bol.de

Bewerter

Kerstin Stutzke aus Berlin Unsere Top-BuchhändlerInnen

Gesamte Bewertungen 711 (ansehen)


Meine Bewertungen

2. Band der Schauergeschichten-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 10.01.2017

Das Wirtshaus "The Old Inn" ist das Zuhause von Ethan und seiner kleinen Schwester Cathy. Das Haus steht nah am Meer, sodass die Kinder, auch dank der Gästeschar der Vergangenheit, mit schaurigen Geschichten aufgewachsen sind und nach wie vor sind sie von diesen hell auf begeistert. Am liebsten sind ihnen die Geschichten, die auf oder am Meer spielen, denn immerhin gibt es da eine Verbindung zu ihnen selbst.


Die Mutter der Kinder ist bereits verstorben und als beide kurz nacheinander krank werden, geht ihr Vater ins nahe gelegene Dorf, um Hilfe zu holen. Derweil sind die beiden auf sich allein gestellt und als jemand Zugang zum Haus erhalten will, gehen sie davon aus, dass es ihr Vater ist. Doch weit gefehlt - ein Fremder bittet bei einem Sturm um Obdach und die Kinder gewähren es ihm, wird ihr Vater doch auch jeden Moment zurück sein.


Nach einem kurzen Kennenlernen und um zu Zeit zu überbrücken, erzählt ihnen der Fremde schaurige Geschichten rund um das Meer. Schnell vergeht die Zeit, doch der Sturm wütet weiter - wird ihr Vater es rechtzeitig nach Hause zu seinen Kinder schaffen und warum suchte dieser Fremde ausgerechnet im "The Old Inn" Schutz?



Der 2. Band der Schauergeschichten-Reihe! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von gruseligen Kurzgeschichten, die sich rund um das Thema Meer und Seefahrer drehen. Alles in allem fand ich die Geschichten sehr ansprechend, wenn sie auch immer etwas abrupt endeten. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Cathy gefallen, die sofort, wie ich selbst, von dem fremden Seemann fasziniert war und das kleine Mädchen liebt es, sich zu gruseln. Ihr Bruder musste etwas mehr überzeugt werden, war mir aber auch sehr sympathisch. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Schauergeschichten vom Schwarzen Schiff
von Chris Priestley
(12)
Buch (Kunststoff-Einband)
7,99

Eine Leiche, viele Verdächtige und eine Menge Motive

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 10.01.2017

David Bellino ist reich und erfolgreich - doch um diesen Status zu erhalten, ging er in seiner Vergangenheit sehr skrupellos vor. Das blieb nicht ohne Folgen, denn er erhält anonyme Morddrohungen und hat einen Verdacht, wer ihm diese zukommen ließ. Er lädt daher die vier "Hauptverdächtigen", ehemalige Freunde von ihm, ein, um dem auf den Grund zu gehen und tatsächlich, sowohl Gina und Mary, als auch Steve und Nathalie folgen der Einladung. Noch in der ersten gemeinsamen Nacht wird Bellino ermordet.

Die hinzugerufene Polizei in Form von Kommissar Kelly steht vor einem Rätsel, denn augenscheinlich hatte jeder der anwesenden Gäste sowohl die Möglichkeit, als auch ein Motiv, den wohlhabenden Bellino ins Jenseits zu befördern. Auch seine Geliebte Laura könnte ein Motiv gehabt haben. Fest steht, Bellino war alles, nur kein Sympathieträger und dennoch muss jemand für diesen Mord zur Rechenschaft gezogen werden.

Schnell stellt sich heraus, dass Bellino einem jeden der Anwesenden in der Vergangenheit Unrecht angetan hat, ja mit unter sogar ein ganzes Leben zerstörte. Doch welches Motiv ist das stärkste und ganz ehrlich, will man diesen Mord, der nicht unverdient war, überhaupt aufklären?


Eine Leiche, viele Verdächtige und eine Menge Motive! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich erarbeitet. Leider stand für mich ziemlich schnell fest, wie sich in etwa das Buch entwickeln würde und tatsächlich traf dies so ein, sodass ich etwas enttäuscht war, denn von Frau Link bin ich normalerweise eher überraschende Wendungen gewohnt. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Schnell stellt sich der Leser auf die Seite des Täters, denn je mehr man von David Bellino erfährt, desto mehr ist man der Meinung, dass er sein Schicksal verdient hat und noch mehr! Einem solchen Anti-Sympathieträger begegnet man doch eher selten in der Literatur. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat, ich mir jedoch etwas mehr Wendungen / Überraschungen innerhalb des Plots gewünscht hätte.

Schattenspiel
von Charlotte Link
(18)
Buch (Klappenbroschur)
8,99

Vermisst oder tot?

