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Drachenwacht

Roman

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Artikeldetails zu Drachenwacht

AutorNaomi Novik

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 20,5 cm

  • ISBN-103-7645-3015-4
  • ISBN-139783764530150
  • Verlag Penhaligon
  • ReiheDie Feuerreiter...
  • ÜbersetzerMarianne Schmidt
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten413
  • Veröffentlicht16.02.2009
  • GenreRoman
  • Gewicht530g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelTemeraire 05. Victory of Eagles

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Leseprobe aus Drachenwacht

Das Zuchtgehege trug den Namen Pen Y Fan, benannt nach dem schroffen, zerklüfteten Einschnitt im Berg, der wie eine Axtklinge aussah. Sein Grat war eisbedeckt, kahl erhob er sich über dem Moorland. Es war ein kalter, nasser, walisischer Herbst, der bereits auf den Winter zuging, und die anderen Drachen waren schläfrig und machten einen gedankenverlorenen Eindruck. Sie interessierten sich für nichts als ihre Mahlzeiten. Einige Hundert der Tiere waren auf dem Gelände verstreut und zumeist in Höhlen oder auf Felsvorsprüngen untergebracht - wo auch immer sie einen Platz gefunden hatten. Man versuchte nicht, es ihnen behaglich zu machen oder für Regeln zu sorgen, sondern kümmerte sich lediglich um ihre Fütterung und den niedergemähten Streifen Grenzland, auf dem nachts Fackeln entzündet wurden, um die Linien zu markieren, die nicht überquert werden durften. In der Ferne funkelten die Lichter der Stadt: verheißungsvoll, aber verboten.
Temeraire hatte nach seiner Ankunft eine große Höhle ausfindig gemacht und von Schutt und Geröll befreit. In ihr konnte er schlafen, doch sie blieb klamm, welche Anstrengungen er auch unternehmen mochte. Er legte sie mit Gras aus und schlug mit den Flügeln, um die Luft in Bewegung zu versetzen, was sich allerdings nur schwer mit seinen Vorstellungen von Würde vereinbaren ließ. Es mochte klüger sein, alle Unbill mit stoischer Geduld zu ertragen, doch war das wenig befriedigend, wenn niemand seine Anstrengungen würdigte. Den anderen Drachen war all das zweifellos vollkommen gleichgültig.
Temeraire war sich sicher, dass er und Laurence das Richtige getan hatten, als sie das Heilmittel nach Frankreich gebracht hatten, und niemand konnte ernstlich anderer Meinung sein. Nur für alle
Fälle jedoch hatte sich Temeraire darauf gefasst gemacht, sich mit Missbilligung oder Verachtung konfrontiert zu sehen, und er hatte sich einige sehr schlagkräftige Argumente zu seiner Verteidigung überlegt. Am wichtigsten war natürlich die Tatsache, dass es eine äußerst feige, verstohlene Art des Kampfes gewesen wäre. Wenn die Regierung danach trachtete, Napoleon zu schlagen, dann sollte sie sich ihm im direkten Kampf stellen, anstatt seine Drachen krank zu machen, um auf diese Weise einen leichten Sieg über ihn zu erringen. Das war, als könnten die englischen Drachen die französischen nicht schlagen, ohne auf einen schändlichen Trick zurückzugreifen. "Und das ist noch nicht alles", fügte er für sich hinzu, "sondern es wären nicht nur die französischen Drachen gewesen, die gestorben wären. Es hätte ebenso unsere Freunde aus Preußen getroffen, die -in ihren Zuchtgehegen eingepfercht - sich ebenfalls angesteckt hätten, und vielleicht hätte sich die Krankheit sogar bis nach China ausgebreitet, und das wäre, als würde man jemandem seine Nahrung stehlen, ohne selbst hungrig zu sein, oder als würde man ihre Eier zerbrechen."
Er trug diese beeindruckende Rede vor der Wand seiner Höhle vor, um sie einzuüben. Man hatte sich geweigert, ihm seinen Sandtisch zur Verfügung zu stellen, und er hatte auch niemanden aus seiner Mannschaft an seiner Seite, der seine Worte für ihn hätte niederschreiben können. Überdies war Laurence nicht bei ihm, der ihm ansonsten dabei geholfen hätte, sich zu überlegen, was zu sagen war. Stattdessen sprach Temeraire seine Argumente immer wieder leise vor sich hin, um sie nicht zu vergessen. Und wenn diese Rechtfertigungen nicht ausreichen würden, um sie zu überzeugen, so dachte er, dann könnte er auch noch darauf hinweisen, dass schließlich er derjenige gewesen war, der das Heilmittel überhaupt nach England gebracht hatte, er und Laurence, zusammen mit Maximus und Lily und dem Rest ihrer Formation. Und wenn irgendjemand das Recht hätte zu entscheiden, mit wem man das Mittel teilen sollte, dann wären sie es. Niemand hätte auch nur davon Kenntnis, wenn es Temeraire nicht gelungen wäre, seine Krankheit in Afrika zu überstehen, wo die Pilze wuchsen, die ihn hatten genesen lassen ...


