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Kerstin Stutzke aus Berlin Unsere Top-10-BuchhändlerInnen

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1. Band der Dunklen-Mächte-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 24.08.2016

Fünf Jahre ist es her, dass Sebastian Morgenstern die Institute der Schattenjäger angriff und Emma Carstairs zur Waise wurde. Sie hatte Glück im Unglück, sie musste nicht nach Idris, sondern fand ein Heim im Schattenjäger-Institut in Los Angeles, genauer gesagt bei ihrem Parabatai Julian Blackthorn. Geleitet wird das Institut von Arthur Blackthorn, Julians Onkel. Ein Großteil der Verantwortung in dem Institut, gerade im Hinblick auf dessen Bewohner, liegt bei Julian, denn Arthur scheint sich mehr für seine Studien zu interessieren, denn für seine ihm anvertrauten Verwandten. So ist Julian fast eine Art Ersatz-Vater für seine jüngeren Geschwister.


Doch mit dem relativ ruhigen Leben ist es vorbei, als im Großraum L. A. Leichen gefunden werden, doch nicht irgendwelche Leichen, denn diese wurden gezeichnet. Tatsächlich weisen die Toten dieselben Schriftmale auf, die auch Emmas Eltern aufwiesen. Emma sieht endlich ihre Chance gekommen, den Tod ihrer Eltern aufzuklären, denn sie glaubt nicht so recht daran, dass diese von Sebastian ermordet wurden. Leider hat Emma die Rechnung ohne ihre neue Tutorin gemacht, denn diese untersagt ihr diese Ermittlungen.


Allerdings hat Emma da noch ein weiteres Problem, dass sie beschäftigt. Sie und Julian sind Parabatai, sie sind Seelen- und Kampfgefährten, müssen sich immer aufeinander verlassen können und immer für den anderen einstehen, sie dürfen sich lieben wie enge Verbündete, jedoch nicht wie Liebende. Doch genauso empfindet Emma für Julian und auch Julian scheint für Emma mehr zu empfinden, als es die Regeln gestatten ...



Der 1. Band der Dunklen-Mächte-Reihe! Der Plot wurde sehr bildhaft und abwechslungsreich erarbeitet. Interessant fand ich dargestellt, wie es die jungen Leute schaffen, fast autark ein ganzes Institut zu führen, denn auf den eigentlichen Leiter dessen ist wenig Verlass. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Figur der Emma, die zu einer wirklich starken Persönlichkeit herangewachsen ist, aber auch eine empfindsame Seite besitzt, die sie aber nicht jedem offenbart. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, auch wenn es zwischendurch zu einigen Längen kam. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat, ich jedoch auch der Meinung bin, es hätte durchaus an der ein oder anderen Stelle gestrafter sein können.

Lady Midnight
von Cassandra Clare
(17)
Buch
19,99

1. Band der Riley-Blackthorne-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 23.08.2016

Die 17-jährige Riley Blackthorne ist ein fast normales Mädchen. Sie geht zur Schule, macht ihre Hausaufgaben und hilft ihrem Vater bei der Arbeit. Dieser bildet sie auch aus, denn Riley weiß, dass sie unbedingt ihrem Vater nacheifern will. Nur das ihr Vater Paul Blackthorne ist - ein Dämonenfänger und nicht nur irgendeiner - nein, Paul ist legendär. Riley selbst befindet sich noch am Anfang ihrer Ausbildung, sodass sie nur Dämonen der Stufe 1 eigenständig fangen darf, alles darüber hinaus ist noch zu gefährlich für das sie. Obwohl Paul recht gut verdient, geht es den beiden finanziell nicht besonders gut, denn noch sind Schulden abzuzahlen, welche während der schweren und leider auch tödlichen Krankheit von Rileys Mutter aufgelaufen sind.


