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Daisy Sisters

Daisy Sisters

Roman

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Artikeldetails zu Daisy Sisters

AutorHenning Mankell

Untertitel Roman

  • ISBN-103-423-21288-8
  • ISBN-139783423212885
  • Verlag dtv
  • Reihedtv-Taschenbücher
  • ÜbersetzerHeidrun Hoppe
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten557
  • Veröffentlicht01.05.2011
  • GenreRoman
  • Gewicht405g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelDaisy Sisters

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Rezensionen der Redaktion zu Daisy Sisters

"Henning Mankells meisterhafter Familienroman Daisy Sisters ist jetzt als Taschenbuch erschienen."
Dresdner Morgenpost / Chemnitzer Morgenpost 02.05.2011

Kurzbeschreibung zu Daisy Sisters

Bewegende Frauenschicksale
Die Daisy Sisters, das sind Elna und Vivi, Brieffreundinnen, Töchter der schwedischen Arbeiterklasse und beide siebzehn, als sie sich im Sommer 1941 zu einer gemeinsamen Radtour an die norwegische Grenze verabreden. Sie träumen von Freiheit und Unabhängigkeit und davon, aus der sozialen Enge ihres Alltags auszubrechen und etwas aus ihrem Leben zu machen. Doch Elna wird von einem jungen Grenzsoldaten vergewaltigt und schwanger, die Abtreibung missglückt, und 1942 wird ihre Tochter Eivor geboren. Auch Eivor ist von einer rastlosen Sehnsucht getrieben, doch ihre Versuche, sich eine eigene Existenz jenseits von Heim und Familie aufzubauen, enden ein ums andere Mal mit ungewollten Schwangerschaften. Elnas Schicksal wiederholt sich an Eivor und schließlich auch an Eivors Tochter Linda, die mit achtzehn ihr erstes Kind erwartet.

Beschreibung der Redaktion zu Daisy Sisters

Die "Daisy Sisters", das sind Elna und Vivi, Brieffreundinnen, Töchter der schwedischen Arbeiterklasse und beide siebzehn, als sie sich im Sommer 1941 zu einer gemeinsamen Radtour an die norwegische Grenze verabreden. Sie träumen von Freiheit und Unabhängigkeit und davon, aus der sozialen Enge ihres Alltags auszubrechen und etwas aus ihrem Leben zu machen. Doch Elna wird von einem jungen Grenzsoldaten vergewaltigt und schwanger, die Abtreibung missglückt, und 1942 wird ihre Tochter Eivor geboren. Auch Eivor ist von einer rastlosen Sehnsucht getrieben, doch ihre Versuche, sich eine eigene Existenz jenseits von Heim und Familie aufzubauen, enden ein ums andere Mal mit ungewollten Schwangerschaften. Elnas Schicksal wiederholt sich an Eivor und schließlich auch an Eivors Tochter Linda, die mit achtzehn ihr erstes Kind erwartet.