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 10.01.2017

Ein kleines Dorf in England ist die Heimat von Elaine Dawson. Die nicht mehr ganz junge Frau hat ihr ganzes Leben dort verbracht und führt ein sehr einsames Leben. Als sie zur Hochzeit von Rosanna Hamilton in Gibraltar, einer ehemaligen Klassenkameradin, eingeladen wird, will sie dort unbedingt hin und mal etwas anderes als das dörfliche Leben erfahren. Leider kommt sie nur bis zum Flughafen, denn ihr Flug von Heathrow wird wegen Nebels strichen. Aus der Traum - oder auch nicht, denn am Flughafen hat sie einen Mann getroffen, der ihr anbietet, die Nacht in seiner Wohnung zu verbringen und einen Flug am nächsten Morgen zu nehmen - danach wurde Elaine Dawson nie wieder gesehen.

Fünf Jahre später erhält Rosanna von ihrem ehemaligen Chef den Auftrag, eine Artikelserie über Vermisstenfälle zu schreiben. Seit ihrer Hochzeit lebt sie mit Mann und Stiefsohn auf Gibraltar und übt ihren Beruf nicht mehr auf, doch es läuft derzeit nicht allzu gut in der Ehe und von daher nutzt sie die Chance, endlich wieder das zu tun, was sie immer sehr gern getan hat und auch, um sich über die Zukunft ihrer Ehe klar zu werden. Einer der Vermisstenfälle ist ausgerechnet Elaine Dawson, die ehemalige Klassenkameradin, die auf der Reise zu ihrer Hochzeit verschwunden ist.

Sie reist nach London, denn genau hier verschwand Elaine vor fünf Jahren. Zum Teil treiben sie Schuldgefühle an, denn wenn sie Elaine nicht zu ihrer Hochzeit eingeladen hätte, wäre sie nicht verschwunden, auch, wenn beide nie wirklich enge Freundinnen waren. Schnell kann sie den Mann ausfindig machen, der Elaine seinerzeit sein Gästezimmer anbot. Erst nach einiger Bedenkzeit erklärt sich Rechtsanwalt Marc Reeve bereit mit Rosanna zu sprechen, denn diese verhängnisvolle Nacht kostet ihn seinerzeit fast alles - immerhin war er plötzlich Hauptverdächtiger in einem Vermisstenfall. Rosanna ist, auch wenn sie es anfänglich nicht glauben will, sehr angetan von Elaines Retter in der Not und entwickelt sehr schnell Gefühle für ihn. Sie will auf jeden Fall klären, was damals passiert ist, denn nur so kann Marc definitiv von allen Vorwürfen freigesprochen werden. Tatsächlich scheint es so, dass Elaine damals verschwand - doch ist sie wirklich tot? Ihre Spur führt sie in ein kleines Dorf, in dem Elaine leben soll ...


Vermisst oder tot? Der Plot des Buches wurde detailliert erarbeitet. Leider kam es hier zu deutlichen Längen dank vieler unnötiger Passagen, sodass ich das Buch zwischendrin immer mal wieder weglegen musste. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Ich bin mir allerdings nicht sicher, was genau ich von Protagonistin Rosanna halten soll, denn ihre Motive, diesen Vermisstenfall aufzuklären, sind nach ihrem Zusammentreffen mit Marc nicht unbedingt nur rein beruflicher Natur. Die Figur des Marc hingegen fand ich sehr gut erarbeitet, diesem Mann wäre ich mit unter auch verfallen, denn er ist charmant, sieht gut aus und besitzt ein souveränes Auftreten, dass die Menschen für ihn einnimmt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf die oben erwähnten Längen, angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass dies zwar nicht das beste Buch der Autorin ist, ich jedoch nicht davor zurückschrecken werde, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

Die letzte Spur
von Charlotte Link
(23)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

Wo man Gefahren nicht besiegen kann, ist Flucht der Sieg

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 05.01.2017

Eine Frau wird auf dem Meer von einem Ruderboot gerettet. Sie weiß nicht, wer sie ist und wo sie herkommt, auch beherrscht sie die Landessprache nicht. Anhand des Aussehens ihres Retters kann sie nur vermuten, dass sie sich in Südostasien aufhält. An Land und somit in Sicherheit wird sie der örtlichen Polizei übergeben. Die Polizei will ihr nicht glauben, dass sie über keine persönlichen Erinnerungen verfügt und setzt sie massiv unter Druck. Fest steht auf jeden Fall, dass sie angegriffen wurde, denn sie weist Verletzungen auf, die nur auf Grund von Gewalteinwirkung entstanden sein können, nicht auf Grund eines Unfalls. Schnell findet die Polizei heraus, wer sie ist und dass sie international wegen der Entführung eines Kindes gesucht wird. Aus diesem Grund glauben sie ihr nicht, dass sie sich an nichts erinnern kann und überhaupt, wer ist diese Clare Brent, die eines solchen Verbrechens beschuldigt wird?