Er hätte sich die Mühe sparen können. Keiner hatte ihm irgendetwas vorgeworfen; allerdings hatte ihn auch kein Einziger - wie er im Stillen gehofft, aber für recht unwahrscheinlich gehalten hatte - als Helden gefeiert, denn es kümmerte niemanden.
Die älteren Drachen waren keine Wilddrachen, sondern irgendwann aus dem Dienst ausgeschieden, und so interessierten sie sich immerhin ein wenig für die letzten Entwicklungen im Kriegsgeschehen, doch sie waren zerstreut und neigten eher dazu, von ihren eigenen Schlachten in früheren Kriegen zu berichten. Die anderen Drachen waren zwar entsetzt angesichts der Epidemie, jedoch auf eine sehr engstirnige Art und Weise. Es bekümmerte sie, dass sie selbst und ihre eigenen Kameraden krank geworden und einige von ihnen gestorben waren; es beschäftigte sie, dass es so lange gedauert hatte, bis das Heilmittel sie erreicht hatte. Es bedeutete ihnen jedoch überhaupt nichts, dass die Drachen in Frankreich ebenfalls krank geworden waren oder dass sich das Leiden ausgebreitet und Tausende getötet hätte, wenn Temeraire und Laurence nicht das Gegenmittel nach Europa gebracht hätten. Und es kümmerte sie auch kein bisschen, dass die Lords der Admiralität es Hochverrat genannt und Laurence zum Tode verurteilt hatten.
Sie hatten allerdings auch gar keine Veranlassung, sich um irgendetwas zu kümmern. Sie wurden gefüttert, und es gab genug Nahrung für alle. Zwar war ihre Unterkunft nicht eben komfortabel, aber sie war nicht schlimmer als das, woran diejenigen Drachen, die sich zur Ruhe gesetzt hatten, aus den Tagen ihres aktiven Dienstes gewöhnt waren. Keiner von ihnen hatte je von einem Pavillon gehört oder daran gedacht, dass man es ihnen behaglicher machen könnte, als es augenblicklich der Fall war. Niemand musste sich je um ein Ei kümmern; die Wärter des Geheges schafften sie mit unendlicher Sorgfalt fort, um sie in kleinen Wägelchen zu verwahren, die mit
Stroh ausgelegt waren und in denen im Winter zusätzliche Wärmflaschen und Wolldecken die Eier wärmten. Die Wärter erstatteten den Drachen so lange Bericht, bis ein Tier geschlüpft war und damit nicht mehr in ihre Zuständigkeit fiel. Alle wussten, dass die Eier bei ihnen in guten Händen waren - und dass es sogar sicherer war, als sie bei sich zu behalten, sodass auch die Drachen, die selbst keinen Kapitän gewählt hatten, den Wärtern gerne ihre eigenen Eier überließen. Sie konnten nicht weit wegfliegen, denn sie wurden nicht zu einer festgesetzten Zeit, sondern jeden Tag zu einer anderen Stunde gefüttert.