Portrait

Henning Mankell:
Henning Mankell, der Schöpfer der Wallander ? Thriller und einer der bedeutendsten Krimiautoren in Skandinavien, wuchs allein mit seiner Schwester bei seinem Vater in Nordschweden auf. Seine Mutter verließ den am 3.Februar 1948 geborenen Henning Mankell schon früh. 1965 wurde er Regieassistent, nach einem Schauspielstudium, am Riks Theater in Stockholm und als Henning Mankell 20 Jahre alt war begann er als Regisseur und Autor zu arbeiten. Seinen Kindheitstraum von einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972. Henning Mankell war so sehr beeindruckt von dem Kontinent und fühlte sich schon sehr schnell wie zu Hause. Fortan blieb der Krimiautor zunächst noch als Schriftsteller, Regisseur, Autor und Intendant in seiner Heimat Schweden. Als er jedoch 1985 die Chance erhielt in Maputo, Mosambik, am Aufbau einer professionellen Theatergruppe mitzuwirken, zögerte Henning Mankell nicht lange und schon im Folgejahr leitete er eine 70köpfige Gruppe des Teatro Avenida. Seitdem bezeichnet er Afrika als seine Zweitheimat und pendelt im Jahr immer zwischen Sand und Schnee, wie Henning Mankell selbst sagt. Neben seiner Kriminalromanreihe um Kurt Wallander, die alle in den 90er Jahren entstanden, beschäftigt er sich in seinen weiteren Romanen vor allem viel mit Problematiken des afrikanischen Kontinents, aber auch Kinder- und Jugendbücher zählen zu seinem Genre. Junge schwedische und afrikanische Autoren finden bei dem von Henning Mankell gegründeten Verlag "Leopard förlag" ein Forum und Unterstützung in ihrer Arbeit. Henning Mankell gründete dies im Frühjahr 2001. Neben seinem Schreiben oder der Arbeit an Theater oder Fernsehen engagiert sich Henning Mankell darüber hinaus für das Land Afrika und erhielt aus diesem Grund 2009 den Erich-Maria-Remarque Friedenspreis. Für seine Romane erhielt Henning Mankell im Laufe der Jahre viele Ehrungen und Auszeichnungen, wie mehrmals den Schwedischen Krimipreis für seine Wallander Bücher, den Deutschen Jugendliteraturpreis, Corine-Preis wie auch den Astrid Lindgren Preis und die Goldene Feder. Nicht zuletzt zeigt der Erfolg auch die Adaption der Wallander Bücher und weiteren Romanen. Die Motivation, die Henning Mankell in seinen Büchern zum Ausdruck bringen möchte, sind oft politische und gesellschaftliche Themen. Seine Erfahrungen schöpft er teils auch aus eigenen aktiven Engagements gegen Krieg, Apartheid und für Kultur. Henning Mankell beschreibt detailgenau, authentisch, offen, interessant und mit einer Art Spannung die Gier auslöst. Nicht nur Wallander Anhänger sind davon überzeugt.
Henning Mankell lebt inzwischen mit seiner dritten Ehefrau Eva Bergmann, Tochter von Ingmar Bergmann, glücklich abwechselnd in Schweden oder Afrika.

Meinung der Redaktion
Mankell liest man nicht, man trinkt ihn - in einem einzigen gierigen Schluck, ohne abzusetzen, in blinder, weltvergessener Gier.

Bewertung unserer Kunden zu Daisy Sisters

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30

29.05.2012

„Die Frau in Schweden - ein Stück Sozialgeschichte”

von J.G. aus Berlin
„Daisy Sisters“ gehört zu den früheren Werken von Henning Mankell, in dem das schicksalhafte Leben zweier Frauen erzählt wird.

Die Geschichte beginnt mit Elna, die mit ihrer langjährigen Brieffreundin Vivi eine Radtour unternimmt. Auf ihrer Radtour treffen sie auf zwei junge Männer, die mit ihnen anbandeln. Elna wird allerdings von einem von ihnen vergewaltigt und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn unglücklicherweise wird Elna schwanger, bekommt ein Mädchen, welches sie Eivor nennt. Der größte Teil des Buches dreht sich um das Leben von Eivor, welche ein ähnliches Schicksal wie ihre Mutter ereilt. Sie wird mit 18 Jahren schwanger. Sie durchlebt eine schwierige Ehe und eine schwierige Zeit als allein erziehende Mutter. Sie kommt von einem traumatischen Erlebnis ins andere. Doch sie gibt nicht auf.

Mankell beschreibt sehr eindrucksvoll das Lebensschicksal der Frauen in der Nachkriegszeit in Schweden bis in die 80er Jahre hinein, die als ungelernte Kräfte in Fabriken teilweise in Akkord arbeiten. Sensibel versetzt er sich in deren Lage und schildert so in einem locker und leicht lesbaren Roman ein Stück schwedische Sozialgeschichte. Mankell zeigt in aller Deutlichkeit, dass die Rolle der Frau und deren Rechte sich erst in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben. Des Weiteren beschreibt Mankell ein ganz anderes Schweden. Hier wird kein malerisches Schweden inkl. der wunderschönen Natur dargestellt, sondern ein Schweden mit Fabriken, Hochhäusern, Armut, Alkohol, Brutalität, etc.

