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931 Rezensionen
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nicht hilfreich: 4

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13

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ebooks

Gold

Chris Cleave

EUR 12,99 *
auf Merkliste

50

07.04.2013

„Immer wieder überraschend und brisant!”

Dies ist jetzt das dritte Buch, welches ich von dem britischen Autoren und Journalisten gelesen habe. Und jedes dieser Bücher war ganz anders als das vorherige, und doch eins eint sie alle: nämlich, dass sie brisante Themen brillant behandeln!

In seinem ersten Roman „Lieber Osama“ (Rowohlt Taschenbuch) lässt Chris Cleave ein Attentat mit islamistischem Hintergrund in London ausgerechnet bei dem Lokalderby Chelsea gegen Arsenal stattfinden. Eine junge Mutter, die bei diesem Attentat sowohl ihren Ehemann als auch ihren Sohn verliert, schreibt einen fiktiven Brief an Osama bin Laden. In seinem zweiten Roman „Little Bee“ (dtv Taschenbuch) erzählt er die Geschichte einer jungen Nigerianerin, die in ihrem Heimatland Schlimmes erlebt hat und der in England Asyl verweigert wird. Und in seinem dritten Roman erzählt er plötzlich eine Geschichte aus dem Sport!

In diesem Roman gibt es fünf Hauptpersonen und die ganze Handlung spielt eigentlich nur an 4 Tagen im April 2012. Es geht um die Entscheidung, welcher weibliche Radprofi Großbritannien bei den Olympischen Spielen in London vertreten wird. Zoe und Kate sind beide 32 Jahre alt und es ist ihre letzte Chance. Sie sind Konkurrentinnen und Freundinnen zugleich seitdem sie sich mit neunzehn Jahren kennengelernt haben. Zoe ist Single und ist für den Sieg bereit alles aufs Spiel zu setzen. Ganz anders ihre Freundin Kate. Kate ist mit Jack verheiratet, der ebenfalls als Radprofi bei der Olympiade teilnehmen wird. Sie haben zusammen eine achtjährige Tochter namens Sophie, die an Leukämie erkrankt ist. Und dann gibt es da noch Tom. Tom ist der Entdecker von Zoe, Kate und Jack. Und er ist der Trainer und Vertraute der beiden Frauen. Während dieser 4 Tage wechselt die Perspektive ständig zwischen diesen fünf Menschen. Dadurch lernen wir sowohl ihre Vergangenheit als auch ihre innerste Persönlichkeit nach und nach kennen. Zoe hat ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Kindheit, das sie antreibt. Kate hat wegen Sophie schon auf die Spiele von 2004 und 2008 verzichten müssen. Aber Kate, Zoe, Jack und Tom haben auch ein gemeinsames Geheimnis, das auf gar keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten darf.

Welches Geheimnis verbindet diese Menschen? Welche der beiden Frauen schafft die Qualifikation? Und wie wird die Verliererin damit fertig?

Leukämie und Leistungssport – zwei Themen, die nicht wirklich zusammen passen. Und doch hat Chris Cleave es wieder geschafft ein Buch zu schreiben, was richtig unter die Haut geht. Er beschreibt sehr eindrucksvoll, was für ein harter Kampf es ist, wenn man als Spitzensportler bestehen will, wie psychisch stabil man dafür sein muss. Es ist ein unglaublich einsamer Kampf bei dem es eigentlich keine Freunde geben kann. Er beschreibt aber auch die Schattenseiten dieses Daseins, die Macht der Öffentlichkeit und die Macht der Sponsoren und Werbeträger. Sie haben die Macht einen Sportler in den Olymp zu heben, aber auch ihn ganz tief fallen zu lassen.