Ehe sie es sich versieht, landet sie auch schon in einer überfüllten Gefängniszelle. Die Situation erscheint hoffnungslos, denn wenn sie nicht weiß, wer sie selber ist, wie soll sie dann jemanden kontaktieren, der ihr aus dieser misslichen Lage hilft und überhaupt, wenn sie wirklich ein Kind entführt hat, gehört sie dann nicht weggesperrt? Rettung naht jedoch in Form eines Mr. Wilson von der britischen Botschaft und dessen Begleiter, die Clare nach London überführen sollen. Schnell stellt sich der unbekannte Begleiter als Clares Ehemann Paul Brent heraus, doch erinnern kann sich Clare nach wie vor nicht. Auch in der gemeinsamen Wohnung kehrt die Erinnerung nicht zurück, jedoch die Erkenntnis, dass es sich bei dem von Clare entführten Kind um die gemeinsame 5-jährige Tochter Bonnie handelt, die nach wie vor verschwunden ist. Bekannt ist nur, dass Bonnie zuletzt vor vier Tagen in Paris gesichtet wurde, doch seither fehlt von dem Kind jede Spur und nur Clare kann die Frage beantworten, warum sie mit ihrem Kind außer Landes geflohen ist.

Clare kann sich ihr Verhältnis zu Paul nicht so recht erklären, irgendwas scheint in dieser Paarbeziehung nicht zu stimmen, doch eines steht fest, er ist bereit alle Hebel in Bewegung zu setzen, um sein Kind wiederzubekommen. Eine Lösegeldforderung liegt bisher nicht vor und er klammert sich nur noch an die Hoffnung, dass sein kleines Mädchen noch lebt. In seiner Not wendet er sich sogar an einen Privatermittler, dem ihn sein Mentor Terence Huntingdon empfohlen hat, der über Erfahrung im Aufspüren vermisster Personen verfügen soll. Tatsächlich macht dieser einen kompetenten Eindruck, doch Clare ist klar: die Hintergründe um das Verschwinden ihrer Tochter sind in ihr selbst vergraben - sie muss das Trauma, dass die Amnesie verursacht hat, verarbeiten, um an die Informationen rund um Bonnies Entführung zu kommen. Doch noch etwas anderes erfährt sie: augenscheinlich verfügt ihre Tochter über eine Gabe, die Clare selbst erforscht hat und Paul war damit nicht einverstanden. Was genau ist passiert, was sie zu einer Flucht mit ihrer Tochter veranlasst hat und wo ist das Kind jetzt?


Wo man Gefahren nicht besiegen kann, ist Flucht der Sieg! Der Plot des Buches wurde spannend und mit überraschenden Wendungen erarbeitet. Mich hat die gesamte Thematik des Buches einfach fasziniert, denn zum einen gibt es eine Mutter, die auf Grund einer traumatischen Erfahrung ihr Gedächtnis verloren hat und dann gibt es da noch ein Kind, dass durch eine einzigartige Inselbegabung in höchster Gefahr schwebt und verschwunden ist. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Von der Figur der Clare war ich schlicht begeistert, denn obwohl sie sich nicht an ihr eigenes Leben erinnern kann, so weiß sie doch instinktiv, dass sie alles für ihr Kind tun würde und niemandem trauen kann. Auch die Figur des Pauls hat es mir sehr angetan, denn obwohl zu Beginn nicht ersichtlich ist, wie er wirklich in dieser Situation agiert, so brachte er doch immer wieder Facetten seiner Persönlichkeit zur Anwendung, mit denen ich so nie gerechnet hätte. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch mörderisch-spannende Lesestunden bereitet hat.

