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Wird nicht angezeigt Top 10 Rezensent
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8

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123
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50

22.11.2014

„Jetzt gibt es die erweiterte illustrierte Sonderausgabe als Taschenbuch!”

Edmund de Waal (Großneffe) erzählt seine Familiengeschichte anhand von Gegenständen. Er ist der Erbe der 264 japanischen Netsukes (=Handschmeichler), die sich seit 1860 im Besitz der Familie Ephrussi befinden. Der Bogen der Erzählung spannt sich von Paris über Wien nach Tokio. Beim Lesen wandere ich durch die Häuser der Familie, steige Treppen hinauf, bewundere Gemälde und berühre vorsichtig Gobelins und Tapeten. Aus diesem Blickwinkel erschließt sich mir die Zeit von Proust genauso, wie die von Siegmund Freud. Über die Dreyfus-Affäre kann ich ebenso nachdenken, wie über die Nazis in Österreich am 11. März 1938. Zum Schluss frage ich mich, bei wem die Netsukes wohl um 2160 sein werden ??? Diese neue erweiterte illustrierte Taschenbuchausgabe ist die Übersetzung der englischen "Prachtausgabe". Sie finden hier wunderbare Bilder, z.B. das Paradebett auf S. 50.

buch

Restlaufzeit

Hajo Schumacher

EUR 19,99 *
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50

22.11.2014

„Das ideale Geschenk zum 50. Geburtstag ! !”

So wie Sie Prosinger, In Rente, perfekt zu einem 40. Geburtstag verschenken können, ist "Restlaufzeit" von Hajo Schumacher das ideale Geschenk zum 50.! In dem Alter sollten spätestens die Weichen für ein "gutes, lustiges und bezahlbares Leben im Alter" (= Untertitel des Buches) gestellt werden. Am Anfang störte mich ein bisschen der "flapsige" Tonfall des Autors. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war ich verblüfft und erfreut, welch' eine Fülle von Denkanstößen kommen. Die drei Teile des Textes "Die Lage" = Bestandsaufnahme, "Die Modelle" = Was kann möglich sein?, und "Sechs Wege, das Alter zu entgiften" = Haltungs- und Einstellungsänderungen, machen eine eigene "Meine 24 Vorhaben"-Liste zu einer belastbaren und tragfähigen Zukunftsplanung. Schumacher macht Mut, sich mit dem Thema "längere Lebenszeit mit ziemlich geringen finanziellen Mitteln" zu beschäftigen. Je eher, desto besser!

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50

17.11.2014

„Haben Sie in den 70ern und 80ern studiert? Dann ist das IHR Buch! !”

Wer so um 1950 herum geboren wurde, aufwuchs mit "Arbeiterdiskussionsgruppen", der "Volksuni" und vielleicht sogar in den 70er und 80er Jahren irgendetwas Geisteswissenschaftliches studiert hat, wird von diesem Buch begeistert sein! Alle anderen werden es mit ähnlichem Genuss lesen, wenn Sie Vergnügen an eleganter und intellektueller Prosa haben. Ulrich Raulff (Stationen: FAZ, SZ, Deutsches Literaturarchiv Marbach) erzählt von seinen "wilden Jahren des Lesens" ( = Untertitel des Buches). Diese 170 Seiten zu lesen sind reines, funkelndes Vergnügen! Und alleine so ein Zitat wie auf S.121: "Im selben Maß, in dem man Taubes lauschte, begriff man, wo die wirklichen Gefahren des Geistes lauerten: nicht in den Schriften irgendeines radikalen Denkers, sondern in den abgründigen, immer vom Absturz gefährdeten Strukturen des deutschen Satzes." macht einem sofort die Notwendigkeit klar, dieses Buch zu kaufen. Wenn Sie die ganze Eleganz seines Schreibens ahnen wollen, dürfte schon diese Probe reichen: (S. 170) "Es waren wilde Jahre des Lesens, Heuernte bei Gewitter, hätte Warburg gesagt. Wir mussten schnell sein, die Zeichen standen auf Sturm."

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13.11.2014

„Nagano schickt Sie auf eine Achterbahn der Gefühle!”

