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Nachsommer

Roman

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gebundene Ausgabe
Zeitlebens hat Olof im Schatten seines selbstbewussten Bruders Carl gestanden. Carl war der Liebling der Mutter, der allerdings in Ungnade fiel, als er mit seiner Frau Klara (mit der Olof seine eigene Geschichte hat) und den beiden Söhnen aus Karrieregründen in die USA auswanderte. Viele Jahre später nun treffen die ungleichen Brüder am Sterbebett der Mutter wieder aufeinander, in ihrem Landhaus in den südfinnischen Schären – und mit ihnen ihre Familien, alte Rivalitäten und Träume, Fehler und Versäumnisse. Es dauert nicht lange, bis der Frieden des Spätsommers, der über der Insel liegt, brüchig wird. Gerade noch rechtzeitig erkennt Olof, dass der Moment gekommen ist, um aus dem Schatten seines Bruders herauszutreten.
Portrait
Johan Bargum, geboren 1943 in Helsinki, lebt in Espoo und gilt als einer der prominentesten finnlandschwedischen Autoren. Er veröffentlichte mehrere Romane, Erzählungen, Drehbücher, Hörspiele und zahlreiche Theaterstücke, die weltweit aufgeführt werden. Im mareverlag erschien 2014 seine »Septembernovelle«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 13.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-260-9
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 21,2/13,4/1,8 cm
Gewicht 261 g
Originaltitel Sensommar
Auflage 2
Übersetzer Karl-Ludwig Wetzig
Buch (gebundene Ausgabe)
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Bruderliebe
von Kaffeeelse am 27.02.2018

Ein kleiner, dünner Roman über eine Familie, über das Versterben der Mutter, den Brüderkampf der beiden Söhne, über den Stand des zweiten Mannes der Mutter in der Familie, bei seinen Stiefsöhnen. Ein kleiner, dünner Roman mit ganz viel Inhalt. Ein echt lesenswertes Buch, was für ganz viel Emotionen sorgt, einen langen Nachhall h... Ein kleiner, dünner Roman über eine Familie, über das Versterben der Mutter, den Brüderkampf der beiden Söhne, über den Stand des zweiten Mannes der Mutter in der Familie, bei seinen Stiefsöhnen. Ein kleiner, dünner Roman mit ganz viel Inhalt. Ein echt lesenswertes Buch, was für ganz viel Emotionen sorgt, einen langen Nachhall hat, was absolut zu empfehlen ist. Der Autor schreibt sehr einfach, in kurzen Kapiteln, mit einfachen Wörtern. Aber er dringt zum Leser durch, erzeugt eine starke Spannung. Das Buch befasst sich mit einer schwedischen Familie in Finnland, um das Beziehungsgeflecht in dieser. Es geht um das Versterben der Mutter Gertrud an Krebs, aber auch um ihr Verhältnis zu ihren Kindern/Söhnen. Das Verhältnis der beiden Brüder Olof und Carl untereinander wird zum Thema gemacht, der Konflikt zwischen beiden, Olof der ältere hat Angst vor seinem jüngeren Bruder, Carl der jüngere Bruder weiß das und genießt das. Carl ist vor einiger Zeit wegen eines Jobs von Finnland in die USA nach San Francisco ausgewandert. Und auch hier kommen die Meinungen der anderen Familienmitglieder dazu zur Geltung. Die Stellung der Brüder zur Mutter und die Situation der Brüder zum/beim Versterben der Mutter wird ebenso thematisiert. Der Tod des Vaters in der Vergangenheit und die Reaktionen der Familie damals werden reflektiert. Und Tom, der neue Mann der Mutter und seine Stellung in der Familie kommt zur Sprache. Es geht vor allem um Nichtgesagtes, um Unausgesprochenes in der Familie. Durch den nahenden Tod der Mutter versammeln sich alle in einem Haus, dem Ferienhaus auf Vidarnäs, einer Schäre im Gürtel von Sibbo(Sipoo) und in dieser erzwungenen Nähe kommt so manches zum Vorschein, was lange Zeit irgendwo begraben war. Tolles Buch !

