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Dort dort

MP3 Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe

So viel Energie, so viel Schönheit, so viel Erkenntnis
Jacquie ist endlich nüchtern und will zu der Familie zurückkehren, die sie vor vielen Jahren verlassen hat. Dene sammelt mit einer alten Kamera Geschichten von indianischem Leben. Edwin sucht seinen Vater. Und Orvil will zum ersten Mal den Tanz der Vorfahren tanzen. Ihre Leben sind miteinander verwoben, und sie sind zum großen Powwow in Oakland gekommen, um ihre Traditionen zu feiern. Doch auch Tony ist dort, und Tony ist mit dunklen Absichten gekommen. Tommy Orange erzählt mit rauer poetischer Kraft, brodelnder Energie und grimmigem Lachen die Geschichten der ersten Bewohner Amerikas neu.
Portrait

Tommy Orange, geboren in Oakland, ist Mitglied der Cheyenne and Arapaho Tribes. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Angels Camp, Kalifornien. 

Christian Brückner, geboren 1943 in Schlesien, wuchs in Köln auf. Engagements am Theater, kontinuierliche Arbeit für Funk und Fernsehen. 1990 erhielt er den Grimme-Preis Spezial in Gold. Schwerpunkt seiner Arbeit heute: öffentliche Literaturlesungen, oft eingebunden in einen musikalischen Zusammenhang. 2000 Gründung des Hörbuchverlags parlando mit seiner Frau Waltraut. 2005 Auszeichnung des gesamten Programms mit dem Deutschen Hörbuchpreis. 2012 wurde Christian Brückner der Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen, 2017 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik und 2018 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Christian Brückner
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 28.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783839871225
Verlag Parlando ein Imprint von Argon
Auflage 1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
Spieldauer 550 Minuten
Übersetzer Hannes Meyer
Verkaufsrang 1988
Hörbuch (MP3-CD)
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15,99
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Kundenbewertungen

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Tommy Orange legt den Finger in eine Wunde, die nie verheilt
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Münstereifel am 08.02.2020

Ist es eine Tatsache, dass der Ursprung von Thanksgiving wirklich so ist, wie es die Amerikaner uns berichten? Also, dass die Einwanderer friedlich mit den Ureinwohnern zusammensaßen und Speise und Trank genießen konnten? Und wie geht es den Nachkommen der Natives heute? Was spielt sich in den Reservaten ab? Warum suchen viele v... Ist es eine Tatsache, dass der Ursprung von Thanksgiving wirklich so ist, wie es die Amerikaner uns berichten? Also, dass die Einwanderer friedlich mit den Ureinwohnern zusammensaßen und Speise und Trank genießen konnten? Und wie geht es den Nachkommen der Natives heute? Was spielt sich in den Reservaten ab? Warum suchen viele von ihnen Trost im Alkohol und anderen Drogen? Das sind Fragen, die ich mir immer mal wieder stelle und aus dem Grund lese ich Bücher zu diesen Themen. Dort, dort ist ein ganz besonderes Buch. Tommy Orange gehört selbst zu den Nachkommen der Natives und wer, wenn nicht er, kann authentisch über ihr Leben berichten. Er schreibt in dem Buch über die Probleme der Indianer, die nicht nur vom Rassismus der „Weißen“ geprägt sind. Bis heute werden sie diffamiert und häufig wie Ausstellungsstücke missbraucht. Sie sollen sich mit den Kostümen ihrer Vorväter schmücken und so wie sie tanzen. Alles zur Belustigung und Zeitvertreib der „Weißen“. Aber hin und wieder dürfen sie sich auch mit ihresgleichen treffen. Das Powwow in Oakland. Hier dürfen sie so sein, wie es ihnen gefällt. Die Akteure in dem Buch Dort, dort fiebern diesem Ereignis entgegen. Besonders die jungen Leute freuen sich darauf. Doch, wird ihre Hoffnung erfüllt und haben sie tatsächlich nur Freude an dem Tag? Tommy Orange beschreibt das Leben von unterschiedlichen Charakteren, die alle eins gemeinsam haben. Sie sind „Natives“. Das bedeutet auch, dass sie vor vielen Jahren von den Eindringlingen im wahrsten Sinne des Wortes überrannt wurden. Ihnen wurde die Existenz geraubt, nie gekannte Krankheiten ins Land geschleppt und sie waren nur noch Menschen zweiter Klasse. Dass das wohl nie endet, davon bin ich überzeugt. Und dass hier das Problem vieler „Indianer“ liegt, ist wohl jedem klar. Zumal sich ihr Dasein unter Präsidenten wie dem jetzigen keinesfalls zum Guten wendet. Auch er vergisst, was seine Vorfahren den Ureinwohnern antaten und diese keinerlei Recht für ihr Vorgehen hatten. Ich las nicht das Buch, sondern hörte es mir an. Es wird von Christian Brückner gelesen. Für mich war es ein Hochgenuss, diese markante Stimme über 550 Minuten zu hören. Er entführte mich eindrucksvoll in die Lebenssituation der Natives und ja, ich litt mit ihnen mit. Also ist es selbstverständlich, dass ich fünf Sterne plus und eine Hör- oder Leseempfehlung gebe.

