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128 Rezensionen
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258

Rezensionen

buch

Brüder

Hilary Mantel

EUR 22,99 *
auf Merkliste

50

18.12.2012

„Die Revolution frisst ihre Kinder....und meine Sonntage!!!”

Ganz kurz: Ich bin kein Fan historischer Romane, aber dieses Buch versetzte mich in einen Ausnahmezustand. Pointierte Dialoge und ein unglaublich gut recherchiertes und fesselndes Mammutwerk um Robespierre und Danton und eines der wohl schrecklichsten und gleichzeitig faszinierenden Ereignisse der Weltgeschichte.
Morgen baue ich Straßenbarrikaden aus Teebeuteln! Unterhaltung auf wirklich höchstem Niveau!!! Historischer Roman ohne Wanderhuren und Hebammen!! Beeindruckend!!!!

50

18.12.2012

„Rock’n’Roll im Superheldenhimmel....”


Ich muss gestehen, ich bin kein Comicfan und ich bin auch nicht mit Marvel aufgewachsen, aber dieser Film ist ein Offenbarung des Popcorn-Kinos. Actiongeladen rast die Story dahin, gepimpt mit unglaublichen Special-Effects und einer Endschlacht, der ich im Kino noch stundenlang hätte zusehen können.
Aber das wirklich spektakulärste und überzeugendste an diesem Film sind die Darsteller. Wer es schafft Superheldenkostüme (seien es nun Hörner, rote Umhänge oder blaue, sehr figurbetonte Overalls) mit soviel Würde, Charme und Witz zu tragen, hat sich seinen Platz im Supreheldenhimmel redlich verdient. Dieser Film ist mit liebevoller Eigenironie gespickt, die aber nie lächerlich wirkt oder etwa seine Figuren der Lächerlichkeit preisgibt. Ich hätte nie gedacht, dass mich dieser Film so begeistern könnte, aber Josh Whedon hatte hier einen wirklich guten Tag... und die Evolution hatte einen besonders guten, als sie Robert Downey Jr. erschuf- er ist das heimliche Highlight des Films, mit und ohne Kostüm.
Coole Sprüche, unglaubliche Action und ein Dreamteam von Superhelden machen diesen Film zu einem wahren Ereignis. Gehirn auf Autopilot schalten und genießen, genießen, genießen!!! Topp!!!

50

18.12.2012

„"Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem."”

Auf 284 Seiten vermag John Green eine schönere, ergreifendere und v.a. glaubhaftere Liebesgeschichte zu erzählen als andere auf 1000. Und doch ist sein Buch vielmehr als das. Selten befand ich mich während des Lesens so sehr im Schwebezustand zwischen Weinen und Lachen, Verzweiflung und Hoffnung. Unglaubliche Dialoge und Charaktere, mit denen man gerne befreundet wäre. Weise, witzig und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Eine großartige Geschichte über das Leben und die kleinen Dinge, die es ausmachen und eine unkapriziöse Liebesgeschichte voller Charme und kleiner Wunder ... und das ganz ohne Handschellen oder Blutsauger!! Für mich eines der bewegendsten und glaubhaftesten Bücher des Jahres.

50

27.10.2012

„Potters Schatten ist groß...”