Black Memory
von Janet Clark
(14)
Buch (Paperback)
12,99

Gnadenlose Rache

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 05.01.2017

Die 33-jährige Kathleen Shade führt ein eher zurückgezogenes Leben. Sie lebt in Washington D. C. und bekommt ihre Arbeit per Post zugeschickt, denn sie schreibt eine Kolumne namens "Urteil" für das Frauenmagazin ´90s Woman und kann demnach ihrer Tätigkeit auch von Zuhause aus nachgehen. Leben kann die studierte Soziologin von diesem Job nicht, doch er macht ihr Spaß und da ihr Vater sehr vermögend ist, unterstützt er sie von Zeit zu Zeit. Finanziell ist sie also nicht auf ihrem Job abgewiesen, doch es macht ihr Freude, Menschen in schwierigen Alltagssituationen zur Seite zu stehen. Ihr großer Traum ist es jedoch, als Schriftstellerin ein Buch zu veröffentlichen. Mit der wöchentlichen Lieferung der Leserpost erhält Kathleen jedoch eine Sendung, der ihr Leben von Grund auf verändern wird, denn eine (weibliche) Person bietet ihr an, Kathleen die Geschichte ihres Lebens zu erzählen und bietet Kathleen an, diese zu veröffentlichen. Die Sendung erhält zusätzlich zu der Nachricht noch eine Zugabe - die Kathleen sofort veranlasst, die Polizei hinzuzuziehen.

Der 36-jährige Lieutenant Jeffery Spence ist ausgebildeter Psychologe und der Polizist, der ihr für diesen Fall zugeteilt wurde und eines steht auf den ersten Blick fest: die beiden können einander nicht ausstehen. Spence hält nicht viel von Kathleen, immerhin schreibt sie eine Kolumne in einer Frauenzeitschrift und generell kann er nicht viel mit Frauen anfangen, denn er ist homosexuell, was seinen Stand bei der Polizei nicht unbedingt einfacher macht. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der "Zugabe" um ein Körperteil von Stephen W. Calabrice handelte, dessen Leiche bereits aufgefunden wurde. Kathleen selbst kennt das Opfer nicht und kann daher keine Verbindung herstellen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf die nächste Nachricht der Killerin zu warten.

Lange müssen sie nicht darauf warten, denn sie schlägt immer schneller und mit einem immer höheren Gewaltpotential zu. Anschließend berichtet sie Kathleen von ihren Taten und so grausam diese auch sein mögen, Kathleen ist dennoch fasziniert von dieser Frau. Allerdings ist noch immer unklar, um wen es sich dabei handelt - fest steht nur: sie pflastert die Stadt mit Leichen förmlich zu. Da das Verhältnis zwischen Spence und Kathleen nach wie vor sehr angespannt ist, geht sie teilweise ihre eigenen Wege, ohne diese mit der Polizei abzusprechen. Im Rahmen einer Lesung lernt sie den Dichter Maxwell Platt kennen und die beiden kommen sich sehr schnell näher, sehr zum Missfallen von Spence, der eh keine besonders hohe Meinung von Frauen hat und hier eher die Gefahr sieht, dass Platt auch ins Visier der Serienkillerin geraten könnte. Doch nach langer Zeit ist Kathleen endlich mal wieder glücklich und möchte diese Zeit einfach nur genießen, denn abgesehen von den schrecklichen Folterberichten, die sie nach wie vor regelmäßig auf unterschiedlichen Wegen erhält, ist ihr Leben einfach nur wundervoll. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt - Kathleen wurde nicht zufällig ausgesucht, sie und die Täterin haben teilweise eine gemeinsame Vergangenheit ...


Gnadenlose Rache! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor den Leser in den Kopf der Killerin blicken lässt und man sie als Leser auch bei ihren Taten begleitet. Hierdurch offenbarte sich nach und nach der Grund, warum sie all diese bestialischen Morde begangen hat und ganz ehrlich, es gab durchaus auch Opfer, die es verdient hatten. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Interessant fand ich, dass keiner der Protagonisten dem unbeschwerten Menschentyp entsprach, wie es so oft der Fall ist. Tatsächlich hatten hier alle eine teils sehr harte Vergangenheit, die sie bis in die Gegenwart verfolgt hat und noch immer an ihnen nagte. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, ist die Tatsache, dass sich mir die Figur der Killerin nicht in voller Gänze erschlossen hat, denn ich habe noch nicht einmal ihren Namen erfahren, wohl aber einen Teil ihrer bestialischen Vergangenheit. Den Schreibstil empfand ich als spannend und sehr realistisch zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch fesselnde Lesestunden bereitet hat und dieses Buch das erste des Autors gewesen sein mag, das ich gelesen habe, jedoch bestimmt nicht das letzte.

