Die Totenärztin: Donaunebel
Band 3

Die Totenärztin: Donaunebel

Historischer Wien-Krimi

eBook

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Die Totenärztin: Donaunebel

Ebenfalls verfügbar als:

Taschenbuch

Taschenbuch

ab 12,00 €
eBook

eBook

ab 9,99 €

Artikel erhalten

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

5086

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.09.2022

Beschreibung

Details

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Verkaufsrang

5086

Erscheinungsdatum

13.09.2022

Verlag

Rowohlt Verlag

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

4020 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644014138

Weitere Bände von Die Totenärztin-Reihe

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

4.9

10 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Spannung im historischen Wien - Lesehighlight!

Bewertung aus Oberursel am 02.10.2022

Bewertungsnummer: 1797746

Bewertet: eBook (ePUB)

Es geht weiter mit der Pathologin Dr. Fanny Goldmann ! Wir sind in Wien, 1909, und Fanny, eine der ersten Frauen in dieser Disziplin, hat einen neuen Fall: zusammen mit ihrem Kollegen Franz wird sie erstmals zu einem Aussentermin geordert. In den Wiener Donau-Auen sind mehrere Leichen aufgefunden worden, und die Gerichtsmediziner sollen eine Tatort-Analyse machen und die Todesursachen feststellen. Die Toten sind augenscheinlich qualvoll gestorben, aber die grosse Frage ist, woran. Fanny und Franz sind gefordert, das Rätsel zu lösen…. Das ist die Ausgangssituation, und viel mehr verrät der Klappentext nicht – und allzuviel mehr Details will ich jetzt auch nicht zum Inhalt verraten. Aber eins schon mal jetzt: der Fall wird superspannend und dieser Krimi ist eins meiner Lesehighlights in diesem Jahr . Richtig gut gemacht, richtig viel Spannung, richtig klasse geschrieben. Ich hole etwas aus, das ist jetzt der 3. Teil um Fanny, und ich habe die ersten beiden Teile auch extrem gern gelesen. Diese Krimireihe punktet gleich mit mehreren Dingen: zum einen haben wir hier eine coole Protagonistin, denn eine Frau, die im frühen 20. Jahrhundert ihren Doktor in der Medizin macht und dann noch ihre Leidenschaft in der Pathologie, also bei der Leichenbeschau findet, ist per se speziell. Eine solche Frau ist clever, selbstbewusst und neugierig, und modern. Und dann ist sie auch noch sympathisch und hat mit ihrem schwulem Cousin Schlomo, dem Maitre am Burgtheater, und ihrer überschäumenden, fröhlichen