Die Dämonenfänger sind in einer Zunft organisiert und Riley hat in dieser einen schweren Stand, denn sie ist das einzige Mädchen und wird gerade von den älteren Mitgliedern nicht ernst genommen. Dabei hat sie wirklich Talent und Köpfchen und könnte es weit bringen und unter der Anleitung ihres Vaters wird ihr das auch gelingen. Da sie kleinere Aufträge mittlerweile selbstständig abarbeiten darf und sie auf dieses Einkommen angewiesen sind, geht Riley zu einem neuen Auftrag, dem Fangen eines Dämonen der Stufe 1, in eine Bibliothek, doch von da an geht alles bergab. Bedauerlicherweise bleibt das Missgeschick in der Bibliothek nicht unbemerkt und Riley erlangt eine unrühmliche Bekanntheit. Ihr Leben bricht jedoch vollends auseinander, als Paul eines abends nach einem gemeinsamen Auftrag mit Beck nicht wieder nach Hause kommt.


Paul ist tot und Riley von nun an auf sich allein gestellt. Sie weiß nicht, wie sie die Miete zahlen soll und auch die Schulden sind noch abzubezahlen und dabei hat sie kein nennenswertes Einkommen und kann auch nicht nachts auf Dämonenjagd gehen, um Geld zu verdienen, denn sie muss die Totenwache am Grab ihres Vaters halten, bevor die Nekromanten sich seines Körpers bemächtigen können und ihn zu einem willenlosen Zombie machen, ehe er vollständig verfällt. Tatsächlich wird ihr sogar Geld für den Leichnam angeboten, doch sie kann ihn nicht verkaufen, aber auch nicht verstümmeln, um ihn für die Leichenhändler uninteressant zu machen. Riley ist völlig fertig, zumal sich auch noch der ärgste Konkurrent ihres Vaters "bereit erklärt hat", ihre Ausbildung fortzuführen. Kurz nach Pauls Tod findet Riley heraus, dass er ein Geheimnis hatte ...



Der 1. Band der Riley-Blackthorne-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich dargestellt, wie Atlanta (USA), aber auch andere Großstädte, förmlich überschwemmt werden von Dämonen und wie sich nach und nach herausstellt, dass dies tatsächlich nicht grundlos geschehen ist. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Fasziniert war ich von der Figur der Riley, die trotz ihres Alters bereits über eine taffe Persönlichkeit und einen starken Charakter verfügt. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Figur in den Folgebänden weiterentwickelt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf minimale Längen, fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Riley Blackthorne - Die Dämonenfängerin Band 1: Aller Anfang ist Hölle
von Jana Oliver
(12)
Buch
9,99

3. Band der Geheime-Zirkel-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 23.08.2016

Gemma ist es gelungen, die Magie an sich zu binden, doch sie schafft es nicht mehr, das Tor aus Licht erscheinen zu lassen und somit ist ihr und ihren Freundinnen der Weg ins magische Reich versperrt. Doch dieser Zugang ist essentiell, denn nur da kann Gemma die Magie wieder in sich zum Leben erwecken und gerade jetzt können Gemma, Felicity und Ann die Magie dringend gebrauchen, denn im realen Leben der Mädchen sieht es alles andere als rosig aus.


Felicity soll den langweiligen Horace heiraten und ist von diesen Zukunftsaussichten alles andere als angetan. Doch welche Wahl hat eine junge Frau schon, Ende des 19. Jahrhunderts, wenn es der Wille ihrer Familie ist? Auch Ann muss sich dem Willen ihrer Familie beugen. Das unscheinbare Mädchen, das nur dank einem Stipendium auf der Spence-Akademie ist, muss kurzfristig ihre Arbeit als Gouvernante bei ihren Verwandten antreten. Dort erwartet sie ein tristes Leben, mit unerzogenen Kindern, die jedoch in der Rangordnung weit über ihr stehen. Dabei hat sie eine wundervolle Stimme und könnte mit dieser eine erfolgreiche Schauspielerin werden, doch auch ihr bleibt keine Wahl.


