Elternteile

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Roman

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Beschreibung


Dies ist kein Wettbewerb. Aber ich will ihn gewinnen.

Eine kleine Familie zerbricht. Karen und ihr Ex-Mann bemühen sich, alles vernünftig und einvernehmlich zu regeln - auch die Erziehung der dreijährigen Tochter Anna. Eine Woche ist das Kind bei seinem Vater, eine Woche bei Karen. Karen kämpft nun an allen Fronten: gegen die Erwartungen der Gesellschaft, die gut gemeinten Ratschläge von Freunden, die Vorwürfe ihrer eigenen Mutter - doch vor allem kämpft sie gegen sich selbst. Denn was ist sie für eine Mutter, wenn Anna bei ihrem Vater ist?

Authentisch und einfühlsam gibt Elternteile einem Tabu eine Stimme und seinen ganz eigenen Platz in der Literatur.

"Der beste Roman zum Thema Trennung, den ich je gelesen habe. Ein trauriges und gleichzeitig humorvolles Buch über Gefühle, die wir uns oft verbieten." Aftonbladet, Schweden

"Authentisch und einfühlsam gibt Elternteile einem Tabu eine Stimme und seinen ganz besonderen Platz in der Literatur." Kinderei, April 2018 "Lesenswert, weil originell geschrieben" Ruhr Nachrichten Redaktion, 03.05.2018 "Selbstironischer, bis an die Schmerzgrenze ehrlicher Trennungsroman. So ehrlich, wie ich es noch nie gelesen habe, geht die Erzählerin Karen mit sich und ihren Gefühlen ins Gericht" Brigitte, 01.05.2018


Monica Isakstuen, geboren 1976 in Oslo, debütierte 2009 mit ihrem Roman Avstand. Es folgten der Gedichtband Alltid nyheter (2011) sowie der Roman Om igjen (2014). Elternteile wurde 2016 mit dem renommierten Brage-Preis ausgezeichnet.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl

224

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

23.02.2018

Sprache

Deutsch

EAN

9783847906438

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl

224

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

23.02.2018

Sprache

Deutsch

EAN

9783847906438

Verlag

Eichborn

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,7 cm

Gewicht

321 g

Originaltitel

Vaer snill med dyrene

Auflage

1. Auflage

Übersetzer

Ina Kronenberger

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Annas Kindheit 2.0

Jenny Vogler am 13.06.2018

„Spiel das Kind, spiel die Mutter. Füll die Charaktere mit Leben. Gib ihnen eine Aufgabe. Führe sie in einen Konflikt, bring sie enger zusammen oder lass eine Spaltung zu, durch den gemeinsamen Feind.“ Inhalt Für Karen ist es eine schwere Zeit, denn als ihre Tochter Anna 3 Jahre alt ist, zerbricht die Beziehung zum Vater des Kindes. Ganz bewusst zieht die junge Frau einen Schlussstrich unter die Partnerschaft, in der es nur noch Konflikte und Streit gab. Das Sorgerecht werden sich die Eltern teilen, zunächst übernimmt Karen den Löwenanteil, in den Jahren darauf, wird sich die Betreuungszeit beim Vater zu gleichen Teilen entwickeln. Doch für Karen ist es eine Zerreißprobe, kann sie sich doch nicht an der „kinderfreien“ Zeit erfreuen, weil sie ihre Tochter vermisst – andererseits ist sie auch nicht immer geistig präsent, wenn Anna bei ihr ist. Ein wahrer Drahtseilakt, bei dem sie sich zunehmend fragt, was eine Mutter zur „guten Mutter“ macht und ob sie ihrer Tochter nicht doch lieber ein Leben in der Einheit einer Kleinfamilie geschenkt hätte. Was für den Vater und die Tochter nicht dramatisch erscheint, wächst sich zu einem Dilemma aus, dem Karen nur Herr werden kann, wenn sie sich fragt, welche Rolle sie selbst als Tochter, Frau und Mutter spielt … Meinung Die norwegische Autorin gewann mit dem vorliegenden Roman den Brage-Preis, den wichtigsten Literaturpreis ihres Landes und setzt sich in diesem kurzen aber intensiven Roman mit einem sehr alltäglichen und doch tabuisiertem Thema auseinander. Es geht um nichts anderes als um die Gefühle einer Mutter, die ihr Kind in die Obhut des Vaters gibt, für den sie selbst nichts mehr empfindet. Das beste daran ist der einfühlsame, offene Ton, den die Ich-Erzählerin anschlägt. Denn einerseits ist es ihr durchaus bewusst, dass die Regelung eine berechtigte ist, dass auch der Vater gemeinsame Zeit mit der Tochter verbringen möchte und doch steckt der Stachel des Neides ziemlich tief in ihrem Herzen. Jede Stunde, jedes Weihnachten, welches Anna getrennt von ihr verbringt, wirft sie in eine Waagschale, die um keinen Preis zu Gunsten des Vaters kippen darf. Und so plagt sie sich mit dem Gedanken, dass Annas Kindheit 2.0 zwar kein Wettbewerb ist, sie ihn aber dennoch gewinnen möchte. Die intensive, emotionale Sicht auf die Dinge, bringt dem Leser die Gefühlswelt der verletzten Mutter sehr nah und man kann sich bestens in ihren Kopf hineinversetzen, selbst wenn man mit der Sachlage nicht vertraut ist, wenn man kein Scheidungskind besitzt. Es sind sehr ehrliche Worte, einfache Konflikte und doch weltbewegende Themen für die Betroffenen. Und obgleich der Bekanntenkreis anscheinend patente Ratschläge und Tipps auf Lager hat, wird man sich schnell bewusst, dass jede Mutter in dieser Situation ein eigenes Konzept finden muss, einen Gedankengang, mit dem sie sich abfinden kann. Sehr positiv beurteile ich die klare, eindeutige Orientierung auf die Kernaussage des Buches, denn Karen flüchtet sich nicht sofort wieder in eine neue Beziehung, sie durchlebt intensiv die Phasen der Trennung und kämpft immer wieder mit den eigenen Ängsten. Ein kleines stilistisches Manko habe ich trotzdem anzumerken, vor allem weil sich mir die Bedeutung davon irgendwie nicht erschließt. Manche Seiten sind komplett bedruckt, manche nur zur Hälfte, andere gar nur mit einem Satz. Ich empfinde das als Verschwendung, sollen die leeren Seiten vielleicht die innere Leere reflektieren? Eine Kapitelunterteilung wäre mir lieber gewesen, so habe ich mich einfach nur gewundert. Fazit Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen diskussionswürdigen, nachvollziehbaren Roman über die verletzte Mutterschaft und den Schmerz einer verlorenen Idylle. Das Buch selbst ist ein stilles, möglicherweise nur der Versuch der eigenen Stimme Gehör zu verschaffen, doch es besticht durch seine Aussagekraft und lässt die vielen Grauschattierungen des Lebens deutlich werden, die Machtkämpfe, die Niederlagen aber auch die Gewinne, die Kindererziehung mit sich bringt. Letztlich hat man als Leser das Gefühl, dass es nicht die zerbrochene Partnerschaft ist, die Karen so beschäftigt, sondern, dass es ein eigenes Erwachsenwerden darstellt, dem sie sich nicht entziehen kann und es vielleicht auch nicht sollte. Empfehlenswert für alle Mütter, die sich fragen, wie wichtig ihre Rolle im Leben des Kindes ist und welchen Stellenwert die eigene Gemütsverfassung hat.