Freundin Tilde auch noch zwei Freunde zur Seite, die durch dick und dünn mit ihr gehen. Dieses Trio ist ein tolles Team und sie funktionieren als Hauptcharaktere der Serie super. Plus Franz, der grantelnde Pathologiekollege, der als Fannys Mentor fungiert. Und dann ist das Setting toll: das historische Wien lebt hier bei Anour wieder auf. Die Romane (eigentlich alle seine historischen Romane) sind atmosphärisch dicht. Man ist hier als Leser direkt mittendrin im Geschehen, und ich glaube, ich brauche bei meinem nächsten Wienbesuch keinen Reiseführer – den Weg vom Burgtheater zur Gerichtsmedizin finde ich auch so ! Drittens und letztens kennt sich der Autor schlicht gut aus in der Medizingeschichte (ist auch glaube ich beruflich zumindest teils sein Metier), und das merkt man einfach. Die Dinge sind richtig gut recherchiert, und brilliant in die Story eingearbeitet. Das waren knappe 400 Seiten, die wie im Flug vergangen sind, ich konnte völligst in die Story eintauchen. Vielleicht sollte ich doch noch ein, zwei Dinge zum Fall verraten: hier sind sowohl labortechnische Ermittlungsarbeit (CSI lässt grüssen) als auch Detektivarbeit vor Ort gefragt, und es war sehr spannend, zu sehen, wie Fanny und Franz sich mit ihren „primitiven“ Methoden anno 1909 voran kämpfen. Die Pathologie steckte damals in den Kinderschuhen, und es war Knobelei und Innovationsgeist gefragt. Und immer wieder lässt sich Fanny nicht davon abbringen, sich Hals über Kopf in undercover-Beschattungen zu werfen…..wobei es dieses mal teils höchst pikant vor sich ging: der Autor nimmt uns hier mit in die Badekultur in der Alten Donau, einem Vergnügen, das damals rein Ehepaaren vorbehalten war (oder sagen wir mal so – wer sich halt als Ehepaar für einen Abend zusammen fand… ). Man kann den 3. Teil sicher auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, der Fall ist in sich abgeschlossen, ich würde es aber trotzdem empfehlen, mit Band 1 anzufangen. Fanny hat mittlerweile so einiges an Persönlichkeitsentwicklung hinter sich, und einige der Nebencharaktere werden auch nicht mehr gross vorgestellt, die sind einfach da. Und den Cliffhanger ganz am Ende versteht man, denke ich, auch nur, wenn man zumindest Band 2 kennt. Ist jetzt auch nicht sooo wichtig, aber ich als Fan dachte mir, hey, jetzt will ich es wissen! Und ich sehe das mal als Zeichen dafür, dass ein 4. Teil geplant ist! Für mich war das bislang der beste Teil der Reihe – und jetzt warte ich auf mehr !
Melden

