The Silence

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Die Romanvorlage zum Film

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Beschreibung


In der Dunkelheit eines unterirdischen Höhlensystems jagen blinde Kreaturen einzig mit Hilfe ihres Gehörs. Als sie aus ihrem Gefängnis entkommen, schwärmen sie aus und töten alles, was nur den geringsten Laut von sich gibt.

Zu schreien, ja sogar zu flüstern bedeutet den sicheren Tod.

Als die Horden über Europa herfallen, trägt ein britisches Mädchen fieberhaft sämtliche Informationen über sie zusammen. Seit Jahren taub, weiß Ally, was es heißt, in absoluter Stille zu leben. Und dieses Wissen ist bald die einzige Chance für sie und ihre Familie, zu überleben. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem abgelegenen Zufluchtsort, um das Ende der Bedrohung abzuwarten.

Doch was für eine Welt wird noch übrig sein, wenn die Vesps sie verlassen haben?

TIM LEBBON ist ein New York Times-Bestseller-Autor von über vierzig Romanen. Zu seinen jüngsten Büchern gehören Relics, The Family Man, The Silence und die Rage War-Trilogie der Alien/Predator-Romane.
Die Verfilmung seiner Kurzgeschichte Pay the Ghost mit Nicolas Cage in der Hauptrolle wurde zu Halloween 2015 veröffentlicht. Sein Roman The Silence erscheint als illustrierte limitierte Vorzugsausgabe im Buchheim Verlag und kommt mit Stanley Tucci und Kiernan Shipka in Hauptrollen ins Kino. Weitere Filmprojekte befinden sich in den USA und Großbritannien in der Entwicklung.
Auszeichnungen:

4 British Fantasy Awards
Bram Stoker Award
Scribe Award

Finalist:

World Fantasy
International Horror Guild
Shirley Jackson Awards

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2019

Verlag

Buchheim Verlag

Seitenzahl

408

Maße (L/B/H)

23,3/16,4/3,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2019

Verlag

Buchheim Verlag

Seitenzahl

408

Maße (L/B/H)

23,3/16,4/3,5 cm

Gewicht

760 g

Übersetzer

Charlotte Lyne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-946330-08-0

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Wenn stille dein Leben retten kann