Kurzbeschreibung zu Drachenwacht

Der tiefe Fall des Feuerreiters!


Eigentlich war es eine gute Tat, die französischen Drachen vor einer tödlichen Seuche zu retten - aber in den Augen seiner Landsleute hat Will Laurence dadurch Hochverrat begangen. Er wird angeklagt, degradiert und zurück zur Marine versetzt, während Temeraire in einem Zuchtgehege in Schottland sein Dasein fristen muss.
Doch dann überquert Napoleon mit seiner Armee den Kanal, und es wird schnell klar, dass die britische Admiralität es sich nicht leisten kann, auf einen Drachen wie Temeraire zu verzichten. Und so macht Will Laurence sich auf höchsten Befehl auf den Weg nach Schottland, wo er jedoch nur ein verlassenes Gehege vorfindet. Und damit beginnt für den ein samen Feuerreiter die verzweifelte Suche nach dem Freund, der ihm mehr bedeutet als das eigene Leben ...


Ein neues Abenteuer der Bestsellerautorin Naomi Novik - voll dramatischer Drachenkämpfe, Heldenmut und großer Gefühle.


Autorenportrait zu Drachenwacht

Naomi Novik wurde 1973 in New York geboren und ist mit polnischen Märchen, den Geschichten um die Baba Yaga und den Büchern von J.R.R. Tolkien aufgewachsen. Sie hat englische Literatur studiert, im Bereich IT-Wissenschaften gearbeitet und war außerdem an der Entwicklung von äußerst erfolgreichen Computerspielen beteiligt. Doch dann erkannte Naomi Novik, dass sie viel lieber schreibt als programmiert. So machte sie sich daran, ihren Debüt-Roman zu schreiben, mit dem sie sofort die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen eroberte: "Drachenbrut", den ersten Band um die Feuerreiter Seiner Majestät. Naomi Novik lebt mit ihrem Mann und sechs Computern in New York.

Portrait

Naomi Novik:
Naomi Novik wurde 1973 in New York geboren und ist mit polnischen Märchen, den Geschichten um die Baba Yaga und den Büchern von J.R.R. Tolkien aufgewachsen. Sie hat englische Literatur studiert, im Bereich IT-Wissenschaften gearbeitet und war außerdem an der Entwicklung von äußerst erfolgreichen Computerspielen beteiligt. Doch dann erkannte Naomi Novik, dass sie viel lieber schreibt als programmiert. So machte sie sich daran, ihren Debüt-Roman zu schreiben, mit dem sie sofort die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen eroberte: "Drachenbrut", den ersten Band um die Feuerreiter Seiner Majestät. Naomi Novik lebt mit ihrem Mann und sechs Computern in New York.

Autorenportrait

Naomi Novik wurde 1973 in New York geboren und ist mit polnischen Märchen, den Geschichten um die Baba Yaga und den Büchern von J.R.R. Tolkien aufgewachsen. Sie hat englische Literatur studiert, im Bereich IT-Wissenschaften gearbeitet und war außerdem an der Entwicklung von äußerst erfolgreichen Computerspielen beteiligt. Doch dann erkannte Naomi Novik, dass sie viel lieber schreibt als programmiert. So machte sie sich daran, ihren Debüt-Roman zu schreiben, mit dem sie sofort die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen eroberte: "Drachenbrut", den ersten Band um die Feuerreiter Seiner Majestät. Naomi Novik lebt mit ihrem Mann und sechs Computern in New York.

