Zur See
Neu

Zur See

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Zur See

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 24,00 €
eBook

eBook

ab 19,99 €
Hörbuch

Hörbuch

ab 23,99 €

Artikel liefern lassen

Beschreibung


Der lang erwartete dritte Roman von Bestsellerautorin Dörte Hansen.

Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die ewige Sehnsucht nach einer Insel?


Die Fähre braucht vom Festland eine Stunde auf die kleine Nordseeinsel, manchmal länger, je nach Wellengang. Hier lebt in einem der zwei Dörfer seit fast 300 Jahren die Familie Sander. Drei Kinder hat Hanne großgezogen, ihr Mann hat die Familie und die Seefahrt aufgegeben. Nun hat ihr Ältester sein Kapitänspatent verloren, ist gequält von Ahnungen und Flutstatistiken und wartet auf den schwersten aller Stürme. Tochter Eske, die im Seniorenheim Seeleute und Witwen pflegt, fürchtet die Touristenströme mehr als das Wasser, weil mit ihnen die Inselkultur längst zur Folklore verkommt. Nur Henrik, der Jüngste, ist mit sich im Reinen. Er ist der erste Mann in der Familie, den es nie auf ein Schiff gezogen hat, nur immer an den Strand, wo er Treibgut sammelt. Im Laufe eines Jahres verändert sich das Leben der Familie Sander von Grund auf, erst kaum spürbar, dann mit voller Wucht.

Klug und mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Wandel einer Inselwelt, von alten Gesetzen, die ihre Gültigkeit verlieren, und von Aufbruch und Befreiung.

Details

Verkaufsrang

14

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.09.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

14

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.09.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,7/14,3/2,6 cm

Gewicht

417 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60222-4

Das meinen unsere Kund*innen

5.0

4 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Ein wunderbares Buch über uns Menschen

Bewertung am 06.10.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dörte Hansen legt mit „Zur See“ einen hervorragend zu lesenden Roman vor. Als exzellente Beobachterin von menschlichem Verhalten versteht sie es in außergewöhnlIcher Weise ein Destillat zu erzeugen, das beim Lesen zunächst vermeintlich leise und unaufgeregt daher kommt, dann aber mit einer ungeheuerlichen Wucht zutage tritt. Es geht um die See, die Menschen auf Inseln, eine Familie und ihre sozialen Geflechte. Die Leser*innen erleben ein Jahr mit der Familie Sander auf einer Insel an der deutschen Küste. Die Seefahrertradition ist vorbei, einige Scherben davon sind aufzukehren, ob als Mitarbeiter auf der Inselfähre oder auf dem Kutter, der fürs Hochseeangeln oder Seebestattungen genutzt wird. Eine Ehefrau, ein Ehemann (, der zunächst als Vogelwart einsam auf einer vorgelagerten Insel lebt und verschroben ist), drei erwachsene Kinder, die alle ordentlich etwas im Rucksack des Lebens zu tragen haben. Die drei Kinder stehen stellvertretend für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Zudem treten der Inselpastor und eine Handvoll weiterer Personen auf. Der Pastor schwankt zwischen Einsamkeit (bedingt durch die zu Ende gehende Beziehung zu seiner Frau) und seiner Funktion als „Schauspieler„ für die Inseltouristen hin und her. Es zerreibt und zerreißt ihn förmlich. Und dann kommt der Wal. Er wird angespült, ist tot, wird zerlegt. Er ist eine Metapher für ein Leben an der See, das sich schneller wandelt als manche Menschen mitkommen. Von ihm bleibt das Skelett und letztlich die Erinnerung an vergangene Zeiten. Wird es besser oder schlechter? Hier kann man wohl nur sagen „Es bleibt anders“. Wandel war immer, heute vielleicht schneller als früher. Dörte Hansen beschreibt dies eindrucksvoll am Verhältnis der Inselbewohner zu den Touristen. Das Privatleben ruht in Zeiten, wenn die Touristen die Insel bevölkern. Sie bringen Geld, aber „stören“ doch auch erheblich. Die Inselbewohner haben ein „Touristengesicht“ und ein „echtes Gesicht“. Was für eine Belastung für die Familien. Aber: War das frühere Seefahrerleben eigentlich besser? Das kann niemand sagen. Dörte Hansen hat mit „Zur See“ einen Roman vorgelegt, der sprachlich und erzählerisch sehr zu empfehlen ist. Ein Lehrbuch für den Wandel in den Zeitläuften und ein einfach wunderbares Buch.