Bewertung aus Weinsberg am 15.11.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn das morgen heute beginnt.... Als ich „The Silence“ von Tim Lebbon anfing, war das erste was mir ins Auge fiel ein Bericht mit dem heutigen Datum: 14. November 2019. Die Geschichte, die 2015 geschrieben wurde beginnt jetzt, genau heute, an dem Tag wo ich diese Rezension schreibe. Worum geht es? In einer Höhle in Moldawien wird ein einzigartiges Ökosystem entdeckt, welches sich über mehrere Millionen von Jahren separat, angeschnitten von der heutigen Welt, entwickeln konnte. Die Forschung wird live übertragen im Fernsehen und es ist ein großes Ereignis als Forscher die Höhle öffnen um das Ökosystem zu erkunden. Doch damit beginnt auch das Ende der Welt, wie wir sie kennen, denn durch das öffnen der Höhle entkommen die sogenannten Vesp. Fledermausähnliche Kreaturen, die an die Dunkelheit angepasst, blind nach Gehör jagen. Durch die neuen Umweltbedingungen vermehren sie sich nun sehr schnell. Ihr Ziel: alles was aus Fleisch ist und laut ist. Und sie vermehren sich rasend schnell. Meine Meinung: Die Hauptfiguren des Buchs ist eine Familie, bestehend aus dem Vater Huw, der Mutter Kelly, der 15 jährigen Ally, dem 10 jährigen Jude und der Großmutter Lynne. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Huw und Ally. Das besondere: Ally ist seit einem Unfall taub, was sie jedoch nicht daran hindert ihrem Traum nachzugehen irgendwann Journalistin zu werden. Soziale Medien sind ihre Leidenschaft. Sie liebt den Discovery Channel und schreibt gerne selber journalistische Beiträge. Sie hat Spaß am Leben und lässt sich durch ihre Behinderung nicht aufhalten. Wenn sie erzählt, erhält man über die ich-Perspektive einen Einblick in ihre Taube Welt. Der Autor schafft es hier den Leser die Welt aus Allys Augen sehen zu lassen, in der sehen sehr wichtig ist um das fehlende hören zu ersetzen. Die Art und Weise wie Ally die Geschichte erzählt ist sehr journalistisch. Sie sammelt Fakten, analysiert und bildet sich eine Meinung. Sie ist sehr nüchtern in der Betrachtung und wirkt für ihr Alter oft sehr erwachsen und vernünftig. Ihr Vater ist seit dem Unfall selber Tochter ein sehr übervorsichtiger Mensch. Er hat Angst vor ziemlich vielen Sachen und vor allem sieht er in allem eine Gefahr seine Familie zu verlieren. Die Art und Weise wie er die Welt sieht ist sehr emotional. Seine Geschichte wird in der dritten Person erzählt und ist ausgeschmückt durch viele Gefühle, Erinnerungen und die Handlungen von Huw sind oft sehr gut durchdacht aber auch emotional gesteuert. Zwischen den Erzählern bekommt man auch häppchenweise immer wieder live Berichte in Form von Twitter, Facebook, BBC. Diese Art der Aufteilung sorgt dafür, dass man nach und nach gefühlsmäßig eintaucht und mitbekommt was passiert. Das Buch ist in 3 Teile unterteilt: In Lärm geht alles los. Die Welt scheint normal und durch die vorab beschrieben Art der Erzählung spürt man nach und nach die Veränderung der Protagonisten und der Welt. In Stille, ist der Angriff der Vesps erfolgt. Viele Handlungen erfolgen hier nur noch aufgrund von Gedanken, Gefühlen und die Interaktion der Charaktere erfolgt fast lautlos. Grau ist der letzte und kürzeste Teil und der Teil, der emotional am stärksten geprägt ist und wo die Charaktere sich am meisten verändern. Die Beschreibung der Handlung und der Charaktere ist der detailliert und die über die Vesps erfährt man durch die häppchenweise Berichtserstattung nach und nach immer mehr. Am Ende ergibt sich dadurch ein sehr schlüssiges Bild und man hat diese doch sehr abstrakten Geschöpfe bildlich vor Augen. Wie sie aussehen und was sie tun. Das ganze Buch über habe ich eine Spannung gespürt. Beim lesen bin ich durch das kleinste Geräusch zusammen gezuckt und mit jeder Seite, jeder neuen Stunde die im Buch anbrach, habe ich mich gefragt, was am heutigen Tag passieren wird. Der Tag ist fast rum und das Buch habe ich bereits vorgestern zu Ende gelesen. Trotzdem Schwingt da diese Stimmung mit. Diese Angst, diese Beklemmung. Die man das ganze Buch über gefühlt hat. Am Ende blieben viele offene Fragen, viel Spielraum für Interpretationen. Aber genau das mag ich und es muss nicht alles erklärt sein. Die Geschichte hat einen mitgenommen auf eine spannende Reise und einen in eine erschreckende Welt entführt, die möglich sein kann, aber zum Glück bisher noch nicht eingetroffen ist. Ein Buch das ich sicher noch einmal lesen werde. Eine klare Empfehlung von mir und 5 von 5 Sternen.