Annas Kindheit 2.0

Jenny Vogler am 13.06.2018

„Spiel das Kind, spiel die Mutter. Füll die Charaktere mit Leben. Gib ihnen eine Aufgabe. Führe sie in einen Konflikt, bring sie enger zusammen oder lass eine Spaltung zu, durch den gemeinsamen Feind.“ Inhalt Für Karen ist es eine schwere Zeit, denn als ihre Tochter Anna 3 Jahre alt ist, zerbricht die Beziehung zum Vater des Kindes. Ganz bewusst zieht die junge Frau einen Schlussstrich unter die Partnerschaft, in der es nur noch Konflikte und Streit gab. Das Sorgerecht werden sich die Eltern teilen, zunächst übernimmt Karen den Löwenanteil, in den Jahren darauf, wird sich die Betreuungszeit beim Vater zu gleichen Teilen entwickeln. Doch für Karen ist es eine Zerreißprobe, kann sie sich doch nicht an der „kinderfreien“ Zeit erfreuen, weil sie ihre Tochter vermisst – andererseits ist sie auch nicht immer geistig präsent, wenn Anna bei ihr ist. Ein wahrer Drahtseilakt, bei dem sie sich zunehmend fragt, was eine Mutter zur „guten Mutter“ macht und ob sie ihrer Tochter nicht doch lieber ein Leben in der Einheit einer Kleinfamilie geschenkt hätte. Was für den Vater und die Tochter nicht dramatisch erscheint, wächst sich zu einem Dilemma aus, dem Karen nur Herr werden kann, wenn sie sich fragt, welche Rolle sie selbst als Tochter, Frau und Mutter spielt … Meinung Die norwegische Autorin gewann mit dem vorliegenden Roman den Brage-Preis, den wichtigsten Literaturpreis ihres Landes und setzt sich in diesem kurzen aber intensiven Roman mit einem sehr alltäglichen und doch tabuisiertem Thema auseinander. Es geht um nichts anderes als um die Gefühle einer Mutter, die ihr Kind in die Obhut des Vaters gibt, für den sie selbst nichts mehr empfindet. Das beste daran ist der einfühlsame, offene Ton, den die Ich-Erzählerin anschlägt. Denn einerseits ist es ihr durchaus bewusst, dass die Regelung eine berechtigte ist, dass auch der Vater gemeinsame Zeit mit der Tochter verbringen möchte und doch steckt der Stachel des Neides ziemlich tief in ihrem Herzen. Jede Stunde, jedes Weihnachten, welches Anna getrennt von ihr verbringt, wirft sie in eine Waagschale, die um keinen Preis zu Gunsten des Vaters kippen darf. Und so plagt sie sich mit dem Gedanken, dass Annas Kindheit 2.0 zwar kein Wettbewerb ist, sie ihn aber dennoch gewinnen möchte. Die intensive, emotionale Sicht auf die Dinge, bringt dem Leser die Gefühlswelt der verletzten Mutter sehr nah und man kann sich bestens in ihren Kopf hineinversetzen, selbst wenn man mit der Sachlage nicht vertraut ist, wenn man kein Scheidungskind besitzt. Es sind sehr ehrliche Worte, einfache Konflikte und doch weltbewegende Themen für die Betroffenen. Und obgleich der Bekanntenkreis anscheinend patente Ratschläge und Tipps auf Lager hat, wird man sich schnell bewusst, dass jede Mutter in dieser Situation ein eigenes Konzept finden muss, einen Gedankengang, mit dem sie sich abfinden kann. Sehr positiv beurteile ich die klare, eindeutige Orientierung auf die Kernaussage des Buches, denn Karen flüchtet sich nicht sofort wieder in eine neue Beziehung, sie durchlebt intensiv die Phasen der Trennung und kämpft immer wieder mit den eigenen Ängsten. Ein kleines stilistisches Manko habe ich trotzdem anzumerken, vor allem weil sich mir die Bedeutung davon irgendwie nicht erschließt. Manche Seiten sind komplett bedruckt, manche nur zur Hälfte, andere gar nur mit einem Satz. Ich empfinde das als Verschwendung, sollen die leeren Seiten vielleicht die innere Leere reflektieren? Eine Kapitelunterteilung wäre mir lieber gewesen, so habe ich mich einfach nur gewundert. Fazit Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen diskussionswürdigen, nachvollziehbaren Roman über die verletzte Mutterschaft und den Schmerz einer verlorenen Idylle. Das Buch selbst ist ein stilles, möglicherweise nur der Versuch der eigenen Stimme Gehör zu verschaffen, doch es besticht durch seine Aussagekraft und lässt die vielen Grauschattierungen des Lebens deutlich werden, die Machtkämpfe, die Niederlagen aber auch die Gewinne, die Kindererziehung mit sich bringt. Letztlich hat man als Leser das Gefühl, dass es nicht die zerbrochene Partnerschaft ist, die Karen so beschäftigt, sondern, dass es ein eigenes Erwachsenwerden darstellt, dem sie sich nicht entziehen kann und es vielleicht auch nicht sollte. Empfehlenswert für alle Mütter, die sich fragen, wie wichtig ihre Rolle im Leben des Kindes ist und welchen Stellenwert die eigene Gemütsverfassung hat.

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von Monica Isakstuen

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