Wenn Sie dieses Buch lesen, werden Sie einerseits elektrisiert werden von der Freude, die der Dirigent Nagano von klein auf bei klassischer Musik empfand, andrerseits werden Sie besorgt sein um die Zukunft gerade dieser Musik. Und genau diese Sorgen werden Sie sich während des Lesens auch wegen der Vermittlung von Kunst und Literatur machen! Aber insgesamt werden Sie ein so spannendes und schönes Buch über klassische Musik gelesen haben, dass Sie danach voller Freude Schallplatten, CDs anhören werden, bzw. in's nächste Konzerthaus oder in die Oper eilen werden. Nagano erzählt, wie er in einem kalifornischen Küstendorf aufwuchs. Während seiner Grundschulzeit tauchte dort ein Musiklehrer auf, der es schaffte, buchstäblich alle Kinder, egal aus welcher sozialen Schicht sie stammten, für die klassische Musik zu begeistern. Diese Begeisterung zieht sich durch sämtliche biografischen Kapitel des Buches. Eingestreut sind Texte über Naganos Lieblingskomponisten, z.B. Bach, Schönberg, Beethoven, Bruckner. Und als Kontrapunkt zu diesen begeisterten und begeisternden Kapiteln finden sich viele Seiten, in denen der Dirigent seine Sorge schildert, weil die Vermittlung von Musikwissen, -kenntnissen und -fähigkeiten immer mehr aus den Schulen, dem Unterricht verschwindet. Ähnliches gilt für Kunst und Literatur. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, auf die musische Ausbildung von Kindern so leichtherzig (??) zu verzichten? Wie wird eine Gesellschaft aussehen, in der Kinder immer weniger solche Fertigkeiten erwerben können? Werden Sie nach der Lektüre für sich eine Antwort gefunden haben?

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50

12.11.2014

„Für Alle, die das westliche Berlin der 60er bis 80er Jahre und die Regenbogenpresse lieben!”

Welche Frau kennt ihn nicht, den Friseur Udo Walz? Vielleicht haben Sie schon die Titelbilder der Zeitschrift "Brigitte" vor 50 oder 40 Jahren bewundert und es wird Ihnen erst heute bewusst, wie perfekt da Udo Walz und F.C. Gundlach zusammen gearbeitet haben! Oder Sie haben schon vor Jahren über sein Motto "Das Leben ist keine Generalprobe" zuerst geschmunzelt und dann ernsthaft nachgedacht. Sie haben sicherlich seine Diskretion in seinen Freundschaften bewundert, genauso wie die Hochsteckfrisuren, die er seit Jahrzehnten erschafft. Kurzum, wenn Sie einer lieben Freundin oder einer Frau, der Sie sich verpflichtet fühlen und die Geschichten zum Träumen schätzt, ein schönes Geschenk machen wollen, dann greifen Sie zu diesem Foto- und Textband! Sie halten einen tollen Streifzug durch die letzten Jahrzehnte in Händen und wissen danach:"Jede Frau ist schön", denn Udo Walz wird Sie sehr schnell von seiner beruflichen Maxime überzeugen.

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Boyhood

Richard Linklater

EUR 14,99 *
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07.11.2014

„Über mehrere Jahre hinweg erzählt: ein verblüffend schöner Film!”

Der Regisseur Richard Linklater drehte innerhalb von mehreren Jahren einen Film über eine Familie (in wechselnden Konstellationen). Es ist ein Spielfilm, aber da wir einem Jungen beim Aufwachsen zusehen, wirkt er fast wie ein Dokumentarfilm! Ich bin erstaunt, warum diese Idee offenbar noch niemand vorher verwirklicht hat. Das Ergebnis (älter werden in Echtzeit) ist so verblüffend, wie überzeugend. Der Film bringt mich zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken, zum Eingreifen wollen und zum verzaubert Zuschauen. In einem Wort: perfektes Kino! ! In 10 oder 20 Jahren würde ich zu gerne wissen wollen, was dann aus dem Mann Mason geworden ist. Ob ich mit meinen Prognosen völlig daneben liege. Und ob er immer an die "Zahnseide" gedacht hat, wie ihm eine Lehrerin empfiehlt!