Gemma steht extrem unter Druck, denn auch wenn sie die Magie gebannt hat, anwenden kann sie sie nicht und sie sieht sich innerhalb kurzer Zeit auch noch ihrer Freundinnen und Verbündeten beraubt. Auch ihr Verhältnis zu Kartik, der ihr Wächter ist, ist in letzter Zeit sehr getrübt und als er sich auch noch von ihr abwendet, droht die junge Frau an der verzagten Situation zu zerbrechen. Doch dann wird durch Zufall bei Bauarbeiten ein weiterer Zugang zum magischen Reich freigelegt ...



Der 3. Band der Geheime-Zirkel-Trilogie! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich erarbeitet, aber irgendwie konnte mich die Konstellation der einzelnen Ereignisse nicht so recht fesseln. Lediglich mit der Figur der Ann habe ich mitgelitten, denn ihr spielte das Schicksal wie so oft einen bösen Streich, doch die übrigen Stränge der Geschichte konnten mich nicht begeistern. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Auch in diesem Band konnte mich wieder die Figur der Ann begeistern, denn diese junge Frau ist wirklich vom Schicksal hart geprüft worden. Ihr habe ich von Herzen ein Happy End gewünscht, auch wenn sie nicht immer nur nette Charakterzüge an den Tag legte. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat, auch wenn es mich nicht berauscht zurückließ.

Der Geheime Zirkel 03. Kartiks Schicksal
von Libba Bray
(2)
Buch
12,95

2. Band der Geheime-Zirkel-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 23.08.2016

Noch immer ist Gemma auf der Spence-Akadamie für junge Damen, um ihre Erziehung zu vervollkommnen. Mittlerweile hat sie sich gut im Internat eingelebt und dennoch können sie und ihre Freundinnen es kaum erwarten, dass endlich die Weihnachtsferien beginnen, denn Felicity, Ann und Gemma werden diese in London verbringen. Gemma wird bei ihrem Bruder zu Gast sein, während Ann der Gast von Felicity und ihrer Familie ist. Die Mädchen sind extrem aufgeregt, denn sie werden erstmalig Bälle besuchen können und die jungen Männer der Gesellschaft werden ihnen ihre Aufwartung machen. Gerade Ann ist ganz aus dem Häuschen, denn sie, die aus sehr einfachen Verhältnissen stammt, kann in London ganz aus sich herausgehen, denn niemand weiß, wer sie wirklich ist.


Auch wollen sie in London versuchen, erneut ins magische Reich zu gelangen, was ihnen seit Pippas Tod nicht mehr geglückt ist. Sie wollen so gerne erneut dorthin, denn Pippa wartet dort auf sie und die Mädchen sehnen sich nach ihrer Freundin. Tatsächlich gelingt es ihnen, wieder in das magische Reich einzutreten und Pippa wiederzusehen, doch in Gemma bleibt ein Zweifel zurück - müssen Seelen nicht weitergehen oder sie werden böse? Aber es ist Pippa, ihre Pippa - niemals könnte sie böse werden! Es ist nicht nur schön für die Mädchen, ihre Freundin wieder bei sich zu haben, sondern diese kann ihnen auch helfen, ihre Mission zu erfüllen. Von Kartik, einem Mitglied der Rakschana und Gemmas Beschützer, wissen sie, dass sie den Tempel finden müssen und die Magie in dieser Welt bannen, die durch die unbedarfte Anwendung der Mädchen entfacht wurde.


Gemma weiß, dass ihnen ihre Mission unbedingt gelingen muss, denn ansonsten bekommt Circe, jene Magierin, die vor 20 Jahren versuchte, die Magie an sich zu binden, nach und nach ihre Macht zurück und somit die Möglichkeit, ihre gescheiterten Pläne erneut zu verfolgen, was ein Ende der Welt, wie sie sie bisher kannten, möglich machen würde. Doch neben dieser Aufgabe müssen die Mädchen auch noch irgendwie auf dem gesellschaftlichen Parkett bestehen - was gar nicht so einfach ist, denn Intrigen lauern sowohl in der magischen, wie auch in der realen Welt ...



