Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Name:
Fl. Kluge
Ort:
Wolfenbüttel
Rezensionen:
259 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 47

nicht hilfreich: 20

Rang:
109

Fl. Kluges Rezensionen

50

12.08.2011

„Mit Ernest Hemingway durch Paris wandern”

Paris - Ein Fest fürs Leben ist das letzte Buch, an dem der Nobelpreisträger Ernest Hemingway (1899-1961) gearbeitet hat. Jetzt, zum fünfzigsten Todestag, erscheint eine Neuauflage seines posthum erschienenen Buches, in neuer, überarbeiteter Übersetzung und in der Urfassung!

E.H. denkt an seine Zeit in Paris zurück, in der er in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als junger Mann und Familienvater, gelebt hat. Sie als Leser streifen mit durch die Straßen, den Cafes, lernen die einfachen Leute und die Künstler kennen, denen Ernest begegnete. In seiner klaren Ausdrucksweise, die voller Kraft und Ehrlichkeit sind, lernen wir auch seine Familie, seine Probleme, aber auch seine glücklichen Momente kennen und lieben. Seine Beobachtungen des Alltags, und die Charakterisierungen bekannter Persönlichkeiten wie Gertrude Stein, Ford Maddox Ford, James Joyce, Scott Fitzgeralds u.v.a. sind eine Lust zu lesen. Sein Humor und seine Melancholie, die in diesem Buch vermittelt werden, sind mit das Beste, was ich von ihm gelesen habe.

Fazit: Wandern sie mit, durch das Paris der zwanziger Jahre. Eines der besten Bücher von Ernest Hemingway. Ein Buch, zu dem man immer wieder greifen wird. Vielleicht setzen auch sie sich in ein Café, und denken dabei an Paris und Hemingway, eventuell in Paris.

50

07.08.2011

„von einer, die dabei war, die weiß, wie Picasso wirklich war”

Die Autorin Fernande Olivier, Begleiterin und zeitweise auch Lebensgefährtin von Pablo Picasso, beschreibt in ihrem 176 Seiten umfassenden Büchlein, ihre Zeit mit dem Künstler Picasso und seinen Freunden in den Jahren 1905 - 1913. In ihren Erinnerungen an Picasso und seinen damaligen Freunden, u.a. Matisse, Max Jacob und Guillaume Apollinaire, u.v.m. wird immer wieder an die gemeinsame Zeit in Paris erinnert, an die Anfangsjahre, an den Kubismus. Diverse Schriftsteller und Maler werden von ihr, zur Freude des Lesers, charakterisiert und sie gibt dabei unverblümt ihre Meinung wieder. Ihre Sprache ist nicht verletzend, sondern erfrischend ehrlich und oft humorvoll. Unterstützt werden diese Erinnerungen durch 30 Bilder, Plastiken, Dokumenten, 28 Fotos auf Tafeln und 16 Zeichnungen. Die Autorin läßt die Zeit vor dem I. Weltkrieg wieder auferstehen und nimmt den interessierten Leser mit nach Paris oder Barcelona, um ihn in den Kreis der Künstler mit aufzunehmen und daran teilhaben zu lassen. Ein erfrischendes, ehrliches und sehr gut lesbares Buch. Eines der wenigen Bücher, die von jemandem geschrieben worden ist, der unmittelbar dabei war, und weiß, wie es wirklich war.

50

31.07.2011

„autobiographische Schriften”

Der Verlag KiWI hat zum 70igsten Geburtstag des Autors Uwe Timm seine biographischen Schriften in einem Band vereint. Der Autor sagt:"Es wird keine Autobiografie von mir geben!" Deshalb muß sich der Leser mit diesem Werk zufrieden geben. Die zwei Erzählungen "Am Beispiel meines Bruders", "Der Freund und der Fremde", sowie die römischen Aufzeichnungen "Vogel, friss die Feige nicht" wurden vom Autor für dieses Buch noch einmal durchgesehen, ergänzt und es wurden noch zwei kürzere Texte, die bisher nicht allein erschienen sind "Warentermingeschäfte oder Die wunderbare Wirklichkeit der Alten Welt" und "Das Nahe, das Ferne", sowie ein Nachwort von Matthias Greffrath, hinzugefügt. Dabei wurden die Schriften nicht nach ihrer Erscheinung, sondern chronologisch geordnet. Die Menschen und Ereignisse, die wichtig im Leben von U.T. waren und auch eine Bedeutung für die Zeitgeschichte Deutschlands darstellen, werden in diesem Buch, genannt. Vom älteren Bruder, der im II. Weltkrieg fiel, über den Freund Benno Ohnesorg, der durch eine Polizeikugel 1967 getötet wurde. Aber auch die Menschen, wie sein Vater, Mutter oder die Schwester, werden in diesem Buch beschrieben und psychologisch verarbeitet. Es gibt einige Bezüge seines Lebens, die später in Romane, Erzählungen oder Novellen Eingang gefunden haben. Herr Timm hat in seiner bekannten, klaren, sehr gut lesbaren Ausdrucksweise, die nie langatmig wird, sondern immer interessant ist, ein Deutschlandbild beschrieben, dass einiges erklärt. Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch viele Leser finden wird!!!

