Sieh mich an

Roman

(72)
Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt. – Die Heldin in Mareike Krügels rasantem, klugem Roman gehört ganz sicher zu den einnehmendsten Frauengestalten in der deutschen Gegenwartsliteratur.
Portrait
Mareike Krügel, 1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2003 hat sie vier Romane veröffentlicht. Sie lebt bei Schleswig. Mareike Krügel erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau, und ist Mitglied im PEN Deutschland. Im Jahr 2003 bekam sie den Förderpreis der Stadt Hamburg und wurde 2006 mit dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05855-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3,2 cm
Gewicht 428 g
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Der Schwarm
    von Frank Schatzing
    (213)
    Buch (Taschenbuch)
    11,99
  • Kürzere Tage
    von Anna Katharina Hahn
    (7)
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg
    von Jenny Colgan
    (53)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Die Geschichte der Bienen
    von Maja Lunde
    (198)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Wiener Straße
    von Sven Regener
    (24)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,00
  • Das Ministerium des äußersten Glücks
    von Arundhati Roy
    (18)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,00
  • Dann schlaf auch du
    von Leïla Slimani
    (143)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Kleine Fluchten
    von Jojo Moyes
    (20)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    12,00
  • Der Zopf
    von Laetitia Colombani
    (172)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen
    von Irina Teodorescu
    Buch (Taschenbuch)
    15,90

Wird oft zusammen gekauft

Sieh mich an

Sieh mich an

von Mareike Krügel
(104)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
+
=
Was man von hier aus sehen kann

Was man von hier aus sehen kann

von Mariana Leky
(173)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
+
=

für

40,00

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Unsere Buchhändler-Tipps

  • Was man von hier aus sehen kann
    (173)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Der Zopf
    (172)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Das Nest
    (124)
    Buch (Klappenbroschur)
    11,00
  • Die Geschichte der Bienen
    (198)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Und es schmilzt
    Buch (Taschenbuch)
    12,00
  • Was alles war
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Schlafen werden wir später
    Buch (Taschenbuch)
    12,00
  • Auf Null
    (37)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • Die Wurzel alles Guten
    (38)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Das Lügenhaus
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Töchter
    (39)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • Zusammen ist man weniger allein
    (111)
    Buch (kartoniert/broschiert)
    9,95
  • Ente, Tod und Tulpe
    (21)
    Buch (Kunststoff-Einband)
    9,90
  • Oben ist es still
    (22)
    Buch (Taschenbuch)
    11,00
  • Kürzere Tage
    (7)
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Fliehkräfte
    (23)
    Buch (Taschenbuch)
    11,00
  • Sophia, der Tod und ich
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Die letzten Tage von Rabbit Hayes
    (118)
    Buch (Taschenbuch)
    12,00
  • Hitzewelle
    Buch (Taschenbuch)
    10,00

Kundenbewertungen

Durchschnitt
72 Bewertungen
Übersicht
32
17
13
9
1

Ein intensives Wochenende, einfühlsam, humorvoll und sprachlich überzeugend
von Circlestones Books Blog am 17.01.2018

„All das hier wird weiter existieren, mal wird das Meer einen Eisrand haben, mal wird es glatt und gleißend im Sonnenlicht liegen, mal werden Herbststürme seine Oberfläche aufpeitschen, und ich werde nicht dabei sein.“ (Zitat Seite 183) Die komplexe Geschichte spielt an einem einzigen Wochenende, in Ich-Form aus Sicht der... „All das hier wird weiter existieren, mal wird das Meer einen Eisrand haben, mal wird es glatt und gleißend im Sonnenlicht liegen, mal werden Herbststürme seine Oberfläche aufpeitschen, und ich werde nicht dabei sein.“ (Zitat Seite 183) Die komplexe Geschichte spielt an einem einzigen Wochenende, in Ich-Form aus Sicht der Hauptprotagonistin Katharina. Ihr bisheriges Leben wird durch ihre Erinnerungen, Rückblenden, erklärt. So erscheint der Zeitraum für den Leser weitaus länger, auch auf Grund der Dichte der Ereignisse – und es passiert eine Menge an diesem Wochenende. Tochter Hella, mit 11 Jahren irgendwo am Beginn der Pubertät und durch ADHS ohnedies schwierig und jederzeit für Überraschungen gut, ist daran nicht unbeteiligt. Dadurch hält die Autorin den Leser im Bann, bis zum Finale furioso steigt der Spannungsbogen langsam aber stetig und ohne Längen an. Katharina fühlt sich durch ihren Mann in Berlin allein gelassen, während sie in ländlicher Umgebung mit den Tücken des Alltags kämpfen muss. Durch ihren ausgeprägten Beschützerinstinkt ist ziemlich chaotisch, obwohl sie ihr Leben in einzelne Listen zu vielen Themen ordnet. Haushalt ist definitiv nicht ihr Lebensinhalt. Insgesamt macht sie gerade das unfreiwillige Chaos, in das sie immer wieder schlittert, sehr liebenswert und lebensnah. Es geht in diesem Roman nicht darum, wie eine Frau Krebs bewältigt, die Protagonisten müsste ja zunächst einen Arzt aufsuchen, um Gewissheit zu haben. Genau dieser Phase der Vermutungen, Unsicherheit, aber auch, was ist wenn, lässt die Autorin die Geschichte spielen. Die Thematik reicht jedoch weit über das vordergründige Problem „Frau entdeckt ein Etwas an ihrer Brust“ hinaus. Die Hauptprotagonistin hatte sich ihren Berufsweg völlig anders vorgestellt, wollte ihre Dissertation in Musikwissenschaften beenden und eine interessante Lehrstelle in diesem Bereich suchen, als der Frauen gut bekannte Unterbruch durch die Familiengründung entstand. So stellt sich auch Katharina zwischendurch die Frage „was wäre gewesen, wenn“, besonders, da ihre drei Jahre jüngere Schwester Sissi ebenfalls an der Musikhochschuhe studiert hat und Cellistin geworden ist. Buch ist trotz der ernsten Themen in einer humorvollen, wunderbar fließenden Sprache geschrieben, jede Seite birgt Sätze, die man am liebsten alle würde zitieren wollen. In keiner Phase der Geschichte gleitet die Hauptprotagonistin in jene wehleidige Larmoyanz ab, die sich in manchen Büchern zu ähnlichen Themen wie Alltagsleben, Probleme mit dem Partner, Verlust der Träume durch die banale Realität, findet, wo sich dann erwachsene Frauen wie Teenager gebärden und die mich als Leserin überlegen lassen, das betreffende Buch ärgerlich zur Seite zu legen. Hier ist es völlig anders, die Umsicht, Humor und Sprachqualität, mit der diese Autorin an das Thema herangeht ist beeindruckend und überzeugt. Vor allem gelingt es ihr, in der gesamten Geschichte einen positiven Unterton mitschwingen zu lassen. Es ist das erste Buch von Mareike Krügel, das ich gelesen habe, aber es wird keinesfalls das einzige bleiben. So sollte ein moderner Frauenroman geschrieben sein, keine Trivia, sondern Themen, die uns alle betreffen, überzeugend und sprachlich großartig umgesetzt.

