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Nie wieder zurück

Roman

Als Fadia, die Tochter marokkanischer Einwanderer, erfährt, dass ihr Vater sie zwangsverheiraten will, läuft sie von zu Hause weg. Wenige Kilometer weiter strandet Damaris aus Saudi-Arabien auf der Flucht in Deutschland. Als ihr Mann, von dem sie unterwegs getrennt wurde, sie ausfindig macht, möchte sie nicht zu ihm zurück, denn in den vielen Monaten nach der Trennung hat sie ihre Selbstständigkeit entdeckt und sich mit Jane aus Uganda angefreundet. Als Jane ihr dann gesteht, dass sie sich in sie verliebt hat, stellt das Damaris vor Entscheidungen, die ihr bisheriges Weltbild ins Wanken bringen.
Fadia und Damaris treffen in einem Frauenhaus zusammen. Als sie dort eines Tages von den Männern der Familien entdeckt und mit Gewalt weggeholt werden sollen, kommt Hilfe aus einer völlig unerwarteten Ecke.
nie wieder zurück ist ein bewegender Roman, der das Konstrukt fester Kulturen infrage stellt und zeigt, wie Frauen sich ihr Recht auf Entfaltung und ein selbständiges Leben nehmen.
Portrait
Maria Braig wurde 1957 in Isny im Allgäu geboren und verbrachte dort die ersten neunzehn Lebensjahre. Anschließend studierte sie Germanistik, Geschichte und empirische Kulturwissenschaft in München und Tübingen. Sie lebt und arbeitet heute als Autorin und LKW-Fahrerin in Osnabrück.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 02.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89656-279-1
Verlag Quer Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/2 cm
Gewicht 274 g
Auflage 1
Verkaufsrang 4989
Buch (Paperback)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Es ist nicht wichtig, wen man liebt…
von gaby2707 aus München am 26.10.2019

ob Mann oder Frau. Hauptsache man liebt und man wird geliebt.“ (S. 177) Das ist etwas, dass die junge Damaris, die mit ihren beiden Kindern nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien in Deutschland gestrandet ist und hier in Jane, die aus Uganda geflüchtet ist, eine neue gute eine Freundin gefunden hat, lernen muss. Freundin, bis zu... ob Mann oder Frau. Hauptsache man liebt und man wird geliebt.“ (S. 177) Das ist etwas, dass die junge Damaris, die mit ihren beiden Kindern nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien in Deutschland gestrandet ist und hier in Jane, die aus Uganda geflüchtet ist, eine neue gute eine Freundin gefunden hat, lernen muss. Freundin, bis zu dem Zeitpunkt, als ihr Jane eröffnet, dass sie sich in Damaris verliebt hat und sich als lesbisch outet. „Was bedeutet es, deutsch zu sein?“. Diese Frage soll Fadia, die mit ihren aus Marokko stammenden Eltern in Bremen lebt, in einem Schulaufsatz beantworten. Ihre Eltern sind sehr liberal, denkt sie bis zu dem Moment, wo ihr Onkel Azis ihren Vater dazu bringt, sie nach Marokko zu schicken um dort verheiratet zu werden. Sie, die Marokko nur aus ihren Ferien kennt, wagt die Flucht. Über ihre Freundin Alisa landet sie bei deren Tante in Hannover, die ihr einen Platz in einem Frauenhaus vermittelt. Rabia, die ehemals aus Afghanistan stammt, hat sich mit ihren 80 Jahren entschlossen ihren Lebensabend in einem Seniorenheim zu verbringen. Dort sitzt sie jeden Abend auf ihrem kleinen Balkon und kommt so mit Fadia und Damaris, die sich im gegenüber liegenden Frauenhaus kennengelernt haben, in Verbindung. Ich mag die Bücher der Lastwagen fahrenden Autorin Maria Braig sehr gerne. Sie nimmt sich Themen an, die man in Romanen eher selten oder nicht so offen angesprochen findet. Hier geht es um Unterdrückung, die gleichgeschlechtliche Liebe, Zwangsheirat, Diskriminierung und die Mitnahme fremder Kulturen in ein neues Leben. Aber auch die Freundschaft findet einen großen Anteil an der Geschichte. Maria Braig hält sich nicht lange an den Protagonisten auf, von denen ich schnell ein Bild vor Augen habe. Ihr geht es um die Schicksale der Menschen. Sie lässt mich einen Blick hinter die Fassaden dieser Menschen tun. Mit ihrem einfachen schnörkellosen Schreibstil, der schnell auf den Punkt kommt, war ich auch diesmal schnell in der Geschichte um diese drei so unterschiedlichen Frauen drin und gefesselt. Sie beleuchtet die Hintergründe, zeigt auf, wie schwer es als Immigrant ist, mit seiner für uns fremden Kultur in unserem Land zu leben. Und ich bin erschrocken, wenn ich mir vorstelle, wie vielen jungen Frauen das Schicksal mit Fadia und Damaris teilen. Das Lesen dieses Buches lohnt sich absolut. Wer sich für die Schicksale von jungen Frauen aus anderen Kulturen in unserem Land interessiert, sollte es unbedingt lesen. Mir hat es ohne den erhobenen Zeigefinger die Augen wieder ein klein wenig weiter für die aktuelle Situation in unserem Land geöffnet.