Für Sportfans und Couchpotatoes!

buch

Perla

Carolina De Robertis

EUR 18,99 *
auf Merkliste

50

07.04.2013

„Eine Frau auf der Suche nach ihrer Identität”

2009 erschien der erste Roman „Die unsichtbaren Stimmen“ (Fischer Taschenbuch) von der Autorin Carolina de Robertis und wurde gleich weltweit ein Überraschungserfolg. Obwohl einigen Kritikern dieses Buch dem Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende zu ähnlich war, konnte sie doch auch damals schon mit ihrer unglaublich schönen und poetischen Sprache überzeugen. Doch „Die unsichtbaren Stimmen“ war ein Buch für Einsteiger. Ihr neues Buch „Perla“ ist jetzt etwas für Profis, denn es fordert den Leser heraus. Es ist nicht einfach sich in dieses Buch hineinzulesen, aber wenn man es denn geschafft hat, ist es sehr beeindruckend, erschütternd und doch auch gleichzeitig wunderschön!

Carolina de Robertis lässt Perla ihre eigene Geschichte erzählen. Sie ist die Tochter eines Marineoffiziers und wurde während der Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla geboren. Sie wuchs überaus behütet auf. Über Politik wurde auch nach dem Ende der Militärdiktatur nicht gesprochen. Als sie allerdings eines Tages von einer Freundin von den „Verschwundenen“ erfährt, fängt sie an über ihre eigene Geschichte nachzudenken und gerät dadurch in eine tiefe psychische Krise. Wer ist sie wirklich? Und was hat ihr Vater, der zu ihr doch immer so liebevoll war, während dieser Zeit gemacht? Die Autorin lässt Perla ihre Geschichte nicht stringent erzählen. „Jetzt bin ich selbst in ihrer Kreisbahn gefangen, außerstande, irgendetwas anderes zu tun, als weiterzukreisen. Es ist für mich die einzige Möglichkeit, sie zu erzählen: immer um das Zentrum herumzuwirbeln, mich in einer Spirale allmählich dem Kern zu nähern.“ (S. 65 e-book) Immer wieder eingeflochten werden auch die Erinnerungen des „Gasts“, die sehr erschütternd sind, denn dieser „Gast“ ist einer der „Verschwundenen“

Ähnlich wie Isabel Allende sind die Bücher von Carolina de Robertis immer auch etwas mystisch. Wer ist dieser „Gast“? Die Autorin erzählt die Geschichte von Perla sehr spannend. Durch ihre poetische Sprache und ihre vielen klugen Gedanken bietet sie viel Platz für eigene Interpretationen. Mich hat dieses Buch sehr nachhaltig beeindruckt. Neben der sehr ergreifenden Geschichte enthält dieses Buch auch sehr viele kluge, philosophische Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Hier ein Beispiel: „Wir gehen Bindungen ein, wir entwickeln Vertrauen, wir erzählen Geschichten, wir bemühen uns, in Worte zu fassen, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Manchmal, wenn wir großes Glück haben, sieht unser Gegenüber winzige Stückchen dessen, was wir meinen, wie Funken in einem dunklen Raum, aber nie das Ganze auf einmal, nicht mal, wenn es die beste Freundin oder der vertraute Geliebte ist, denn das Ganze ist jenseits der Sprache. Es existiert nirgends, absolut nirgends, außer in dir selbst, innerhalb deiner Haut. Dort loht es, riesig, gefährlich, ganz und gar dein.“ (S. 202 e-book)

Und noch ein Lob am Rande: Dieses Buch muss eine Herausforderung für jeden Übersetzer sein. Cornelia Holfelder-von der Tann hat dies hervorragend hinbekommen!

Ein wunderbares Buch für Leser, die Pascal Merciers „Nachtzug nach Lissabon“ (btb Taschenbuch) und Wolfram Fleischhauers „3 Minuten mit der Wirklichkeit“ (Knaur Taschenbuch) geliebt haben.

ebooks

Gold

Chris Cleave

EUR 12,99 *
auf Merkliste

50

07.04.2013

„Immer wieder überraschend und brisant!”

Dies ist jetzt das dritte Buch, welches ich von dem britischen Autoren und Journalisten gelesen habe. Und jedes dieser Bücher war ganz anders als das vorherige, und doch eins eint sie alle: nämlich, dass sie brisante Themen brillant behandeln!

