Die beschädigte Kindheit

Inhaltsverzeichnis

VORWORT

I. AUFNAHME IN DIE KRIPPE

Protest, Verzweiflung, Verleugnung

II. SOZIALISTISCHE FAMILIEN

Widerstand in Calau

Zwischen Weimar und Moskau

III. KRANKE KRIPPENKINDER

Kleiner und leichter als die anderen

Familien- und Krippenkinder im Vergleich

IV. STERBENDE KINDER

Jussuf-Ibrahim-Krippen

Toxische Dyspepsien

Der Lederriemen

Propaphenin

V. DDR-DEBATTEN UM DIE KRIPPE

Wer ist die bessere Mutter?

Kasernen des Kapitalismus

VI. DIE KINDLICHE ENTWICKLUNG IN DER KRIPPE

Entwicklungsrückstände

Zitternde Hände

VII. POLITIK UND PÄDAGOGIK

Politische Repression

«Kinder ohne Liebe»

Pawlows Hunde

VIII. KAPAZITÄTSSTEIGERUNG

Überbelegung

Abhärtungsmaßnahmen

Entwicklungsdefizite

IX. GETEILTE AUFMERKSAMKEIT

Unterbesetzung

Zuwendung

Problemkinder

X. ALTE UND NEUE ERZIEHUNGSVERHÄLTNISSE

«Mutti geht mit Dir zu anderen Kindern»

«Nun bin ich allein!»

XI. SKEPTISCHE STIMMEN

«Zivilisatorisch überformte Pflegebedingungen»

Kritische Kinderärzte

NACHWORT

DANK

ANMERKUNGEN

QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

Ungedruckte Quellen

Gedruckte Quellen

Literatur

Online-Quellen

Bildnachweis

Die beschädigte Kindheit

Das Krippensystem der DDR und seine Folgen

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Die beschädigte Kindheit

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

6897

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2022

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

288

Beschreibung

Rezension

"Es ist Rosenbergs Verdienst, das sozialistische Krippenwesen der DDR ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht zu haben."
NZZ, Linus Schöpfer

"Pädagogik-Professor Florian von Rosenberg entzaubert den Mythos vom Krippensystemin der DDR. Seine Forschungen zeigen: Je weniger Zeit die Kinder in den Familien verbrachthaben, umso schlechter fielen ihre Entwicklungswerte aus."
Die Tagespost, Stefan Fuchs

"Das Buch ist ein Schock für alle, die DDR-Kinderkrippen bislang als eine positive Errungenschaft gegenüber der ehemaligen Bundesrepublik ins Feld führen, als zukunftsweisendes Element der Gleichberechtigung der Frau."
Badische Zeitung, Mechthild Blum

"Erziehungswissenschaftler Florian von Rosenberg hat das Krippensystem der DDR erforscht und darüber das Buch 'Die beschädigte Kindheit' geschrieben. ... Er wertete dafür die Akten des Ministeriums für Gesundheitswesen von 1949 bis 1989 aus."
Deutschlandfunk Kultur, Christian Rabhansl

"Rosenberg dokumentiert, dass politisch Verantwortliche der DDR auf Erfahrungen und Erkenntnisse von Ärztinnen und Krippenforschern nicht reagierten und diese sogar unterdrückten. Und dass der Staat, der die Bedürfnisse seiner Bürger achten wollte, die Bedürfnisse der Jüngsten, der Säuglinge und Kleinkinder, missachtete."
mdr KULTUR, Kristin Unverzagt

"Erschütternd"
Mitteldeutsche Zeitung, Christian Eger

"Florian von Rosenberg macht mit seinem leicht lesbaren, sehr gut recherchierten Buch nicht nur auf die Schäden für die Krippenkinder aufmerksam. Er lässt auch Zweifel an der These aufkommen, dass Beruf und Familie mit Hilfe frühzeitiger Fremdbetreuung in Kitas gut zu vereinbaren sind."
RBB Radio Eins, Claudia Fuchs

