Keine Tränen für Allah

Keine Tränen für Allah

Wie ich von Tugendwächtern verurteilt wurde und dem Frauengefängnis von Mekka entkam

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2018

Verlag

Knaur

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/2,7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2018

Verlag

Knaur

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/2,7 cm

Gewicht

383 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzer

Günther Orth

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-21434-3

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Musste und habe es abgebrochen zu lesen..

S.K. am 30.07.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Leider nicht zu empfehlen.. Gefiel mir nicht da ich finde das wieder mal sehr viel übertrieben wurde.. Werde ich in das Buchschrank draußen legen, vielleicht will ja jemand anderes lesen.

Musste und habe es abgebrochen zu lesen..

S.K. am 30.07.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Leider nicht zu empfehlen.. Gefiel mir nicht da ich finde das wieder mal sehr viel übertrieben wurde.. Werde ich in das Buchschrank draußen legen, vielleicht will ja jemand anderes lesen.

"Wir sind vom Amt zur Förderung der Tugend und zur Verhütung des Lasters"

Dr. M. am 12.06.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

So stellten sich die bärtigen Herren vor, die in eine kleine private Party einfielen und die wenigen beteiligten Personen in Gewahrsam nehmen wollten, denn hier lag ein Verbrechen gegen die islamische Tugendlehre vor. Kholoud Bariedah hatte sich des "illegitimen Zusammenseins mit nicht verwandten Männern auf einer Party und lasterhaftem Verhalten" schuldig gemacht. Danach war sie auch noch abgehauen und hatte einem der Häscher ins Gemächt getreten. Dafür gibt es in Saudi-Arabien vier Jahre Knast und 2000 Hiebe mit einem Bambusstock, die von einem gnadenlosen Soldaten unter Beobachtung ausgeführt werden. Das kommt also dabei heraus, wenn man sich als junge Frau seine Freunde selbst aussucht, mit ihnen völlig harmlos feiert und dummerweise in Saudi-Arabien lebt, wo der Islam vorschreibt, wie man sich zu verhalten hat. Diese Art von Strafen, die ihr auferlegt wurden, kennt man aus autokratischen Diktaturen oder dem europäischen Mittelalter. In Saudi-Arabien gilt jedoch die Scharia als untrennbarer Bestandteil des Islam, der wiederum nach Meinung gewisser Politiker auch zu Deutschland gehört. Wie sich das mit den europäischen Werten vereinbaren lässt, bleibt ein Geheimnis, das sich nur schwer erklären lässt, es sei denn, man tritt die bitter und blutig erkämpften bürgerlichen Freiheiten Europas mit Füßen. Insofern illustriert der Inhalt dieses Buches gnadenlos, was der leidige Satz tatsächlich bedeutet. Das Buch beginnt mit einer Einleitung, in der die inzwischen im fremden Deutschland lebende Autorin die psychischen Folgen ihrer Haft schildert. Die Zeit im Gefängnis bestimmt auch den Inhalt der nachfolgenden