In seinem ersten Roman „Lieber Osama“ (Rowohlt Taschenbuch) lässt Chris Cleave ein Attentat mit islamistischem Hintergrund in London ausgerechnet bei dem Lokalderby Chelsea gegen Arsenal stattfinden. Eine junge Mutter, die bei diesem Attentat sowohl ihren Ehemann als auch ihren Sohn verliert, schreibt einen fiktiven Brief an Osama bin Laden. In seinem zweiten Roman „Little Bee“ (dtv Taschenbuch) erzählt er die Geschichte einer jungen Nigerianerin, die in ihrem Heimatland Schlimmes erlebt hat und der in England Asyl verweigert wird. Und in seinem dritten Roman erzählt er plötzlich eine Geschichte aus dem Sport!

In diesem Roman gibt es fünf Hauptpersonen und die ganze Handlung spielt eigentlich nur an 4 Tagen im April 2012. Es geht um die Entscheidung, welcher weibliche Radprofi Großbritannien bei den Olympischen Spielen in London vertreten wird. Zoe und Kate sind beide 32 Jahre alt und es ist ihre letzte Chance. Sie sind Konkurrentinnen und Freundinnen zugleich seitdem sie sich mit neunzehn Jahren kennengelernt haben. Zoe ist Single und ist für den Sieg bereit alles aufs Spiel zu setzen. Ganz anders ihre Freundin Kate. Kate ist mit Jack verheiratet, der ebenfalls als Radprofi bei der Olympiade teilnehmen wird. Sie haben zusammen eine achtjährige Tochter namens Sophie, die an Leukämie erkrankt ist. Und dann gibt es da noch Tom. Tom ist der Entdecker von Zoe, Kate und Jack. Und er ist der Trainer und Vertraute der beiden Frauen. Während dieser 4 Tage wechselt die Perspektive ständig zwischen diesen fünf Menschen. Dadurch lernen wir sowohl ihre Vergangenheit als auch ihre innerste Persönlichkeit nach und nach kennen. Zoe hat ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Kindheit, das sie antreibt. Kate hat wegen Sophie schon auf die Spiele von 2004 und 2008 verzichten müssen. Aber Kate, Zoe, Jack und Tom haben auch ein gemeinsames Geheimnis, das auf gar keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten darf.

Welches Geheimnis verbindet diese Menschen? Welche der beiden Frauen schafft die Qualifikation? Und wie wird die Verliererin damit fertig?

Leukämie und Leistungssport – zwei Themen, die nicht wirklich zusammen passen. Und doch hat Chris Cleave es wieder geschafft ein Buch zu schreiben, was richtig unter die Haut geht. Er beschreibt sehr eindrucksvoll, was für ein harter Kampf es ist, wenn man als Spitzensportler bestehen will, wie psychisch stabil man dafür sein muss. Es ist ein unglaublich einsamer Kampf bei dem es eigentlich keine Freunde geben kann. Er beschreibt aber auch die Schattenseiten dieses Daseins, die Macht der Öffentlichkeit und die Macht der Sponsoren und Werbeträger. Sie haben die Macht einen Sportler in den Olymp zu heben, aber auch ihn ganz tief fallen zu lassen.

Für Sportfans und Couchpotatoes!

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Perla. Roman

Carolina De Robertis

EUR 16,99 *
auf Merkliste

50

07.04.2013

„Eine Frau auf der Suche nach ihrer Identität”

2009 erschien der erste Roman „Die unsichtbaren Stimmen“ (Fischer Taschenbuch) von der Autorin Carolina de Robertis und wurde gleich weltweit ein Überraschungserfolg. Obwohl einigen Kritikern dieses Buch dem Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende zu ähnlich war, konnte sie doch auch damals schon mit ihrer unglaublich schönen und poetischen Sprache überzeugen. Doch „Die unsichtbaren Stimmen“ war ein Buch für Einsteiger. Ihr neues Buch „Perla“ ist jetzt etwas für Profis, denn es fordert den Leser heraus. Es ist nicht einfach sich in dieses Buch hineinzulesen, aber wenn man es denn geschafft hat, ist es sehr beeindruckend, erschütternd und doch auch gleichzeitig wunderschön!