Spannung im historischen Wien - Lesehighlight!

Bewertung aus Oberursel am 02.10.2022
Bewertungsnummer: 1797746
Bewertet: eBook (ePUB)

Es geht weiter mit der Pathologin Dr. Fanny Goldmann ! Wir sind in Wien, 1909, und Fanny, eine der ersten Frauen in dieser Disziplin, hat einen neuen Fall: zusammen mit ihrem Kollegen Franz wird sie erstmals zu einem Aussentermin geordert. In den Wiener Donau-Auen sind mehrere Leichen aufgefunden worden, und die Gerichtsmediziner sollen eine Tatort-Analyse machen und die Todesursachen feststellen. Die Toten sind augenscheinlich qualvoll gestorben, aber die grosse Frage ist, woran. Fanny und Franz sind gefordert, das Rätsel zu lösen…. Das ist die Ausgangssituation, und viel mehr verrät der Klappentext nicht – und allzuviel mehr Details will ich jetzt auch nicht zum Inhalt verraten. Aber eins schon mal jetzt: der Fall wird superspannend und dieser Krimi ist eins meiner Lesehighlights in diesem Jahr . Richtig gut gemacht, richtig viel Spannung, richtig klasse geschrieben. Ich hole etwas aus, das ist jetzt der 3. Teil um Fanny, und ich habe die ersten beiden Teile auch extrem gern gelesen. Diese Krimireihe punktet gleich mit mehreren Dingen: zum einen haben wir hier eine coole Protagonistin, denn eine Frau, die im frühen 20. Jahrhundert ihren Doktor in der Medizin macht und dann noch ihre Leidenschaft in der Pathologie, also bei der Leichenbeschau findet, ist per se speziell. Eine solche Frau ist clever, selbstbewusst und neugierig, und modern. Und dann ist sie auch noch sympathisch und hat mit ihrem schwulem Cousin Schlomo, dem Maitre am Burgtheater, und ihrer überschäumenden, fröhlichen Freundin Tilde auch noch zwei Freunde zur Seite, die durch dick und dünn mit ihr gehen. Dieses Trio ist ein tolles Team und sie funktionieren als Hauptcharaktere der Serie super. Plus Franz, der grantelnde Pathologiekollege, der als Fannys Mentor fungiert. Und dann ist das Setting toll: das historische Wien lebt hier bei Anour wieder auf. Die Romane (eigentlich alle seine historischen Romane) sind atmosphärisch dicht. Man ist hier als Leser direkt mittendrin im Geschehen, und ich glaube, ich brauche bei meinem nächsten Wienbesuch keinen Reiseführer – den Weg vom Burgtheater zur Gerichtsmedizin finde ich auch so ! Drittens und letztens kennt sich der Autor schlicht gut aus in der Medizingeschichte (ist auch glaube ich beruflich zumindest teils sein Metier), und das merkt man einfach. Die Dinge sind richtig gut recherchiert, und brilliant in die Story eingearbeitet. Das waren knappe 400 Seiten, die wie im Flug vergangen sind, ich konnte völligst in die Story eintauchen. Vielleicht sollte ich doch noch ein, zwei Dinge zum Fall verraten: hier sind sowohl labortechnische Ermittlungsarbeit (CSI lässt grüssen) als auch Detektivarbeit vor Ort gefragt, und es war sehr spannend, zu sehen, wie Fanny und Franz sich mit ihren „primitiven“ Methoden anno 1909 voran kämpfen. Die Pathologie steckte damals in den Kinderschuhen, und es war Knobelei und Innovationsgeist gefragt. Und immer wieder lässt sich Fanny nicht davon abbringen, sich Hals über Kopf in undercover-Beschattungen zu werfen…..wobei es dieses mal teils höchst pikant vor sich ging: der Autor nimmt uns hier mit in die Badekultur in der Alten Donau, einem Vergnügen, das damals rein Ehepaaren vorbehalten war (oder sagen wir mal so – wer sich halt als Ehepaar für einen Abend zusammen fand… ). Man kann den 3. Teil sicher auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, der Fall ist in sich abgeschlossen, ich würde es aber trotzdem empfehlen, mit Band 1 anzufangen. Fanny hat mittlerweile so einiges an Persönlichkeitsentwicklung hinter sich, und einige der Nebencharaktere werden auch nicht mehr gross vorgestellt, die sind einfach da. Und den Cliffhanger ganz am Ende versteht man, denke ich, auch nur, wenn man zumindest Band 2 kennt. Ist jetzt auch nicht sooo wichtig, aber ich als Fan dachte mir, hey, jetzt will ich es wissen! Und ich sehe das mal als Zeichen dafür, dass ein 4. Teil geplant ist! Für mich war das bislang der beste Teil der Reihe – und jetzt warte ich auf mehr !

