Die Anomalie

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2020

Hervé Le Tellier

(59)
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Beschreibung


Der spektakuläre Bestseller aus Frankreich: eine brillante Mischung aus Thriller, Komödie und großer Literatur. Im März 2021 fliegt eine Boeing 787 auf dem Weg von Paris nach New York durch einen elektromagnetischen Wirbelsturm. Die Turbulenzen sind heftig, doch die Landung glückt. Allerdings: Im Juni landet dieselbe Boeing mit denselben Passagieren ein zweites Mal. Im Flieger sitzen der Architekt André und seine Geliebte Lucie, der Auftragskiller Blake, der nigerianische Afro-Pop-Sänger Slimboy, der französische Schriftsteller Victor Miesel, eine amerikanische Schauspielerin. Sie alle führen auf unterschiedliche Weise ein Doppelleben. Und nun gibt es sie tatsächlich doppelt − sie sind mit sich selbst konfrontiert, in der Anomalie einer verrückt gewordenen Welt.

Hochkomisch und teuflisch intelligent spielt der Roman mit unseren Gewissheiten und fragt nach den Grenzen von Sprache, Literatur und Leben. Facettenreich, weltumfassend, ein literarisches Ereignis.

Ohne Zweifel Weltliteratur.

Produktdetails

Verkaufsrang 130
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 17.08.2021
Verlag Rowohlt
Seitenzahl 352
Maße 20,8/13,5/3,6 cm
Gewicht 452 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel L'Anomalie
Übersetzer Romy Ritte, Jürgen Ritte
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-00258-9

Kundenbewertungen

Durchschnitt
59 Bewertungen
Übersicht
38
14
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3
0

Doppelte Wirklichkeit
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2021
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Ein Flugzeug gerät am 10.März 2021 in einen Jahrhundertsturm. Nicht nur die Passagiere auch die Besatzung befürchten abzustürzen, und doch gelingt es der Cockpit Crew die Maschine heil zu landen. 3 Monate später erbittet ein Flugzeug die Landeerlaubnis, mit exakt der gleichen Kennung, mit exakt der Besatzung und exakt den Passi... Ein Flugzeug gerät am 10.März 2021 in einen Jahrhundertsturm. Nicht nur die Passagiere auch die Besatzung befürchten abzustürzen, und doch gelingt es der Cockpit Crew die Maschine heil zu landen. 3 Monate später erbittet ein Flugzeug die Landeerlaubnis, mit exakt der gleichen Kennung, mit exakt der Besatzung und exakt den Passieren an Bord, wie auf dem legendären Paris - New York Flug vom 10. März. Natürlich kann dieses Flugzeug, dass es eigentlich nicht geben dürfte nicht normal auf dem NewYorker Flughafen landen. Es wird umgeleitet auf eine Militärbasis und die Militärs, sowie die höchsten politischen Kreise versuchen die Situation irgendwei zu händeln. Zunächst einmal versucht man sich mit den renommiertesten Wissenschaftlern ( Mathematikern und Wahrscheinlichkeitstheoretikern) diese Verdopplung zu erklären. Tatsächlich gibt es Erklärungsversuche und es gibt sogar ein Protokoll an dem sich Soldaten und Offiziere bei ihrer Befragung entlanghangeln sollen. Das ist urkomisch, da die Wissenschaftler, die den eingetretenen Fall als zu unwahrscheinlich eingestuft hatten, als dass er sich je ereignen könnte, bei bekannten Science Fictionfilmen Dialoge abgeschrieben haben , was natürlich auffliegt. Überhaupt enthält das Buch jede Menge Humor, so dass es einen Riesenspaß macht es zu lesen. Es ist aber gleichzeitig so intelligent geschrieben, voller philosophischer Weisheiten, einem Schreibstil zum Niederknien, dass ich es jedem nur empfehlen kann zu lesen. Was ich besonders raffiniert und toll von dem Autor fand, ist die Idee, dass diese verdoppelten Menschen mit einem Zeitversatz von 3 Monaten aufeinandertreffen. So sind die Erinnerungen gleich, aber die März-Passagiere haben in diesen 3 Monaten weitergelebt. Es sind ihnen Dinge widerfahren, die den Juni-Passagieren fehlen. So war z.B ein Schriftsteller an Bord, der ein Buch mit dem Titel "Die Anomalie" veröffentlich hat, dass ihm posthum wohlgemerkt, zu Weltruhm verholfen hat, während sein Doppelgänger all das nicht erlebt hat und dann vom Selbstmord seines März-Ichs erfährt. Es gibt nicht nur Reaktionen aus der Politik, auch Geistliche melden sich zu Wort usw. ...! Es steckt soviel in diesem Roman, dass man wahrscheinlich gar nicht alles beim ersten Lesen erfasst. Ich habe das Buch als Hörbuch genossen, gelesen von dem fabelhaften Sprecher Camill Jammal. Der Roman hat mir aber so gut gefallen, dass ich mir das Buch auch noch zulegen werde."Die Anomalie" möchte ich gerne demnächst noch einmal lesen. Jahreshighlight, 5 Sterne ++