Wenn stille dein Leben retten kann

Bewertung aus Weinsberg am 15.11.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn das morgen heute beginnt.... Als ich „The Silence“ von Tim Lebbon anfing, war das erste was mir ins Auge fiel ein Bericht mit dem heutigen Datum: 14. November 2019. Die Geschichte, die 2015 geschrieben wurde beginnt jetzt, genau heute, an dem Tag wo ich diese Rezension schreibe. Worum geht es? In einer Höhle in Moldawien wird ein einzigartiges Ökosystem entdeckt, welches sich über mehrere Millionen von Jahren separat, angeschnitten von der heutigen Welt, entwickeln konnte. Die Forschung wird live übertragen im Fernsehen und es ist ein großes Ereignis als Forscher die Höhle öffnen um das Ökosystem zu erkunden. Doch damit beginnt auch das Ende der Welt, wie wir sie kennen, denn durch das öffnen der Höhle entkommen die sogenannten Vesp. Fledermausähnliche Kreaturen, die an die Dunkelheit angepasst, blind nach Gehör jagen. Durch die neuen Umweltbedingungen vermehren sie sich nun sehr schnell. Ihr Ziel: alles was aus Fleisch ist und laut ist. Und sie vermehren sich rasend schnell. Meine Meinung: Die Hauptfiguren des Buchs ist eine Familie, bestehend aus dem Vater Huw, der Mutter Kelly, der 15 jährigen Ally, dem 10 jährigen Jude und der Großmutter Lynne. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Huw und Ally. Das besondere: Ally ist seit einem Unfall taub, was sie jedoch nicht daran hindert ihrem Traum nachzugehen irgendwann Journalistin zu werden. Soziale Medien sind ihre Leidenschaft. Sie liebt den Discovery Channel und schreibt gerne selber journalistische Beiträge. Sie hat Spaß am Leben und lässt sich durch ihre Behinderung nicht aufhalten. Wenn sie erzählt, erhält man über die ich-Perspektive einen Einblick in ihre Taube Welt. Der Autor schafft es hier den Leser die Welt aus Allys Augen sehen zu lassen, in der sehen sehr wichtig ist um das fehlende hören zu ersetzen. Die Art und Weise wie Ally die Geschichte erzählt ist sehr journalistisch. Sie sammelt Fakten, analysiert und bildet sich eine Meinung. Sie ist sehr nüchtern in der Betrachtung und wirkt für ihr Alter oft sehr erwachsen und vernünftig. Ihr Vater ist seit dem Unfall selber Tochter ein sehr übervorsichtiger Mensch. Er hat Angst vor ziemlich vielen Sachen und vor allem sieht er in allem eine Gefahr seine Familie zu verlieren. Die Art und Weise wie er die Welt sieht ist sehr emotional. Seine Geschichte wird in der dritten Person erzählt und ist ausgeschmückt durch viele Gefühle, Erinnerungen und die Handlungen von Huw sind oft sehr gut durchdacht aber auch emotional gesteuert. Zwischen den Erzählern bekommt man auch häppchenweise immer wieder live Berichte in Form von Twitter, Facebook, BBC. Diese Art der Aufteilung sorgt dafür, dass man nach und nach gefühlsmäßig eintaucht und mitbekommt was passiert. Das Buch ist in 3 Teile unterteilt: In Lärm geht alles los. Die Welt scheint normal und durch die vorab beschrieben Art der Erzählung spürt man nach und nach die Veränderung der Protagonisten und der Welt. In Stille, ist der Angriff der Vesps erfolgt. Viele Handlungen erfolgen hier nur noch aufgrund von Gedanken, Gefühlen und die Interaktion der Charaktere erfolgt fast lautlos. Grau ist der letzte und kürzeste Teil und der Teil, der emotional am stärksten geprägt ist und wo die Charaktere sich am meisten verändern. Die Beschreibung der Handlung und der Charaktere ist der detailliert und die über die Vesps erfährt man durch die häppchenweise Berichtserstattung nach und nach immer mehr. Am Ende ergibt sich dadurch ein sehr schlüssiges Bild und man hat diese doch sehr abstrakten Geschöpfe bildlich vor Augen. Wie sie aussehen und was sie tun. Das ganze Buch über habe ich eine Spannung gespürt. Beim lesen bin ich durch das kleinste Geräusch zusammen gezuckt und mit jeder Seite, jeder neuen Stunde die im Buch anbrach, habe ich mich gefragt, was am heutigen Tag passieren wird. Der Tag ist fast rum und das Buch habe ich bereits vorgestern zu Ende gelesen. Trotzdem Schwingt da diese Stimmung mit. Diese Angst, diese Beklemmung. Die man das ganze Buch über gefühlt hat. Am Ende blieben viele offene Fragen, viel Spielraum für Interpretationen. Aber genau das mag ich und es muss nicht alles erklärt sein. Die Geschichte hat einen mitgenommen auf eine spannende Reise und einen in eine erschreckende Welt entführt, die möglich sein kann, aber zum Glück bisher noch nicht eingetroffen ist. Ein Buch das ich sicher noch einmal lesen werde. Eine klare Empfehlung von mir und 5 von 5 Sternen.