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03.11.2014

„Buschkowsky erklärt Alltag und Realität leicht verständlich und bietet Lösungen an.”

Nach seinem Buch "Neukölln ist überall" lese ich das zweite Buch des Bezirksbürgermeisters von Neukölln wieder mit wachsendem Interesse und Faszination. Ich finde es unglaublich, wie leicht verständlich Buschkowsky mir Zusammenhänge erklärt, Statistiken durchsichtig macht, Positionen bezieht und kluge Anforderungen sowohl an Einwanderer in Deutschland, wie auch an die hier ansässigen "Biodeutschen" stellt. Seinen drei Lebensregeln von S. 11 haben auch Sie sicherlich gar nichts hinzuzufügen! Als ich mit dem Lesen fertig war, hatte ich bei meiner nächsten Tageszeitungslektüre ein "Aha"-Erlebnis nach dem nächsten "Aber-das-hat-doch-Buschkowsky-in-seinem-Buch-angesprochen!"-Gedanken. Froh bin ich über seine Selbstironie und seine zurückhaltenden Argumentationen, bei denen er immer wieder bereit ist, eigene Ratlosigkeit oder auch Wissenslücken zuzugeben. Ich finde das Buch und seinen Autor grundehrlich, humanistisch und seine Vorschläge ausgesprochen konstruktiv!

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50

28.10.2014

„Für Alle, die den Buchhandel lieben und brauchen.”

Petra Hartlieb und ihr Mann Oliver kaufen aus einer Urlaubslaune heraus 2004 eine kleine Buchhandlung in Wien. Und sind nach 10 Jahren immer noch mit Lust, Laune, eigenwilligen Angestellten und genauso eigenwilligen Kunden inzwischen mit zwei Buchgeschäften in der Stadt präsent. Dieses Buch ist ein Kleinod für Alle, die den Buchhandel lieben und brauchen. Sämtliche Freuden (und auch Schrecken) des Berufs werden ausgebreitet. Wenn Sie mit der Lektüre fertig sind, werden Sie sich sofort auf den Weg in "Ihre" Buchhandlung machen. Und wenn Sie unter 20 sind, werden Sie vielleicht ganz ernsthaft überlegen, ob Buchhändlerin,-händler nicht der Traumberuf für Sie sein könnte!! Der Autorin ist etwas ganz Besonderes gelungen: auf 208 Seiten Freude, Glück und Stolz auf einen großartigen Berufsstand zu vermitteln. Danke dafür!

buch

Der Gourmet

Masayuki Kusumi

EUR 14,90 *
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50

27.10.2014

„Auf nach Tokio!!!”

Sie essen gerne? Auch japanisches Essen? Es gibt für Sie nichts Vergnüglicheres, als in einem Sushi-Laden am Band zu sitzen? Dann brauchen Sie ganz dringend dieses Comicbuch! Mit einem Handlungsreisenden sind Sie zusammen in 18 verschiedenen Lokalen in Japan. Sie werden überrascht sein, wie schnell Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen wird!

buch

Die Liegenden

Michele Serra

EUR 16,90 *
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40

27.10.2014

„Beim Lesen ertappe ich mich bei allen hässlichen Gedanken über "die Jugend von heute" !”

Das ist schon ein sehr drastischer, ziemlich böser Text! Hier spricht ein linksliberaler Vater über seinen neunzehnjährigen Sohn, der die Familiencouch belegt, Pizzas bestellt, dreckige Socken verstreut, niemals die Klobürste benutzt und sich mit Grunzen verständigt. Also: ein ganz normaler Jugendlicher. Und genauso, wie der Vater an dem Sohn verzweifelt, verzweifele ich an dem Vater! Wieso putzt er hinter dem jungen Mann her?? Warum schenkt er ihm noch ein Handtelefon zum Geburtstag, wenn er das "Verkabeltsein" des Jungen hasst?? Wer finanziert das alles und warum??? Da der Autor eine Tochter und drei Söhne hat, vermute ich mal, dass dieses Buch völlig frei erfunden ist. Amüsant zu lesen. Leider ein ziemlich unrealistisches "Happyend". Eine "radikalere" Lösung hätte mir besser gefallen.

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