Schilderungen. Nach einer kurzen Beschreibung ihrer "schlimmen Tat" erfährt der Leser, was die Autorin im Frauenknast von Mekka erlitten und erfahren hat. Neben dem Haftalltag kommen auch die "Vergehen" der anderen einsitzenden Frauen zur Sprache. Leider ist es in einer streng islamischen Gesellschaft nicht mit dem Abbüßen der verhängten Strafe getan. Denn "wenn der Islam und die Regierung ihre Rache genommen hatten, waren der Vater und der Bruder dran, um uns Mädchen im Namen der Männlichkeit zu bestrafen". Für Menschen in Deutschland, die in einer seltsam schizophrenen Weise auf der einen Seite die Jahrhunderte währende Vorherrschaft des Mannes bekämpfen und sie gleichzeitig unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit wieder und noch viel schlimmer einführen wollen, ist dieses Buch vielleicht ein Denkanstoß, auch wenn man da nur wenig Hoffnung hat. Was der Autorin vorgeworfen wurde, gehört zum Alltag junger Mädchen in aller Welt, nur eben nicht dort wo der Islam in seiner buchstäblichen Auslegung Staatsreligion ist. Und wer glaubt, das wäre alles weit weg, den sollte man vielleicht daran erinnern, dass ähnliche Tatbestände in unserem Land schon zu innerfamiliären Todesstrafen geführt haben, die von den Männern in islamisch geprägten Gemeinschaften auch vollstreckt wurden. Neben den ungewöhnlichen, weil seltenen Berichten über die Zustände in Saudi-Arabien besitzt der Text auch kleine Schwächen. Abgesehen von gewissen Längen ist es vor allem die wechselnde Haltung der Autorin zu Allah, die sich dem Leser nicht gleich erschließt. Man kann sie nur verstehen, wenn man sich in ihre Psyche während der Haft hineindenken kann. Denn im Gefängnis betet Kholoud heftig und spricht mit ihrem Gott, von dem sie sich Erlösung erhofft. Den Koran lernt sie als erste Insassin überhaupt komplett auswendig. Das ist nicht nur wegen der Länge dieses Buches eine beachtliche Leistung, sondern auch deshalb, weil die einzelnen Suren selbst Arabern nicht immer verständlich zu sein scheinen. Noch ziemlich am Ende des Buches heißt es: "Die Worte des Koran waren nicht mehr nur dafür da, um mich zu befreien, sondern sie machten mich glücklich und euphorische, wenn ich sie stundenlang rezitierte." Dennoch blieben ihr stets Zweifel am Gott des Korans. Denn auch sie fand heraus, dass man aus dem heiligen Buch alles herauslesen kann, was man will, denn es ist voller Widersprüche, die sich nur auflösen, wenn man die Geschichte des Propheten kennt. Später wird sich Kholoud Bariedah, die ihre Strafe wesentlich durch das Auswendiglernen des Korans verkürzen konnte, als erste Frau aus Saudi-Arabien vom Islam öffentlich loslösen. Darauf steht in der Religion des Friedens der Tod. Und deshalb wird die Autorin nie in ihre Heimat, die sie so liebt, zurückkehren können. In unserem Land eine neue Heimat zu sehen, fällt ihr verständlicherweise sehr schwer – auch das kann man verstehen, wenn man dieses Buch liest. Dieses Buch ist gleichzeitig Bericht und Warnung.