Der 2. Band der Geheime-Zirkel-Trilogie! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Mädchen hier sowohl mit Schwierigkeiten in der realen Welt, wie auch in der magischen zu kämpfen haben. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. In diesem Band hat mir besonders die Figur der Ann gefallen, denn diese kann einem schon ganz schön leidtun. Sie wird dank ihrer Freundin in eine Welt eingeführt, die sie bis dato nicht kannte und durch Intrigen darin so bloßgestellt, dass ich richtig mit ihr mitgelitten habe. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Der geheime Zirkel 02. Circes Rückkehr
von Libba Bray
(2)
Buch
11,95

1. Band der Geheime-Zirkel-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 22.08.2016

Die 16-jährige Gemma lebte bisher ein behütetes Leben mit ihren Eltern im fernen Indien. Vor kurzem jedoch ist ihre Mutter verstorben, an einer Krankheit, wie es offiziell heißt - Mord, wie Gemma weiß, denn sie war dabei, als ihre Mutter ermordet wurde. Ihr Vater ist "krank", sodass er sich nicht um seine Tochter, die langsam aber sicher eine junge Dame wird, kümmern kann. Tatsächlich ist ihr Vater einem Drogenrausch verfallen und die Droge ist stärker, als seine Verantwortung gegenüber seiner Tochter. Gemmas Bruder sieht sich in der Verantwortung gegenüber seiner Schwester und lässt sie nach England kommen, wo sie auf die Spence-Akademie für junge Damen gehen soll.


Dieses neue Leben ist anfänglich nicht einfach für Gemma. Von der Kleidung bis hin zum Verhalten, alles ist fremdbestimmt - eine neue Welt für dieses bisher relativ freie Mädchen. Doch sie hat Glück im Unglück und findet schnell Anschluss in der Spence. Felicity, Pippa und Ann werden ihre neuen Freundinnen, wobei die ersteren ebenfalls, wie Gemma, aus gutem Hause kommen, während Ann nur dank eines Stipendiums die Schule besuchen kann. Die übrigen Schüler lassen Ann oft spüren, dass sie nicht aus der gleichen gesellschaftlichen Schicht stammt, wie sie selbst.


Auf der Spence-Akademie gibt es ein großes Geheimnis - einer der Flügel ist verschlossen. Es gelingt den Mädchen herauszufinden, dass vor über 20 Jahren dort ein furchtbares Feuer gewütet hat, in dem zwei Schülerinnen seinerzeit umkamen. Seitdem ist dieser Flügel verschlossen. Es gibt auch keine Jahrgangsfotos, auf denen die beiden Todesopfer mit abgebildet sind. Gemma jedoch findet ein Buch mit Aufzeichnungen, die darauf schließen lassen, dass etwa zur Zeit des Feuers, die Verfasserin mit Magie experimentiert hat und in der Lage war, in eine andere Welt zu reisen. Natürlich sind die vier Mädchen wie elektrifiziert, sodass sie selbst einen eigenen Zirkel gründen und des Nachts nicht nur dem strengen Internatsleben entkommen, sondern auch mit den in ihnen wohnenden Kräften experimentieren und tatsächlich gelingt es Gemma, in diese andere Welt zu reisen ...



Der 1. Band der Geheime-Zirkel-Trilogie! Der Plot wurde bildhaft und abwechlsungreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es sich hierbei nicht um einen typischen historischen Jugendroman handelt, sondern es sich eher um ein Jugendbuch mit mystischen Eigenschaften, was ich sehr angenehm fand, denn der historische Part war hier wirklich nur im Hintergrund zu vernehmen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Natürlich besticht in diesem Band vor allem Protagonistin Gemma, die sich plötzlich in einem fremden Land, in einer ihr völlig unbekannten Umgebung wiederfindet und sich hier, alleingelassen von ihrer Familie, ein eigenes Leben aufbauen muss. Den Schreibstil empfand ich als sehr bildhaft erarbeitet, ich konnte mir die Szenen jederzeit vor Augen führen.

