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Name:
Dabis Top 100 Rezensent
Rezensionen:
483 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 431

nicht hilfreich: 349

Rang:
53
Über mich:

lese was mir so unter die Finger kommt und mich interessiert. Dann schreibe ich auch gerne mal eine ausführliche Rezension.

Dabiss Rezensionen

30

27.03.2007

„Nicht der beste Roman von Elizabeth George”

Das junge, amerikanische Geschwisterpaar China und Cherokee River reist nach Guernsey, um Baupläne für ein Museum zu überbringen. Als der Bauherr und Multimillionär Guy Brouard kurz darauf ermordet wird, geraten beide in Verdacht. Nur gut, daß ihre Freundin Deborah und deren Mann Simon St. James, in zahlreichen Mordfällen erprobt, sich der Sache annehmen. Bald entwickelt sich ein komplexes Beziehungsgespinst um die zentrale und exzentrische Figur Guy Brouard, dessen Spezialität es - neben exzessivem Frauenverschleiß - zu sein scheint, Hoffnungen und Energien in anderen zu wecken, um sie dann im Regen stehen zu lassen. Sein für alle Beteiligten überraschendes Testament gibt weitere Rätsel auf. Deborah und Simon finden so genügend Ansatzpunkte, ermitteln jedoch oft in gegensätzliche Richtungen und kriegen sich regelmäßig in die Haare. Anscheinend hat auch die Autorin inzwischen genug von dieser Bilderbuch-Ehe, die Streitereien bleiben jedoch reichlich banal.

Alles in allem ist das Buch von Anfang bis Ende gut durchdacht und logisch aufgebaut, aber wenig spannend. Das Hauptgewicht liegt statt auf spektakulären Handlungen vielmehr auf der Entwicklung der Charaktere sowie unterschwelligen psychologischen Motiven und verschachtelten Beziehungen, und erinnert somit stark an den klassischen Krimistil einer Agatha Christie - was diese jedoch in kurzen Erzählungen meisterhaft schaffte, wird hier - wie viel zu oft bei dieser Autorin - unnötig lange auf 734 Seiten ausgedehnt, so dass man schon ziemliche Ausdauer benötigt, um sich hier durchzukämpfen. Belohnt wird man am Ende mit einer sehr überraschenden und mutigen Auflösung der Story;

3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

27.03.2007

„Zu Recht ein Bestseller!”

Es gibt eigentlich nichts, was Lieutenant Eve Dallas von der New York Police nicht schon gesehen hätte. Mord ist ihr tägliches Geschäft, aber als ein Zimmermädchen im Roarke Palace Hotel von einem Auftragskiller getötet wird, ist schnell klar das jemand versucht, ihrem Ehemann Roarke persönlich zu schaden. Der Täter ist bald darauf entlarvt. Sylvester Yost ist bereits seit vielen Jahren erfolgreich im Geschäft, und zwar so erfolgreich, das er bisher weder von den Geheimdiensten noch von der Polizei gefasst wurde. Eve ist klar: Das muss geändert werden. Und die Zeit rennt, denn der nächste Mord ist bereits in Planung. Und dieser wird schätzungsweise noch viel direkter sein und Roarke mehr treffen.

Umso überraschender ist es das ausgerechnet in dieser Zeit ein alter Freund aus Roarkes Jugendzeit auftaucht, der eigentlich seit Jahren für tot gehalten wird. Mick Connelly kennt Roarke sehr genau, denn zusammen haben sie als Jugendliche in den Straßen von Dublin um das Überleben gekämpft. Roarke lädt seinen alten Freund in sein Haus ein, eine Situation an die Eve sich erst gewöhnen muss, doch da schlägt der Killer wieder zu ...

Selbst nach so vielen Romanen um das Ehepaar Eve und Roarke wird es dem Leser nicht langweilig. Gekonnt kombiniert J.D. Robb (alias Nora Roberts) Spannung und Liebe zu einem einzigartigem Leseerlebnis.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

26.03.2007

„Ein gut zu lesener Krimi!”

Bei einer Rucksacktour durch die Berge Nepals stößt Paul Wood auf eine Leiche. Dem Toten stecken zudem zwei Messer in den Augen. Auf genau dieselbe Art wurde vor einigen Jahren die Freundin von Paul in Afrika ermordet. Ist hier vielleicht ein Serientäter am Werk, der es auf Rucksacktouristen abgesehen hat? Da die nepalesische Polizei den Mord aus touristischen Gründen als Selbstmord darstellt, beginnt Paul selbst mit der Suche nach dem Täter.

Dies Buch ist sicher kein Meisterwerk der Krimikunst, dafür läuft das meiste zu glatt und geradlinig, unerwartete Wendungen gibt es kaum. Die Figuren bleiben relativ blass, man erfährt so gut wie gar nichts über den einzelnen. Trotzdem ist es spannend, wie Paul sich mit Hilfe des Internets auf die Suche nach dem Täter macht. Zudem gelingt es Evans, dem Leser die exotische Kulisse nahezubringen, ohne dabei zu sehr in Landschaftsbeschreibungen auszuschweifen. Wer auf ausgefeilte Charaktere Wert legt, liegt mit diesem Buch sicher falsch. Wer aber eine spannende Geschichte ohne viel Schnörkel mag und dabei auch vor ein paar Internetausdrücken nicht zurückschreckt, ist hiermit bestens bedient.


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