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40

25.08.2012

„Drachenwacht”

von CarineM
Nachdem Laurence und Temeraire erfolgreich ein Heilmittel für die Drachenkrankheit gesucht hatten, kehrten sie zurück nach England. Temeraire besteht darauf, das Heilmittel auch zu den Franzosen zu bringen. Diese Tat wird allerdings von der englischen Obrigkeit als Hochverrat angesehen. Temeraire wird in ein Zuchtgehege gesteckt und Laurence muss sich vor Gericht für seine Taten verantworten. Drachen werden nicht als denkende Wesen eingestuft, also trägt er die volle Schuld. Als dann aber Napoleon angreift, kann man auf einen so starken Drachen wie Temeraire nicht verzichten und muss notgedrungen auch Laurence freilassen. Er darf nach Schottland zu seinem Drachen reisen. Der ist aber verschwunden, und mit ihm alle anderen Drachen. Diese haben nämlich beschlossen, eine eigene Streitmacht zu gründen.

Der fünfte Band hat mir etwas weniger gut gefallen, als die vorherigen, da ich ihn einfach zu tragisch finde. Für beide Hauptpersonen ist es eine sehr dunkle Zeit, die auf Dauer ziemlich deprimierend ist. Ab etwa der Hälfte des Buches wird es aber besser, es gibt mehr Action. Trotz etwas schwachem Anfang ein gutes Buch

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50

21.07.2011

„Spannend und witzig zu lesen”

von Nali aus Falkensee
Der 5. Teil der Saga ist packend und enthält unvorhersehbare Wendungen. Verschiedene Perspektiven lassen einen an mehreren Orten gleichzeitig den Krieg zwischen Frankreich und England miterleben. In dem Band erfährt man viel über das Wesen von Novik's Drachen, was ihn sehr lesenswert macht!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

27.07.2009

„Lässt auf Fortsetzung hoffen”

von Asti Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Der wegen Hochverrat verurteilte Laurence wird dringend gebraucht - die Franzosen rund um Temeraires Schwester Lien greifen an.
Alleingelassen in einem schottischen Zuchtgehege mobilisiert Temeraire jedoch die anderen Drachen dort, um gegen Napoleon und Lien zu kämpfen.
Seine Drachen-Miliz kämpft an der Seite des Korps und die Schlacht scheint bereits verloren................

3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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0

04.06.2009

„Buchform eine Frechheit”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Rüsselsheim
Ich habe mich lange auf dieses Buch gefreut und war begeistert als meine Frau es mir mitbrachte. Die Ernüchterung kam schnell - es passt von Größe und Optik nicht in die bisherige Reihe - hups eine neue Reihe - dies fiel beim Kauf ausser am hohen Preis nicht auf. Bis heute ist es nur in der Reihe Penhaligon erschienen aber nicht als das bisherige Taschenbuch der ersten 4 Teile. Ich bin sauer und habe das Buch ungelesen zurück gegeben - ich werde es aus Prinzip erst als Taschenbuch kaufen.
Inhaltlich waren die ersten 4 Teile mit 5 Sternen zu bewerten und ich hoffe dieses schließt sich an.
Der Verlag bekommt MINUS 5 Sterne für diese Auflage.

2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Eragon , Markus Heitz - Zwerge, Elfenritter

50

24.02.2009

„tolles buch”

von einer Kundin oder einem Kunden
ich habe das buch in 3tagen gelesen und bin begeistert.
am anfabg steht die suche und als sie sich durch zufall finden beginnt das nächste abenteuer.
fans kauft lest und seit begeistert.
das ende lässt auf folgebücher hoffen

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

12.12.2008

„erwarte die Fortsetzung mit Spannung”

von Hobbyleserin aus Bayern
Hätte Will Laurence nicht gehängt werden sollen?
Wie schön, dass es sich Naomi Novik anders überlegt, ihn begnadigt hat und uns weitere seiner Abenteuer mit Temeraire erzählt!
Ich habe alle Bände mit Spannung gelesen und freue mich schon auf den Neuen.

0 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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