"Fundiert"
zeitzeichen

Details

Verkaufsrang

6897

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2022

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,5/12,1/2,2 cm

Gewicht

346 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-79199-4

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Im Wartesaal zum Leben

Bewertung aus Norderstedt am 16.11.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe das Buch, die Fakten und Zahlen mit großem Interesse gelesen. Ich selbst vegetierte, wartete, fürchtete, hoffte und bangte sowohl in einer Wochenkinderkrippe als auch in einem Wochenheim. Lange genug (knapp 50 Jahre) dachte ich, dass diese Jahre keine gravierende Auswirkung auf mein Leben hatten. Und wenn, dann wird’s einfach überwunden. Wozu also die Wundchen, die evtl. entstanden, großartig betrachten! Alles nur Rumgeheule, alles nur Schwäche! So dachte ich. Heute muss ich anders denken. Heute sehe ich, wie diese Jahre fortlaufend in mein Leben reinreden, bestimmen und oft genug (eigentlich immer) die Führung übernehmen. Heute bin ich „alt“ genug, um eine Geschichte zu haben, um zurück zu schauen und zu sehen: ich drehe mich im Kreis, komme nicht voran, meide gewisse Situationen, falle regelmäßig in ein Loch, verstehe mich und meine Reaktionen nicht, werde krank sobald ich Kinder in meiner Nähe habe, misstraue allen und allem, glaube immer alles allein machen zu müssen... Die Jahre in den Anstalten, getrennt von meinen Eltern haben nicht nur Spuren hinterlassen, sondern mich zur Spur werden lassen. Das Buch hat mir einen Einblick nicht nur in das Denken und Handeln der DDR gegeben, sondern auch einen in die ersten 5 Jahre meines Lebens. Das Buch hat mir zwar keine Erinnerung geschenkt, aber sehr wohl einige „jetzt verstehe ich“-Momente und diese Puzzleteile sind für uns, die wir in diesen Einrichtungen trauerten, enorm wichtig. Ich hoffe für dieses Buch, dass es a.) erst gelesen wird, bevor es be-oder gar verurteilt wird, b.) dass es auch anderen einen kleinen Einblick in sein Wirken somit Leben gibt und dass es c.) so verstanden wird, wie es gemeint war: als eine objektive Darstellung einer Tatsache. Diese Einrichtungen haben in unser aller Leben tiefe und entsetzliche Wunden hinterlassen. Das ist Fakt. Wer das leugnet, verleugnet sich.

Im Wartesaal zum Leben

Bewertung aus Norderstedt am 16.11.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe das Buch, die Fakten und Zahlen mit großem Interesse gelesen. Ich selbst vegetierte, wartete, fürchtete, hoffte und bangte sowohl in einer Wochenkinderkrippe als auch in einem Wochenheim. Lange genug (knapp 50 Jahre) dachte ich, dass diese Jahre keine gravierende Auswirkung auf mein Leben hatten. Und wenn, dann wird’s einfach überwunden. Wozu also die Wundchen, die evtl. entstanden, großartig betrachten! Alles nur Rumgeheule, alles nur Schwäche! So dachte ich. Heute muss ich anders denken. Heute sehe ich, wie diese Jahre fortlaufend in mein Leben reinreden, bestimmen und oft genug (eigentlich immer) die Führung übernehmen. Heute bin ich „alt“ genug, um eine Geschichte zu haben, um zurück zu schauen und zu sehen: ich drehe mich im Kreis, komme nicht voran, meide gewisse Situationen, falle regelmäßig in ein Loch, verstehe mich und meine Reaktionen nicht, werde krank sobald ich Kinder in meiner Nähe habe, misstraue allen und allem, glaube immer alles allein machen zu müssen... Die Jahre in den Anstalten, getrennt von meinen Eltern haben nicht nur Spuren hinterlassen, sondern mich zur Spur werden lassen. Das Buch hat mir einen Einblick nicht nur in das Denken und Handeln der DDR gegeben, sondern auch einen in die ersten 5 Jahre meines Lebens. Das Buch hat mir zwar keine Erinnerung geschenkt, aber sehr wohl einige „jetzt verstehe ich“-Momente und diese Puzzleteile sind für uns, die wir in diesen Einrichtungen trauerten, enorm wichtig. Ich hoffe für dieses Buch, dass es a.) erst gelesen wird, bevor es be-oder gar verurteilt wird, b.) dass es auch anderen einen kleinen Einblick in sein Wirken somit Leben gibt und dass es c.) so verstanden wird, wie es gemeint war: als eine objektive Darstellung einer Tatsache. Diese Einrichtungen haben in unser aller Leben tiefe und entsetzliche Wunden hinterlassen. Das ist Fakt. Wer das leugnet, verleugnet sich.

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von Florian Rosenberg

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    Familien- und Krippenkinder im Vergleich

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