... aber die Autorin macht bereits auf den ersten Seiten klar, dass man sich von „H"arry verabschieden darf. So wird die gesamte Handlung durch den Tod "B"arry Fairbrothers eingeleitet, der ausgerechnet an einem hinter der Stirn liegenden Aneurysma stirbt (nicht von Voldemort verursacht!).
Leser, die Harry Potter erwarten, auf eine actiongeladene Handlung spekulieren oder auf einen Roman hoffen, der in der Buchlandschaft ähnliche Spuren hinterlassen wird, wie die Geschichte um den bekanntesten Zauberschüler, werden mit Sicherheit Gründe finden, dieses Buch nicht zu mögen.
Ja, J.K. Rowling beschreibt Sexszenen.
Allerdings kann sie es auch, ganz im Gegensatz zu der Autorin eines anderen Machwerkes, das zur Zeit die Bestsellerlisten infiltriert. Aber „Ein plötzlicher Todesfall“ benutzt Sex als Zweck und nicht als Selbstzweck und dann darf dieser auch mal an etwas außergewöhnlichen Orten stattfinden.
Und sie verwendet auch Kraftwörter.
Das ist kein Tabubruch oder gar misslungener Ausdruck schriftstellerischer Reife, das ist authentisch. Ein großer Teil der Protagonisten sind Jugendliche aus sozialen Brennpunkten, dass man dort nicht mit verbalen Wattekugeln um sich wirft, ist selbstredend und realistisch.
Klar, zu diesem Buch werden Klett und Co. nie Sekundärliteratur veröffentlichen, aber ist es deshalb simpel? Wohl kaum! Die Handlung ist überaus intelligent konstruiert und beweist ein äußerst sensibles Gespür für soziale Themen und menschliche Abgründe und v.a. diese sind kein Phänomen der 80er Jahre, sondern ein stets aktueller und mit Sicherheit nie aussterbender Teil des menschlichen Charakters.
Ich leugne nicht, dass einem all diese Abgründe mitunter schonungslos plakativ um die Ohren gehauen werden, aber dem Roman gelingt es stets, gerade durch diese Übertreibung, ein sardonisches Lächeln auf die Lippen des Lesers zu zaubern. Es ist ein bitterböses Vergnügen den gierigen, heuchlerischen, skrupellosen und doppelzüngigen Figuren über die Bühne einer scheinbar idyllischen Kleinstadt zu folgen!! Dass dieses verlogene Universum konstruiert und in einer Realität angelegt ist, in der es nur schwarz-weiß gibt, stört nicht im geringsten. Beängstigend ist nur, dass eben vieles nicht halb so konstruiert ist, wie man es gerne hätte. Der Autorin in diesem Zusammenhang zu unterstellen, sie habe keine Ahnung von aktuellen sozialen Themen, weil sie aufgrund ihres Bekanntheitsgrades am sozialen Leben kaum teilnehmen könne, finde ich ein wenig hanebüchen. Zum einem ist das ein Roman und keine Sozialstudie zum anderen darf der Autorin zugetraut werden über drogekonsumierende Jugendliche und soziale Brennpunkte zu schreiben, ohne jemals selbst im Trainingsanzug vor einem Klohäuschen gekifft zu haben.
Richtig: „Ein plötzlicher Todesfall“ ist kein Kinderbuch. Merlin sei Dank! Und dieser Genrewechsel wirkt auf mich weder verkrampft noch gewollt. Wer sich mit seinem Erstlingswerk bereits auf den Olymp geschrieben hat, hat’s schwer. Umso mutiger und, wie ich finde, weiser, dass man freiwillig von diesem Podest herabsteigt und sich an die Eroberung völlig neuer, unerwarteter Gefilde gibt.
„Ein plötzlicher Todesfall“ ist extrem spannend, zynisch und fährt ein Ende auf, das selbst Albus Dumbledore aus den Zauberpuschen gehauen hätte. Ich gebe von Herzen 4 Sterne für das Buch und noch einen für den großen und v.a. sicheren Schritt aus Harrys Schatten!!!
Absolut lesenswert!!!!!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

07.09.2012

„Ahab jagt Vampire!”

Was für ein Buch!! An dieser Stelle einen große Dank an meinen Bruder, der mich darauf aufmerksam machte!!! Endlich glitzern Vampire nicht mehr und dürsten auch nicht mehr nach unerfüllter Liebe sondern ausschließlich nach Blut und Rache, so wie es ich gehört.
„Baltimore“ ist eine düstere Mischung aus „300“, „Hellboy“,„Moby Dick“ und Bocaccios „Dekamerone“. Klingt ziemlich schräg, ist es auch, aber überaus gelungen. Ich war begeistert und gefesselt zugleich und habe den kunstvoll illustrierten Roman in 9 Stunden gelesen....ohne Unterbrechung. So verbringe ich meine Sonntage.
Eine düstere Allegorie auf den Krieg und ein durch und durch spannendes Buch, das einem alten Genre endlich das zurückgibt, was es dank Twilight verloren hat: Seele!!
Mehr als lesenswert, nicht nur für „Hellboy“-Fans!!

50

07.09.2012

„Wundervoll!!!”

Was für ein Buch! Poesie in Bildern, das ist Benjamin Lacombe!!!
Außergewöhnlich düster und doch voller Charme und Schönheit! Ein einmaliger Künstler!

10

20.07.2012

„Bis(s) und Bondage im hübschen Land Klischeeria...”

„Du darfst mich nicht lieben. Halte dich von mir fern. Du verdienst etwas Besseres.“ Ja, diese verbalen Abwehrmechanismen sind Twilightlesern mehr als bekannt und das begrenzte Repertoire an Adjektiven, die den männlichen Protagonisten beschreiben, geht auch hier nicht über alle Variationen von „schön“ und „attraktiv“ hinaus. Vielleicht hätte Frau James mal eine Synonymlexikon zu Rate ziehen sollen, anstatt im Internet nach Bondagetechniken zu stöbern.

Anastasia Steel, die weibliche Hauptperson, auch genannt die „sub“, ist (natürlich) ein graues Mäuschen, das im Schatten der (natürlich) ungemein hübschen Mitbewohnerin steht, aber ihre Schönheit (natürlich) in Wirklichkeit hinter ein wenig Tollpatschigkeit und ungekämmten Haaren verbirgt. Und sie ist (natürlich) Jungfrau. Hach!
Christian Grey, die männliche Hauptperson, auch genannt der „dom“, ist (natürlich) ungemein attraktiv, (natürlich) reich, mondän, launenhaft und, ach ja, seine Flanellhhose sitzt ihm äußerst sexy auf seinen Hüften. Seine Augen sind grau und er birgt (natürlich) ein dunkles Geheimnis, das ihn unter seiner sadistischen Schale (natürlich) äußerst verletzlich macht. Hach!!