Ein ganz ungewöhnlicher Science Fiction
von hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 30.09.2021
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Der Autor Hervé le Tellier geht in seinem fantastischen Roman einer spektakulären hypothetischen Frage nach: Was passiert, wenn durch eine Anomalie eine Doppelung der Wirklichkeit entsteht? Alle betroffenen Dinge und Lebewesen gäbe es nun zweimal in exakt derselben Ausführung — einschließlich der Menschen. Und wie könnte es zu e... Der Autor Hervé le Tellier geht in seinem fantastischen Roman einer spektakulären hypothetischen Frage nach: Was passiert, wenn durch eine Anomalie eine Doppelung der Wirklichkeit entsteht? Alle betroffenen Dinge und Lebewesen gäbe es nun zweimal in exakt derselben Ausführung — einschließlich der Menschen. Und wie könnte es zu einer solchen Situation kommen? Hervé le Tellier bedient sich bei der Suche nach Antworten physikalischer Theorien ebenso wie philosophischer Ansätze und popkultureller Problemlösungen — in wohl jeder guten Sci-Fi-Serie stand die Crew schließlich schonmal vor genau derselben Situation. Das Ganze würzt er mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen, vergisst aber auch nicht, ganz nahe bei seinen Figuren zu bleiben: Wie gehen die Gedoppelten und ihre Freunde und Angehörigen mit der paradoxen Situation um? So gelingt Hervé le Tellier mit „Die Anomalie“ ein ganz ungewöhnlicher Science Fiction, der viele spannende Informationen und viel Stoff zum Nachdenken bietet. Grandios gelesen von Camill Jammal.

Interessantes und spannendes Gedankenspiel mit einer futuristischen Idee
von Ingrid von buchsichten.de aus Erkelenz am 29.09.2021

Im Roman „Die Anomalie“ des Franzosen Hervé le Tellier kommt es, treffend zum Titel, zu einer sehr außergewöhnlichen Situation, von der sich beiläufig herausstellt, dass diese nicht einmalig ist. Dabei geht es um eine Boeing 787, die im März 2021 von Paris nach New York fliegt. Die Auswirkungen des Flugs betreffen das Flugzeug s... Im Roman „Die Anomalie“ des Franzosen Hervé le Tellier kommt es, treffend zum Titel, zu einer sehr außergewöhnlichen Situation, von der sich beiläufig herausstellt, dass diese nicht einmalig ist. Dabei geht es um eine Boeing 787, die im März 2021 von Paris nach New York fliegt. Die Auswirkungen des Flugs betreffen das Flugzeug selbst, die Crew und die Passagiere. Das Thema Corona spielt in der Geschichte keine Rolle. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt. Im Folgenden lernte ich in weiteren Unterteilungen des ersten Kapitels verschiedene Mitreisende des genannten Flugs kennen. Dieser Teil des Romans liest sich wie Kurzgeschichten, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Darin erfuhr ich mehr vom Alltag einiger Figuren aus dem Pool der Reisenden, ihren Beruf, über ihre Beziehung zu Verwandten und Bekannten sowie den Grund, warum sie von Paris nach New York fliegen. Der mittlere Teil beschäftigt sich damit, was nach Eintritt der Anomalie geschieht, welche Konsequenzen offizielle Stellen daraus ziehen. Dabei wird der Geheimdienst zugeschaltet, der Präsident der Vereinigten Staaten informiert und Wissenschaftler zur Klärung hinzugezogen. Im letzten Kapitel erlebte ich, welche persönlichen Folgen die Anomalie für die Passagiere und die Crew hat und wie diese damit umgehen. Die Regelwidrigkeit, über die die Geschichte handelt, gehört in den Bereich des Science Fictions. Sie ist ein Gedankenexperiment mit dem der Autor gekonnt spielt. Hervé le Tellier schreibt literarisch mit Spannungsmomenten und komödiantischen Elementen. Der Genremix sorgt immer wieder für Überraschungen. Die Figuren sind abwechslungsreich. Neben einem Auftragskiller sitzen beispielsweise auch eine Mutter mit zwei Kindern, ein Architekt und seine Freundin, eine Anwältin und ein Schriftsteller im Flugzeug auf die der Autor genauer schaut. Die Figuren sind so gewählt, dass sie veranschaulichen, wie ganz unterschiedliche Personen mit einer Extremsituation zurechtkommen, egal welchen Alters. Auf das dritte Kapitel freute ich mich besonders, denn ich wollte wissen, welches Schicksal der Autor den mir nun bekannten Figuren des ersten Teils weiter zukommen lassen würde. Dagegen fand ich das mittlere Kapitel unumgänglich, aber vom Verständnis her schwieriger als die anderen, denn Hervé le Tellier theoretisiert hierin mehrfach mit einigen Erklärungen für das Unglaubliche. Seine Ausführungen sind ausdrucksvoll, er zieht manche Schleife über das Geschehen hinaus und greift auch gerne zum Wortwitz. Hervé le Tellier spielt in seinem Roman mit einer futuristischen Idee, deren Glaubwürdigkeit angezweifelt werden darf. Doch allein die Beschäftigung damit, welche Rädchen sich drehen müssen, um die Realität zu vertuschen und unser Dasein zu erklären, ist das Lesen wert, darum empfehle ich das Buch gerne weiter.


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