Afghanistan

Neuauflage

Jaroslav Poncar

Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
49,80
49,80
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Beschreibung

Ein Jahr lang hat Jaroslav Poncar im Auftrag des Centrums für internationale Migration und Entwicklung, das kulturelle Erbe Afghanistans fotografisch dokumentiert. Dabei hat er das Land aus einer differenzierten Sicht kennengelernt, dessen Bild in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung seit Jahrzehnten von Krieg und Gewalt bestimmt wird. Er hatte die seltene Gelegenheit, trotz der oftmals durch die Sicherheitslage erschwerten Arbeitsbedingungen einen persönlichen Blick auf das Land und seine Kultur werden zu können. Afghanistans herbe Schönheit mit seinen weiten Steppen, majestätischen Bergwelten und rauen Felswüsten kommt dabei ebenso zum Tragen wie Ansichten der wichtigen kulturellen Zentren und das alltäglichen Lebens der Afghanen.

"Das Afghanistan von Jaroslav Poncar ist ein friedvolles und entdeckenswertes, ein überraschendes und ein reiselustmachendes Land - freilich, ohne die gegenwärtige Gefahr zu ignorieren. " (Die Welt)

"Ein opulenter Bildband, der die herbe Schönheit des Landes und das schlichte Leben abseits des Krieges beschreibt." (Stuttgarter Zeitung)

Poncars Bilder zeugen von der spektakulären Schönheit dieser schroffen, geschundenen Region. Eine stille und poetische Reise in ein Land, von dem wir täglich hören, aber kaum etwas wissen." (Stern)

Jaroslav Poncar wurde 1945 in Prag geboren. Heute lebt er in Köln, wo er zwischen 1973 und 2003 als Professor im Fachbereich Fotoingenieurwesen tätig war und im Jahr 2010 am Institut für angewandte Optik und Elektronik emeritiert wurde. Seine zahlreichen fotografisch motivierten Reisen führten ihn meistens in den Himalaja und nach Tibet, nach Zentralasien, Indien und nach Kambodscha. Seit 1976 entwickelte er eine besondere Vorliebe für die Panoramafotografie. Als erster Europäer durchquerte er 1985 Tibet in seiner gesamten Ost-West-Ausdehnung. Im Jahr darauf schloss er sich für längere Zeit tibetischen Nomaden an. 1987 erforschte er zusammen mit einem Filmteam das Quellgebiet der Flüsse Indus, Brahmaputra, Sutlej und Karnali. Publikationen wie Ladakh – Land der Pässe, Tibet – Tor zum Himmel und Alchi-Ladakh’s Hidden Buddhist Sanctuary weisen ihn als gefragten Himalaja-Experten aus. Als Mitglied des German Apsara Conservation Project war er jahrelang im Rahmen des UNESCO-Programms zur Erhaltung von Angkor für die umfassendste Fotodokumentation über Angkor Wat in Kambodscha verantwortlich. Jaroslav Poncars Bücher und Kalender wurden mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 17.08.2016
Verlag Edition Panorama
Seitenzahl 186
Maße (L/B/H) 30,4/24,8/2,7 cm
Gewicht 1488 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89823-544-0

Das meinen unsere Kund*innen

5.0/5.0

1 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

5/5

Das andere Afghanistan

Dr. M. am 04.04.2019

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie sehr unsere Vorstellungen über die Welt von den Massenmedien abhängen, kann man aus diesem Bildband und seinen kurzen, aber lehrreichen Texten lernen. In Afghanistan herrscht seit vielen Jahren Krieg. Was man uns im Fernsehen zeigt, sind Bilder von Straßen, an denen gerade wieder einmal ein ausländisches Militärfahrzeug auseinandergesprengt wurde, die Festungen der Bundeswehr, ankommende Politiker in kleidsamen Schutzwesten, ein paar Straßenszenen und vielleicht einmal die karge Bergwelt, durch die sich deutsche Soldaten mit einem unguten Gefühl bewegen müssen. Davon ist in diesem Buch kaum etwas zu finden. Der Autor erhielt 2010 einen einjährigen Auftrag. Er sollte das kulturelle Erbe Afghanistans fotografisch dokumentieren und dabei auch einheimische Fotografen ausbilden. Man will so etwas kaum glauben: Poncar schreibt, dass es nur in einem Drittel der 34 afghanischen Provinzen tatsächlich Kampfhandlungen gibt, während der Rest davon kaum etwas mitbekommt. Was er im Rahmen seines Auftrages in Afghanistan fotografierte, können wir nun in diesem Bildband bewundern. Panoramabilder haben eine ganz eigene Anziehungskraft. Man sieht auf ihnen das, was man mit eigenen Augen erblicken würde, wenn man am Standort des Fotografen stünde. Normale Fotografien geben dagegen das natürliche Blickfeld nicht wider. Neben eindrucksvollen Bildern aus dem Alltagsleben der Afghanen, findet man eben auch die ungewöhnlichen Panorama-Aufnahmen von Landschaften und großen Gebäudekomplexen, meistens von alten Festungen oder religiösen Bauten. Solche Bilder erstrecken sich dann manchmal über die ganze Buchbreite von knapp 80 cm. Der Band beginnt in der Gegend, in der die Bundeswehr stationiert ist. Angesichts der kargen, fast vegetationslosen Bergwelt kann man nur staunen, dass dort überhaupt Menschen leben. Und selbst wenn man nicht wüsste, dass es in Kabul nicht lustig zugeht, machen die Bilder, die uns hier gezeigt werden, keine Lust auf einen baldigen Besuch. Aber sie sind dennoch eindrucksvoll, weil sie eine andere Perspektive liefern und unser Bild von diesem Land vielleicht verändern oder schärfen. Es verwundert nicht, dass die Afghanen, wie man im Vorwort lesen kann, als hart und unnahbar gelten. Genau diesen Eindruck macht auch die Landschaft. Menschen, Autos, Stoffe und manchmal Häuserfronten bilden die einzigen Farbkleckse, die im Kontrast zum monotonen sandig-graubraunen Grundton der meisten Bilder stehen. Alte Zitadellen oder andere historische Gebäude besitzen eine fremdartige Architektur. Und sie heben sich gewaltig von der Winzigkeit der übrigen Behausungen ab. Bei vielen Ruinen weiß man nicht, ob sie traurige Opfer jüngerer Kampfhandlungen oder des Mahlstroms der Jahrhunderte sind. Einzig die Moscheen strahlen Erhabenheit und Schönheit aus. Poncar ist mit diesem Bildband genau das gelungen, was er am Ende seines Werkes noch einmal unterstreicht, nämlich ein Bild dieses bitterarmen Landes zu zeichnen, das nicht nur mit Kriegen zu tun hat, sondern vor allem mit seinen rauen und kargen Landschaften, den flachen und eintönigen Städten, alten Bauwerken und Teilen von Überresten seiner wechselhaften und harten Geschichte. Man wird dieses Land nach dem Ansehen dieses Bildbandes nicht zu lieben beginnen, aber man bekommt als Europäer einen unvergesslichen Eindruck der Andersartigkeit.