Carolina de Robertis lässt Perla ihre eigene Geschichte erzählen. Sie ist die Tochter eines Marineoffiziers und wurde während der Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla geboren. Sie wuchs überaus behütet auf. Über Politik wurde auch nach dem Ende der Militärdiktatur nicht gesprochen. Als sie allerdings eines Tages von einer Freundin von den „Verschwundenen“ erfährt, fängt sie an über ihre eigene Geschichte nachzudenken und gerät dadurch in eine tiefe psychische Krise. Wer ist sie wirklich? Und was hat ihr Vater, der zu ihr doch immer so liebevoll war, während dieser Zeit gemacht? Die Autorin lässt Perla ihre Geschichte nicht stringent erzählen. „Jetzt bin ich selbst in ihrer Kreisbahn gefangen, außerstande, irgendetwas anderes zu tun, als weiterzukreisen. Es ist für mich die einzige Möglichkeit, sie zu erzählen: immer um das Zentrum herumzuwirbeln, mich in einer Spirale allmählich dem Kern zu nähern.“ (S. 65 e-book) Immer wieder eingeflochten werden auch die Erinnerungen des „Gasts“, die sehr erschütternd sind, denn dieser „Gast“ ist einer der „Verschwundenen“

Ähnlich wie Isabel Allende sind die Bücher von Carolina de Robertis immer auch etwas mystisch. Wer ist dieser „Gast“? Die Autorin erzählt die Geschichte von Perla sehr spannend. Durch ihre poetische Sprache und ihre vielen klugen Gedanken bietet sie viel Platz für eigene Interpretationen. Mich hat dieses Buch sehr nachhaltig beeindruckt. Neben der sehr ergreifenden Geschichte enthält dieses Buch auch sehr viele kluge, philosophische Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Hier ein Beispiel: „Wir gehen Bindungen ein, wir entwickeln Vertrauen, wir erzählen Geschichten, wir bemühen uns, in Worte zu fassen, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Manchmal, wenn wir großes Glück haben, sieht unser Gegenüber winzige Stückchen dessen, was wir meinen, wie Funken in einem dunklen Raum, aber nie das Ganze auf einmal, nicht mal, wenn es die beste Freundin oder der vertraute Geliebte ist, denn das Ganze ist jenseits der Sprache. Es existiert nirgends, absolut nirgends, außer in dir selbst, innerhalb deiner Haut. Dort loht es, riesig, gefährlich, ganz und gar dein.“ (S. 202 e-book)

Und noch ein Lob am Rande: Dieses Buch muss eine Herausforderung für jeden Übersetzer sein. Cornelia Holfelder-von der Tann hat dies hervorragend hinbekommen!

Ein wunderbares Buch für Leser, die Pascal Merciers „Nachtzug nach Lissabon“ (btb Taschenbuch) und Wolfram Fleischhauers „3 Minuten mit der Wirklichkeit“ (Knaur Taschenbuch) geliebt haben.

buch

Gold

Chris Cleave

EUR 14,90 *
auf Merkliste

50

03.04.2013

„Immer wieder überraschend und brisant!”

Dies ist jetzt das dritte Buch, welches ich von dem britischen Autoren und Journalisten gelesen habe. Und jedes dieser Bücher war ganz anders als das vorherige, und doch eins eint sie alle: nämlich, dass sie brisante Themen brillant behandeln!

