Kriegsenkel

Die Erben der vergessenen Generation

Sabine Bode

(8)
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Beschreibung

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Jetzt meldet sich die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort. Ein Buch, das den »Kriegsenkeln« hilft, sich selbst besser zu verstehen. Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstandes aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos? Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihr Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

»... In 14 spannenden Fallbeispielen legt Bode nun dar, wie die Beziehung zu ihren Eltern und das Schweigen über den Krieg diese Generation prägte.«
Emotion, 4/2009

Produktdetails

Verkaufsrang 15134
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 19.11.2019
Verlag Klett Cotta
Seitenzahl 319
Maße (L) 19/11,3/2,5 cm
Gewicht 222 g
Auflage 28. Druckaufl. 2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94808-0

Kundenbewertungen

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8 Bewertungen
Übersicht
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Vielen Dank für dieses Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Inzing am 24.09.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Nach der Lektüre dieses Buches sehe ich mich als Kriegsenkelin in meinen Wahrnehmungen und Gefühlen bestätigt und kann benennen, was - frei nach dem Glaubenssatz „So schlimm ist das alles für mich doch nicht“ - an Puzzleteilen fehlte. Wärmste Leseempfehlung für alle, die nach Antworten suchen.

Ein schweres aber dankbares Erbe
von einer Kundin/einem Kunden aus Steinhausen am 29.11.2019

Spannende und interessante Einzelgeschichten und Erfahrungen, erklären psychologisches Wissen und helfen dem Leser zu begreifen und zu vergleichen

Kriegsenkel
von einer Kundin/einem Kunden aus Markranstädt am 13.02.2017

Das Buch umreisst in mehreren persönlichen Aufsätzen Betroffener das Leben und Leiden der Kriegsenkelgeneration und filtert dabei deren Gemeinsamkeiten heraus. Ich habe mich und meine Familie darin auch wiedergefunden. Dennoch fehlten mir bei der Darstellung mehr konkrete Lösungsansätze, wie mit den hinterlassenen Traumata nun k... Das Buch umreisst in mehreren persönlichen Aufsätzen Betroffener das Leben und Leiden der Kriegsenkelgeneration und filtert dabei deren Gemeinsamkeiten heraus. Ich habe mich und meine Familie darin auch wiedergefunden. Dennoch fehlten mir bei der Darstellung mehr konkrete Lösungsansätze, wie mit den hinterlassenen Traumata nun konstruktiv umgegangen werden kann, damit sie nicht noch eine Generation weiter vererbt werden.