50

14.07.2011

„die Geschichte über die Familie von Greifenklau geht weiter”

Dieses ist der zweite Roman über die Geschichte der von Greifenklaus. Es umfasst die Jahre von 1848 bis 1870. Nach Waterloo und Napoleon I., jetzt Napoleon III. und der bevorstehende Krieg von 1870/1871. Der Leser wird nach Algerien, Berlin und Frankreich mitgenommen und lernt dabei den Sohn und den Enkel derer von Greifenklau kennen. Erneut sind die Themen Liebe, Verrat, Haß, Stolz, Mut und Ehre vorzufinden. Auch alte Bekannte - Sympathische wie auch alte Feindschaften - tauchen auf. Der Leser fiebert mit den Protagonisten mit und nimmt teil daran, wie übel den Greifenklaus mitgespielt wird. Liebes-, Spionage- und Kriminalroman in einem Buch vereint. Karl May ist ein spannender, packender und mitreißendes Buch gelungen, welches seine Fortsetzung in dem Buch "Der Spion von Ortry" findet.

50

09.07.2011

„mit Andreas Kieling unterwegs ...”

Der bekannte Tierfilmer Andreas Kieling nimmt den Leser mit auf eine 1.400 Kilometer lange Wanderung quer durch Deutschland. Mit seinem Hund Cleo wandert er an der ehemaligen Zonengrenze, vom Dreiländereck im Süden bis zum Priwall im Norden, entlang. Dabei läßt er den Leser an besonderen Menschen und ihren interessanten Geschichten, deutscher Geschichte, Natur- und Tiererlebnissen und an seinem ganz eigenem persönlichen Lebensweg, teilhaben. Seine Erlebnisse werden dabei sehr lesenswert, lehrreich, spannend und mit viel Humor erzählt. Dieses Buch wird nicht langweilig - so schön und interessant kann/ist Deutschland. Für A.K. war es eine der emotionalsten Unternehmungen, und wir sind mit dabei! Außerdem wird seine Reise durch viele Fotos ergänzt, die seine Abenteuer noch viel anschaulicher werden lassen. Ein Buch, dass zum Wandern, Sehen und Entdecken einlädt!!!

buch

Freitisch

Uwe Timm

EUR 16,99 *
auf Merkliste

50

30.06.2011

„absolut empfehlenswerte Novelle”

In Uwe Timms Novelle "Freitisch" begegnen sich in Anklam am Mare Balticum, der Ich-Erzähler, ein pensionierter Lehrer für Deutsch und Geschichte, und jetziger Antiquar, und sein früherer Kommilitone "Euler" (Ex-Mathematiker und Ex-Hobbydichter), der jetzt für eine Abfallbeseitigungsfirma ein Terrain sondiert, nach über vierzig Jahren wieder.

In der kurzen Zeit, die ihnen verbleibt, bis "Euler" zum nächsten Termin muß, bei Kaffee und Kuchen, bestimmt immer wieder ein Thema ihr Gespräch, ihre gemeinsame Studentenzeit in München. Ihre Zeit am "Freitisch", die anderen Mitstudenten - der Jurist und der Falkner - und immer wieder der Schriftsteller Arno Schmidt, der eine besondere Rolle im Leben der damaligen Studenten zur Zeit der frühen Neunzehnhundertechziger spielte.

Viele Erlebnisse und Erzählungen der damaligen Zeit kommen bei ihrem Gespräch wieder ans Tageslicht. Anekdoten, mit Humor und Feinfühligkeit beschrieben. U.T. nimmt sich den existenziellen Fragen des Lebens an. Was hätte aus einem werden können. Warum ist man so geworden, wie man ist? Was läßt sich im Leben umsetzen? Wer oder was ist man?