Porträt der Psychopathin als junge Frau
von Elizabeth Steffen
(5)
Buch (Taschenbuch)
13,95

Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 02.01.2017

Es ist kurz vor Weihnachten und Simon, der bisher in seinem Leben nicht wirklich was auf die Reihe gekriegt hat, will eigentlich das bevorstehende Weihnachtsfest mit seiner 12-jährigen Tochter und seinem 9-jährigen Sohn in Südfrankreich im Hause seines Vaters verbringen. Der Übersetzer freut sich schon sehr auf das ruhige Weihnachtsfest mit den beiden, doch diese machen ihm (mit Hilfe ihrer Mutter) einen Strich durch die Rechnung, denn sie wollen nicht nach Frankreich und ein ödes Weihnachtsfest mit ihrem Vater verbringen. Diese Situation ist typisch für Simons Leben, denn nach der Trennung von seiner jetzigen Ex-Frau Maya hat sie die Kinder bekommen und nutzt diese als Druckmittel gegen ihn, sodass Simon nichts anderes übrig bleibt, als nach ihrer Pfeife zu tanzen, wenn er seine Kinder überhaupt noch sehen will. Auch seiner neuen Beziehung zu Kristina tut diese Situation nicht gut, denn obwohl die beiden schon seit sechs Monaten zusammen sind, hat er ihr immer noch nicht seine Kinder vorgestellt und wenn seine Ex-Frau ruft, lässt er bei Kristina alles stehen und liegen, um sich um die Kinder zu kümmern. Kristina ist nicht auch gewillt, so kurzfristig zu springen und Simon zu begleiten, jetzt, wo seine Kinder ihm abgesagt haben. So macht er sich allein auf den Weg.


Ein Strandspaziergang soll jedoch Simons Leben nachhaltig verändern, denn er trifft auf eine junge Frau in Not. Diese ist in ein Apartment eingestiegen und wurde vom Hausmeister erwischt. Es kommt zu einer Szene am Strand, die darin gipfelt, dass der Hausmeister die Polizei rufen will, um die junge Frau verhaften zu lassen. Simon mischt sich, entgegen seiner Art, ein und gibt dem Hausmeister Geld für die Reparatur des aufgebrochenen Schlosses und kann so die Gemüter beruhigen. Eher widerwillig nimmt er sich anschließend der jungen Frau, die sich als Nathalie vorstellt, an. Er will ihr eigentlich nur etwas zu Essen besorgen und sie dann ihre Wege ziehen lassen, doch ehe er es sich versieht, ist sie bei ihm vorübergehend eingezogen. Als sie ihm offenbart, dass sie einen Mann getötet hat, der sie vergewaltigen wollte, ahnt er, dass er sich mit ihr eine Menge Ärger ins Haus geholt hat. Tatsächlich weigert sie sich nach wie vor beharrlich, die Polizei hinzuzuziehen, obwohl klar ist, dass sie auf der Flucht vor irgendwem ist und sie spricht ständig von ihrem Freund, Jerome, den sie treffen will und dass dann alles gut werden würde.


Derweil kämpft Kiril in Bulgarien um das Überleben seiner Frau und seiner fünf Kinder. Vor etwa einem Jahr kam er mit seiner Familie nach Sofia, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, doch als er seine Arbeit verlor, häuften sich die Schulden an allen Ecken und Enden an. Seine Frau Ivana hat zu tun, die Familie mit dem wenigen, was sie haben, über Wasser zu halten und die Situation wird immer schlimmer. Zwar gelingt es Kiril immer mal wieder, von seinem Freund Dano Geld zu leihen, doch dieser drängt nunmehr auf die Rückzahlung der Schulden, die Miete ist seit mehreren Monaten nicht bezahlt und die Kinder haben für den kalten Winter in Sofia keine ausreichend wärmende Kleidung. Als Dano Kiril von einer Bekannten erzählt, die eine Modelagentur hat und ihm die Tatsache offeriert, dass seine älteste Tochter Ninka durchaus das Zeug zu einem Topmodel hätte, will Kiril diese Chance ergreifen. Wenigstens eines seiner Kinder soll die Möglichkeit zu einer besseren Zukunft haben und auch wenn Ivana wenig angetan davon ist, dass ihre älteste Tochter nach Rom gehen soll, so schafft es die Leiterin der Agentur, Vjara, zumindest Kirils und Ninkas Bedenken zu zerstreuen und es winkt ein hoher Vorschuss auf ihre Arbeit, wovon die Hälfte an die Eltern ausgezahlt würde, womit das Überleben der übrigen Familienmitglieder gesichert wäre. Schnell ist man sich einig und Ninka sehr aufgeregt, immerhin steht ihr eine große Karriere bevor - doch nach ihrer Abreise hören weder Kiril noch Ivanka etwas von ihrer Tochter ...



Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Schnell stellte sich die Grundthematik des Buches heraus und dennoch schaffte es die Autorin immer wieder, mich mit Wendungen innerhalb des Plots zu verblüffen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass mir keiner der Protagonisten sonderlich sympathisch war. Weder Simon noch Nathalie konnten etwaige Sympathien meinerseits erringen, hingegen war ich von der Figur der Ivana regelrecht entzückt, denn wenn sie auch am Anfang des Buches etwas passiv wirkt, so stellt sich doch schnell heraus, dass in ihr das Herz einer Löwin schlägt, die nicht gewillt ist, eines ihrer Kinder seinem Schicksal zu überlassen. In der Paarbeziehung Kiril / Ivana ist sie eindeutig die stärke, auch wenn es am Anfang nicht so erscheint. Den Schreibstil empfand ich als spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch wundervolle Lesestunden bereitet hat und gerade die Grundthematik des Buches hat mich auch sehr angesprochen.