Melden

penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Gertie G. aus Wien am 29.09.2022

Bewertungsnummer: 1796091

Bewertet: eBook (ePUB)

"..jenen Toten eine Stimme geben, um die sich niemand kümmert ..." Wien, 1909. Dass der jungen Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann bei einer Obduktion auch die kleinsten Details auffallen, ist Fluch und Segen zugleich. Es bedeutet einerseits, dass sie ausgesprochen gut ist in dem, was sie tut, andererseits entdeckt sie immer wieder Geheimnisse, die besser unentdeckt geblieben wären. Ihre Neugier und ihr Wissensdurst hat Fanny schon mehr als einmal in Lebensgefahr gebracht. In diesem dritten Fall für Fanny gibt es ein Novum: Sie wird gemeinsam mit ihrem Kollegen Franz Wilder an einen Tatort am Donauufer nächst Albern gerufen. Sechs Menschen liegen tot in ihren ärmlichen Lehmhütten und eine Todesursache ist zunächst nicht sichtbar. Es wird von einer Bestie gesprochen, die die Menschen überfällt und tötet. Bei den Obduktionen fällt Fanny dann ein zerstörtes Lungengewebe auf. Ähnliches hat sie schon bei der Leiche eines Hausmeisters gesehen, der zusätzlich noch Brandblasen an den Händen hatte. Neugierig geworden, beginnt sie gemeinsam mit Cousin Schlomo und Freundin Tilde zu recherchieren, um das zu tun, was seit dem ersten Fall „Wiener Blut“ ihr Credo ist: "..jenen Toten eine Stimme geben, um die sich niemand kümmert ..." Dass sie zu Recherchezwecken im Altarm der Donau, dem Gänsehäufel muss, hätte sie nicht gedacht. Blöderweise herrscht dort strikte Geschlechtertrennung, außer man ist ein Ehepaar. Schlomo und Tilde sowie Fanny und Franz tun als ob. Dabei erfahren sie unter anderem, dass das Grundstück auf dem die Behausungen der Toten stehen, für den Ausbau des Alberner Hafens gedacht ist. Meine Meinung: Es scheint, als hätte Autor René Anour einige Anmerkungen seiner Leser genau gelesen und diese im dritten Band berücksichtigt. So hat Cousin Schlomo mehr Platz erhalten und der Autor gönnt Erzherzog Ludwig Viktor, genannt „Luziwuzi“, dem homosexuellen und nach Salzburg verbannten Bruder des Kaisers, einen kurzen Auftritt. Einen etwas längeren Auftritt haben die beiden deutschen Chemiker Wilhelm Lommel und Wilhelm Steinkopf, wenn auch „nur“ durch ihr chemisches Produkt „LOST“, später als Senfgas bezeichnet, das hier eine entscheidende Rolle spielt. Dafür kommt dem undurchsichtigen Graf Waidring diesmal keine Rolle zu, sorgt aber dafür auf der letzten Seite für einen Cliffhanger. Fannys Rolle als Gerichtsmedizinerin hat diesmal wieder mehr Raum erhalten. Sie hat auch einiges dazugelernt, was vor allem ihrem Kollegen Dr. Franz Wilder zu verdanken ist. Denn nach wie vor wird sie von Prof. Dr. Kuderna und Dr. Clemens Valdery nicht ernst genommen. Allerdings hat unser werter Herr Autor möglicherweise schon ein Ausstiegsszenario im Kopf: Immerhin hat sie ja gemeinsam mit Franz einen Artikel über Fuchsbandwürmer verfasst, der in der Zeitschrift für Pathologie veröffentlicht worden ist. Und dann gibt es noch die Histologie, die vielleicht eine neugierige Forscherin benötigt. Lassen wir uns überraschen. „Meinen Sie, ich brauche noch einen Speichellecker an meinem Institut? Zuerst die Sache mit der gemeinsamen Obduktion. Es hat Sie doch niemals interessiert, ob Sie noch etwas lernen können, nur dass ich Sie lobe, darum ging‘s!“ Da hat der alte Kuderna ja nicht ganz unrecht. Allerdings, ein Lob zur rechten Zeit, ist ein gewaltiger Ansporn, immer nur gemaßregelt zu werden, regt den Widerspruchsgeist an, wie wir bei Fanny ja sehen. Daher darf ich dem Herrn Autor ein großes Lob für seine medizin-historischen Kenntnisse und deren Vermittlung aussprechen. Ich habe diesen dritten Teil mehr oder weniger in einem Tag ausgelesen. Dazu hat der fesselnde, bildhafte Schreibstil sehr viel beigetragen. Ich gebe zu, dass ich recht bald auf das LOST gekommen bin. Das hängt allerdings damit zusammen, dass ich mehrere Bücher über den Ersten Weltkrieg (Stichwort Ypern) gelesen habe. Fazit: Schade, dass hier nicht mehr als 5 Sterne vergeben werden können. Die gibt es auf jeden Fall sowie eine unbedingte Leseempfehlung. Ich freue mich auf den vierten Fall „Schattenwalzer“.
Melden

penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Gertie G. aus Wien am 29.09.2022
Bewertungsnummer: 1796091
Bewertet: eBook (ePUB)