Hätte es sich hier um einen neueren Roman von Henning Mankell gehandelt, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Das ist kein „Mankell“ wie man ihn kennt. Aber mit dem Hintergrundwissen, dass es sich um ein „30 Jahre alten Mankell“ handelt, habe ich meine Erwartungen heruntergeschraubt und bin letztendlich angetan von diesem Buch.

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40

06.08.2011

„Schöner Familienroman”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Handlung spielt abwechselnd in der Vergangenheit mit der Hauptfigur Elna. Auch ihre Tochter Eivor und nicht zuletzt Linda, haben ihre eigenen Kapitel.
Teilweise ist die Handlung schwer zu verdauen, da es sich um Vergewaltigung, Eifersucht und Gewalt in der Ehe handelt. Der Schreibstil des Autors ist klar und fließend. Man findet sich schnell in die Geschichte hinein. Daisy Sisters ist einer der wenigen Familienromane, die mir noch lange Zeit in Erinnerung bleiben werden. Für mich war dies ein anspruchsvoller Familienroman, der viel Tiefgang besitzt. Ein Roman, der den Leser nachhaltig beschäftigen kann und zum Nachdenken anregt. Empfehlenswert!

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50

09.06.2011

„Daisy Sisters”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Henning Mankell von seiner ganz anderen Seite. Einfühlsam, tiefgründig. Die Geschichte mehrerer Generationen von Frauen einer Familie, für die die Zukunft nie das ersehnte Glück sondern immer nur Schicksalsschläge bringt. Dabei sieht zumindest für die siebzehnjährige Elna anfangs alles so wunderbar aus. Sie trifft sich mit ihrer Brieffreundin in den Ferien. Unbeschwert und lebenslustig verbringen sie ein paar schöne gemeinsame Sommertage, danach wird nichts mehr so sein wie es einmal war.
Mit den drei Generationen liest man sich auch durch die Zeit, die sehr unterschiedliche soziale, politische und gesellschaftliche Bedingungen stellt. Prädikat wertvoll. Gute schwedische LeseKost!


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30

03.06.2011

„durchaus schön geschrieben aber es fehlt etwas....”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Münster
Das Buch an sich ist tiefgründig und anrührend geschrieben. Es wird über die verschiedenen problematischen Lebensbereiche der Titelfiguren erzählt.
Allerdings kam beim Lesen unweigerlich die Frage auf, wann der entscheidene Punkt der Gesamtgeschichte nun kommt. Durch die vielen Schilderungen der einzelnen Lebensbereiche kam beim Lesen etwas "lange Weile" auf. Insbesondere wenn man sich damit nur schwer identifizieren kann. Mir persönlich fehlt der Anspruch und das Ziel des Buches. Zum Zeitvertreib und abschalten aber sehr passend.

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50

30.05.2011

„Schweden mal anders”

von einer Kundin oder einem Kunden
Als Henning Mankell dieses Buch 1982 schrieb, gab es Abba noch und an einen Polizisten namens Kurt Wallander war noch nicht zu denken.
Die Titelheldinnen sind innige Freundinnen.Ihr Traum von Freiheit endet, als Elna schwanger wird.Henning Mankell schreibt, wie ihre nur wenig geliebte Tochter aufwächst, Mutter wird und sich ihrer verhohlenen Herkunft nie entledigen kann.
Dieser so empfindsame wie engagierte Roman ist ideal zum Abschalten.

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40

28.05.2011

„Spannender Generationsroman ”

von einer Kundin oder einem Kunden

In dem schon 1982 in Schweden erschienenen Roman zeigt sich Mankell von einer ungewohnten Seite. Er erzählt die Geschichte von Elna, Vivi und Eivor und lässt uns teilhaben an ihren Wünschen und Träumen, aber auch an ihren Ängsten und ihrer Verzweiflung. Dabei versteht er es sehr gut, sich in die Gefühlswelt der handelnden Frauen hineinzuversetzen.