In seinem ersten Roman „Lieber Osama“ (Rowohlt Taschenbuch) lässt Chris Cleave ein Attentat mit islamistischem Hintergrund in London ausgerechnet bei dem Lokalderby Chelsea gegen Arsenal stattfinden. Eine junge Mutter, die bei diesem Attentat sowohl ihren Ehemann als auch ihren Sohn verliert, schreibt einen fiktiven Brief an Osama bin Laden. In seinem zweiten Roman „Little Bee“ (dtv Taschenbuch) erzählt er die Geschichte einer jungen Nigerianerin, die in ihrem Heimatland Schlimmes erlebt hat und der in England Asyl verweigert wird. Und in seinem dritten Roman erzählt er plötzlich eine Geschichte aus dem Sport!

In diesem Roman gibt es fünf Hauptpersonen und die ganze Handlung spielt eigentlich nur an 4 Tagen im April 2012. Es geht um die Entscheidung, welcher weibliche Radprofi Großbritannien bei den Olympischen Spielen in London vertreten wird. Zoe und Kate sind beide 32 Jahre alt und es ist ihre letzte Chance. Sie sind Konkurrentinnen und Freundinnen zugleich seitdem sie sich mit neunzehn Jahren kennengelernt haben. Zoe ist Single und ist für den Sieg bereit alles aufs Spiel zu setzen. Ganz anders ihre Freundin Kate. Kate ist mit Jack verheiratet, der ebenfalls als Radprofi bei der Olympiade teilnehmen wird. Sie haben zusammen eine achtjährige Tochter namens Sophie, die an Leukämie erkrankt ist. Und dann gibt es da noch Tom. Tom ist der Entdecker von Zoe, Kate und Jack. Und er ist der Trainer und Vertraute der beiden Frauen. Während dieser 4 Tage wechselt die Perspektive ständig zwischen diesen fünf Menschen. Dadurch lernen wir sowohl ihre Vergangenheit als auch ihre innerste Persönlichkeit nach und nach kennen. Zoe hat ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Kindheit, das sie antreibt. Kate hat wegen Sophie schon auf die Spiele von 2004 und 2008 verzichten müssen. Aber Kate, Zoe, Jack und Tom haben auch ein gemeinsames Geheimnis, das auf gar keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten darf.

Welches Geheimnis verbindet diese Menschen? Welche der beiden Frauen schafft die Qualifikation? Und wie wird die Verliererin damit fertig?

Leukämie und Leistungssport – zwei Themen, die nicht wirklich zusammen passen. Und doch hat Chris Cleave es wieder geschafft ein Buch zu schreiben, was richtig unter die Haut geht. Er beschreibt sehr eindrucksvoll, was für ein harter Kampf es ist, wenn man als Spitzensportler bestehen will, wie psychisch stabil man dafür sein muss. Es ist ein unglaublich einsamer Kampf bei dem es eigentlich keine Freunde geben kann. Er beschreibt aber auch die Schattenseiten dieses Daseins, die Macht der Öffentlichkeit und die Macht der Sponsoren und Werbeträger. Sie haben die Macht einen Sportler in den Olymp zu heben, aber auch ihn ganz tief fallen zu lassen.

Für Sportfans und Couchpotatoes!

50

29.03.2013

„Ein wenig wie „Ziemlich beste Freunde“”

Ich bewundere die Autoren aus den englischsprachigen Ländern. Sie schaffen es wirklich schwierige Themen in sogenannte Unterhaltungsliteratur zu verpacken, wobei in diesen Ländern nicht so zwischen „U“- und „E“-Literatur unterschieden wird wie bei uns. So erreichen sie viel mehr Leser, man unterhält sich großartig und wird gleichzeitig zum Nachdenken angeregt. Die britische Autorin Jojo Moyes hat mit ihrem aktuellen Roman „Ein ganzes halbes Leben“ gerade wieder einmal dieses Kunststück geschafft.

