachricht von Prinzessin Diana. Es war durchaus berührend, wie Harry nach 25 Jahren seine Gedanken über dieser schweren Zeit zusammenfasste. Wie er mit der Trauer fertig werden musste, ohne jegliche Hilfe. Kleine Spoiler: Er hat es bis heute nicht wirklich geschafft. Die ganze Welt hat damals zugesehen, wie ein 12-jähriger Junge von der einzigen Person Abschied nehmen musste, die ihm aus seiner Familie je ihre Liebe offen, ohne Vorbehalte oder Betrachtung irgendwelche höfische Etikette zeigte. Er tat mir vom Herzen leid, wie er Jahre lang an der Hoffnung klammerte, dass seine Mutter nicht tot war, nur untertaucht, um die Öffentlichkeit zu entfliehen. Charles, der immer schon schwergetan hatte, seiner Gefühle Ausdruck zu verleihen, war mit der Rolle als alleinerziehender Vater gänzlich überfordert. Anders als erwartet, stellte Harry seinen Vater nicht schlecht dar. Auf seiner eigenen Weise war er ein guter und mitfühlender Vater. Anbetracht dessen, dass die Königliche Familie seit Generationen über die emotionale und physische Distanz zwischen den einzelnen Mitgliedern nie verkürzen konnte. Wo der Rang und Etikette an der ersten Stelle steht, ist Charles Verhaltensweise nicht verwunderlich. Die gleiche Gleichgültigkeit bzw. Regungslosigkeit vor allem für die Öffentlichkeit wurde auch von Harry schon als Kind erwartet. Aber wie kann ein 12-Jähriger damit fertig werden. Merkte da niemand, dass seine Eskapaden nur ein Mittel zum Vergessen waren? Dass er bereit war, beinahe alles zu tun, diese Leere nicht zu fühlen? Natürlich blieben Harry Versuche der Selbstbetäubung nicht von der Presse unentdeckt. Die „Schonfrist“ nach dem Tod seiner Mutter endete früher als gedacht. Lobenswert, dass er keine seiner bedeutendsten Fehltritte aus der Erzählung auslässt. Jedoch sind es in seiner Wahrnehmung völlig anders, wie sie von der Boulevardpresse berichtet, worden. Lebenserfahrungen, die die meisten jungen Männer (Menschen) mit Anfang 20 miteinander teilen. Wenn es mir oder dir passieren würde, wäre es nicht von Bedeutung. Da sieht man, was Harry und auch die anderen Mitglieder der Königlichen Familie ertragen müssen im Namen der Family Policy: „never complain, never explain”  Nur weil ein Teil der Steuergelder für die Finanzierung der Crown Estate verwendet wird, die Gesellschaft ein Recht darauf hat, das Leben einer Familie unter Lupe zu nehmen und mithilfe der Presse nach ihrem Belieben zu formen, um sich am besten unterhalten zu können. Eine Presse, die Menschen für Geld dehumanisiert, um sie besser verkaufen zu können. Erschreckend fand ich, wie die einzelnen Familienmitglieder, Personalbüros sich anderen der Presse zu Fraß vorwerfen, um sich ins bessere Licht zu stellen. Mit dem zweiten Teil hatte ich meine Schwierigkeiten. Die Kapitel über Harrys militärischen Laufbahn zogen sich oft in die Länge und waren nicht so mitreißend. Aber er konnte die Bedeutung dieser Jahre vermittelt. Er hat durch den British Army eine neue Berufung gefunden. Eine kurze Zeit, wo er eine gewisse Anonymität genießen konnte. Ein Gebiet, wo er nicht nur wegen seines Namens oder Rang erfolgt hatte. Eine Bestätigung für sich selbst. Selbstverständlich nahm die Beziehung zu seiner Frau den dritten Teil im Buch ein. An und für sich fand ich Megan schon im Doku sympathischer als gedacht. Sie ist eine äußerst intelligente Frau: Harry und Megan haben viel gemeinsam. Zumindest, was sie uns sehen lassen. Ja, mir ist durchaus bewusst, dass Megan Markle eine Schauspielerin ist. Und wenn sie alles nur spielt, dann eine sehr gute. Gewiss sind die Beiden nicht völlig unschuldig, was die Konflikte innerhalb der Familie betrifft, aber ein derartiger Shitstorm hat Megan (oder sonst auch wer) nicht verdient. Jedoch Harry ist in diese strenge Corsage hineingeboren. Tradition und Regeln bestimmten sein ganzes Leben. Ich kann es nachvollziehen, dass die kulturelle Kluft zwischen einer Hollywood-Schauspielerin und den britischen Royals sehr groß war. Aber wirklich unüberwindbar. Briten gelten allgemein eher kühl und zurückhaltend, das musste auch Megan keine Neuigkeit sein. Harry wusste auch genau, was eine Frau an seiner Seite erwarten wird. Einen großen Teil ihrer Schwierigkeiten würde ich den beiden selbst zuschreiben. Ein Royal zu sein, bedeutet Devotion und Verzicht. Es sind keine Dinge, die nicht sogar wir normal Sterblichen googeln könnten. Ob es die Liebe zu Harry oder der Wunsch, eine Prinzessin zu sein, Megan diese wichtigen Aspekte des „Jobs“ außer Acht lassen ließ? Mir steht es nicht zu über diese Situation zu beurteilen und ich feiere die Entscheidung, dass Harry den Palast hinter sich lassen konnte und damit die Chance für ein „normales“ Leben bekommt. Aber wäre es nicht jeder besser gewesen, wenn er es getan hätte, bevor alles außer dem Ruder lief. Aber ist Spare denn eine Abrechnung mit der Königlichen Familie? Jein. Es kamen Details zum Vorschein, wobei der ein oder andere Verwandte nicht von seiner Schokoladenseite gezeigt wurde.

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von Prinz Harry

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