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Band 2

Verdammnis

Die Millennium-Trilogie 2 - Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

38637

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.07.2015

Verlag

Heyne

Seitenzahl

768

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/4,4 cm

Beschreibung

Rezension

"Das Werk des Schweden Stieg Larsson macht süchtig." ("Die Zeit")
"Die Millennium-Trilogie hat die Krimiwelt aus den Angeln gehoben." ("Brigitte")

Details

Verkaufsrang

38637

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.07.2015

Verlag

Heyne

Seitenzahl

768

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/4,4 cm

Gewicht

462 g

Originaltitel

Flickan som lekte med elden (Millennium 2)

Übersetzer

Wibke Kuhn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-43821-7

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Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte

Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 02.03.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein engagierter junger Journalist schreibt ein Buch, in dem er angesehene Männer der schwedischen Gesellschaft an den Pranger stellt: Politiker, Polizisten, Richter, Ärzte... Sie alle haben die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen - allerdings handelt es sich dabei nicht um Frauen, die sich diesen Beruf selbst ausgesucht hätten, sondern um oft minderjährige Mädchen, die von Menschenhändlern verschleppt und zu diesem Leben gezwungen wurden. Er beschreibt eine abgründige, totgeschwiegene Industrie, in der Menschenwürde nichts zählt und (für das richtige Geld) jeder "Kunde" seine Fantasien ausleben kann, so sadistisch, pädophil oder pervers sie auch sein mögen. Offiziell verboten und verteufelt, wird diese Maschinerie oft von genau den Menschen gefördert oder zumindest gedeckt, deren Aufgabe es eigentlich wäre, sie zu zerschlagen. Mikael Blomkvist (bekannt aus dem ersten Band "Verblendung") soll das Buch im Verlag seiner Zeitung "Millennium" herausbringen... Aber bevor es so weit kommt, werden der Journalist und seine Lebensgefährtin tot aufgefunden - und paradoxerweise werden auf der am Tatort gefundenen Waffe die Fingerabdrücke von Lisbeth Salander gefunden, mit der Mikael an seinem letzten Fall zusammengearbeitet hat. Ich fand die Grundidee der Geschichte auf bedrückende Art und Weise sehr spannend. Bedrückend deswegen, weil sie leider so nahe an der Realität ist! Menschenhandel und moderne (Sex-)Sklaverei gibt es auch in den aufgeklärtesten Ländern der Welt. Sehr interessant fand ich auch, wie geschickt der Autor ganz nebenher immer wieder einfließen lässt, dass Frauen auch abseits dieser Extreme immer noch darum kämpfen müssen, respektiert und ernst genommen zu werden. Ob das jetzt die Polizistin ist, die sich mit einem sexistischen Kollegen herumschlagen muss, der scheinbar nicht über Frauen reden kann, ohne sie mit abfälligen Schimpfworten zu bezeichnen, oder die junge Frau, deren Vater ihre ganze Kindheit hindurch die Mutter verprügelt und beschimpft hat, ohne dass das jemals Konsequenzen für ihn gehabt hätte... Also bei aller Spannung ein Buch mit Gesellschaftskritik? Ja, dabei aber keine trockene Abhandlung, sondern ein Krimi voller unerwarteter, origineller Wendungen. Ich habe bewusst "Krimi" gesagt und nicht "Thriller", weil das Buch sich viel Zeit lässt, um die verschiedenen Charaktere, die Grundsituation und die diversen Konflikte vorzustellen. Seitenweise erlebt man als Leser detaillierte Ausschnitte aus dem Alltag der handelnden Personen, von so trivialen Dingen wie Einkaufen oder Kochen bis hin zu versteckten Geheimnissen oder halb verdrängten Traumata. Dementsprechend baut sich die Spannung auch eher gemächlich auf. Allerdings will ich damit überhaupt nicht sagen, dass das Buch langweilig wäre! Tatsächlich habe ich das Buch mit seinen 768 Seiten verschlungen, ohne jemals das Gefühlt zu haben, dass auch nur eine einzige Seite überflüssig ist. (Ich kann es mir selber nicht erklären, aber ich fand sogar eine Schilderung eines ausgedehnten IKEA-Einkaufs unterhaltsam.) Es ist sicher kein Buch für nebenher und zwischendurch, sondern eines, auf dass man sich einlassen und dem man Zeit geben muss, aber dafür bietet es eine wirklich intelligente Spannung und eine einzigartige Atmosphäre. Die Charaktere hatten mir im ersten Band schon ausnehmend gut gefallen, und auch in diesem Band war ich von ihnen sehr beeindruckt! Da ist in meinen Augen keiner dabei, der flach und eindimensional wäre; ich hatte immer den Eindruck, dass sie alle authentische Menschen mit ihren ganz eigenen Hintergrundgeschichten sind. Im Mittelpunkt stehen wieder Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander. An Mikael liebe ich seinen Einfallsreichtum und seinen Mut, aber vor allem seine grenzenlose Loyalität. Er scheut keine Gefahren und keine Mühen, um Lisbeths Unschuld zu beweisen - und das, obwohl sie ihn ohne Begründung komplett aus ihrem Leben gestrichen hat. Dieses Mal erfährt der Leser auch viel mehr über Lisbeth - dieses rätselhafte, antisoziale Genie mit der dunklen Vergangenheit. Ich war immer wieder überrascht, wie sehr ich mit ihr mitfieberte, denn eigentlich macht sie es einem nicht einfach! Sie hat nicht die geringste Ahnung, wie man mit anderen Menschen umgeht, sie ist verschlossen und misstrauisch, oft sogar feindselig und aggressiv... Und trotzdem mochte ich sie. Außerdem wurde mir mit jedem Kapitel klarer, dass sie nur das Produkt einer albtraumhaften Kindheit ist, in der sie vollkommen im Stich gelassen wurde von den Menschen, deren Aufgabe es eigentlich gewesen wäre, sie zu beschützen. Mein einziger Kritikpunkt an Lisbeth wäre, dass sie in vielen Dingen für meinen Geschmack etwas zu perfekt ist. Sie ist eine brilliante Computerhackerin, sie kann schießen und kämpfen (obwohl sie winzig und schmächtig ist), sie löst nebenher mathematische Probleme, über die sich Mathematiker 400 Jahre lang den Kopf zerbrochen haben... Gegen Ende gibt auch es eine Situation, wo ich es dann doch ziemlich unglaubwürdig fand, wie sie für Lisbeth ausgeht! (Mehr kann ich hier noch nicht verraten.) Aber im Großen und Ganzen ist Lisbeth für mich ein unglaublich interessanter, komplexer und spannender Charakter. Der Schreibstil ist für einen Krimi oder Thriller sehr ruhig, mit klar strukturierten Sätzen und meist eher gelassenen Tempo. Aber ich fand ihn dennoch nicht trocken oder langweilig - mir gefiel diese ruhige Klarheit! Fazit: Es geht um Mädchenhandel, sexuelle Gewalt, Sexismus - und die unendliche Bereitschaft der Menschen, wegzuschauen. "Verdammnis" bietet eine intelligente Handlung voller großartiger Wendungen, schwierige, sperrige, wunderbare Charaktere und eine Spannung, die sich zwar langsam aufbaut, mich aber vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Für mich ist das Buch ganz zu Recht ein moderner Klassiker, denn die Geschichte hat etwas Episches an sich, dass ich unwiderstehlich fand.

Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte

Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 02.03.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein engagierter junger Journalist schreibt ein Buch, in dem er angesehene Männer der schwedischen Gesellschaft an den Pranger stellt: Politiker, Polizisten, Richter, Ärzte... Sie alle haben die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen - allerdings handelt es sich dabei nicht um Frauen, die sich diesen Beruf selbst ausgesucht hätten, sondern um oft minderjährige Mädchen, die von Menschenhändlern verschleppt und zu diesem Leben gezwungen wurden. Er beschreibt eine abgründige, totgeschwiegene Industrie, in der Menschenwürde nichts zählt und (für das richtige Geld) jeder "Kunde" seine Fantasien ausleben kann, so sadistisch, pädophil oder pervers sie auch sein mögen. Offiziell verboten und verteufelt, wird diese Maschinerie oft von genau den Menschen gefördert oder zumindest gedeckt, deren Aufgabe es eigentlich wäre, sie zu zerschlagen. Mikael Blomkvist (bekannt aus dem ersten Band "Verblendung") soll das Buch im Verlag seiner Zeitung "Millennium" herausbringen... Aber bevor es so weit kommt, werden der Journalist und seine Lebensgefährtin tot aufgefunden - und paradoxerweise werden auf der am Tatort gefundenen Waffe die Fingerabdrücke von Lisbeth Salander gefunden, mit der Mikael an seinem letzten Fall zusammengearbeitet hat. Ich fand die Grundidee der Geschichte auf bedrückende Art und Weise sehr spannend. Bedrückend deswegen, weil sie leider so nahe an der Realität ist! Menschenhandel und moderne (Sex-)Sklaverei gibt es auch in den aufgeklärtesten Ländern der Welt. Sehr interessant fand ich auch, wie geschickt der Autor ganz nebenher immer wieder einfließen lässt, dass Frauen auch abseits dieser Extreme immer noch darum kämpfen müssen, respektiert und ernst genommen zu werden. Ob das jetzt die Polizistin ist, die sich mit einem sexistischen Kollegen herumschlagen muss, der scheinbar nicht über Frauen reden kann, ohne sie mit abfälligen Schimpfworten zu bezeichnen, oder die junge Frau, deren Vater ihre ganze Kindheit hindurch die Mutter verprügelt und beschimpft hat, ohne dass das jemals Konsequenzen für ihn gehabt hätte... Also bei aller Spannung ein Buch mit Gesellschaftskritik? Ja, dabei aber keine trockene Abhandlung, sondern ein Krimi voller unerwarteter, origineller Wendungen. Ich habe bewusst "Krimi" gesagt und nicht "Thriller", weil das Buch sich viel Zeit lässt, um die verschiedenen Charaktere, die Grundsituation und die diversen Konflikte vorzustellen. Seitenweise erlebt man als Leser detaillierte Ausschnitte aus dem Alltag der handelnden Personen, von so trivialen Dingen wie Einkaufen oder Kochen bis hin zu versteckten Geheimnissen oder halb verdrängten Traumata. Dementsprechend baut sich die Spannung auch eher gemächlich auf. Allerdings will ich damit überhaupt nicht sagen, dass das Buch langweilig wäre! Tatsächlich habe ich das Buch mit seinen 768 Seiten verschlungen, ohne jemals das Gefühlt zu haben, dass auch nur eine einzige Seite überflüssig ist. (Ich kann es mir selber nicht erklären, aber ich fand sogar eine Schilderung eines ausgedehnten IKEA-Einkaufs unterhaltsam.) Es ist sicher kein Buch für nebenher und zwischendurch, sondern eines, auf dass man sich einlassen und dem man Zeit geben muss, aber dafür bietet es eine wirklich intelligente Spannung und eine einzigartige Atmosphäre. Die Charaktere hatten mir im ersten Band schon