Eine ausgezeichnete Novelle, die zum Schmunzeln und Nachdenken einlädt oder anregt. Es war ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Vor allem die Fahrt zu Arno Schmidt!

50

27.06.2011

„unbedingt lesen”

Karl May läßt seine Geschichte, die Erste von vier Geschichten, die sich um die deutsche Familie derer von Greifenklau und ihrem französischen Familienteil drehen, im Jahre 1814/1815, zur Zeit Napoleons beginnen. Hugo von Greifenklau, ein preußischer Leutnant verliebt sich in Paris in die Französin Margot Richemonte. Trotz der Widerstände ihres Halbbruders (Kapitän Albin Richemonte)und eines Nebenbuhlers, verloben sich die beiden. Dieses bildet den Auftakt zu einer Liebesgeschichte, die sich zu einer Spionage- und Kriminalgeschichte ausweitet, die bis nach Waterloo führt. Vor dem historischen Hintergrund der Napoleonfeldzüge wird eine ausgezeichnete Geschichte gesponnen, in der Napoleon und Feldmarschall "Vorwärts" Blücher eine herausragende Rolle spielen. Die beiden Liebenden müssen nicht nur dem Krieg widerstehen, sondern müssen sich auch vor den Intrigen von Halbbruder Albin und vor den Avancen Napoleons gegenüber Margot, erwehren. Es ist eine Freude, diese spannende und humorvolle Geschichte, die durch die Beschreibungen der verschiedenen Charaktere, Land, Leuten und historischen Hintergründen besticht, zu lesen. Vor allem die Gestalt des humorvollen, kantigen und grantelnden Marschalls Blücher, durch diese Person, gewinnt dieses Buch ungemein. Zwar merkt man dem Buch einige Vorbehalte gegenüber Frankreich an, diese sind aber dem damaligen Zeitgeist zu Schulden und fallen nicht sehr ins Gewicht. Eines der besten Bücher von Karl May, die ich bisher gelesen habe - es geht auch ohne Winnetou und Old Shatterhand.

40

26.06.2011

„humoristische Geschichten”

Horst Evers Buch "Für Eile fehlt mir die Zeit" glänzt auf 222 Seiten mit netten, amüsanten und sehr gut lesbaren Kurzgeschichten. Der Autor nimmt in seinen Kapiteln Alltagssituationen humoristisch aufs Korn. Er erzählt Geschichten über Themen, auf die man selber nur sehr schwer kommt, z.B. über eine Saftpresse als Geschenk, ein fehlendes Säugetier mit dem Buchstaben U, oder über Püree. H.E. beweist in seinen 51 Kapiteln, dass er auch über sich selbst lachen kann. Das Buch fängt sehr gut an und man muß herzhaft lachen, dann folgen einige Kapitel, die meiner Meinung nach, nicht mehr ganz an den Anfang heranreichen und/oder nicht mehr ganz so komisch sind. Zum Schluß hin wird seine Erzählweise aber wieder besser. Insgesamt gesehen verdient dieses Buch noch seine vier Sterne!

50

17.06.2011

„humorvoll und informativ”

Der Comedian John Doyle hat vortrefflich seine amerikanischen Landsleute und seine deutschen Mitbürger charakterisiert. Er erklärt uns auf humoristische/lustige, nette Art und Weise, niemals boshaft oder schadenfroh, unsere Eigenheiten aus der Sicht eines Amerikaners und wie sie auf ihn wirken. Auf 281 Seiten und 41 Kapiteln (von der Anrede, über die Sprache, Sex, Freundschaft, Kultur, etc.), lernen wir auch etwas über J.D. und seine Familie, seine Lebensgewohnheiten, seine An-, Ein- und Aussichten kennen und lieben. John ist ein humorvolles, aber auch sehr informatives Buch gelungen, das nicht trocken Fakten oder subjektive Empfindungen aneinaderreiht, sondern witzig und unterhaltsam in kleinen Geschichten und sich jeweils mit einem Thema befassend, an den Deutschen und ihren Macken heranarbeitet, und diese den amerikanischen Spleens gegenüberstellt.


Weber-Grillspecial
Seelen von Stephenie Meyer

Buch der Woche

Bußestunde Arne Dahl EUR 19,99 *

Autor im Fokus

Silber - Das erste Buch der... Kerstin Gier EUR 18,99 *

Bestsellermehr

Ihre Vorteile