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Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

Roman

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Beschreibung

Mathilde lebt mit ihren drei Söhnen in einer kleinen Wohnung in Paris. Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sie sich allein um sie und ist stolz auf das Resultat. Die Jungen sind selbstständig und kommen im Leben gut zu recht. Das kann Mathilde von sich nicht mehr behaupten. Bis vor einiger Zeit ist sie ihrer Arbeit mit großer Begeisterung nachgegangen. Doch seit Monaten verschlechtert sich ihre Arbeitssituation zusehends. Liegt es wirklich daran, dass sie ihrem Chef in einer Besprechung offen widersprochen hat? Wird sie deshalb von allen wichtigen Sitzungen ausgeschlossen? Und landen deshalb nur noch belanglose Aufgaben auf ihrem Tisch? Verzweifelt und mit den Kräften am Ende sucht sie eine Wahrsagerin auf. Die prophezeit ihr eine besondere Begegnung für den 20. Mai. Mathilde beginnt zu hoffen. Doch worauf? Auf das befreiende Gespräch mit ihrem Chef? Auf die Rückkehr ihrer alten Stärke? Oder auf die Begegnung mit einem ganz besonderen Mann? Der Tag der Prophezeiung bricht an

Details

Verkaufsrang

47670

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/12,3/2,3 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

47670

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/12,3/2,3 cm

Gewicht

250 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Les Heures Souterraines

Übersetzer

Doris Heinemann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6545-1

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Beeindruckend, unerwartet, krass

Bewertung aus Dalberg am 30.05.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ von Delphin de Vigan ist im Februar 2021 im Verlag DuMont erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 256 Seiten. Die Autorin Delphine de Vigan bedient sich in ihrem Buch zweier Handlungsstränge. Zum einen erzählt sie von Mathilde, die ihren Mann verloren hat und nun alleinerziehend drei Söhne großziehen muss. Dies gelingt ihr gut und zudem geht sie auch noch pflichtbewusst und mit großer Kompetenz ihrem Beruf nach. Sie hat ihr Leben gut im Griff. Doch von einem Tag auf den anderen entzieht ihr ihr Chef den Handlungsspielraum immer mehr, schließt sie aus der Kommunikation aus und sie wird immer fieser gemobbt. Ihr Leben beginnt ihr zu entgleiten und sie ist dem hilflos ausgeliefert, sie zweifelt, macht sich klein, zieht sich zurück, ist erschöpft. Eines Tages sucht sie eine Wahrsagerin auf, die ihr prophezeit, dass sich am 20. Mai etwas Entscheidendes ereignen wird... Der zweite Handlungsstrang erzählt von Thibault, der sich in einer unglücklichen Beziehung befindet und diese für sich selbst beenden muss. Er liebt zu sehr, sie zu wenig. Eine Begegnung von Mathilda und Thibault scheint für den Leser wahrscheinlich, doch ... Delphine de Vigan gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren feinfühligen und fesselnden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Mathilda und Thibault anbelangt, mit und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Die Autorin beschreibt das Thema „Mobbing am Arbeitsplatz“ und lässt den Leser die Gefühle der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit sehr nah erleben. Aber auch der Lieblosigkeit, von der Thibault betroffen ist, hat mich als Leserin berührt und teilweise entsetzt das Buch aus der Hand legen lassen. Beim Lesen ist oft eine Schwere direkt spürbar und man meint fast, davon erdrückt zu werden. Aber dies macht in meinen Augen auch den Reiz des Romans aus. Es ist sicherlich keine leichte Lektüre und man hofft als Leser natürlich auf ein bewegendes Ende für Mathilda und Thibault gemeinsam. So viel sei zum Ende schon verraten: es ist richtig gut gemacht! Fazit: Ein eindrücklicher Roman mit starken und modernen Protagonisten. Es war für mich ein berührendes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Mathilda und Thibault einzutauchen.

Beeindruckend, unerwartet, krass

Bewertung aus Dalberg am 30.05.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ von Delphin de Vigan ist im Februar 2021 im Verlag DuMont erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 256 Seiten. Die Autorin Delphine de Vigan bedient sich in ihrem Buch zweier Handlungsstränge. Zum einen erzählt sie von Mathilde, die ihren Mann verloren hat und nun alleinerziehend drei Söhne großziehen muss. Dies gelingt ihr gut und zudem geht sie auch noch pflichtbewusst und mit großer Kompetenz ihrem Beruf nach. Sie hat ihr Leben gut im Griff. Doch von einem Tag auf den anderen entzieht ihr ihr Chef den Handlungsspielraum immer mehr, schließt sie aus der Kommunikation aus und sie wird immer fieser gemobbt. Ihr Leben beginnt ihr zu entgleiten und sie ist dem hilflos ausgeliefert, sie zweifelt, macht sich klein, zieht sich zurück, ist erschöpft. Eines Tages sucht sie eine Wahrsagerin auf, die ihr prophezeit, dass sich am 20. Mai etwas Entscheidendes ereignen wird... Der zweite Handlungsstrang erzählt von Thibault, der sich in einer unglücklichen Beziehung befindet und diese für sich selbst beenden muss. Er liebt zu sehr, sie zu wenig. Eine Begegnung von Mathilda und Thibault scheint für den Leser wahrscheinlich, doch ... Delphine de Vigan gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren feinfühligen und fesselnden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Mathilda und Thibault anbelangt, mit und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Die Autorin beschreibt das Thema „Mobbing am Arbeitsplatz“ und lässt den Leser die Gefühle der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit sehr nah erleben. Aber auch der Lieblosigkeit, von der Thibault betroffen ist, hat mich als Leserin berührt und teilweise entsetzt das Buch aus der Hand legen lassen. Beim Lesen ist oft eine Schwere direkt spürbar und man meint fast, davon erdrückt zu werden. Aber dies macht in meinen Augen auch den Reiz des Romans aus. Es ist sicherlich keine leichte Lektüre und man hofft als Leser natürlich auf ein bewegendes Ende für Mathilda und Thibault gemeinsam. So viel sei zum Ende schon verraten: es ist richtig gut gemacht! Fazit: Ein eindrücklicher Roman mit starken und modernen Protagonisten. Es war für mich ein berührendes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Mathilda und Thibault einzutauchen.

