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Der Kuss

Der Regisseur Band 2

Eigentlich geht es in diesem Roman ums Zurechtkommen mit dem Älterwerden. Oder um das Nichtzurechtkommen, besser gesagt. Der eitle Regisseur Angelotti flieht in wilde sexuelle Eskapaden, die - je älter er wird - immer absurdere Formen annehmen. Von diesen Eskapaden erzählt er einer jungen Freundin in seinen Briefen. Die Freundin liest nun Angelottis Briefe erneut im hohen Alter. Sie lebt alleine, schafft kaum mehr ihren Haushalt und tröstet sich mit dem Lesen dieser alten Briefe (und dem Fernsehen). In ihrer Wohnung, die sie kaum mehr verlassen kann, gibt es sonst nichts Lebendiges. In den Briefen erfahren wir, auch Angelotti kämpft mit dem Alter. Neben den banalen äußeren Anzeichen beschreibt er die viel heimtückischeren, inneren Signale, den negativen Umschwung der Grundstimmung, die zunehmende Ängstlichkeit, das abnehmende Selbstvertrauen, die wachsende Sentimentalität, seine stärkere Zärtlichkeitssucht und zugleich seine wachsende Toleranz für Gewalt, besonders seiner eigenen Person gegenüber: Seit ihm das Leben immer mehr Misserfolge bereitet, findet er zuweilen nur noch in Körperqualen Erleichterung. "Sollte meine Potenz so nachlassen, dass mein Glied überhaupt nicht mehr steif wird, töte ich mich," schreibt er seiner Brief-Freundin. Angelotti tat immer, was er wollte, überschritt alle Grenzen. Sein Leben war eine Bühne. Schafft er es, auch seinen Abgang lustvoll zu gestalten? Die Alte nimmt fraglos hin, wie ihr Leben immer öder wird. Was sagen ihr jetzt noch die amoralischen Briefe Angelottis, die ein "Viva la libertà" eines modernen Don Giovanni herausschreien? Auch sie denkt an ihren Tod. Schwingt sie sich so spät noch zu einer letzten freien Entscheidung auf? Der Protagonist, der römische Regisseur Angelotti, ist auch Protagonist in meinem Roman "Der Regisseur": Dort war er jung. Jetzt ist er alt. Und das Alter wird für diesen modernen Don Giovanni eine Herausforderung, die es mit einem Höllenfeuer auf sich nehmen kann. Der Ort, an dem die Geschichte spielt, ist Rom. Sie könnte aber überall spielen. Im Alter spielt der Ort nur noch eine geringe Rolle. Reduziert sich häufig in tragischer Weise auf vier Wände.
Portrait
Natascha Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt. Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 180 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.01.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783739478586
Verlag Via tolino media
Dateigröße 113 KB
Verkaufsrang 28300
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Kundenbewertungen

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tiefgründige Gedanken zum Älterwerden
von Claudia R. aus Berlin am 03.02.2020

Klappentext: Bring ich mich einfach um, wenn mein Leben im Alter scheitert? Neunzig Jahre alt ist die Dame, die allein in ihrer Wohnung lebt und außer dem Fernseher keinen Freund mehr hat. Sie blättert in alten Briefen, die ihr früherer Bekannter, der berühmte Regisseur Angelotti ihr schrieb - Briefe, in denen er ihr wie eine... Klappentext: Bring ich mich einfach um, wenn mein Leben im Alter scheitert? Neunzig Jahre alt ist die Dame, die allein in ihrer Wohnung lebt und außer dem Fernseher keinen Freund mehr hat. Sie blättert in alten Briefen, die ihr früherer Bekannter, der berühmte Regisseur Angelotti ihr schrieb - Briefe, in denen er ihr wie einer guten Freundin von seinen Eskapaden berichtet, mit denen er sich selbst wieder und wieder das pralle Leben beweisen will. Während die Frau zusehends altert und kaum noch ihren Haushalt schafft, scheinen Angelottis Briefe direkt aus der Hölle zu kommen. Cover: Das Cover wirkt sehr düster und weckt die Neugier. Einzig der rote Kussmund ist herausstechend. Man erkennt die Umrisse eines weiblichen Gesichts, mit einer Hand vor den Augen. Der sinnliche Mund mit den roten Lippen sticht hervor. Auch die Schrift des Titels wurde in rot gewählt. Meinung: Die ist die Fortsetzung des Vorgängerbandes "Der Regisseur", aber auch ohne den Vorgänger zu kennen bzw. gelesen zu haben, kann man dieses Buch "der Kuss" lesen. Es ist unabhängig voneinander. Dies ist keine ganz einfache Kost und ein außergewöhnliches Buch, was man kaum in ein gewisses Genre packen kann. Es ist einzigartig für sich, da es kein klassischer Krimi oder Thriller im eigentlichen Sinne ist. Es besticht durch die leisen Töne zwischen den Zeilen, die einen gewissen Nervenkitzel erzeugen und damit auch den Leser fesseln. Die Protagonisten werden sehr gut gezeichnet. Die alte Dame kommt sehr authentisch rüber, so kann man sich, sie und ihre Gefühle und Handlungen sehr gut vorstellen. Während sie, geprägt durchs Alter, dennoch sehr sympathisch scheint, kommt der Regisseur eher machtsüchtig, egoistisch und abstoßend rüber. Sehr gut hat mir das Einflechten der Briefe gefallen. Dies hat eine gewisse Spannung aufgebaut. Mir hat der Schreibstil und die Erzählweise sehr gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft, mich mit zu nehmen und zum Nachdenken anzuregen. Das Buch gibt Anstöße über das Leben und das Älterwerden nachzudenken. Erschreckend, emotional, authentisch und bewegend zeigt es die Seiten des Alters auf. Emotional und bewegend packt es den Leser. Dieses Werk ist sehr tiefgründig und verlangt dem Leser sehr viel ab. Es ist keine leichte Kost und schwingt noch lange nach. Mich hat dieses Buch gepackt und teils sehr nachdenklich zurück gelassen. Kein einfaches Werk, was es in sich hat und sehr tiefgründig ist. Fazit: Dieses Werk ist sehr tiefgründig und verlangt dem Leser sehr viel ab. Es ist keine leichte Kost und schwingt noch lange nach.