"..jenen Toten eine Stimme geben, um die sich niemand kümmert ..." Wien, 1909. Dass der jungen Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann bei einer Obduktion auch die kleinsten Details auffallen, ist Fluch und Segen zugleich. Es bedeutet einerseits, dass sie ausgesprochen gut ist in dem, was sie tut, andererseits entdeckt sie immer wieder Geheimnisse, die besser unentdeckt geblieben wären. Ihre Neugier und ihr Wissensdurst hat Fanny schon mehr als einmal in Lebensgefahr gebracht. In diesem dritten Fall für Fanny gibt es ein Novum: Sie wird gemeinsam mit ihrem Kollegen Franz Wilder an einen Tatort am Donauufer nächst Albern gerufen. Sechs Menschen liegen tot in ihren ärmlichen Lehmhütten und eine Todesursache ist zunächst nicht sichtbar. Es wird von einer Bestie gesprochen, die die Menschen überfällt und tötet. Bei den Obduktionen fällt Fanny dann ein zerstörtes Lungengewebe auf. Ähnliches hat sie schon bei der Leiche eines Hausmeisters gesehen, der zusätzlich noch Brandblasen an den Händen hatte. Neugierig geworden, beginnt sie gemeinsam mit Cousin Schlomo und Freundin Tilde zu recherchieren, um das zu tun, was seit dem ersten Fall „Wiener Blut“ ihr Credo ist: "..jenen Toten eine Stimme geben, um die sich niemand kümmert ..." Dass sie zu Recherchezwecken im Altarm der Donau, dem Gänsehäufel muss, hätte sie nicht gedacht. Blöderweise herrscht dort strikte Geschlechtertrennung, außer man ist ein Ehepaar. Schlomo und Tilde sowie Fanny und Franz tun als ob. Dabei erfahren sie unter anderem, dass das Grundstück auf dem die Behausungen der Toten stehen, für den Ausbau des Alberner Hafens gedacht ist. Meine Meinung: Es scheint, als hätte Autor René Anour einige Anmerkungen seiner Leser genau gelesen und diese im dritten Band berücksichtigt. So hat Cousin Schlomo mehr Platz erhalten und der Autor gönnt Erzherzog Ludwig Viktor, genannt „Luziwuzi“, dem homosexuellen und nach Salzburg verbannten Bruder des Kaisers, einen kurzen Auftritt. Einen etwas längeren Auftritt haben die beiden deutschen Chemiker Wilhelm Lommel und Wilhelm Steinkopf, wenn auch „nur“ durch ihr chemisches Produkt „LOST“, später als Senfgas bezeichnet, das hier eine entscheidende Rolle spielt. Dafür kommt dem undurchsichtigen Graf Waidring diesmal keine Rolle zu, sorgt aber dafür auf der letzten Seite für einen Cliffhanger. Fannys Rolle als Gerichtsmedizinerin hat diesmal wieder mehr Raum erhalten. Sie hat auch einiges dazugelernt, was vor allem ihrem Kollegen Dr. Franz Wilder zu verdanken ist. Denn nach wie vor wird sie von Prof. Dr. Kuderna und Dr. Clemens Valdery nicht ernst genommen. Allerdings hat unser werter Herr Autor möglicherweise schon ein Ausstiegsszenario im Kopf: Immerhin hat sie ja gemeinsam mit Franz einen Artikel über Fuchsbandwürmer verfasst, der in der Zeitschrift für Pathologie veröffentlicht worden ist. Und dann gibt es noch die Histologie, die vielleicht eine neugierige Forscherin benötigt. Lassen wir uns überraschen. „Meinen Sie, ich brauche noch einen Speichellecker an meinem Institut? Zuerst die Sache mit der gemeinsamen Obduktion. Es hat Sie doch niemals interessiert, ob Sie noch etwas lernen können, nur dass ich Sie lobe, darum ging‘s!“ Da hat der alte Kuderna ja nicht ganz unrecht. Allerdings, ein Lob zur rechten Zeit, ist ein gewaltiger Ansporn, immer nur gemaßregelt zu werden, regt den Widerspruchsgeist an, wie wir bei Fanny ja sehen. Daher darf ich dem Herrn Autor ein großes Lob für seine medizin-historischen Kenntnisse und deren Vermittlung aussprechen. Ich habe diesen dritten Teil mehr oder weniger in einem Tag ausgelesen. Dazu hat der fesselnde, bildhafte Schreibstil sehr viel beigetragen. Ich gebe zu, dass ich recht bald auf das LOST gekommen bin. Das hängt allerdings damit zusammen, dass ich mehrere Bücher über den Ersten Weltkrieg (Stichwort Ypern) gelesen habe. Fazit: Schade, dass hier nicht mehr als 5 Sterne vergeben werden können. Die gibt es auf jeden Fall sowie eine unbedingte Leseempfehlung. Ich freue mich auf den vierten Fall „Schattenwalzer“.

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Die Totenärztin: Donaunebel

von René Anour

4.9

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Die Totenärztin: Donaunebel