Die beiden Hauptpersonen dieses ungewöhnlichen Liebesromans sind Lou und Will. Lou ist 26 Jahre alt. Sie lebt noch zu Hause mit ihren Eltern, ihrem Großvater, ihrer jüngeren Schwester und deren Sohn. Die Familie stammt aus einfachen Verhältnissen, das Geld ist knapp. Beim Vater droht die Arbeitslosigkeit und dann verliert auch noch Lou ihren Job in einem Café. Vom Arbeitsamt wird ihr eine überraschend gut bezahlte Stelle bei der Familie von Will angeboten. Will ist Mitte Dreißig, stammt aus einer wohlhabenden Familie und ist Tetraplegiker, d.h. er ist gelähmt und braucht permanente Hilfe. Bevor er zum Pflegefall wurde, war er beruflich sehr erfolgreich. Lou wird nicht als Pflegerin eingestellt sondern als Gesellschafterin für ein halbes Jahr. Lou ahnt nicht, worauf sie sich da eingelassen hat, denn Will will ihre Gesellschaft gar nicht. Doch als Lou der eigentliche Grund für ihre Einstellung aufgeht, versucht sie ihre Arbeit bestmöglich zu erfüllen. Und langsam entwickelt sich eine sehr intensive Beziehung zwischen Lou und Will.

Jojo Moyes hat ein wunderbares und sehr zu Herzen gehendes Buch geschrieben. Lou und Will sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind. Am Anfang des Buches waren sie mir beide nicht wirklich sympathisch, aber nach und nach sind sie mir wirklich ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgelitten. Ohne sich dessen bewusst zu sein helfen, sie sich gegenseitig.

Jetzt habe ich innerhalb einer Woche gleich zwei Romane zu zwei schwierigen Themen gelesen, die total unterschiedlich waren. Zum einen den diesjährigen Preisträger der Leipziger Buchmesse David Wagner mit seinem Roman „Leben“, der sich mit dem Thema Organtransplantation beschäftigt und eben Joho Moyes. Ich gebe es zu – Jojo Moyes hat mich mit ihrem Roman viel mehr mitgenommen. Immer wieder musste ich während der Letüre weinen, aber die Autorin hat mich auch angeregt, über die in diesem Buch angesprochenen Themen nachzudenken. Dieses Buch kann ich wirklich nur empfehlen.

Für Fans des Romans „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls und des Films „Ziemlich beste Freunde“

buch

Leben

David Wagner

EUR 19,95 *
auf Merkliste

40

29.03.2013

„Gewinner des Leipziger Buchpreis 2013”

David Wagner ist ein mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichneter Autor und Journalist, der zeitweise für die FAZ und Die Zeit geschrieben hat. Er leidet unter einer Autoimmunhepatitis und war deshalb auf eine Lebertransplantation angewiesen. Diese Erfahrung hat er in seinem Roman „Leben“ verarbeitet.

Dieser Roman besteht aus 277 Schnipseln, die die unterschiedlichsten Themen behandeln. Er beginnt mit der Zeit, wo er ins Krankenhaus kommt, weil er innerlich zu verbluten droht. Er beschreibt seine Krankheit, die bei ihm schon als Kind festgestellt wurde, seine Empfindungen und er erinnert sich zurück an seine Kindheit und Jugend. Als er gesundheitlich wieder einigermaßen stabil ist, wird er aus dem Krankenhaus entlassen. Nachdem endlich ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht, geht er wieder für lange Zeit ins Krankenhaus und danach in die Reha. Was sich hier so einfach anhört, ist es natürlich nicht. Der Autor ist zeitweise extrem geschwächt, kann nicht wirklich etwas machen. Nach der Transplantation muss er extrem vorsichtig sein, damit das neue Organ nicht wieder abgestoßen wird. Und natürlich macht er sich Gedanken darüber, wo dieses Organ herkommt. Denn schließlich musste dafür ein Mensch sterben. Wer war dieser Mensch? Wie ist er zu Tode gekommen? Und übernimmt man mit einem Organ auch etwas von der Psyche des Menschen?