Hat mich nachdenklich zurückgelassen
von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2020

Bei „ Der Kuss“ von Olivia Kleinknecht handelt es sich um einen Roman. Bring ich mich einfach um , wenn mein Leben im Alter scheitert? Sie ist neunzig Jahre alt, lebt allein in ihrer Wohnung und außer dem Fernseher hat sie keinen Freund mehr. Sie blättert in ihren alten Briefen, die sie von ihrem alten Bekannten, dem berühmt... Bei „ Der Kuss“ von Olivia Kleinknecht handelt es sich um einen Roman. Bring ich mich einfach um , wenn mein Leben im Alter scheitert? Sie ist neunzig Jahre alt, lebt allein in ihrer Wohnung und außer dem Fernseher hat sie keinen Freund mehr. Sie blättert in ihren alten Briefen, die sie von ihrem alten Bekannten, dem berühmten Regisseur Angelotti bekommen hat. In diesen schreibt er von seinen Eskapaden, mit denen er sich selbst wieder und wieder das pralle Leben beweisen will. Während die Dame altert, kaum noch den Haushalt schafft, scheinen Angelottis Briefe direkt aus der Hölle zu kommen. Hier handelt es sich um die Fortsetzung von „ Der Regisseur“. Ich empfehle zuerst den Regisseur zu lesen und dann dieses Buch. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen. Durch die knackige, auf den den Punkt gebrachte Sätze lässt sich dieser Roman sehr flüssig lesen. Jede Seite ist sehr interessant, lesenswert und wichtig. Einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da ich sehr neugierig darauf war, wie es mit der alten Dame und dem Regisseur weitergeht. Dieser Roman hat mich sehr nachdenklich gemacht. Er ist keine leicht Kost. Hier geht es vor allem um die alte Dame. Ihren Charakter hat die Autorin sehr gut beschrieben, sodass ich oft entsetzt zurückblieb und mir immer wieder der Spruch durch mein Gehirn geisterte: Altwerden ist nichts für Feiglinge. Der Regisseur wird auch hier wieder sehr gut beschrieben. Einst ein abstoßender, machtsüchtiger und egoistischer Mensch und im alter ein gebrechlicher Mann..... Ich empfehle dieses Buch weiter.

Der Kuss
von einer Kundin/einem Kunden aus Wertingen am 10.01.2020

Ein Buch, das erschreckend ist und einem Angst macht, alt zu werden. Dieses Buch ist die Fortsetzung des Regisseurs. Eine 90jährige Frau lebt in ihrer heruntergekommenen Wohnung. Sie hat zu keinem Menschen mehr Kontakt, sie tut sich sehr schwer beim Laufen und verläßt ihre Wohnung nur selten, um Lebensmittel einzukaufen. Das Wäs... Ein Buch, das erschreckend ist und einem Angst macht, alt zu werden. Dieses Buch ist die Fortsetzung des Regisseurs. Eine 90jährige Frau lebt in ihrer heruntergekommenen Wohnung. Sie hat zu keinem Menschen mehr Kontakt, sie tut sich sehr schwer beim Laufen und verläßt ihre Wohnung nur selten, um Lebensmittel einzukaufen. Das Wäschewaschen schafft sie auch nicht mehr. Sie selbst wäscht sich nur noch selten, das Essen ist karg und alles ist total verschmutzt. Ihr einziger Luxus sind die Briefe, die ihr ihr einstiger Geliebter, der Regisseur vor Jahrzehnten geschrieben hat. Hier schildert er seine wirren und abartigen Fantasien bishin zu den Morden, die er wegen der sexuellen Stimulierung anscheinend begangen hat. Wer das erste Buch dazu gelesen hat, kommt natürlich mit den in den Briefen erwähnten Personen und Handlungen klar. Letztendlich beschweren sich die Nachbarn und die alte Dame soll in ein Heim, aber sie hat noch so viel Kraft und Mut, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Die Autorin hat hier ein Buch erschaffen, das den Leser sehr viel abverlangt. Wie tief kann man im Alter fallen, die einfachsten Tätigkeiten und Verrichtungen kann man nicht mehr ausüben. Ich mußte zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder aussetzen und mir alles durch den Kopf gehen lassen, denn auch der Regisseur schildert in seinen Briefen seinen körperlichen Verfall. Ein tiefgreifendes Buch ausdruckstark geschrieben,. In unserer heutigen Welt zählt nur die Jugend und die Schönheit. Aber das Gerechte ist, dass das Alter vor keinem Halt macht. Nur wer jung stirbt, wird niemals als. Ein Buch voller Trauer.


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