Der geheime Zirkel. Gemmas Visionen
von Libba Bray
(30)
Buch
12,95

3. Band der Sturmzeiten-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 22.08.2016

Felicia hat es über die Jahrzehnte geschafft, ihrer Familie zu wirtschaftlichem Erfolg zu verhelfen. Die Familie ist gut situiert, doch Geld ist nicht alles. Untereinander ist das Verhältnis der einzelnen Familienmitglieder eher distanziert zueinander, wirkliche Gefühle scheinen sie einander nicht entgegenzubringen. Felicia ist noch immer in ihrer Spielzeugfabrik tätig, doch sie weiß, dass ihre Zeit gezählt ist, denn so ungern sie es wahr haben will, sie ist nicht mehr die jüngste und sie muss langsam aber sicher das Feld den Jüngeren überlassen. Ihre eigenen Töchter kommen als Nachfolge nicht in Frage, beide sind völlig ungeeignet für eine solche Aufgabe. Doch ihr Enkel Chris scheint das nötige Potential zu haben.


In der Tat scheinen lediglich zwei ihrer Enkel überhaupt das Potential zu besitzen, ihr nachfolgen zu können, doch sie gibt dem älteren den Vorzug und setzt all ihre Hoffnungen in ihn. Chris selbst ist durchaus bewusst, welche Erwartungen auf ihm Lasten, doch er ist jung und eher nicht am materiellen Erfolg interessiert. Vielmehr will er etwas in der Gesellschaft verändern - wie ähnlich er doch seinem Großvater in dieser Beziehung ist. Jedoch kommt er auf Grund seiner politischen Einstellung mit der Polizei in Konflikt und ist somit als Erbe für eine Spielzeugfabrik nicht mehr geeignet.


Nun ist es an Alexandra, in die großen Fußstapfen ihrer Großmutter zu treten. Erstaunlicherweise macht sich die junge Frau, die eigentlich nicht wirklich begeistert von ihrer Aufgabe ist, sehr gut. Es scheint in der Tat so, dass Felicia ihr Erbe in gute Hände gegeben hat, alles läuft wirklich hervorragend - doch dann begeht sie einen folgenschweren Fehler und verliert alles ...



Der 3. Band der Sturmzeiten-Trilogie! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Im Abschlussband kann der Leser Felicias Familie durch die wilden 1970er bis in die 1990er begleiten und erlebt innerhalb der familiären Strukturen u. a. die Wiedervereinigung Deutschlands. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Faszinierend empfand ich die Figur der Alex erarbeitet, denn diese ähnelt in geradezu gespenstischer Art und Weise ihrer Großmutter - sowohl im Privaten, wie auch im Geschäftlichen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen (zumal jetzt auch ein Zeitraum angebrochen ist, den ich zum Teil persönlich erlebt habe) und ich kann abschließend sagen, dass mir auch dieser Abschlussband sehr schöne Lesestunden bereitet hat.

Die Stunde der Erben
von Charlotte Link
(4)
Buch
8,95

2. Band der Sturmzeiten-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 22.08.2016

Felicia ist mittlerweile das Familienoberhaupt geworden. Sie ist verwitwet und musste in den letzten Jahren sich und ihre beiden Töchter alleine durchbringen. Egoistisch und geschäftstüchtig wie sie ist, hat sie diese Aufgabe in den letzten Jahren hervorragend gemeistert. Ihre beiden Töchter sind mittlerweile erwachsen und gehen mehr oder weniger ihre eigenen Wege.


