Die vergessene Generation

Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

Sabine Bode

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Beschreibung


Noch nie hat es in Deutschland eine Generation gegeben, der es so gut ging wie den heute 60- bis 75jährigen. Doch man weiß wenig über sie, man redet nicht über sie - eine unauffällige Generation. Jetzt beginnen sie zu reden, nach langen Jahren des Schweigens.

Die Kriegskindergeneration ist im Ruhestand, die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus. Bei vielen kommen jetzt die Erinnerungen allmählich hervor und mit ihnen auch Ängste, manchmal sogar die unverarbeiteten Kriegserlebnisse. Sie wollen nun über sich selbst nachdenken und sprechen.

Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht von einer »verschwiegenen, unentdeckten Welt«. Mit den Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie.

Ihnen wurde gesagt: »Sei froh, daß du überhaupt überlebt hast. Vergiß alles und schau lieber nach vorne!« Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Diese Erinnerungen haben sie bislang in sich verschlossen gehalten, sie trösteten sich mit der Einstellung: »Andere haben es noch viel schlimmer gehabt als wir.«

So wurde eine ganze Generation geprägt: Man funktionierte, baute auf, fragte wenig, jammerte nie, wollte vom Krieg nichts hören - und man konnte kein Brot wegwerfen.

"... Sabine Bode hat viele von ihnen zum Sprechen gebracht, das ist ein großes Verdienst. Und sie hat Stellen aus der biografischen Literatur und aus Lebensberichten hinzugezogen, die die affektiven Leerstellen bei vielen Kriegskindern mit emotionalem Leben erfüllen. Sie macht zu Recht deutlich, dass das unverarbeitete Leid der ehemaligen Kriegskinder noch eine große gesellschaftliche Aufgabe darstellt, weil mit dem Beginn des Rentenalters die Überdeckung der Traumata durch Beruf und Arbeit endet. ..."
Tilmann Moser, Psychologie heute, 8/2004

"... Sabine Bode hat viele Kriegskinder in ihrem Buch zu Wort kommen lassen. Diese berichten nach häufigem Abwehren ("es ist doch damals allen schlecht gegangen" oder "sie werden mir doch jetzt kein Trauma einreden wollen"), voll Flucht, Verschüttung, Tieffliegern und Bombenhagel ziemlich distanziert und im Nachhinein wenig betroffen. Gleichzeitig aber kann man häufig besondere Unsicherheiten, Krankheiten, Schwankungen in deren Lebensweg beobachten."
Marianne Kerres, Pflegemagazin 4.8.2004

"So gelesen, ist Sabine Bodes Buch ein wichtiges und notwendiges Element im Mosaik der deutschen Geistesverfassung."
Gabriele von Arnim, Die Zeit, Literaturbeilage, 19.5.2004

"... Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete."
Welt am Sonntag, 21.3.2004

"... ein aufschlussreiches und oft anrührendes Buch zum Thema ...
Dass auch die deutsche Zivilbevölkerung unter dem von ihrer Führung begonnenen Krieg gelitten hat, ist zwar schon in den letzten Jahren ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten - vor allem durch die Bücher von Günter Grass und Jörg Friedich -, aber die längerfristigen seelischen Auswirkungen von Bombardierungen und Vertreibung sind bisher kaum erörtert worden. ...
Eine der ersten Publikationen überhaupt zum Thema"
Frank Gerbert, Focus, 1.3.2004

Produktdetails

Verkaufsrang 4106
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 07.11.2012
Verlag Klett Cotta
Seitenzahl 320
Maße (L/B/H) 18,8/11,3/2,5 cm
Gewicht 221 g
Auflage 39. Druckaufl. 2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94797-7

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4.3

10 Bewertungen

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Eine Auflistung von Allgemeinplätzen

Bewertung am 01.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nicht kaufen, der Schreibstil lässt sehr zu wünschen übrig. Einen roten Faden kann ich auch nicht erkennen. Ich hatte mir viel von dem Buch versprochen, leider eine Enttäuscng.