"Wir sind vom Amt zur Förderung der Tugend und zur Verhütung des Lasters"

Dr. M. am 12.06.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

So stellten sich die bärtigen Herren vor, die in eine kleine private Party einfielen und die wenigen beteiligten Personen in Gewahrsam nehmen wollten, denn hier lag ein Verbrechen gegen die islamische Tugendlehre vor. Kholoud Bariedah hatte sich des "illegitimen Zusammenseins mit nicht verwandten Männern auf einer Party und lasterhaftem Verhalten" schuldig gemacht. Danach war sie auch noch abgehauen und hatte einem der Häscher ins Gemächt getreten. Dafür gibt es in Saudi-Arabien vier Jahre Knast und 2000 Hiebe mit einem Bambusstock, die von einem gnadenlosen Soldaten unter Beobachtung ausgeführt werden. Das kommt also dabei heraus, wenn man sich als junge Frau seine Freunde selbst aussucht, mit ihnen völlig harmlos feiert und dummerweise in Saudi-Arabien lebt, wo der Islam vorschreibt, wie man sich zu verhalten hat. Diese Art von Strafen, die ihr auferlegt wurden, kennt man aus autokratischen Diktaturen oder dem europäischen Mittelalter. In Saudi-Arabien gilt jedoch die Scharia als untrennbarer Bestandteil des Islam, der wiederum nach Meinung gewisser Politiker auch zu Deutschland gehört. Wie sich das mit den europäischen Werten vereinbaren lässt, bleibt ein Geheimnis, das sich nur schwer erklären lässt, es sei denn, man tritt die bitter und blutig erkämpften bürgerlichen Freiheiten Europas mit Füßen. Insofern illustriert der Inhalt dieses Buches gnadenlos, was der leidige Satz tatsächlich bedeutet. Das Buch beginnt mit einer Einleitung, in der die inzwischen im fremden Deutschland lebende Autorin die psychischen Folgen ihrer Haft schildert. Die Zeit im Gefängnis bestimmt auch den Inhalt der nachfolgenden Schilderungen. Nach einer kurzen Beschreibung ihrer "schlimmen Tat" erfährt der Leser, was die Autorin im Frauenknast von Mekka erlitten und erfahren hat. Neben dem Haftalltag kommen auch die "Vergehen" der anderen einsitzenden Frauen zur Sprache. Leider ist es in einer streng islamischen Gesellschaft nicht mit dem Abbüßen der verhängten Strafe getan. Denn "wenn der Islam und die Regierung ihre Rache genommen hatten, waren der Vater und der Bruder dran, um uns Mädchen im Namen der Männlichkeit zu bestrafen". Für Menschen in Deutschland, die in einer seltsam schizophrenen Weise auf der einen Seite die Jahrhunderte währende Vorherrschaft des Mannes bekämpfen und sie gleichzeitig unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit wieder und noch viel schlimmer einführen wollen, ist dieses Buch vielleicht ein Denkanstoß, auch wenn man da nur wenig Hoffnung hat. Was der Autorin vorgeworfen wurde, gehört zum Alltag junger Mädchen in aller Welt, nur eben nicht dort wo der Islam in seiner buchstäblichen Auslegung Staatsreligion ist. Und wer glaubt, das wäre alles weit weg, den sollte man vielleicht daran erinnern, dass ähnliche Tatbestände in unserem Land schon zu innerfamiliären Todesstrafen geführt haben, die von den Männern in islamisch geprägten Gemeinschaften auch vollstreckt wurden. Neben den ungewöhnlichen, weil seltenen Berichten über die Zustände in Saudi-Arabien besitzt der Text auch kleine Schwächen. Abgesehen von gewissen Längen ist es vor allem die wechselnde Haltung der Autorin zu Allah, die sich dem Leser nicht gleich erschließt. Man kann sie nur verstehen, wenn man sich in ihre Psyche während der Haft hineindenken kann. Denn im Gefängnis betet Kholoud heftig und spricht mit ihrem Gott, von dem sie sich Erlösung erhofft. Den Koran lernt sie als erste Insassin überhaupt komplett auswendig. Das ist nicht nur wegen der Länge dieses Buches eine beachtliche Leistung, sondern auch deshalb, weil die einzelnen Suren selbst Arabern nicht immer verständlich zu sein scheinen. Noch ziemlich am Ende des Buches heißt es: "Die Worte des Koran waren nicht mehr nur dafür da, um mich zu befreien, sondern sie machten mich glücklich und euphorische, wenn ich sie stundenlang rezitierte." Dennoch blieben ihr stets Zweifel am Gott des Korans. Denn auch sie fand heraus, dass man aus dem heiligen Buch alles herauslesen kann, was man will, denn es ist voller Widersprüche, die sich nur auflösen, wenn man die Geschichte des Propheten kennt. Später wird sich Kholoud Bariedah, die ihre Strafe wesentlich durch das Auswendiglernen des Korans verkürzen konnte, als erste Frau aus Saudi-Arabien vom Islam öffentlich loslösen. Darauf steht in der Religion des Friedens der Tod. Und deshalb wird die Autorin nie in ihre Heimat, die sie so liebt, zurückkehren können. In unserem Land eine neue Heimat zu sehen, fällt ihr verständlicherweise sehr schwer – auch das kann man verstehen, wenn man dieses Buch liest. Dieses Buch ist gleichzeitig Bericht und Warnung.

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von Kholoud Bariedah

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