Die Entscheidung
von Charlotte Link
(48)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,99

Die Rachegötter schaffen im Stillen

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 02.01.2017

Rebecca Brandt hat mit ihrem Leben abgeschlossen. Den plötzlichen und unerwarteten Tod ihres Mannes hat sie einfach nicht verkraften können, die Welt erscheint ihr leer und einsam und da sie keine festen Bindungen hat, beschließt sie, sich das Leben zu nehmen. Es soll einfach nur vorbei sein, das, was man "Leben" nennt. Doch noch bevor sie ihren Vorsatz in die Tat umsetzen kann, klingelt nach Wochen des Schweigens das Telefon. Maximilian Kemper, ein Freund ihres verstorbenen Mannes, ist in der Gegend und sagt seinen Besuch an.

Rebecca ist wenig angetan von der Nachricht, hält diese sie doch davon ab, das zu tun, was sie beabsichtigt hat. Dennoch macht sie sich auf den Weg und besorgt Lebensmittel für den bevorstehenden Besuch. Maximilian erscheint jedoch nicht allein. Er hat unterwegs Inga und Marius aufgegabelt, die im Zuge einer Weltreise in der Gegend gestrandet sind. Die beiden sind finanziell abgebrannt, sodass Rebecca sie kurzfristig aufnimmt. Marius schafft es irgendwie, Rebecca zu bezaubern, auch wenn sie nach wie vor nicht von ihrem Plan abweichen will, doch dieser junge Mann hat etwas, das sie für ihn einnimmt, sodass sie zustimmt, dass das junge Ehepaar eine Fahrt mit der Libelle machen darf - dem geliebten Schiff ihres verstorbenen Mannes, das im örtlichen Hafen vor Anker liegt. Die Fahrt verläuft jedoch nicht ohne Probleme, denn die Beiden geraten in einen Sturm und anstatt in den Hafen zurückzufahren, will Marius das Schiff stehlen und veräußern. Schlussendlich geht Marius über Bord und Inga schafft es mit letzter Kraft, das Schiff wieder zum Hafen zu bringen. Trotz dieser Vorkommnisse nimmt Rebecca die mittellose Inga erneut auf. Doch Marius ist nicht fern ....

Derweil erhalten in München Clara, Agneta und Sabrina anonyme Drohbriefe. Vor Jahren waren alle drei im Kinderschutz tätig, sei es beim Jugendamt gewesen oder bei sozialen Institutionen zum Schutz von Kindern. Die ist die einzige Gemeinsamkeit, die die drei haben, sodass ihnen schnell klar wird, dass, wer auch immer ihnen diese Briefe geschrieben hat, ein Teil dieser Vergangenheit sein muss. Doch damit nicht genug. Ebenfalls in München werden die Leichen des Ehepaars Lenowsky aufgefunden. Diese verfügten über keine bzw. sehr wenige soziale Kontakte, sodass die Leichen erst nach einiger Zeit entdeckt wurden, doch eines steht sofort fest: beide starben keines natürlichen Todes. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt - beide waren vor Jahren Pflegeeltern ...


Die Rachegötter schaffen im Stillen! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass mir am Anfang des Buches nicht klar war, wohin sich die Geschichte entwickelt und auch zum Ende hin noch mit einigen Überraschungen aufwartete. Etwas schade fand ich, dass ich den Täter relativ schnell entlarvt hatte, was jedoch der Spannung wenig Abbruch getan hat. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders fasziniert war ich von der Figur der Rebecca, denn obwohl sie mit ihrem Leben eigentlich schon abgeschlossen hat, ist sie dennoch nicht bereit, kampflos aufzugeben und nimmt ihr Leben wieder in die eigene Hand. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Der fremde Gast
von Charlotte Link
(20)
Buch (Klappenbroschur)
9,99

6. Band der Young-Sherlock-Holmes-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 01.01.2017

Ein Jahr ist es her, dass der junge Sherlock Holmes das letzte Mal britischen Boden unter den Füßen hatte, denn sein letztes Abenteuer hatte ihn unfreiwillig ins Reich der Mitte geführt, wo es ihm gelungen ist, ein Komplott aufzuklären. Doch nun ist er endlich auf den Weg zurück in seine Heimat oder zumindest in die Nähe, denn Irland ist das Ziel. Sherlock ist jedoch nicht mehr der unbeschwerte junge Mann, der er vor seiner Abreise war, denn ein Brief von Virginia, der Tochter seines Lehrers Amyus Crowe, der er sehr zugetan war, dämpft seine Freude auf ein Wiedersehen sehr.