Was die beiden verbindet dürfte einschlägig durch Rezensionen und Medien bekannt sein.

Was soll ich sagen: man kämmt unentwegt sein „postkoitales Haar“, innere Göttinnen hüpfen auf und ab, es knistert ständig, Schauer der Erregung fließen durch völlig überforderte Körperteile und deren Besitzer und hinterlassen ausgelaugte Leiber an einfach allen erdenklichen Orten. Hach! Er bestimmt, sie muckt auf ...das Ergebnis dürfte jedem klar sein. Autsch!

Geschichte mit Potenzial? Durchaus! Leider ist Anastasia Steel ist so interessant wie eine keimende Kartoffel, Christian Grey hätte das Zeug zu einem (Achtung! Wortspiel!) fesselnden und überzeugendem Charakter, erliegt aber leider völlig der Mädchen-Fanfiction-Fantasy seiner Erschafferin. Schade!
Einziges Highlight sind die Emails, hier wird es tatsächlich ein wenig witzig und andeutungsweise kann man begreifen, warum die beiden sich mögen. Das ist es dann aber auch gewesen.

Im Grunde genommen ist die Idee dieser Geschichte nicht schlecht, leider ertränkt E. L. James sie in abgelutschten, klischeebeladenen Sequenzen und versucht hinter derber Fäkalsprache ihr mangelndes Schreibtalent zu verbergen.
Trotzdem habe ich den Roman zu Ende gelesen, das ist dann wohl meine Form des Masochismus J.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Die Arena

Stephen King

EUR 12,99 *
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40

09.07.2012

„Ein Mammutwerk....”

...mit einigen Längen, das muss man zugeben, aber Herr King kann’s einfach!!!
Vor 19 Jahren habe ich den letzten Roman von ihm gelesen und erinnere mich gerne zurück an manchen Schauer und manch gruselige Stunde.
„Die Arena“ ist keinen Horrorroman, in dem übersinnliche Kräfte ihr Unwesen treiben und blutige Schockeffekte die Handlung aufmotzen.
Hier geht es um Gewaltbereitschaft, die hinter jeder Ecke lauert und hinter jeder Fassade hockt. Wie weit gehen Menschen, wenn sie in Situationen geraten, die ihr Leben unmittelbar bedrohen? Wie lange braucht der Mensch, bis er Moral und Werte über Bord wirft?
Ein sehr, sehr spannendes Buch im Stil von „Needful Things“ und „The Stand“.
Dieses Buch ist eine schonungslose Abrechnung mit aktuellen Themen und der Natur des Menschen. Radikal, böse, zynisch und immens fesselnd!!!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

30.06.2012

„Schabernack mir Friedrich und Wolfgang”

Was für eine unglaubliche Posse!!! Was für eine herrliche Räuberpistole!!
Selten habe ich gesagt, dass ich einen Autor „für mich entdeckt“ habe. Aber bei Robert Löhr muss ich tatsächlich zu dieser Formulierung greifen. Innerhalb von 13 Tagen habe ich alle Bücher von ihm gelesen und es ist mir unmöglich zu sagen, welches das Beste ist. Selten bin ich so intelligent und gleichzeitig aberwitzig unterhalten worden. Ein absolutes Kleinod mit Witz, Schabernack und einem Feuerwerk an Zitaten. Besser geht es nicht!!!!! Ich bin sicher, Goethe und Schiller würden zustimmen!!

50

24.01.2012

„Sherlock Holmes steht drauf, wenig Conan Doyle ist drin....na und?!”

Bitte setzen Sie sich mit diesem Film nicht literaturkritisch auseinander, denn dann prophezeie ich Ihnen Verzweiflung und Verbitterung.
Selbst der Meisterdetektiv hätte Schwierigkeiten, Parallelen zur Vorlage zu finden, sieht man von Namen und Orten einmal ab.
Aber wenn eine Verfilmung so wundervoll selbstironisch ist und keinerlei Anspruch darauf erhebt, das Abbild einer literarischen Vorlage zu sein, kann man mit einem Augenzwinkern eine herrlich moderne Version einer einzigartigen Figur genießen.

Fulminante Acion, atemberaubende Spannung und ein herausragend gutes Ermittlerduo machen diesen Film zu einem absoluten Ereignis! Im Theater wär’s Kunst im Kino wird Neuinterpretation gerne mit gerümpfter Nase abgetan Ich find’s extrem unterhaltsam und habe nichts dagegen, wenn alte Geschichten entstaubt werden..solange es so unterhaltsam und gekonnt geschieht. Dieser Film ist ein Riesenspaß und trumpft mit einem einzigartig agierenden Robert Downey Junior auf, der aus Sherlock Holmes einen prügelnden, lasterhaften aber immens sympathischen (Anti) Helden mit Popstar-Aura macht, der das viktorianische London ein wenig bunter gestaltet!!!