Belle, die davon ausgeht, dass Felicias Ex-Mann Alex ihr Vater ist, ist eine Schönheit geworden und versucht ihr Glück beim Film. Sie heiratet früh und anstelle des großen Durchbruchs bekommt sie ein Kind. Ihre Ehe ist nicht glücklich, zu sehr hängt sie ihren eigenen Träumen von einer großen Karriere nach. Sie sucht ihr privates Glück auch außerhalb ihrer Ehe. Sie ist charakterlich ihrer Mutter sehr ähnlich, sprich egoistisch, doch die Welt wandelt sich - der 2. Weltkrieg steht kurz bevor.


Susanne ist die unscheinbarere von Felicias Töchtern. Sie ist das gemeinsame Produkt zwischen Felicia und ihrem zweiten Mann. Anfangs scheint es so, als würde die graue Maus keinen Mann abbekommen, denn neben ihrer Schwester oder gar ihrer Mutter kann sie einfach nicht glänzen, doch sie lernt einen jungen Mann kennen und der sieht sie als perfekt an, denn sie ist eine gute Deutsche, reiner Abstammung und gewillt, viele Kinder in die Welt zu setzen, wobei hier das Ziel natürlich möglichst viele Söhne sind. Zum Leidwesen von Susannes Mann, einem ranghohen Nazi, bekommen sie drei Töchter - und das alles in den Wirren des 2. Weltkrieges ...



Der 2. Band der Sturmzeiten-Trilogie! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Faszinierend empfand ich es wieder zu beobachten, wie die Jahre vorbeiziehen und dies direkt anhand der Figuren mitzuerleben, in diesem Fall wieder Familienoberhaupt Felicia. Die Figuren fand ich facettenreich erarbeitet. Interessant fand ich, dass ausgerechnet ihre älteste Tochter ihr so ähnlich erarbeitete wurde, wohingegen die jüngere vollkommen gegensätzlich. Den Schreibstil empfand ich als sehr bildhaft erarbeitet, sodass sich jederzeit das Gefühl hatte, direkt vor Ort dabei gewesen zu sein und all diese Familiendramen selbst zu durchleben.

Wilde Lupinen
von Charlotte Link
(3)
Buch
8,95

1. Band der Sturmzeiten-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 22.08.2016

Felicia Degnelly ist sehr behütet auf dem Familiengut in Ostpreußen aufgewachsen. Ihre schönsten Erinnerungen sind mit diesem verbunden, denn sie liebt es zu reiten und ist sehr naturverbunden. Allerdings ist sie auch sehr schön und weiß diese Tatsache durchaus zu ihrem Vorteil zu nutzen, sodass sie vor allem eines ist - eigensüchtig. Auf diesem Gut lebt auch Maksim, der nur wenige Jahre älter ist als Felicia und mit ihm verbrachte sie ihre Kindheit. Aus einer kindlichen Schwärmerei ihm gegenüber wird Liebe, doch Maksim entwickelt eher ein politisches Interesse an der Gesellschaft, denn große Gefühle für Felicia.


Als die Russen in Ostpreußen eindringen, ändert sich alles für die Familie Degnelly. Das Gut in Ostpreußen müssen sie verlassen, doch anstelle mit Felicia zu gehen, entscheidet sich Maksim, sein Glück in Russland zu suchen, zumal er dort von der revolutionären Idee sehr angetan ist. Felicia geht nach Berlin, wo ihre Familie lebt, ist jedoch nach wie vor umtriebig und zieht lieber um die Häuser, denn als gesittete junge Damen Zuhause zu bleiben. Dabei begleitet wird sie von Alex Lombard, einem jungen Mann, ebenfalls aus gutem Hause. Dieser ist sehr angetan von Felicias Schönheit und als beide in einer Bar auf Maksim nebst dessen weiblicher Begleitung treffen, sieht er seine Chance gekommen und macht Felicia umgehend einen Heiratsantrag, den diese, gefrustet wie sie ist, annimmt. Fortan wird sie als Felicia Lombard in München bei ihrem Mann leben.