Düstere Endzeitstimmung mit grandiosem Setting

Bewertung aus Arnsberg am 15.09.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Geschichte war nach langer Zeit ein Endzeit-Szenario ganz nach meinem Geschmack. Wir kommen hier ganz ohne schnulzige Liebesgeschichte aus, die Idee dahinter mir nicht so abgegriffen erschien wie in manch anderen Büchern und eine Atmosphäre herrschte, die mir mehrmals das Gefühl der kompletten Ausweglosigkeit gab. Wir lernen Ally kennen, welche in England leben und den ganz normalen Alltag erleben. Das einzige, was hierbei ein wenig hervor sticht ist die Tatsache, dass Ally seit einem Autounfall ihr Gehör verloren hat und sich mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder per Zeichensprache austauscht. Ally sieht im Fernsehen, wie sich bei der Öffnung eines uralten Höhlensystems in Moldavien seltsame Kreaturen ihren Weg in die Freiheit bahnen und die gesamte Forschungstruppe dort rasch und brutal zur Strecke bringen. Nach dem ersten Schrecken vergisst sie diesen Vorfall vorerst wieder, bis sich immer mehr Berichterstattungen häufen, die von seltsamen Flugwesen berichten, welche Menschen angreifen und töten. Noch sind die fledermausartigen Vesps, wie diese Kreaturen betitelt werden, eine übersehbare Bedrohung, die dazu weit weg von Ally und ihrer Familie stattfindet. Doch dann gerät alles schneller aus den Fugen, als alle es für möglich gehalten hätten und die einzige Option, welche ihnen bleibt, ist die Flucht. Wir erleben die Geschichte nicht nur aus Allys Sicht, sondern auch aus dem Blickwinkel ihres Vaters Huw. Ich hatte am Anfang des Buches die Befürchtung, dass mich diese beiden Sichtweisen auf Dauer langweilen würden, zeigen sie ja ein und die selbe Familie mit ihren Problemen und Schwierigkeiten auf der Flucht auf. Doch überraschenderweise hatte ich während der gesamten Handlung nicht einmal das Bedürfnis, aus Langweile einen anderen Charakter verfolgen zu wollen. Nein, hier fließen beide Blickwinkel ineinander über, ohne sich zu überschneiden und präsentierten mir auch gleichzeitig zwei ganz unterschiedliche Gefühlswelten: Einmal die jugendliche, manchmal fast kindhafte Welt von Ally, welche gleichzeitig mit den Nachwirkungen des Unfalls und dem Verlust ihres Gehörs zu kämpfen hat und Huws vernunftbestimmte Sicht eines Erwachsenen, der seine Familie einfach nur in Sicherheit bringen möchte inmitten des ganzen Chaos, welches nach und nach in ihrer behüteten Welt ausbricht. Die Kreaturen, die Vesps, waren in meinen Augen eine ganz neuartige Bedrohung, welcher ich so noch nicht in anderen Endzeitromanen begegnet bin. Ich fand den Grundgedanken unfassbar spannend ( und beunruhigend! ), wie viele solcher unerforschter Höhlensysteme es wohl so auf der Welt geben mag und was darin so kreucht und fleucht ... ähnlich wie in den Tiefen der Ozeane und seien wir mal ehrlich: Ich möchte das gar nicht so genau herausfinden!! Mit dieser Angst spielt der Autor auf eine sehr perfide Art und Weise und das ziemlich gekonnt. Die Vesps werden grob gesagt als katzengroße Fledermäuse beschrieben, welche sich nur an Geräuschen orientieren und im Rudel jagen. Dabei können sie große Entfernungen spielerisch überwinden und sich rasant vermehren, in dem sie in Leichname Eier legen und diese bei Gefahr, bzw. bei einer gewissen Geräuschkulisse, aufplatzen