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  • Vorwort und Dank
    1. KAPITEL Gespenster aus der Vergangenheit
    Familienweihnachten als Pflichtveranstaltung
    Klagen über Eltern
    Überdosis NS -Geschichte
    Flüchtlingshintergrund
    Kein Mut zur Familiengründung
    Die Kriegsenkel melden sich zu Wort
    Wie aus Tätern Opfer wurden
    Woher kommt der »Nebel«?
    Eine ostdeutsche Geschichte
    Das Nachbeben
    2. KAPITEL Wem es zu gut geht, den bestraft das Leben
    Ein Seminar für Kinder der Kriegskinder?
    Sein Vater brauchte Dauerstress
    Auf der Suche nachVorbildern
    Woher kam der neurotische Umgang mit Geld?
    Kapitulation kurz vor dem Examen
    Die Mutter gönnte ihm keine Geheimnisse
    Das Massaker von Aussig an der Elbe
    Großvaters »verlorenes Paradies«
    Ich muss keine Frau mehr retten
    3. KAPITEL Die Burgfamilie
    Freundliche und gut erzogene Töchter
    Essstörungen
    Zwei ungleiche Schwestern
    Erfolgreiche Bogenschützin
    Schulversagerinnen
    Mama nahm alles hin
    Dia gnose Bulimie
    Ich bin doch deine Tochter, Mama!
    4. KAPITEL Der lange Weg zur eigenen Identität
    Ein Fest mit Bergmannstradition
    Frisch verliebt
    Du weißt gar nicht, wie gut du es hast
    Als sie ihren fröhlichen Vater verlor
    Ein fürsorglicher Ehemann
    Was ist emotionale Offenheit?
    Ein neues Ziel:Abitur
    Der jugendliche Sohn rastet aus
    Der letzte Schritt in die Freiheit
    5. KAPITEL Die Spätzünderin
    Ein Dauerproblem
    Unsere Beziehung ist grottenschlecht.
    Sie litt unter dem beruflichen Niveau
    Erst Streit - dann drei Tage Schweigen
    Tote Babys am Straßenran
    Verwandte von den Nazis ermordet
    6. KAPITEL Das Böse
    Familienforschung im Fernsehen
    Verletzte Integrität
    Opa war doch ein Nazi
    Vater und Sohn im Dauerstreit
    »Nazis«, » KZ « und » SS « - was ging mich das an?
    Macht über den Vater
    Lehrer in die Enge treiben
    Tränen und Scheidung
    Die Sache mit dem jüdischen Friedhof
    Von Schandtaten wollte ich nichts hören
    Genickschuss!
    Ein einfacher Hilfsarbeiter.
    Amerika - meine Rettung
    Eine neue Familie
    Die große Trauer
    7. KAPITEL Sohn im Schatten
    Marathon auf der Theaterbühne
    Wenn Kinder eine leichte Beute sind Vergewaltigungen
    ... aber meine Seele war gestorben
    Tabu Königsberg
    Die Fassade einer intakten Ehe
    Todesursache unbekannt
    Familie auf dem Prüfstand
    8. KAPITEL Der Wehrlose
    Ein vielseitiger Autor
    Misstrauen und Missgunst
    Ein Versöhnungskind?
    Er war ein Einzelgänger
    Hohe moralische Ansprüche
    Die Konkurrenz der Kranken
    Eine unstillbare Sehnsucht nach Trost
    9. KAPITEL Leben lernen
    Ein empörter Brief
    Mutter war furchtbar verklemmt
    Eine übergroße Bescheidenheit.
    Balkone wie Schießscharten
    Sich mit Geld betäuben
    Wie sich Schatten verflüchtigen
    10. KAPITEL Kinderladen-Kinder
    Ein Rückblick auf 1968 Ungereimtheiten
    Was läuft bei ihr schief? Kinder, die alles dürfen
    Der Wutanfall eines Zwergs
    Adlig und antikapitalistisch
    Die neuen Normen der WG
    Eine Pubertät unter Beobachtung
    Das Amerika-Desaster
    Zwei Jahre ohne Kontakt zur Mutter
    Ich habe meine Kindheit genossen
    Zwei Wunder
    11. KAPITEL Nebel im Kopf
    Im Kinderbett kam die Angst
    Zwangshandlungen
    Neue Eltern braucht das Land!
    Hinter dicken Mauern
    Angst vor dem Atomkrieg
    Schneller, die Russen kommen
    Auch der Vater schien zu pubertieren
    Selbstverletzungen einer Jugendlichen
    Gewaltrausch während einer Therapiestunde
    Folgenreiches Schwarz-Weiß-Muster
    Die Kriegsängste der Mutter geträumt
    12. KAPITEL Grenzen ziehen
    Ein später Vater
    Familienklima: »Eine stillstehende graue Sauce«
    Aufwachsen ohne eigenes Zimmer
    Meditation mit grauweißen Fliesen
    Ein bisschen Punk
    Der Fernseher bleibt an
    Ich bin doch ihr Sohn!
    Vorsicht - heiße Herdplatte!
    Eine Tochter auf Distanz
    Der Vater war noch im Krieg
    Vorurteile ge gen über Polen und Russen
    Alles, was schön und gut ist, wird zerstört
    Ähnlichkeiten mit der eigenen Mutter
    Des lieben Gottes Lieblingskind
    Kein Kontakt mehr zu den Eltern
    Eine typische Suchtfamilie
    Sie wollte die Mutter retten
    Als Säuglinge dressiert wurden
    Das brüllende Kind
    Der Unfall
    13. KAPITEL Als die Hochzeit abgesagt wurde
    Ein beharrliches Paar Sie könnten Geschwister sein
    Ich bin stolz auf meine Eltern
    Neubeginn im Rheinland
    Der Abstieg einer Familie
    Der Vater mied jede Prüfung
    Früh geheiratet, schnell geschieden
    Ankommen ist gefährlich!
    Ein tiefes Gefühl von Verlorenheit
    Großmutter schrieb im Luftschutzkeller
    Was bedeutet das Schweigen in der Familie?
    Forschungsprojekte nach dem 11. September 2001
    Die Tochter durfte nicht studieren
    Eltern im Dauerstreit
    Führen Sie das Leben Ihrer Mutter?
    Das Ultimatum
    Schuldgefühle aushalten
    14. KAPITEL Die Perspektive eines Kriegskindes
    Mutter-Sohn-Beziehung
    Ungewöhnliche Rollenverteilung
    Ihr unverarbeitetes Trauma belastete den Sohn
    Die Wahrnehmung des Anderen anerkennen
    Traumabehandlung mit 15 Jahren Verspätung
    Ungute Fürsorge
    Bücher zum Thema
    Anmerkungen