Ein ganz normaler Freitag?
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 28.10.2017

Katharina weiß seit kurzem, dass sie sterben muss (vermutlich). Ihre Familie weiß es noch nicht. Und so geht ihr ganz normales Alltagschaos weiter wie bisher auch: Ihr Mann Costas ist berufsbedingt in Berlin, diesmal auch übers Wochenende, die Haustiere wollen versorgt werden, ihre Kinder alters- und temperamentsgerecht angesprochen werden.... Katharina weiß seit kurzem, dass sie sterben muss (vermutlich). Ihre Familie weiß es noch nicht. Und so geht ihr ganz normales Alltagschaos weiter wie bisher auch: Ihr Mann Costas ist berufsbedingt in Berlin, diesmal auch übers Wochenende, die Haustiere wollen versorgt werden, ihre Kinder alters- und temperamentsgerecht angesprochen werden. Und all die anderen kleineren und größeren Vorkommnisse im Alltag tauchen auf, genauso wie Erinnerungen an ihre Vergangenheit. Ein scheinbar ganz normaler Freitag. Das ist meistens sehr chaotisch, doch wie auch immer, den Alltag packt Katharina mal mehr, mal weniger gut. Und doch wirft der Gedanke an das Etwas, das sie in ihrer Brust entdeckt hat, sie völlig aus der Bahn. Meistens erzählt die Autorin sehr sachlich über Katharinas Leben, über das Kennenlernen mit Costas, über Hellis Probleme (vermutlich ADHS), über die Zielstrebigkeit ihres älteren Sohnes. Genau deswegen aber wird manche Szene dadurch unfreiwillig komisch, sei es, wenn ihre Tochter Nasenbluten in der Schule bekommt, genau dann, wenn sie keine Lust mehr auf den Unterricht hat, oder wenn ihre beiden Nachbarn in der Erzählung auftauchen. Manches wurde für mich aber auch überhaupt nicht nachvollziehbar, ich dachte beim Lesen immer wieder, sie lässt sich einfach treiben, da könnte man mit ein bisschen Struktur viel erreichen. Verwirrend für mich war, dass das Buch selbst kaum strukturiert ist, die Geschichte hüpft von Episode zu Episode, es bleibt viel Raum für den Leser, um die Handlungsfäden selbst zu verknüpfen. Das Ende ist zwar ein wenig versöhnlich, und doch bleibt mir zu vieles völlig offen. Und ja, ein Fuchs taucht kurz in der Geschichte auf, doch was macht er auf dem Titelbild? Viele Themen werden in diesem Buch angeschnitten, die Grundidee finde ich nicht schlecht, doch mit der Umsetzung bin ich kaum klar gekommen. Leider kann ich das Buch deswegen nicht wirklich weiterempfehlen.

Konnte mich leider nicht überzeugen
von einer Kundin/einem Kunden aus Lohr am 27.10.2017

Katharina ist mit Costas verheiratet, mit dem sie aber aus beruflichen Gründen nur eine Wochenendbeziehung führt. Mit ihm hat sie zwei Kinder, Helena und Alexander. An einem Freitag entdeckt Katharina beim Duschen einen Knoten in ihrer Brust. Doch sie will erst noch ein normales Wochenende erleben, bevor sie zum... Katharina ist mit Costas verheiratet, mit dem sie aber aus beruflichen Gründen nur eine Wochenendbeziehung führt. Mit ihm hat sie zwei Kinder, Helena und Alexander. An einem Freitag entdeckt Katharina beim Duschen einen Knoten in ihrer Brust. Doch sie will erst noch ein normales Wochenende erleben, bevor sie zum Arzt gehen und mit ihrer Familie reden will. Doch dieses Wochenende wird alles andere als normal, denn es passieren einige unvorhergesehene Dinge...Die ersten 40 Seiten des Romans haben mir ganz gut gefallen, doch dann hat sich die ganze Geschichte total zäh dahingezogen, ohne mich richtig überzeugen zu können. Die Charaktere konnten mich kein bisschen für sich einnehmen. Die ganze Geschichte plätscherte ohne jede Gefühlsregung einfach nur vor sich hin und konnte mich leider nicht mitreißen.



FAQ