und neue Kreaturen ans Tageslicht entlassen. Und so erklärt sich auch der Titel, welcher nicht passender sein könnte. Denn wer in dieser apokalyptischen Welt neben den Vesps überleben möchte, muss still sein ... sehr sehr still, denn jegliches Geräusch kann den eigenen Tod bedeuten und dieser gestaltet sich auch nicht ganz so harmlos, wie man eventuell vermuten mag. Dieser Umstand hat mich im Laufe der Handlung zum Nachdenken gebracht, mir einige grausige Szenen beschert und war für mich als Leser oft auch hart an der Grenze zum Erträglichen. Die Atmosphäre, welcher Tim Lebbon mit jeder weiteren Seite entstehen lässt, war unfassbar bedrückend, lag schwer auf meinen Schultern und ließ mich die Hoffnungslosigkeit mit jeder Faser meines Körpers spüren. Manche Passagen erwischten mich eiskalt, warfen mich in einen Strudel aus Entsetzen und Traurigkeit und befeuerten mein eigenes Gedankenkarussell. Wie grausam können Menschen werden, wenn ihnen nichts anderes übrig bleibt? Was würde ich selbst tun, wenn ich in dieser Situation wäre und meine Familie beschützen müsste? Der einzige Kritikpunkt, der sich bei mir mit einem richtigen Paukenschlag einschlich, war die Spannung gegen Ende und der Schluss an sich. Irgendwo auf den letzten 50 Seiten ging die aufgebaute Spannungskurve komplett flöten, sackte ins Unendliche und ließ mich ein wenig ernüchtert zurück. Wo ich noch 1-2 Seiten vorher mit unseren Protagonisten mitgefiebert hatte, klaffte nun ein großes Loch und ich wollte nur noch wissen wie die Geschichte denn nun ihr Ende findet. Entweder musste hier ein schnelles Ende her ( aus Zeitgründen?) oder der Autor wusste selbst nicht mehr, wo sein roter Faden hin entschwunden war, auf jeden Fall fehlte den letzten Seiten der nötige Thrill, um mich bei Laune zu halten. Die Handlung drehte sich um sich selbst, es gab keinen nennenswerten Fortschritt und dann kam auch noch dieses Ende um die Ecke. Es hätte nicht offener, nicht ungeklärter und an keiner unpassenderen Stelle sein können und so ließ es mich mit hochgezogenen Augenbrauen unbefriedigt zurück. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, denn die Geschichte und deren Grundidee gefiel mir unfassbar gut, und dieser Schluss wurde dem Ganzen nicht so wirklich gerecht. Nach einem Höhenflug folgte für mich an diesem Punkt eine nicht nachvollziehbare Bruchlandung, die mir diesen Endzeitroman im Nachhinein ein wenig vergrätzte. Vielleicht hält der Autor sich einen zweiten Teil in der Hinterhand offen und selbst dann hätte man die Handlung zu einem anderen Zeitpunkt beenden können, ohne den Leser so in der Luft schweben zu lassen. Mein Fazit: Eine Geschichte, die mir direkt unter die Haut kroch und noch lange im Gedächtnis hängen blieb. Eine Endzeitstimmung, wie ich sie mir nicht grausiger und brutaler hätte erträumen können und eine Welt, die so sehr im Chaos versinkt, dass es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Auch wenn der Schluss mich so gar nicht von sich überzeugen konnte, so mochte ich den Weg dorthin unglaublich gerne und flog mit angehaltenem Atem nur so durch die Seiten. Für Fans von düsteren Geschichten, die einen eiskalt im Nacken packen, ist "The Silence" auf jeden Fall einen Blick mehr wert und wer eher den schnellen Genuss bevorzugt, kann sich die Verfilmung bereits im Kino ansehen.