Nachsommer – klein und fein
von Sikal am 25.02.2018

Schauplatz der Geschichte ist ein Sommerhaus in den Schären. Die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl treffen nach Jahren wieder zusammen, als die Mutter der beiden im Sterben liegt. Die Beziehung der beiden Brüder ist mehr als angespannt, bereits als Kinder und später als Jugendliche waren sie nicht die besten Freunde. Versch... Schauplatz der Geschichte ist ein Sommerhaus in den Schären. Die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl treffen nach Jahren wieder zusammen, als die Mutter der beiden im Sterben liegt. Die Beziehung der beiden Brüder ist mehr als angespannt, bereits als Kinder und später als Jugendliche waren sie nicht die besten Freunde. Verschärft wurde das Ganze noch, da die Mutter den jüngeren Carl bevorzugte – dieser sah anfangs seine Chance gekommen und nutzte dies auch aus. Doch mit der Bevorzugung kamen auch Bevormundung, Einengung und Bedrängung. Carls Entscheidung, sein Leben selbst in die Hand nehmen zu wollen und eine große Distanz zwischen ihm und seiner Mutter zu schaffen, verzieh ihm die Mutter nie. Diese und andere Details der Geschichte erfährt man nach und nach – sei es in Gedanken oder in Briefen oder auch in so manchen Gesprächen zwischen den Protagonisten (wobei es zu einem klärenden Gespräch zwischen Olof und Carl letztendlich nicht kommt). Einiges wird geklärt, einiges bleibt bis zuletzt offen und lässt so manchen Interpretationsspielraum zu. Der finnlandschwedische Autor Johan Bargum schreibt in sehr gehaltvollen Sätzen, klar und einfach und doch so aussagekräftig. Er schafft es, dass zwischen den Zeilen Dinge hervorkommen, die ganz logisch erscheinen. Seine oftmals poetische Sprache macht das Lesen zu einem wahren Genuss und man möchte nicht, dass dieses Buch endet. Ich finde, das Buch übt einen besonderen Reiz aus, hallt nach dem Lesen noch lange nach und ich ertappe mich, dass ich immer wieder durch das Buch blättere, um den ein oder anderen Absatz noch einmal zu genießen.

Beeindruckende Familiengeschichte
von solveig am 15.02.2018

Ein schlichter Titel, ein schlichtes Buchcover - nichts lässt erahnen, welch eine dramatische Familiengeschichte sich dahinter verbirgt! Die Brüder Olof und Carl, rein äußerlich und auch charakterlich grundverschieden, sehen sich nach vielen Jahren der Trennung erst am Bett der todkranken Mutter wieder. Verdrängte Erinnerunge... Ein schlichter Titel, ein schlichtes Buchcover - nichts lässt erahnen, welch eine dramatische Familiengeschichte sich dahinter verbirgt! Die Brüder Olof und Carl, rein äußerlich und auch charakterlich grundverschieden, sehen sich nach vielen Jahren der Trennung erst am Bett der todkranken Mutter wieder. Verdrängte Erinnerungen kommen an die Oberfläche und altes Konkurrenzdenken bricht zwischen den Geschwistern wieder auf. Während Carl sein Leben erfolgreich meistert, hadert Olof mit vertanen Chancen. In sachlichem Ton und knappen Sätzen schildert Johan Bargum in der Rolle seines Alter Ego Olof eindrucksvoll die aufgeladene Atmosphäre im Elternhaus der Brüder. Überzeugend veranschaulicht er die Melancholie, die nicht nur über diesem Spätsommer schwebt, sondern auch Olofs Gemüt verdüstert. Erinnerungen und Ereignisse bleiben vage; Bargum macht Andeutungen und überlässt es dem Leser, seine Schlüsse zu ziehen. Mit dem Satz „Weiß man eigentlich jemals, was vor sich geht?“ beginnt Bargum/Olof seinen Roman. Diese Frage stellt sich der Leser während der Lektüre immer wieder, und sie lässt ihn auch später nicht los. Ob Olof es schafft, „sich noch einmal an die Startlinie zu stellen“ , einen Neuanfang zu wagen? Eine dicht und eng gewobene Erzählung über das komplizierte Geflecht familiärer Beziehungen und seine weitreichenden Folgen, geschrieben von einem der renommiertesten finnland-schwedischen Schriftsteller!

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