5/5

Das andere Afghanistan

Dr. M. am 04.04.2019
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie sehr unsere Vorstellungen über die Welt von den Massenmedien abhängen, kann man aus diesem Bildband und seinen kurzen, aber lehrreichen Texten lernen. In Afghanistan herrscht seit vielen Jahren Krieg. Was man uns im Fernsehen zeigt, sind Bilder von Straßen, an denen gerade wieder einmal ein ausländisches Militärfahrzeug auseinandergesprengt wurde, die Festungen der Bundeswehr, ankommende Politiker in kleidsamen Schutzwesten, ein paar Straßenszenen und vielleicht einmal die karge Bergwelt, durch die sich deutsche Soldaten mit einem unguten Gefühl bewegen müssen. Davon ist in diesem Buch kaum etwas zu finden. Der Autor erhielt 2010 einen einjährigen Auftrag. Er sollte das kulturelle Erbe Afghanistans fotografisch dokumentieren und dabei auch einheimische Fotografen ausbilden. Man will so etwas kaum glauben: Poncar schreibt, dass es nur in einem Drittel der 34 afghanischen Provinzen tatsächlich Kampfhandlungen gibt, während der Rest davon kaum etwas mitbekommt. Was er im Rahmen seines Auftrages in Afghanistan fotografierte, können wir nun in diesem Bildband bewundern. Panoramabilder haben eine ganz eigene Anziehungskraft. Man sieht auf ihnen das, was man mit eigenen Augen erblicken würde, wenn man am Standort des Fotografen stünde. Normale Fotografien geben dagegen das natürliche Blickfeld nicht wider. Neben eindrucksvollen Bildern aus dem Alltagsleben der Afghanen, findet man eben auch die ungewöhnlichen Panorama-Aufnahmen von Landschaften und großen Gebäudekomplexen, meistens von alten Festungen oder religiösen Bauten. Solche Bilder erstrecken sich dann manchmal über die ganze Buchbreite von knapp 80 cm. Der Band beginnt in der Gegend, in der die Bundeswehr stationiert ist. Angesichts der kargen, fast vegetationslosen Bergwelt kann man nur staunen, dass dort überhaupt Menschen leben. Und selbst wenn man nicht wüsste, dass es in Kabul nicht lustig zugeht, machen die Bilder, die uns hier gezeigt werden, keine Lust auf einen baldigen Besuch. Aber sie sind dennoch eindrucksvoll, weil sie eine andere Perspektive liefern und unser Bild von diesem Land vielleicht verändern oder schärfen. Es verwundert nicht, dass die Afghanen, wie man im Vorwort lesen kann, als hart und unnahbar gelten. Genau diesen Eindruck macht auch die Landschaft. Menschen, Autos, Stoffe und manchmal Häuserfronten bilden die einzigen Farbkleckse, die im Kontrast zum monotonen sandig-graubraunen Grundton der meisten Bilder stehen. Alte Zitadellen oder andere historische Gebäude besitzen eine fremdartige Architektur. Und sie heben sich gewaltig von der Winzigkeit der übrigen Behausungen ab. Bei vielen Ruinen weiß man nicht, ob sie traurige Opfer jüngerer Kampfhandlungen oder des Mahlstroms der Jahrhunderte sind. Einzig die Moscheen strahlen Erhabenheit und Schönheit aus. Poncar ist mit diesem Bildband genau das gelungen, was er am Ende seines Werkes noch einmal unterstreicht, nämlich ein Bild dieses bitterarmen Landes zu zeichnen, das nicht nur mit Kriegen zu tun hat, sondern vor allem mit seinen rauen und kargen Landschaften, den flachen und eintönigen Städten, alten Bauwerken und Teilen von Überresten seiner wechselhaften und harten Geschichte. Man wird dieses Land nach dem Ansehen dieses Bildbandes nicht zu lieben beginnen, aber man bekommt als Europäer einen unvergesslichen Eindruck der Andersartigkeit.

Unsere Kund*innen meinen

Afghanistan

von Jaroslav Poncar

5.0/5.0

1 Bewertungen

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • artikelbild-0