Düstere Endzeitstimmung mit grandiosem Setting

Bewertung aus Arnsberg am 15.09.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Diese Geschichte war nach langer Zeit ein Endzeit-Szenario ganz nach meinem Geschmack. Wir kommen hier ganz ohne schnulzige Liebesgeschichte aus, die Idee dahinter mir nicht so abgegriffen erschien wie in manch anderen Büchern und eine Atmosphäre herrschte, die mir mehrmals das Gefühl der kompletten Ausweglosigkeit gab. Wir lernen Ally kennen, welche in England leben und den ganz normalen Alltag erleben. Das einzige, was hierbei ein wenig hervor sticht ist die Tatsache, dass Ally seit einem Autounfall ihr Gehör verloren hat und sich mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder per Zeichensprache austauscht. Ally sieht im Fernsehen, wie sich bei der Öffnung eines uralten Höhlensystems in Moldavien seltsame Kreaturen ihren Weg in die Freiheit bahnen und die gesamte Forschungstruppe dort rasch und brutal zur Strecke bringen. Nach dem ersten Schrecken vergisst sie diesen Vorfall vorerst wieder, bis sich immer mehr Berichterstattungen häufen, die von seltsamen Flugwesen berichten, welche Menschen angreifen und töten. Noch sind die fledermausartigen Vesps, wie diese Kreaturen betitelt werden, eine übersehbare Bedrohung, die dazu weit weg von Ally und ihrer Familie stattfindet. Doch dann gerät alles schneller aus den Fugen, als alle es für möglich gehalten hätten und die einzige Option, welche ihnen bleibt, ist die Flucht. Wir erleben die Geschichte nicht nur aus Allys Sicht, sondern auch aus dem Blickwinkel ihres Vaters Huw. Ich hatte am Anfang des Buches die Befürchtung, dass mich diese beiden Sichtweisen auf Dauer langweilen würden, zeigen sie ja ein und die selbe Familie mit ihren Problemen und Schwierigkeiten auf der Flucht auf. Doch überraschenderweise hatte ich während der gesamten Handlung nicht einmal das Bedürfnis, aus Langweile einen anderen Charakter verfolgen zu wollen. Nein, hier fließen beide Blickwinkel ineinander über, ohne sich zu überschneiden und präsentierten mir auch gleichzeitig zwei ganz unterschiedliche Gefühlswelten: Einmal die jugendliche, manchmal fast kindhafte Welt von Ally, welche gleichzeitig mit den Nachwirkungen des Unfalls und dem Verlust ihres Gehörs zu kämpfen hat und Huws vernunftbestimmte Sicht eines Erwachsenen, der seine Familie einfach nur in Sicherheit bringen möchte inmitten des ganzen Chaos, welches nach und nach in ihrer behüteten Welt ausbricht. Die Kreaturen, die Vesps, waren in meinen Augen eine ganz neuartige Bedrohung, welcher ich so noch nicht in anderen Endzeitromanen begegnet bin. Ich fand den Grundgedanken unfassbar spannend ( und beunruhigend! ), wie viele solcher unerforschter Höhlensysteme es wohl so auf der Welt geben mag und was darin so kreucht und fleucht ... ähnlich wie in den Tiefen der Ozeane und seien wir mal ehrlich: Ich möchte das gar nicht so genau herausfinden!! Mit dieser Angst spielt der Autor auf eine sehr perfide Art und Weise und das ziemlich gekonnt. Die Vesps werden grob gesagt als katzengroße Fledermäuse beschrieben, welche sich nur an Geräuschen orientieren und im Rudel jagen. Dabei können sie große Entfernungen spielerisch überwinden und sich rasant vermehren, in dem sie in Leichname Eier legen und diese bei Gefahr, bzw. bei einer gewissen Geräuschkulisse, aufplatzen und neue Kreaturen ans Tageslicht entlassen. Und so