Es hat mich berührt zu erfahren, wie die Frauen vor allem mit ihrem Schicksal als alleinerziehende Mütter umgehen, wie sie versuchen auszubrechen, dem Alltag zu entfliehen und ihr Leben zu verändern. Dabei sucht jede auf ihre Art nach dem ganz persönlichen Glück. Aber immer wieder sind es die schwierigen Beziehungen zu Männern, die dafür sorgen, dass sich ihre Träume nicht erfüllen.

Mankell hat die Handlung packend erzählt und spannt mit ihr, im Jahr 1941 beginnend, einen Bogen von 4O Jahren Geschichte.

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50

10.05.2011

„Daisy Sisters”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dass Henning Mankell ein exellenter Schriftsteller ist, hat er mit seinen vielen Fällen des Ermittlers Wallander bewiesen. Jedoch schon mit seinen Roman, die italienischen Schuhe, zeigt er dem Leser, dass noch viele andere Talente in ihm stecken.

Mit seinem Roman „Daisy Sisters“ ist es ihn gelungen, mich ganz persönlich, auf besondere Art anzusprechen. Es ist die Kunst Tiefgründigkeit und Unterhaltung miteinander zu verbinden. So entstand ein wahres Meisterwerk.

Elna und Vivi, beide so herrlich jung, mit Träumen und Hoffnungen, dem Hunger nach Leben und dem Wunsch, dass gerade sie dazu bestimmt sind, etwas Besonderes aus ihrem Leben zu machen.
Vor allem möchten sie der Enge und Spießbürgerlichkeit ihres Alltags entfliehen. Jedoch Elnars hochfliegende Pläne werden vom Schicksal durchkreuzt. Bei einer gemeinsamen Radtour im Sommer 1941 an der norwegischen Grenze lässt Elna sich mit einen Soldaten ein, der sie letztendlich vergewaltigt. Sie wird schwanger und eine Abtreibung misslingt. Sie bekommt ihre Tochter Eivor. Alle Träume und Hoffnungen lösen sich auf.

Auch Eivor hat hohe Erwartungen an ihr Leben, nie soll das ihre so verlaufen wie das ihrer Mutter. Alles nur das nicht. Sie scheint ihrem Ziel ein wenig näher gekommen zu sein, als sie das Elternhaus verlässt und in einer schwedischen Industriestadt eine Anstellung in einer Fabrik findet. Doch das Schicksal wiederholt sich, sie wird ungewollt schwanger, heiratet früh. Sie resigniert nach jeder neuen Schwangerschaft und begräbt ihren Traum von einem selbstbestimmten Leben. Als ihre Tochter Linda erst 18 Jahre alt ist, wird auch sie schwanger. Und so schließt sich der Kreis dieser drei Frauen.

Mankell führt den Leser ganz nah heran an die Romanfiguren. Und nicht selten geschieht es beim Lesen, dass man einst wird mit Eivor, ihre Ängste und Schwächen nachempfinden kann. Oder Elna die an der Sprachlosigkeit leidet, die zwischen ihr und Eivor herrscht. Und doch sind diese zwei Frauen starke Persönlichkeiten, die trotz aller Widerstände ihr Leben meistern. Dieser Roman war für mich genau die richtige Lektüre für meinen Urlaub, abschalten, lesen und am Ende einfach sagen, ja so ist das Leben, eine Wundertüte, man weiß nie was man kriegt.

