• Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd

Tannöd

Film (Blu-ray)

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Weitere Formate

Artikel liefern lassen

Beschreibung

Auf einem abgelegenen Bauernhof wurde die Familie Danner samt Kindern und Magd mit einer Spitzhacke erschlagen. Den Mörder hat man nicht gefunden. Bei den Menschen des Dorfes war die Familie schlecht angesehen, mutmaßte man doch, dass die beiden Kinder der Tochter des geizigen Familienpatriarchen von ihm selbst stammten. Zwei Jahre nach dem spektakulären, immer noch unaufgeklärten Fall kommt eine junge Frau zurück in den Ort und stellt Nachforschungen an.

Julia Jentsch wurde am 20. Feburar 1978 in Berlin-Charlottenburg geboren. Nach ihrem Abitur besuchte sie die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Neben Auftritten auf der Theaterbühne, für die sie unter anderem den Max-Reinhardt-Preis (2000) und den Preis der Zeitschrift "Theater heute" als beste Nachwuchsschauspielerin erhielt (2002), überzeugte sie seit 1999 auch im Fernsehen und Kino - unter anderem 2002 im Psychodrama "Bloch: Tausendschönchen", 2004 in "Der Untergang" und "Die fetten Jahre sind vorbei" sowie 2005 als Sophie Scholl in "Sophie Scholl - Die letzten Tage". Für diese Rolle erhielt sie den silbernen Bären der Berlinale und den deutschen und europäischen Preis als beste Schauspielerin.

Das Bild (2,35:1) weist eine gute Schärfe auf, die jedoch noch besser sein könnte. Helle Szenen wirken besser als dunkle Szenen, die dann einen Tick weicher aussehen. Der Kontrast wurde ebenfalls ein wenig bearbeitet und so neigen helle Flächen zum leichten überstrahlen, während in dunklen Szenen schon mal Details verschluckt werden. Dies sollte man aber wohl als gewolltes Stilmittel annehmen. Der Schwarzwert könnte aber besser sein, wirkt er doch manchmal zu grau. Die Farben wurden nachbearbeitet und haben einen, in der Regel, entsättigten Ton. Es gibt aber auch wärmere Momente. Die Rückblenden sind darüber hinaus gänzlich in einem grünlichen-blauen Ton gehalten, was dem ganzen Film einen düsteren, kalten Look verleiht. Es gibt ein leichtes Bildrauschen, das je nach Szene mal mehr und mal weniger ins Auge sticht. Die Kompression könnte auch ein bisschen besser sein, kann man doch wiederholt leichte Unruhen durch Blockbildung in homogenen Flächen erkennen.

Die Extras bestehen aus einem langweiligen Blick hinter die Kulissen (ca. 4 min), mit unkommentierten Szenen von den Dreharbeiten, fünf belanglosen Interviews (ca. 13 min), der Featurette Filmhund „Colt“ bei den Dreharbeiten (ca. 3 min) sowie Darstellerinfos. Hinter dem Punkt Monica Bleibtreu ist \"Traudl Krieger\" (ca. 1 min), verbirgt sich eine Aneinanderreihung von Bildern von der Schauspielerin Monica Bleibtreu, der Mutter von Moritz Bleibtreu, die kurz nach den Dreharbeiten verstarb. Insgesamt hält sich das Bonusmaterial in Sachen Qualität und Quantität also stark in Grenzen.

Deutsch: DTS HD HR 5.1
Audiodeskription für Sehbehinderte: Dolby Digital 2.0 Surround

Der deutsche Ton liegt zwar in DTS HD High Resolution 5.1 vor, nutzt aber seine potentielle Klasse nie aus. Die ganze Abmischung ist absolut frontlastig geraten, da nicht einmal Umgebungsgeräusche oder die Musik sonderlich laut aus den hinteren Boxen kommen. Alles was von vorne kommt ist zwar sauber, klar und verständlich, aber es fehlt einfach eine räumliche Kulisse, die sehr wohl herzustellen gewesen wäre. Dies hätte auch der Atmosphäre zugute kommen können. Es gibt optionale deutsche Untertitel und die Blu-ray enthält eine optionale Hörfilmfassung des Films für Blinde.