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Bewertung am 01.06.2021
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Nicht kaufen, der Schreibstil lässt sehr zu wünschen übrig. Einen roten Faden kann ich auch nicht erkennen. Ich hatte mir viel von dem Buch versprochen, leider eine Enttäuscng.

Sehr späte Aufarbeitung

Werner Jaroschek aus Duisburg am 02.04.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sehr späte Aufarbeitung Bei Katastrophen wird heute sofort gefragt, wie es mit der psychologischen Betreuung der Opfer aussah, ob Notfallseelsorger anwesend waren. Erstaunlich, dass die entsetzlichen Belastungen der Menschen, die den Krieg erlebt hatten, offenbar nie ein Thema waren. Wir wissen, wie wichtig und prägend für die Entwicklung die ersten drei bis sechs Lebensjahre sind. Welche Auswirkungen Krieg, Bombenangriffe, Vertreibung, das Miterleben entsetzlichen Leids auf das Leben der zwischen 1930 und 1945 geborenen Kinder hatte, darüber wurde hinweggegangen. Dieses Thema aufgegriffen zu haben, ist das Verdienst von Frau Bode.. Was Menschen bei Bombenangriffen erlitten, ist für Nachgeborene kaum begreifbar. Hätte sich Frau Bode begnügt, Schicksale zu erzählen, Verständnis für nachwirkende Traumata zu erwecken, wäre ihr Buch nur zu loben. Leider versucht sie auch, tiefenpsychologische Erkenntnisse zu vermitteln, und da fehlt ihr die nötige Kompetenz, da werden ihre Aussagen zu verallgemeinernd. Ganz verfehlt sind ihre Aussagen, sobald sie politisch wird. Hier merkt man, dass auch ihr letztlich die gesamte NS-Zeit unverständlich bleibt, dass sie an Klischees haftet. Sicher gibt es viele Menschen dieser furchtbaren Vergangenheit, die am liebsten über alles schwiegen. Aber mir selbst wurden von Nachgeborenen nie Fragen gestellt, und vielen meiner Bekannten ging es tatsächlich genauso. Man hatte höchstens am anekdotischen Interesse, dazu ist das Thema aber zu ernst, um nur zur Unterhaltung zu dienen. Frau Bode hat recht, wenn sie eine Verbindung sieht zwischen dem Protest der Halbstarken und später der 68er und der ‚Nazi-Vergangenheit‘ der Elterngeneration. Sie zitiert eine Umfrage, nach der 25% der Bevölkerung Verfolgten geholfen haben wollen, 13% sogar Widerstand geleistet hätten und nur 3% Antisemiten waren. Offensichtlich bezweifelt sie diese Selbstaussagen. Leider hat man nach dem Krieg versäumt, mit dem recht zuverlässigen Mittel der Meinungsumfrage zu klären, wie viel Prozent der Bevölkerung bei absolut freien Wahlen Hitler 1938 noch gewählt hätten. Vergessen wir nicht, bei den absolut vorletzten freien Wahlen am 31.07.1932 erhielt die NSDAP ihr höchstes Ergebnis mit 37,4%, und das ganz offensichtlich als Auswirkung der Weltwirtschaftskrise. Schon 4 Monate später hatte Hitler schon wieder 2 Millionen Wähler verloren. Und warum gegenüber Walser ausgesagt wird, er habe sich zwar mit Auschwitz und der Massenvernichtung auseinandergesetzt, aber ‚offensichtlich so, dass das innerlich völlig an ihm vorbeigegangen sei.‘, ist eine überflüssige, nicht beweisbare Herabsetzung. (S.277) Letztlich trifft wohl auf die Kriegsgeneration das zu, was bei den Opfern von Mogadischu festgestellt wurde. 25% haben ihr Trauma verarbeitet, 50% leiden an posttraumatischen Störungen, 25% sind schwer geschädigt. Deren Schicksal zur Sprache gebracht zu haben, ist das Verdienst von Frau Bode.