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40

07.05.2011

„Starke Frauengeschichte ”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Henning Mankell schafft es erneut einen ganz wunderbaren Roman zu schreiben, keinen Krimi, keinen Afrikaroman sondern eine zutiefst berührende Frauengeschichte aus dem Schweden des 20. Jahrhunderts.
Das Buch handelt von zwei Freundinnen, Elna und Vivi und Eivor, der Tochter von Vivi, die alle drei versuchen ihren Traum zu leben und ihn nicht unterwegs zu verlieren, wobei ihnen immer wieder grosse Hürden in den Weg gelegt werden. Das Buch ist so einfühlsam geschrieben und macht einem so deutlich bewusst, was wir in Sachen Emanzipation bereits geschafft haben und was alles noch vor uns liegt. Unbedingt zu empfehlen.

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40

06.05.2011

„Von verlorenen Träumen”

von Michelle Rößner aus Göttingen
Ein Buch für mehrere Generationen über zerplatzte Träume und unerfüllte Wünsche: im Kriegsommer 1941 wird die siebzehnjährige Elna während eines gemeinsamen Urlaubs mit ihrer Freundin Vivi Opfer einer Vergewaltigung. Ihrer daraus resultierenden Tochter Eivor widerfährt später ein ähnliches Schicksal. Beide Frauen wollen in jungen Jahren ihrer sozialen Armut und der Enge der schwedischen Provinz entfliehen, scheitern jedoch kläglich. Grund dafür sind zum einen die zeitgeschichtlichen Umstände, zum anderen aber vor allem unglückliche Beziehungen und Familie. Auch Eivors Tochter erwartet schließlich sehr früh ihr erstes Kind - dennoch wird es für sie in den 70er Jahren einfacher werden, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Mankell hat mit seinem in Schweden bereits 1982 veröffentlichten Roman ein genaues Zeitpanorama entworfen und zeigt, wie sich die Geschichte einer Familie immer wiederholt, während sich die Zeit weiterentwickelt. Manchmal etwas klischeehaft - dennoch äußerst lesenswert!

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40

02.05.2011

„Spannende Lebenswirklichkeit”

von einer Kundin oder einem Kunden
Kein neuer Mankell und kein Kriminalroman. Lange bevor Mankell mit seinen Wallander-Krimis und seinen Afrika-Büchern berühmt wurde, ist dieser Roman 1982 in Schweden veröffentlicht worden. Aber schon in diesem frühen Werk sind die Qualitäten seines Schreibens, die seine Leser so schätzen, vorhanden: seine Fähigkeit, Charaktere überzeugend und einfühlsam zu gestalten, plausible und glaubwürdige Handlungsabläufe, die deutliche und zupackende Sprache, sein sozialkritischer und realistischer Stil. In „Daisy Sisters“ beschreibt er das Leben von drei Frauen, ihre Erfahrungen mit ihren verschiedenen Vätern und Männern, mit dem Erwachsenwerden, und dem Zurechtkommen mit einer sich ständig verändernden Umwelt und Gesellschaft. Der Roman beginnt mit einem Prolog im Jahre 1977 und springt dann zurück in die späten dreißiger Jahre, um mit der Geschichte einer der Hauptfiguren, der damals siebzehnjährigen Elna, zu beginnen. Allerdings ist er komplett in der Gegenwartsform geschrieben, was dazu führt, dass sich beim Lesen eine eindringliche Vergegenwärtigung einstellt, man fühlt sich den Figuren nahe, gewissermaßen an ihrer Seite. „Daisy Sisters“ verfolgt das Ringen von Frauen aus dem schwedischen Arbeitermilieu nach dem zweiten Weltkrieg bis in die siebziger Jahre. Mankell gelingt eine treffende Darstellung ihrer Lebenswirklichkeit, er versetzt sich sensibel in ihre Lage und in ihre Zeit. Durch seinen fast dokumentarischen, nüchternen Stil kommen keine leidenschaftlichen Gefühle auf. Aber das ist dem Gegenstand angemessen, denn er führt nicht nur individuelle Lebensschicksale vor, sondern zeigt Zusammenhänge auf, schreibt auch ein Stück schwedischer Sozialgeschichte. „Daisy Sisters“ ist ein gut lesbarer, sozialkritischer Roman, der spannend das Leben gewöhnlicher Menschen erzählt.

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