Das Buch war geschmeidig geschrieben, es war interessant zu lesen und ich habe viel zum Thema Organtransplantation gelernt. Es ist ein sehr persönliches Buch, aber trotzdem hat es mich nie wirklich berührt. Irgendwie hat mich kalt gelassen. Vielleicht sollte man es einfach nicht als Roman lesen, sondern als einen sehr persönlichen und gleichzeitig philosophischen Erfahrungsberichts eines unmittelbar Betroffenen.

50

29.03.2013

„Ein wenig wie „Ziemlich beste Freunde“”

Ich bewundere die Autoren aus den englischsprachigen Ländern. Sie schaffen es wirklich schwierige Themen in sogenannte Unterhaltungsliteratur zu verpacken, wobei in diesen Ländern nicht so zwischen „U“- und „E“-Literatur unterschieden wird wie bei uns. So erreichen sie viel mehr Leser, man unterhält sich großartig und wird gleichzeitig zum Nachdenken angeregt. Die britische Autorin Jojo Moyes hat mit ihrem aktuellen Roman „Ein ganzes halbes Leben“ gerade wieder einmal dieses Kunststück geschafft.

Die beiden Hauptpersonen dieses ungewöhnlichen Liebesromans sind Lou und Will. Lou ist 26 Jahre alt. Sie lebt noch zu Hause mit ihren Eltern, ihrem Großvater, ihrer jüngeren Schwester und deren Sohn. Die Familie stammt aus einfachen Verhältnissen, das Geld ist knapp. Beim Vater droht die Arbeitslosigkeit und dann verliert auch noch Lou ihren Job in einem Café. Vom Arbeitsamt wird ihr eine überraschend gut bezahlte Stelle bei der Familie von Will angeboten. Will ist Mitte Dreißig, stammt aus einer wohlhabenden Familie und ist Tetraplegiker, d.h. er ist gelähmt und braucht permanente Hilfe. Bevor er zum Pflegefall wurde, war er beruflich sehr erfolgreich. Lou wird nicht als Pflegerin eingestellt sondern als Gesellschafterin für ein halbes Jahr. Lou ahnt nicht, worauf sie sich da eingelassen hat, denn Will will ihre Gesellschaft gar nicht. Doch als Lou der eigentliche Grund für ihre Einstellung aufgeht, versucht sie ihre Arbeit bestmöglich zu erfüllen. Und langsam entwickelt sich eine sehr intensive Beziehung zwischen Lou und Will.

Jojo Moyes hat ein wunderbares und sehr zu Herzen gehendes Buch geschrieben. Lou und Will sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind. Am Anfang des Buches waren sie mir beide nicht wirklich sympathisch, aber nach und nach sind sie mir wirklich ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgelitten. Ohne sich dessen bewusst zu sein helfen, sie sich gegenseitig.

Jetzt habe ich innerhalb einer Woche gleich zwei Romane zu zwei schwierigen Themen gelesen, die total unterschiedlich waren. Zum einen den diesjährigen Preisträger der Leipziger Buchmesse David Wagner mit seinem Roman „Leben“, der sich mit dem Thema Organtransplantation beschäftigt und eben Joho Moyes. Ich gebe es zu – Jojo Moyes hat mich mit ihrem Roman viel mehr mitgenommen. Immer wieder musste ich während der Letüre weinen, aber die Autorin hat mich auch angeregt, über die in diesem Buch angesprochenen Themen nachzudenken. Dieses Buch kann ich wirklich nur empfehlen.

Für Fans des Romans „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls und des Films „Ziemlich beste Freunde“

ebooks

Leben

David Wagner

EUR 16,99 *
auf Merkliste

40

29.03.2013

„Gewinner des Leipziger Buchpreis 2013”

David Wagner ist ein mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichneter Autor und Journalist, der zeitweise für die FAZ und Die Zeit geschrieben hat. Er leidet unter einer Autoimmunhepatitis und war deshalb auf eine Lebertransplantation angewiesen. Diese Erfahrung hat er in seinem Roman „Leben“ verarbeitet.