TANNÖD (D, 2009) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andrea Maria Schenkel, der sich an den wahren Kriminalfall anlehnt, der 1922 in Oberbayern geschah. In der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 wurden auf dem abgelegenen Hof Hinterkaifeck sechs Menschen, eine ganze Familie inklusive Kindern und Magd, auf brutalste Weise mit einer Spitzhacke ermordet. Der Mord und die Hintergründe wurden nie aufgeklärt und sorgen bis heute für Interesse an diesem mysteriösen Fall. Bereits Esther Gronenborns Film HINTER KAIFECK beschäftigte sich mit diesem Ereignis. Nun also auch TANNÖD, der die Vorgänge in die 1950er Jahre verlegte.

Die Regisseurin Bettina Oberli und ihre Drehbuchautorin Petra Lüschw bedienten sich dabei recht frei bei der Vorlage und schufen eine eigene Interpretation der Dinge. Einiges wurde vom Buch übernommen, anderes verändert. Doch so oder so, das ist eigentlich egal, denn das Endergebnis ist nicht wirklich überzeugend. Zwar sind die Themen wie Lügen, Inzest, Intrigen, Hass, Schweigen, Verdrängung, Schuld und Neid im Mikrokosmos Dorf nicht ganz uninteressant, aber so wie sie hier präsentiert werden, hat man das alles schon x-fach gesehen. Fromme, erzkatholische, aber heuchlerische und bigotte Hinterwäldler wohin das Auge blickt. Nichts und niemand wird hier wirklich sympathisch gezeichnet. Selten zuvor sah die dörfliche Provinz so hässlich und fremdenfeindlich aus. Man kann sich schlecht mit diesen seltsamen Figuren identifizieren. Man bleibt stets auf Distanz und die Vorgänge sind einem egal. Gerade die wichtige Hauptfigur der Kathrin, gespielt von Julia Jentsch, ist den ganzen Film über passiv. Überhaupt bleibt der Charakter merkwürdig blass. Der Umstand, dass auch sie schicksalhaft mit den Ereignissen verbunden ist, überrascht dabei kaum und wirkt aufgesetzt.

Der Film verfügt über eine düstere Grundstimmung und einige wenige gelungene, atmosphärische Bilder. Die Freigabe FSK 12 erstaunt dabei. Zwar sind die Morde mit der Spitzhacke zurückhaltend inszeniert worden, aber sie haben es trotzdem in sich. Andere Vertreter wurden und werden da wesentlich strenger begutachtet. Auch warum der Film von Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat „besonders wertvoll“ bekam, bleibt ein Rätsel (na ja, immerhin bekam auch RAMBO III seinerzeit das Prädikat „wertvoll“!).

TANNÖD ist natürlich kein simpler Krimi, denn der Mord ist nur der Aufhänger für einen Blick in den provinziellen Abgrund. Doch so sehr man sich auch bemühte, leider reichte es nur zu einem recht langsamen und somit drögen Stück Film ohne Mehrwert. Man war um Anspruch bemüht und bekam Langeweile.

Details

Medium

Blu-ray

Anzahl

1

FSK

Freigegeben ab 12 Jahren

Studio

Constantin Film AG

Genre

Drama

Spieldauer

92 Minuten

Originaltitel

TANNÖD

Sprache

Deutsch

Beschreibung

Details

Medium

Blu-ray

Anzahl

1

FSK

Freigegeben ab 12 Jahren

Studio

Constantin Film AG

Genre

Drama

Spieldauer

92 Minuten

Originaltitel

TANNÖD

Sprache

Deutsch

Tonformat

Deutsch: DTS HD 5.1

Bildformat

HD, Widescreen (2,35:1)

Regisseur

Bettina Oberli

Komponist

Johan Söderqvist

Erscheinungsdatum

24.06.2010

Produktionsjahr

2009

EAN

4011976316084

Das meinen unsere Kund*innen

5.0

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Gut

Bewertung aus Kronach am 17.04.2015

Bewertet: Film (DVD)

Wir haben in der Schule das Buch dazu gelesen es war wirklich gut. Nicht so wie die meisten langweiligen Schullektüren. Der Film is auch sehr gut gelungen aber auch traurig... Vor allem wenn man bedenkt dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht.

Gut

Bewertung aus Kronach am 17.04.2015
Bewertet: Film (DVD)

Wir haben in der Schule das Buch dazu gelesen es war wirklich gut. Nicht so wie die meisten langweiligen Schullektüren. Der Film is auch sehr gut gelungen aber auch traurig... Vor allem wenn man bedenkt dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht.

Unsere Kund*innen meinen

Tannöd

5.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd
  • Tannöd