Ein Blick auf den wahren Amerikaner
von Kaffeeelse am 10.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Tommy Orange hat mit "Dort dort" ein Buch geschrieben, welches mich tief beeindruckt hat und mich zu wahren Begeisterungsstürmen gebracht hat. Nun befasse ich mich mit der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner, der Indianer und Inuit von klein auf. Angefangen hat dies bei mir mit den Filmen von Gojko Mitic, den Büchern von L... Tommy Orange hat mit "Dort dort" ein Buch geschrieben, welches mich tief beeindruckt hat und mich zu wahren Begeisterungsstürmen gebracht hat. Nun befasse ich mich mit der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner, der Indianer und Inuit von klein auf. Angefangen hat dies bei mir mit den Filmen von Gojko Mitic, den Büchern von Lieselotte Welskopf-Henrich und Eva Lips, weiter ging es mit den Büchern von Miloslav Stingl und Erich Wustmann. Und dann war sie da, die Liebe zu der Urbevölkerung Amerikas. Heute füllen ethnographische und historische Abhandlungen über die Bevölkerung von Alaska bis Feuerland fast zwei Regalschränke in meinem Wohnzimmer. Einst war die Ethnographie ein Berufswunsch, heute ist sie Hobby. Und über die Jahre hat sich ein gewisses Wissen um die Bewohner Amerikas angesammelt. Und aus diesem Wissen heraus ist es meiner Meinung nach schon lange an der Zeit, dass die amerikanischen Staaten, und damit meine ich alle!, differenzierter und realitätsbewusster auf die Geschichte schauen und der Urbevölkerung endlich einen angestammten und situationsgerechten Platz in ihren Ländern einräumen. Ich befürchte dies wird nie geschehen. Aber uns Europäern und unseren Nachfahren in Amerika sollte klar sein, dass Amerika nicht unsere Heimat ist, sondern wir die Eingewanderten und Aggressoren sind und der ursprünglichen Bevölkerung seither das Leben schwer gemacht haben, bzw. ihnen das Leben genommen haben. Man muss sich mal vor Augen führen, in fast allen einstigen Kolonien haben sich die Kolonisatoren zurückgezogen und der ursprünglichen Bevölkerung mehr oder weniger wieder die führende Position überlassen. Nur in Amerika nicht! Dies hat natürlich Folgen! Man muss sich ebenso mal vor Augen führen, dass die Zeit der Indianerkriege/ die Zeit der Massaker an der indianischen Urbevölkerung erst Ende des 19. Jahrhunderts zu Ende gegangen ist. Die Zeit der Diskriminierung aber nicht! Indianerkinder wurden noch sehr lange den Eltern weggenommen und in Internate gesteckt, um sie zu entindianisieren, was für ein Wort, indianische Sprache und indianische Kultur waren den Kindern hier bei Strafe untersagt, dies ging in einigen Teilen Amerikas(Kanada) bis fast Ende des zwanzigsten Jahrhunderts hinein so, dies muss man sich mal vorstellen! Dies ist eine gewollte Entwurzelung und macht natürlich etwas mit den Betroffenen! In den USA formierte sich Ende der 60er Jahre indianischer Widerstand, das American Indian Movement (AIM), deren Aktionen auch hier im Buch beschrieben werden, die bekanntesten waren die Besetzung der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz und die Besetzung des ehemaligen Geländes des Massakers am Wounded Knee. Diese Entwurzelung, die Entrechtung und das Abschieben der Indianer in meist recht unwirtliche Gebiete haben natürlich Folgen, meist wirtschaftliche, aber natürlich auch psychische. Natürlich ist mittlerweile auch ein Wandel in Amerika im Gange. Und auf dieses Konglomerat wirft Tommy Orange mit seinem Buch einen interessanten und echt gelungenen Blick, einen Blick aus den Augen eines Indianers. Tommy Orange ist selbst ein Angehöriger des Cheyenne und Arapahoe Stammes und gerade dies macht diesen Blick auch so authentisch. Man merkt der Sprache in einer kleinen Prise den indianischen Ursprung des Autors an und man bemerkt auch einen gewissen Humor des Autors, etwas was mir bei der Schwere des Themas sehr gefallen hat. In diesem Buch blicken verschiedene indianische Menschen auf ihr Leben und kommen ins Sinnieren und gewähren dem Leser Einblicke in indianisches Leben und Befinden, die anfangs einzeln dastehenden Geschichten verflechten sich nach und nach, bevor es am Ende in einem gewaltigen Finale mündet. Ein Finale, wo ich mich frage, welches Finale den heutigen Indianer in Amerika erwartet? Ein Buch, welches bitter nötig ist und ein Buch, dem hoffentlich noch weitere folgen, um den Blick in Amerika endlich mal indianischer werden zu lassen. Lesen!