Die Ehe ist jedoch, gerade auf Grund von Felicias Egoismus, nicht glücklich. Sie lässt ihren Mann genau spüren, dass er nicht derjenige ist, den sie eigentlich wollte. Auch Alex hat sie nicht ganz uneigennützig geheiratet und dennoch, er begehrt diese Frau mehr als alles andere auf der Welt. Endgültig zerrüttet wird diese Verbindung jedoch, als Felicia einen folgenschweren Fehler begeht und damit Alex tödlich verletzt. Doch dies ist nur ein kleiner Teil der Familie, die einem radikalen Wandel in den Wirren des 1. Weltkrieges unterliegt ...



Der 1. Band der Sturmzeiten-Trilogie! Der Plot wurde abwechslungsreich und bildgewaltig erarbeitet. Besonders schön fand ich, wie ich den Wandel der Zeit (hier gerade im Hinblick auf den 1. Weltkrieg) direkt mit einer Figur miterleben konnte, es fühlte sich fast so an, als wäre ich direkt dabei gewesen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Protagonistin Felicia ist sehr eigen, weiß was sie will, aber Himmel, man sollte sich mit ihr niemals anlegen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Sturmzeit
von Charlotte Link
(5)
Buch
8,95

2. Band der Louisa-Clark-Dilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 17.08.2016

Lou(isa) Clark führt ein einsames Leben. Sie lebt in Wills Wohnung, hat einen schlecht bezahlten Job in einer Kneipe am Flughafen und weiß auch sonst nichts mit sich anzufangen. Nach ihrem Leben mit Will ist sie gefangen in der Welt, die ohne ihn irgendwie weitergehen muss. 18 Monate ist es her, dass Will gegangen ist, doch für Lou ist die Zeit seitdem stehengeblieben. Auch mit ihren Eltern hat sie sich nicht wieder versöhnen können, zu tief ist der Graben, der sich zwischen ihnen aufgetan hat. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, dann geht sie gerne auf die Dachterrasse und balanciert auch mal auf dem Gesims herum. Doch an einem Abend erschreckt sie sich und stürzt ab.


Sie hat Glück im Unglück, die Markise eines Nachbarn bremst ihren Fall und so überlebt sie, ist aber schwer verletzt. Mag man etwas Gutes in dem Vorfall sehen, so die Tatsache, dass ihre Eltern sofort an ihr Krankenbett geeilt sind, um ihr beizustehen, als sie von ihrem Unfall erfahren haben. Tatsächlich nähern sie sich sogar soweit wieder an, dass Lou, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, bei ihren Eltern Zuhause weiter an ihrer Genesung arbeiten. Doch sie kann sich nicht ewig dort verstecken, sodass sie schlussendlich wieder in ihr eigenes Leben zurückkehrt und dennoch, es hat sich etwas nachhaltig verändert.


Sie besucht nun wöchentlich eine Trauergruppe, um ihre Trauer um den Verlust Wills endlich verarbeiten zu können und sie erhält unverhofften Besuch. Ein junges Mädchen taucht vor ihrer Tür auf - und offenbart, dass sie Wills Tochter ist, von der er nichts wusste. Bei sich Zuhause hält sie es nicht mehr aus, ihre Mutter ist mit der Erziehung der jüngeren Halbgeschwister überfordert und überhaupt hat niemand dort Verständnis für sie. Man könnte glatt meinen, dass Lily so etwas wie ein rettender Anker ist, den Lou zum Überleben braucht, denn mit ihr ist Will wieder zu einem Teil bei ihr und sie nimmt sich des jungen Mädchens an - ohne zu ahnen, welchen Schlamassel sie sich damit in ihr Leben holt. Aber könnte dies nicht auch eine Chance sein, endlich ihr Leben in eine andere Richtung zu lenken?