Gleich bei seiner Ankunft fällt ihm eine Kutsche aus, die nicht so recht ins Bild passen will und tatsächlich befindet sich in dieser Mycroft, Sherlocks Bruder. Sherlock freut sich, seinen Bruder nach so langer Zeit wohlbehalten wieder zu sehen, doch leider ist dieser nicht in Irland, um seinem Bruder einen herzlichem Empfand zu bereiten, sondern ist im Auftrag der britischen Regierung vor Ort und Sherlock soll ihm bei diesem Auftrag mit seinem Spürsinn helfen.

In Irland soll sich ein Medium aufhalten, welches an eine Regierung (natürlich die meistbietende) "versteigert" werden soll. Tatsächlich erscheint es so, dass dieses Medium mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen kann und ihm Geheimnisse offenbart werden, die es eigentlich nicht wissen konnte. Einige Regierungen sind sehr an dem Medium interessiert und haben Vertreter geschickt, um die Echtheit zu prüfen und ggf. Gebote abzugeben. Auch Mycroft ist mit diesem Auftrag vor Ort und wie sein Bruder, so kann auch Sherlock nicht wirklich glauben, dass alles so ist, wie es den Anschein hat, denn mal ehrlich - so etwas wie Geisterbeschwörer gibt es nicht! Zumindest Sherlock ist davon überzeugt und es muss schon ganz außergewöhnliches passieren, bevor Sherlock seine Meinung ändert - im Gegenteil, er will hinter das Geheimnis des Mediums kommen. Doch schon bald gibt es den ersten Toten in diesem Bunde ...


Der 6. Band der Young-Sherlock-Holmes-Reihe! Auch dieses Mal wurde der Plot wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Ich bin immer wieder fasziniert, in welche Situationen der Autor seinen jungen Protagonisten hineinführt, denn bisher ähnelte keines von Sherlocks Abenteuern dem anderen und er ist für seine jungen Jahre schon verdammt weit in der Welt rum gekommen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt hat mich in diesem Band die Figur des Sherlock, der in seinem Jahr "Auslandsaufenthalt" deutlich gereift ist und einen Teil seiner kindlichen Unbefangenheit abgelegt hat, denn mit dem Brief, den Virginia ihm schrieb, änderte sich für Sherlock alles und auch an seinem Auftreten merkt man diese Veränderung deutlich. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat und ich mich jetzt schon sehr auf das nächste Abenteuer mit dem jungen Sherlock freue und gespannt bin, wohin mich dieses führen wird.

Der Tod ruft seine Geister / Young Sherlock Holmes Bd.6
von Andrew Lane
(2)
Buch (Taschenbuch)
9,99

5. Band der Young-Sherlock-Holmes-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 01.01.2017

Endlich hätte etwas Ruhe ins Leben des jungen Sherlock Holmes einkehren sollen - immerhin ist es ihm gelungen, seinen 4. Fall erfolgreich zu lösen und das Beste natürlich, Ms Eglantine, die ehemalige Haushälterin seines Onkels auf Holmes Manor ist noch immer von dannen. Von nun an sollen Ruhe und Frieden auf dem Landsitz der Familie herrschen, doch leider nicht für Sherlock, denn dieser wird, noch bevor er die Heimreise nach Holmes Manor antreten kann, verschleppt bzw. bei einer Attacke verliert er das Bewusstsein und als er wieder zu sich kommt, befindet er sich auf einem Handelsschiff auf dem Ozean - mit Ziel Shanghai.

Als blinder Passagier an Bord bleibt Sherlock, zumal ohne finanzielle Mittel, keine andere Möglichkeit, sich der Mannschaft anzuschließen, nach Shanghei mitzureisen und sich seine Überfahrt durch harte Arbeit zu verdienen. Von Shanghai aus will er den Rückweg nach England antreten. Obwohl die Situation ausweglos erscheint, zumindest bis zu seiner Ankunft im fernen Reich der Mitte, so macht er doch das Beste aus der Situation und es gelingt ihm auch, mit harter Arbeit, den Respekt seiner Schiffskameraden zu erringen und mit dem Schiffskoch Wu Chung freundet er sich sogar an. Dieser macht ihn mit der Kunst des Tai-Chi vertraut.