Dieser Roman besteht aus 277 Schnipseln, die die unterschiedlichsten Themen behandeln. Er beginnt mit der Zeit, wo er ins Krankenhaus kommt, weil er innerlich zu verbluten droht. Er beschreibt seine Krankheit, die bei ihm schon als Kind festgestellt wurde, seine Empfindungen und er erinnert sich zurück an seine Kindheit und Jugend. Als er gesundheitlich wieder einigermaßen stabil ist, wird er aus dem Krankenhaus entlassen. Nachdem endlich ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht, geht er wieder für lange Zeit ins Krankenhaus und danach in die Reha. Was sich hier so einfach anhört, ist es natürlich nicht. Der Autor ist zeitweise extrem geschwächt, kann nicht wirklich etwas machen. Nach der Transplantation muss er extrem vorsichtig sein, damit das neue Organ nicht wieder abgestoßen wird. Und natürlich macht er sich Gedanken darüber, wo dieses Organ herkommt. Denn schließlich musste dafür ein Mensch sterben. Wer war dieser Mensch? Wie ist er zu Tode gekommen? Und übernimmt man mit einem Organ auch etwas von der Psyche des Menschen?

Das Buch war geschmeidig geschrieben, es war interessant zu lesen und ich habe viel zum Thema Organtransplantation gelernt. Es ist ein sehr persönliches Buch, aber trotzdem hat es mich nie wirklich berührt. Irgendwie hat mich kalt gelassen. Vielleicht sollte man es einfach nicht als Roman lesen, sondern als einen sehr persönlichen und gleichzeitig philosophischen Erfahrungsberichts eines unmittelbar Betroffenen.

50

24.03.2013

„Eine feindselige Wohnung?”

Sie wollen mal wieder einen richtig schön schrägen Roman lesen? Dann sollten Sie sich dieses Buch mit dem schon total verrückten Titel „Die nachhaltige Pflege von Holzböden“ holen. Der britische Autor hat wirklich einen herrlich verrückten Roman geschrieben, fast ist es schon ein Krimi geworden! Und danach überlegen Sie es sich mindestens dreimal, ob Sie eine befreundete Person beauftragen würden, Ihre Wohnung und Ihre Haustiere zu sitten!

Der Ich-Erzähler reist in eine osteuropäische Hauptstadt, um seinem Freund und Studienkollegen Oskar einen Gefallen zu tun. Oskar, ein berühmter Komponist, muss nämlich in die USA reisen, um sich von seiner Frau scheiden zu lassen. Derweil soll sich der Ich-Erzähler um die exquisite Wohnung und die beiden Katzen kümmern. Es gibt nur einen Haken bei dieser Geschichte: Oskar ist ein totaler Ordnungsfanatiker, sein Ordnungssinn grenzt schon fast an eine Zwangsneurose, und der Ich-Erzähler ist ein totaler Chaot. Kaum in der Wohnung angekommen, findet der Ich-Erzähler überall Zettel, auf denen steht, was er zu tun oder zu lassen hat. Besonders wichtig sind Oskar sein herrlicher Holzfußboden und sein Ledersofa! Und es kommt, wie es kommen muss! Bereits in der ersten alkoholgetränkten Nacht kommt es zur Katastrophe. Der Ich-Erzähler hat ein Rotweinglas ohne schützenden Untersetzer auf den empfindlichen Holzboden abgestellt. Und das hat natürlich Flecken hinterlassen. Der Ich-Erzähler versucht alles, um dieses Unglück wieder zu beseitigen, doch es kommt noch viel schlimmer! Wie soll er dies bloß seinem Freund beichten? Der Ich-Erzähler kommt auf immer abwegigere Ideen. Und dann ruft Oskar an, und das Buch nimmt eine total überraschende Wendung.

Ich habe mich total köstlich amüsiert. Der Autor hat schon großartige Ideen gehabt. Und zwischen den ganzen verrückten Ideen hat er sogar noch ein wenig Lebensphilosophie gepackt. Wer hat wohl mehr vom Leben? Der Ordnungsfanatiker oder der Chaot?


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