erklärt sich auch der Titel, welcher nicht passender sein könnte. Denn wer in dieser apokalyptischen Welt neben den Vesps überleben möchte, muss still sein ... sehr sehr still, denn jegliches Geräusch kann den eigenen Tod bedeuten und dieser gestaltet sich auch nicht ganz so harmlos, wie man eventuell vermuten mag. Dieser Umstand hat mich im Laufe der Handlung zum Nachdenken gebracht, mir einige grausige Szenen beschert und war für mich als Leser oft auch hart an der Grenze zum Erträglichen. Die Atmosphäre, welcher Tim Lebbon mit jeder weiteren Seite entstehen lässt, war unfassbar bedrückend, lag schwer auf meinen Schultern und ließ mich die Hoffnungslosigkeit mit jeder Faser meines Körpers spüren. Manche Passagen erwischten mich eiskalt, warfen mich in einen Strudel aus Entsetzen und Traurigkeit und befeuerten mein eigenes Gedankenkarussell. Wie grausam können Menschen werden, wenn ihnen nichts anderes übrig bleibt? Was würde ich selbst tun, wenn ich in dieser Situation wäre und meine Familie beschützen müsste? Der einzige Kritikpunkt, der sich bei mir mit einem richtigen Paukenschlag einschlich, war die Spannung gegen Ende und der Schluss an sich. Irgendwo auf den letzten 50 Seiten ging die aufgebaute Spannungskurve komplett flöten, sackte ins Unendliche und ließ mich ein wenig ernüchtert zurück. Wo ich noch 1-2 Seiten vorher mit unseren Protagonisten mitgefiebert hatte, klaffte nun ein großes Loch und ich wollte nur noch wissen wie die Geschichte denn nun ihr Ende findet. Entweder musste hier ein schnelles Ende her ( aus Zeitgründen?) oder der Autor wusste selbst nicht mehr, wo sein roter Faden hin entschwunden war, auf jeden Fall fehlte den letzten Seiten der nötige Thrill, um mich bei Laune zu halten. Die Handlung drehte sich um sich selbst, es gab keinen nennenswerten Fortschritt und dann kam auch noch dieses Ende um die Ecke. Es hätte nicht offener, nicht ungeklärter und an keiner unpassenderen Stelle sein können und so ließ es mich mit hochgezogenen Augenbrauen unbefriedigt zurück. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, denn die Geschichte und deren Grundidee gefiel mir unfassbar gut, und dieser Schluss wurde dem Ganzen nicht so wirklich gerecht. Nach einem Höhenflug folgte für mich an diesem Punkt eine nicht nachvollziehbare Bruchlandung, die mir diesen Endzeitroman im Nachhinein ein wenig vergrätzte. Vielleicht hält der Autor sich einen zweiten Teil in der Hinterhand offen und selbst dann hätte man die Handlung zu einem anderen Zeitpunkt beenden können, ohne den Leser so in der Luft schweben zu lassen. Mein Fazit: Eine Geschichte, die mir direkt unter die Haut kroch und noch lange im Gedächtnis hängen blieb. Eine Endzeitstimmung, wie ich sie mir nicht grausiger und brutaler hätte erträumen können und eine Welt, die so sehr im Chaos versinkt, dass es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Auch wenn der Schluss mich so gar nicht von sich überzeugen konnte, so mochte ich den Weg dorthin unglaublich gerne und flog mit angehaltenem Atem nur so durch die Seiten. Für Fans von düsteren Geschichten, die einen eiskalt im Nacken packen, ist "The Silence" auf jeden Fall einen Blick mehr wert und wer eher den schnellen Genuss bevorzugt, kann sich die Verfilmung bereits im Kino ansehen.

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von Tim Lebbon

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