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Muhyiddin Ibn Arabi

Muhyi al-Din Ibn al-ʿArabī, auch al-Shaykh al-Akbar oder der ›Grösste Meister‹ genannt, ist wahrscheinlich der einflussreichste Denker der zweiten Hälfte der islamischen Geschichte. Murcia im muslimischen Spanien geboren, zeigte er bereits in jungen Jahren seine herausragenden intellektuellen und geistigen Begabungen. Im Jahr 1200 wurde ihm in einer Vision mitgeteilt, dass er sich nach Osten begeben soll, und 1202 machte er die Pilgerfahrt nach Mekka. Von da an reiste er in den zentralen islamischen Ländern von Stadt zu Stadt, und liess sich schliesslich in Damaskus nieder, wo er 1240 starb. Er hat etwa 500 Werke hinterlassen. Sein al-Futūḥāt al-makkiyya oder ›Mekkanische Eröffnungen‹, das in der neuen Ausgabe über 15 000 Seiten
füllen wird, gibt einige Ein- und Lichtblicke über das leuchtende Wissen, das er erhielt, als Gott ihm die Türen zu den ›Schätzen der Ungesehenen Grosszügigkeit‹ ›eröffnete‹. Er fasste seine Lehren in dem berühmtesten und am meisten studierten seiner Bücher, dem Fuṣūṣ al-ḥikam, oder ›Siegelringsteine der Weisheit‹ zusammen. Er fügte islamisches Gesetz, Theologie, Philosophie, Mystik, Kosmologie, Psychologie und andere Wissenschaften zusammen.

Die sieben Tage des Herzens von Muhyiddin Ibn Arabi

Neuerscheinung

Die sieben Tage des Herzens
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Als »größter Meister« des Sufismus und als einer der bedeutendsten theosophischen Denker wird Ibn ‘Arabi (1165–1240) in der islamischen Welt weitherum verehrt. Obwohl dieser undogmatische Mystiker auch im Westen zunehmend Anerkennung findet, sind hier bisher hauptsächlich einige seiner theoretischen Schriften bekannt, weniger seine intimen Andachtsgebete, die in der islamischen spirituellen Glaubenspraxis dagegen seit Jahrhunderten ihren festen Platz haben.

Dieses Buch präsentiert seine zutiefst berührenden Morgen- und Abendgebete für jeden Tag der Woche, die Awrad al-usbu‘, zum ersten Mal auf Deutsch mit den lehrreichen Erläuterungen der ausgewiesenen Ibn-‘Arabi-Experten Stephen Hirtenstein und Pablo Beneito. Diese Gebete widmen sich der ausführlichen Darlegung des spirituellen Einsseins, drücken das innerlichste Zwiegespräch mit dem Göttlichen Geliebten aus und zeigen die Betenden als Dessen wahre Verehrer.

Die Awrad Ibn ‘Arabis sind eines der wunderbarsten Beispiele für die reale Möglichkeit des theophanischen Gebets. Bei ihrer Lektüre und Rezitation fällt uns unmittelbar die Präzision und Tiefe der Formulierung auf, die sich in erster Linie auf die Klärung und die Verehrung der Einheit (tawhid) ausrichtet. Diese wunderschönen Lobpreisungen Gottes berühren die Herzen nicht nur von Musliminnen und Muslimen, sondern von jeder und jedem wirklich Gläubigen, egal aus welcher spirituellen Tradition, und von allen wahrhaft Liebenden.

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