Ein wunderbares Buch über uns Menschen

Bewertung am 06.10.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dörte Hansen legt mit „Zur See“ einen hervorragend zu lesenden Roman vor. Als exzellente Beobachterin von menschlichem Verhalten versteht sie es in außergewöhnlIcher Weise ein Destillat zu erzeugen, das beim Lesen zunächst vermeintlich leise und unaufgeregt daher kommt, dann aber mit einer ungeheuerlichen Wucht zutage tritt. Es geht um die See, die Menschen auf Inseln, eine Familie und ihre sozialen Geflechte. Die Leser*innen erleben ein Jahr mit der Familie Sander auf einer Insel an der deutschen Küste. Die Seefahrertradition ist vorbei, einige Scherben davon sind aufzukehren, ob als Mitarbeiter auf der Inselfähre oder auf dem Kutter, der fürs Hochseeangeln oder Seebestattungen genutzt wird. Eine Ehefrau, ein Ehemann (, der zunächst als Vogelwart einsam auf einer vorgelagerten Insel lebt und verschroben ist), drei erwachsene Kinder, die alle ordentlich etwas im Rucksack des Lebens zu tragen haben. Die drei Kinder stehen stellvertretend für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Zudem treten der Inselpastor und eine Handvoll weiterer Personen auf. Der Pastor schwankt zwischen Einsamkeit (bedingt durch die zu Ende gehende Beziehung zu seiner Frau) und seiner Funktion als „Schauspieler„ für die Inseltouristen hin und her. Es zerreibt und zerreißt ihn förmlich. Und dann kommt der Wal. Er wird angespült, ist tot, wird zerlegt. Er ist eine Metapher für ein Leben an der See, das sich schneller wandelt als manche Menschen mitkommen. Von ihm bleibt das Skelett und letztlich die Erinnerung an vergangene Zeiten. Wird es besser oder schlechter? Hier kann man wohl nur sagen „Es bleibt anders“. Wandel war immer, heute vielleicht schneller als früher. Dörte Hansen beschreibt dies eindrucksvoll am Verhältnis der Inselbewohner zu den Touristen. Das Privatleben ruht in Zeiten, wenn die Touristen die Insel bevölkern. Sie bringen Geld, aber „stören“ doch auch erheblich. Die Inselbewohner haben ein „Touristengesicht“ und ein „echtes Gesicht“. Was für eine Belastung für die Familien. Aber: War das frühere Seefahrerleben eigentlich besser? Das kann niemand sagen. Dörte Hansen hat mit „Zur See“ einen Roman vorgelegt, der sprachlich und erzählerisch sehr zu empfehlen ist. Ein Lehrbuch für den Wandel in den Zeitläuften und ein einfach wunderbares Buch.

Ein Buch das nachhallt und sich liest wie ein Gedicht!

Bewertung aus Bern am 05.10.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit dreihundert Jahren lebt die Familie Sander in einem grossen Reetdachhaus auf einer Nordseeinsel, eine Fährstunde entfernt vom Festland. Jede Generation war mit der See verwachsen; die Söhne gingen zur See und viele blieben auch dort. Jens, der auch einst Kapitän war und jetzt auf einer Vogelinsel haust, und seine Frau Hanne haben drei Kinder grossgezogen. Ryckmer, der älteste wurde der Tradition gemäss Kapitän, doch hat ihn ein Sturm aus dem Gleichgewicht gebracht. Nun arbeitet er auf der Fähre und trinkt zu viel, weil er das Meer jetzt fürchtet. Tochter Eske pflegt die alten Inselbewohner und hasst die Touristen, die ihre Inselkultur zerstören und aus ihrer Mutter eine Zimmervermieterin und Museumswärterin in Tracht gemacht haben. Nur Henrik, der aus Treibholz Kunst schafft, scheint mit sich im Reinen. Ein Jahr lang begleiten wir Familie Sander und den Inselpastor und jede der Personen wird am Ende eine Wandlung durchgemacht haben. Poetisch, eindrücklich … ein Buch das nachhallt und sich liest wie ein Gedicht.

Ein Buch das nachhallt und sich liest wie ein Gedicht!

Bewertung aus Bern am 05.10.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit dreihundert Jahren lebt die Familie Sander in einem grossen Reetdachhaus auf einer Nordseeinsel, eine Fährstunde entfernt vom Festland. Jede Generation war mit der See verwachsen; die Söhne gingen zur See und viele blieben auch dort. Jens, der auch einst Kapitän war und jetzt auf einer Vogelinsel haust, und seine Frau Hanne haben drei Kinder grossgezogen. Ryckmer, der älteste wurde der Tradition gemäss Kapitän, doch hat ihn ein Sturm aus dem Gleichgewicht gebracht. Nun arbeitet er auf der Fähre und trinkt zu viel, weil er das Meer jetzt fürchtet. Tochter Eske pflegt die alten Inselbewohner und hasst die Touristen, die ihre Inselkultur zerstören und aus ihrer Mutter eine Zimmervermieterin und Museumswärterin in Tracht gemacht haben. Nur Henrik, der aus Treibholz Kunst schafft, scheint mit sich im Reinen. Ein Jahr lang begleiten wir Familie Sander und den Inselpastor und jede der Personen wird am Ende eine Wandlung durchgemacht haben. Poetisch, eindrücklich … ein Buch das nachhallt und sich liest wie ein Gedicht.

Unsere Kund*innen meinen

Zur See

von Dörte Hansen

5.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Zur See