Sehr späte Aufarbeitung

Werner Jaroschek aus Duisburg am 02.04.2021
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Sehr späte Aufarbeitung Bei Katastrophen wird heute sofort gefragt, wie es mit der psychologischen Betreuung der Opfer aussah, ob Notfallseelsorger anwesend waren. Erstaunlich, dass die entsetzlichen Belastungen der Menschen, die den Krieg erlebt hatten, offenbar nie ein Thema waren. Wir wissen, wie wichtig und prägend für die Entwicklung die ersten drei bis sechs Lebensjahre sind. Welche Auswirkungen Krieg, Bombenangriffe, Vertreibung, das Miterleben entsetzlichen Leids auf das Leben der zwischen 1930 und 1945 geborenen Kinder hatte, darüber wurde hinweggegangen. Dieses Thema aufgegriffen zu haben, ist das Verdienst von Frau Bode.. Was Menschen bei Bombenangriffen erlitten, ist für Nachgeborene kaum begreifbar. Hätte sich Frau Bode begnügt, Schicksale zu erzählen, Verständnis für nachwirkende Traumata zu erwecken, wäre ihr Buch nur zu loben. Leider versucht sie auch, tiefenpsychologische Erkenntnisse zu vermitteln, und da fehlt ihr die nötige Kompetenz, da werden ihre Aussagen zu verallgemeinernd. Ganz verfehlt sind ihre Aussagen, sobald sie politisch wird. Hier merkt man, dass auch ihr letztlich die gesamte NS-Zeit unverständlich bleibt, dass sie an Klischees haftet. Sicher gibt es viele Menschen dieser furchtbaren Vergangenheit, die am liebsten über alles schwiegen. Aber mir selbst wurden von Nachgeborenen nie Fragen gestellt, und vielen meiner Bekannten ging es tatsächlich genauso. Man hatte höchstens am anekdotischen Interesse, dazu ist das Thema aber zu ernst, um nur zur Unterhaltung zu dienen. Frau Bode hat recht, wenn sie eine Verbindung sieht zwischen dem Protest der Halbstarken und später der 68er und der ‚Nazi-Vergangenheit‘ der Elterngeneration. Sie zitiert eine Umfrage, nach der 25% der Bevölkerung Verfolgten geholfen haben wollen, 13% sogar Widerstand geleistet hätten und nur 3% Antisemiten waren. Offensichtlich bezweifelt sie diese Selbstaussagen. Leider hat man nach dem Krieg versäumt, mit dem recht zuverlässigen Mittel der Meinungsumfrage zu klären, wie viel Prozent der Bevölkerung bei absolut freien Wahlen Hitler 1938 noch gewählt hätten. Vergessen wir nicht, bei den absolut vorletzten freien Wahlen am 31.07.1932 erhielt die NSDAP ihr höchstes Ergebnis mit 37,4%, und das ganz offensichtlich als Auswirkung der Weltwirtschaftskrise. Schon 4 Monate später hatte Hitler schon wieder 2 Millionen Wähler verloren. Und warum gegenüber Walser ausgesagt wird, er habe sich zwar mit Auschwitz und der Massenvernichtung auseinandergesetzt, aber ‚offensichtlich so, dass das innerlich völlig an ihm vorbeigegangen sei.‘, ist eine überflüssige, nicht beweisbare Herabsetzung. (S.277) Letztlich trifft wohl auf die Kriegsgeneration das zu, was bei den Opfern von Mogadischu festgestellt wurde. 25% haben ihr Trauma verarbeitet, 50% leiden an posttraumatischen Störungen, 25% sind schwer geschädigt. Deren Schicksal zur Sprache gebracht zu haben, ist das Verdienst von Frau Bode.

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