Der 2. Band der Louisa-Clark-Dilogie! Der Plot wurde sehr einfühlsam und authentisch erarbeitet. Ich fand es schön zu sehen, wie sich das kleine Häuflein Elend namens Lou langsam aber sicher ins Leben zurückkämpft. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, aber ich muss sagen, ich war von der Figur der Lou doch etwas enttäuscht. Wo war die junge Frau, die vor Leben nur so strotzte, eine krasse Aktion nach der anderen plante und durchzog und in jedes sich bietende Fettnäpfchen trampelte? An ihrer Stelle ist eine sehr einsame junge Frau zurückgeblieben, die nur das Haus verlässt, um zu einem unbefriedigenden Job zu gehen und ansonsten auf der Stelle tritt. Ich hatte schon fast die Hoffnung für Lou aufgegeben, doch ab dem Zeitpunkt, als Lily in ihr Leben tritt, beginnt endlich die Wandlung zurück zu alten Lou, auch wenn diese sehr langsam und teils mit Rückschlägen vonstattengeht. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen (es waren wieder herrlich sarkastische Dialoge mit von der Partie), sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch, trotz der Kritikpunkte, schöne Lesestunden bereitet hat.

Ein ganz neues Leben
von Jojo Moyes
(58)
Buch
19,95

Versunkene Geheimnisse

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 16.08.2016

Marie Vosskamp ist überglücklich, denn sie konnte eine Praktikantenstelle bei einer Seehundrettungsstation in Friedrichskoog an der Nordsee ergattern. Ihr großer Traum ist es, Meeresbiologin zu werden und dieses Praktikum ist der erste Schritt in Richtung ihrer Traumkarriere. Dass sie sich während des Praktikums auch noch fern ihrer Familie aufhält, ist ein Bonus, den es nicht zu unterschätzen gilt. Ihre Mutter ist ein wirklich lieber Mensch, aber recht unbedarft. Ihr Vater ist vor Jahren verschollen und wurde zwischenzeitlich für tot erklärt. Maries Lebensziel ist es, nach ihrem Studium, auf die Suche nach ihm zu gehen.


Soweit noch nicht genug der Dramatik, denn ihre Mutter Viola hat einen neuen Freund. Dieser ist seit kurzem Geschäftsführer des Vosskamp-Familienunternehmens und macht ihrer Mutter sogar einen Heiratsantrag, den diese annimmt. Das ist dann doch zu viel für die junge Frau, die dem neuen Mann im Leben ihrer Mutter nicht so recht über den Weg traut. In Friedrichskoog fühlt sie sich hingegen sehr wohl und gut aufgehoben, sie hat Freundschaften geschlossen und geht voll und ganz in ihren Aufgaben vor Ort auf. Marie hat die Hoffnung, nach dem Praktikum in der Seehundrettungsstation, dort auch noch ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren zu können.


Als sie jedoch die Nachricht erhält, dass ihre Großmutter Clara ins Krankenhaus eingeliefert wurde, muss sie zu ihr, denn zu ihr hatte Marie immer ein gutes Verhältnis. Tatsächlich gelingt es ihr, noch kurz ihre Großmutter zu sehen und ihr sogar von der aufregenden Entdeckung des Wracks des versunkenen Schiffs "Trinity" zu berichten. Marie kehrt nach Friedrichskoog zurück. Sie vertieft die Bekanntschaft zu Schatzsucher Vince, der es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht hat, die Trinity zu bergen. Was Marie zu diesen Zeitpunkt noch nicht ahnt - auf der Trinity ist ein Teil ihrer Familiengeschichte begraben ...



Versunkene Geheimnisse! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass dieses Buch vor Intrigen nur so strotzte - einfach herrlich, wenn nach und nach aufgedeckt wird, wer alles ein falsches Spiel spielte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Gerade Marie hatte es in der Vergangenheit, gerade mit der Problematik ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters, nicht immer einfach und dennoch ist aus ihr eine taffe junge Frau geworden, die weiß, was sie im Leben erreichen will und die bereit ist, für ihre Ziele zu kämpfen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Seefeuer
von Elisabeth Herrmann
(1)
Buch
9,99

 
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