Vom lieben und geliebt werden
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 23.09.2019

„Die Welt verändert sich. Auch hier, in diesem Land, in dem ich jetzt mit euch allen lebe, seid ihr nicht sicher vor Entwicklungen, die euer Leben völlig umkrempeln. Es liegt an euch, darauf zu achten, dass sich eure Welt nicht in die falsche Richtung verändert. […] Macht ihr es anders, haltet die Augen auf und wartet nicht, bis... „Die Welt verändert sich. Auch hier, in diesem Land, in dem ich jetzt mit euch allen lebe, seid ihr nicht sicher vor Entwicklungen, die euer Leben völlig umkrempeln. Es liegt an euch, darauf zu achten, dass sich eure Welt nicht in die falsche Richtung verändert. […] Macht ihr es anders, haltet die Augen auf und wartet nicht, bis es zu spät ist, ehe ihr handelt.“ (S. 123) Seit ein paar Jahren lese ich regelmäßig die neuesten Bücher der LKW-fahrenden Autorin Maria Braig, die sich in ihren Romanen immer Themen annimmt, die nicht die (breite) Masse der Leser*innen ansprechen, aber nicht minder wichtig sind. Es geht zumeist um Ausgrenzung bzw. die Diskriminierung von Minderheiten (Flüchtlinge, Lesben usw.) So auch in ihrem neuen Roman „Nie wieder zurück“ (erschienen im September 2019 im Quer-Verlag). Mein Dank geht an dieser Stelle an Maria Braig für ihr Vertrauen in mich als Testleser und das signierte Exemplar ihres neuen Romans. In „Nie wieder zurück“ lernen wir verschiedene Mädchen und Frauen kennen, die alle etwas gemeinsam haben: sie sind auf der Flucht – vor Verfolgung in ihren Heimatländern Saudi-Arabien und Uganda, vor veralteten Denkweisen von Verwandten (die Geld und Ansehen vor das Wohl der Familie stellen), vor der (unmöglichen?) Liebe…Sie alle lernen sich kennen und schätzen und auch die Liebe zwischen zwei der Frauen darf wachsen und dafür sorgen, dass sich Damaris zu ihrem Lesbisch sein bekennt, denn „[…] Es ist nicht wichtig, wen man liebt. Ob Mann oder Frau. Hauptsache man liebt und man wird geliebt.“ (S. 177) Die Romane von Maria Braig kommen immer schnell auf den Punkt, verzichten auf allzu viele Details und die Ereignisse werden in gestraffter Form erzählt, so dass die geneigte Leserschaft sich vielleicht an der ein oder anderen Stelle wundert, dass zwischen einzelnen Abschnitten bzw. Kapiteln Wochen bzw. Monate vergehen. Das tut der generellen Story aber keinen Abbruch. Wer gegenüber den genannten Themen offen und daran interessiert ist, sollte das Buch unbedingt lesen – für eine bunte und offene Gesellschaft gegenüber Schwulen und Lesben und gegen Unterdrückung von Frauen! „Ihr dürft das nie vergessen: Nicht eure Kultur bestimmt euer Verhalten, auch wenn man euch das einreden will, höchstens beeinflusst sie es. Ihr selbst habt es in der Hand, was aus eurem Leben wird. Ihr selbst bestimmt mit eurem Verhalten die Kultur. Seid wachsam, denn es liegt an euch, was nun geschieht.“ (S. 220)


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