ausnehmend gut gefallen, und auch in diesem Band war ich von ihnen sehr beeindruckt! Da ist in meinen Augen keiner dabei, der flach und eindimensional wäre; ich hatte immer den Eindruck, dass sie alle authentische Menschen mit ihren ganz eigenen Hintergrundgeschichten sind. Im Mittelpunkt stehen wieder Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander. An Mikael liebe ich seinen Einfallsreichtum und seinen Mut, aber vor allem seine grenzenlose Loyalität. Er scheut keine Gefahren und keine Mühen, um Lisbeths Unschuld zu beweisen - und das, obwohl sie ihn ohne Begründung komplett aus ihrem Leben gestrichen hat. Dieses Mal erfährt der Leser auch viel mehr über Lisbeth - dieses rätselhafte, antisoziale Genie mit der dunklen Vergangenheit. Ich war immer wieder überrascht, wie sehr ich mit ihr mitfieberte, denn eigentlich macht sie es einem nicht einfach! Sie hat nicht die geringste Ahnung, wie man mit anderen Menschen umgeht, sie ist verschlossen und misstrauisch, oft sogar feindselig und aggressiv... Und trotzdem mochte ich sie. Außerdem wurde mir mit jedem Kapitel klarer, dass sie nur das Produkt einer albtraumhaften Kindheit ist, in der sie vollkommen im Stich gelassen wurde von den Menschen, deren Aufgabe es eigentlich gewesen wäre, sie zu beschützen. Mein einziger Kritikpunkt an Lisbeth wäre, dass sie in vielen Dingen für meinen Geschmack etwas zu perfekt ist. Sie ist eine brilliante Computerhackerin, sie kann schießen und kämpfen (obwohl sie winzig und schmächtig ist), sie löst nebenher mathematische Probleme, über die sich Mathematiker 400 Jahre lang den Kopf zerbrochen haben... Gegen Ende gibt auch es eine Situation, wo ich es dann doch ziemlich unglaubwürdig fand, wie sie für Lisbeth ausgeht! (Mehr kann ich hier noch nicht verraten.) Aber im Großen und Ganzen ist Lisbeth für mich ein unglaublich interessanter, komplexer und spannender Charakter. Der Schreibstil ist für einen Krimi oder Thriller sehr ruhig, mit klar strukturierten Sätzen und meist eher gelassenen Tempo. Aber ich fand ihn dennoch nicht trocken oder langweilig - mir gefiel diese ruhige Klarheit! Fazit: Es geht um Mädchenhandel, sexuelle Gewalt, Sexismus - und die unendliche Bereitschaft der Menschen, wegzuschauen. "Verdammnis" bietet eine intelligente Handlung voller großartiger Wendungen, schwierige, sperrige, wunderbare Charaktere und eine Spannung, die sich zwar langsam aufbaut, mich aber vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Für mich ist das Buch ganz zu Recht ein moderner Klassiker, denn die Geschichte hat etwas Episches an sich, dass ich unwiderstehlich fand.

Aeusserst spannend

Bewertung aus Baden-Baden am 23.09.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Der erste Teil des Buches ist zwar gut geschrieben, verliert sich aber oftmals in der Erklärung von Wissensgebieten, welche mit dem Kriminalroman nichts zu tun haben. Da bezeugt der Autor nur die gute Recherchearbeit. Ab der Hälfte wird es dann jedoch spannend und das Lesen des dritten Teils wird zum Muss.

Aeusserst spannend

Bewertung aus Baden-Baden am 23.09.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Der erste Teil des Buches ist zwar gut geschrieben, verliert sich aber oftmals in der Erklärung von Wissensgebieten, welche mit dem Kriminalroman nichts zu tun haben. Da bezeugt der Autor nur die gute Recherchearbeit. Ab der Hälfte wird es dann jedoch spannend und das Lesen des dritten Teils wird zum Muss.

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