Wichtiges Thema

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 11.04.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Sie hat geglaubt, sie könnte standhalten. Sie hat geglaubt, sie könne es meistern. Sie hat sich nach und nach und ohne es zu bemerken daran gewöhnt. Sie hat die vorherige Situation vergessen, sie hat sogar vergessen, wie ihre Arbeit beschaffen war, sie hat schließlich vergessen, dass sie zehn Stunden am Tag arbeitete, ohne auch nur aufzublicken. Sie hat nicht gewusst, dass die Dinge derart kippen können, ohne jede Umkehrmöglichkeit.“ (S. 44/45) Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin Delphine de Vigan, aus dem Französischen von Doris Heinemann Von Anfang an hatte Jaques Mathilda unter seine Fittiche genommen, er hatte dafür gesorgt, dass sie als leitende Angestellte eingestellt wurde. Er hatte Mathilde zu seiner engsten Mitarbeiterin gemacht, acht Jahre lang war sie seine ‚rechte Hand‘. Doch eines Tages hatte sie eine andere Meinung als er und beging den Fehler, diese vor anderen Mitarbeitern zu äussern. Es geht um Mobbing, Ausgrenzung und emotionalen Missbrauch. De Vigan zeigt hier ein wichtiges Thema auf. Mit ihrem typischen, leichten Schreibstil ist man sofort mitten in der Geschichte dabei und leidet mit der Protagonisten Mathilde. Fazit: Ein wunderbarer Roman und eine absolute Leseempfehlung von mir, nicht nur für de Vigan-Fans. 4½ Sterne. "Die anderen Fische haben leuchtende Farben, ihr Schuppenkleid wirkt glatt und weich, ihre Flossen sind unverletzt. Sie haben sich von ihr entfernt, das Wasser, in dem sie schwimmen, ist klarer, sauberer. Mathilde hat ihre Farben verloren, ihr Körper ist durchscheinend geworden, sie treibt mit dem Bauch nach oben an der Oberfläche.“ (S.160)

Wichtiges Thema

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 11.04.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Sie hat geglaubt, sie könnte standhalten. Sie hat geglaubt, sie könne es meistern. Sie hat sich nach und nach und ohne es zu bemerken daran gewöhnt. Sie hat die vorherige Situation vergessen, sie hat sogar vergessen, wie ihre Arbeit beschaffen war, sie hat schließlich vergessen, dass sie zehn Stunden am Tag arbeitete, ohne auch nur aufzublicken. Sie hat nicht gewusst, dass die Dinge derart kippen können, ohne jede Umkehrmöglichkeit.“ (S. 44/45) Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin Delphine de Vigan, aus dem Französischen von Doris Heinemann Von Anfang an hatte Jaques Mathilda unter seine Fittiche genommen, er hatte dafür gesorgt, dass sie als leitende Angestellte eingestellt wurde. Er hatte Mathilde zu seiner engsten Mitarbeiterin gemacht, acht Jahre lang war sie seine ‚rechte Hand‘. Doch eines Tages hatte sie eine andere Meinung als er und beging den Fehler, diese vor anderen Mitarbeitern zu äussern. Es geht um Mobbing, Ausgrenzung und emotionalen Missbrauch. De Vigan zeigt hier ein wichtiges Thema auf. Mit ihrem typischen, leichten Schreibstil ist man sofort mitten in der Geschichte dabei und leidet mit der Protagonisten Mathilde. Fazit: Ein wunderbarer Roman und eine absolute Leseempfehlung von mir, nicht nur für de Vigan-Fans. 4½ Sterne. "Die anderen Fische haben leuchtende Farben, ihr Schuppenkleid wirkt glatt und weich, ihre Flossen sind unverletzt. Sie haben sich von ihr entfernt, das Wasser, in dem sie schwimmen, ist klarer, sauberer. Mathilde hat ihre Farben verloren, ihr Körper ist durchscheinend geworden, sie treibt mit dem Bauch nach oben an der Oberfläche.“ (S.160)

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von Delphine de Vigan

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