In Shanghai angekommen, macht Sherlock Bekanntschaft mit der Familie von Wu Chung und will wirklich nicht lange bleiben, bis das Unfassbare passiert. Wu Chung wird von einer Schlange gebissen und kämpft mit dem Tode. Als im ganzen Haus jedoch kein entsprechendes Tier aufgespürt werden kann, schöpft Sherlock Verdacht, dass die Wunde des Schiffskochs vielleicht doch nicht von einer Schlange stammt. Hatte vielleicht sogar jener seltsame Passagier auf dem Handelsschiff etwas damit zu tun, der Sherlock von Anfang an etwas suspekt vorgekommen ist? Sherlock beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und muss mit Erschrecken feststellen, dass Wu Chung nicht das einzige Opfer dieser "Schlange" geworden ist. Zusammen mit Chungs Sohn macht er sich daran herauszufinden, was hinter diesen Attentaten steckt - und begibt sich dabei in tödliche Gefahr ...


Der 5. Band der Young-Sherlock-Holmes-Reihe! Der Plot des Buches wurde anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich, dass der Autor es dem Leser ermöglichte, einen Blick in das Leben und die gesellschaftlichen Strukturen des China des 19. Jahrhunderts zu gewähren. Ich persönlich fand diese Einblicke überaus faszinierend. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Immer wieder bin ich überrascht, wie gut der junge Sherlock Holmes mit Menschen und ihm unbekannten Situationen umgehen kann. Ich frage mich immer wieder, welche Geschehnisse im Laufe seines Lebens eingetreten sind, dass er in späteren Jahren ein solcher "Sonderling" wird. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Der Tod kommt leise / Young Sherlock Holmes Bd.5
von Andrew Lane
(7)
Buch (Taschenbuch)
9,99

8. Band der Black-Dagger-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 01.01.2017

Butch ist seiner Marissa endlich näher gekommen und eigentlich könnte alles so schön sein. Der Angriff von Omega auf Butch hat jedoch gravierende Spuren hinterlassen. Noch immer ist etwas vom Bösen Omegas in ihm und er fürchtet, Marissa in Gefahr zu bringen, wenn er sich voll und ganz auf sie einlässt. Doch nicht nur diese Tatsache steht zwischen den beiden - auch die Tatsache, dass er ein Mensch ist, macht die Situation für sie nicht leichter.

Auch Marissa ist Butch mehr als nur zugetan, zumal sie, nach dem Bruch mit Vampirkönig Wrath, einen eher schweren Stand in der Gesellschaft hat. Ihre Gefühle für ihn sind so stark, dass sie sich auf eine Beziehung mit ihm einlässt - auch wenn das ihren Ruf in der Gesellschaft endgültig ruinieren wird, ist er doch ein Mensch. Tatsächlich kommt es zu einem Zerwürfnis mit ihrem Bruder Havers, der es nicht akzeptieren kann, dass seine Schwester sich ausgerechnet für einen Menschen begeistert.

Die Situation der beiden erscheint aussichtslos, doch Butchs bester Freund Vishous entdeckt etwas, was bisher nicht offensichtlich war. Auch Butch hat vampirische Vorfahren und es besteht zumindest die Chance, dass er die Wandlung zu einem Vampir vollziehen können -.ob er diese überleben würde, wäre allerdings fraglich, zumal er auch schon deutlich älter ist, als Vampire es normalerweise bei ihrer Wandlung sind. Seine Chancen stehen nicht gut, doch er weiß: er muss es tun, denn nur so kann er in denn Augen der Vampirgesellschaft bestehen und so wäre es ihm möglich, Marissa ein vollwertiger Partner zu sein. Mit Hilfe der Bruderschaft macht er sich auf, diesen gefährlichen Weg zu beschreiten ...


Der 8. Band der Black-Dagger-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und mit unter dramatisch erarbeitet. Ich muss gestehen, die Story hatte mich so in ihren Bann geschlagen, dass ich mich kaum davon lösen konnte. Besonders schön fand ich dargestellt, wie weit Raubein Butch geht, um sich der Frau seines Herzens zu beweisen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Begeistert hat mich in diesem Band die Figur des Butch, denn dieser "harte" Kerl ist bereit, wirklich alles zu riskieren, nur um sich der Frau, die er liebt, als würdig zu erweisen und um ihr ein Leben, wie sie es bisher gewohnt war, zu ermöglichen, denn ein gemeinsames Leben mit ihm als Mensch wäre in der Vampirgesellschaft unmöglich. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd erarbeitet, ich war förmlich im Rausch, weil ich unbedingt wissen musste, wie sich die Geschichte auflöst.

Vampirherz / Black Dagger Bd.8
von J. R. Ward
(20)
Buch (Taschenbuch)
8,99

 
zurück