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Name:
Gregor Schwarzenbrunner Top 10 Rezensent
Ort:
Lentia
Rezensionen:
1054 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 144

nicht hilfreich: 19

Rang:
7
Über mich:

Ich lese überall und jederzeit

Gregor Schwarzenbrunners Rezensionen

12

buch

Saphirblau

Kerstin Gier

EUR 13,99 *
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50

25.06.2015

„gelungener zweiter Teil”

Gwendolyn ist scheu, schüchtern und voreingenommen. Jedenfalls wenn es um Gideon geht. Sie lässt den sympathischen Protagonisten keinerlei Chance. Jedenfalls anfänglich. Ihre Verliebtheit wird auf eine harte Probe gestellt, als sie den Grafen von Saint German wieder treffen. Gut das sie den Wasserspeier Xemerius auf ihrer Seite hat, denn er hilft ihr mehr über die unzähligen Geheimnisse herauszubekommen.

Kerstin Gier hat die pubertierende Gwendolyn sehr gut und stimmig dargestellt. In Saphirblau erfährt man mehr über den Hintergrund der Edelstein-Trilogie, obwohl natürlich genug Fragen offen bleiben um genügend Anreiz zu haben weiterzulesen. Alles in allem, hat mir Saphirblau um einiges besser gefallen, als Rubinrot. Ich kann es kaum erwarten, den letzten Teil der Reihe zu lesen.

buch

Mirage

Matt Ruff

EUR 11,95 *
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50

25.06.2015

„9/11 vs. 11/9”

Die vereinigten arabischen Staaten, kurz VAS, wurden in ihren Grundfesten erschüttert, als im Jahr 2001 christliche Fundamentalisten Flugzeuge kaperten und in die Tigris und Euphrat Zwillingstürme lenkten. Ein drittes Flugzeug stürzte in das arabische Verteidigungsministerium, das vierte wäre für Mekka bestimmt gewesen und stürzte dann doch, mithilfe von mutigen Passagieren, in der Wüste ab. Im Jahr 2009 ist der Terror, der vom amerikanischen Kontinent ausgeht noch immer nicht gebannt. Als Mustafa, Samir und Amal, allesamt Bundesagenten, einen christlichen Selbstmordattentäter dingfest machen, behauptet der schier Unglaubliches: Eigentlich sei Amerika die wahre Supermacht, während die VAS nicht existieren würde und aus dem arabischen Raum die eigentliche Terrorgefahr ausgehen würde. Außerdem würden es bestimmte Artefakte sogar beweisen.

Einen satirischen Roman über die terroristischen Anschläge auf das World Trade Center zu schreiben, ist bestimmt kein Honiglecken und für dieses literarisch sehr wohl anspruchsvolle Kleinod, brauchte Matt Ruff knapp viereinhalb Jahr bis zur Vollendung. Es ist aber auch nicht der einzige, der sich mit dem Thema Terrorismus literarisch und fantasievoll auseinandersetzt. Ich denke da zum Beispiel auch an Lavie Tidhar, der mit „Osama“ den World Fantasy Award 2012 gewonnen hat, der sich ähnlich liest und in Dick Tracy Manier einen Fall lösen muss, bei dem es um eine Buchreihe geht, in der Osama bin Laden als Hauptprotagonist fungiert. Aber zurück zu Matt Ruffs neuestem Geniestreich:

Mirage funktioniert bis ins kleinste Detail, und ich denke da auch an eine nebenbei erwähnte Bemerkung von Samir, dass ein bestimmtes Hotel in Wien durch den Angriff Israelis zerstört worden ist und das bedauert, wo er doch so gerne diesen einen bestimmten Schokoladenkuchen mit Aprikosenmarmeladenfüllung, den es nur in diesem Hotel gegeben hat, gerne mal gekostet hätte. Der israelische Staat mitten in Europa macht deswegen Sinn, weil nach dem errungenen Sieg über Hitler, Deutschland in einen jüdischen und in einen christlichen Staat geteilt wurde. Als sachertortenliebender Österreicher musste ich schon ein paar Mal schlucken, aber auch laut loslachen, dass Matt Ruff die Welt wirklich ganz arg auf den Kopf stellt und keinen Stein auf den anderen liegen lässt. Als sich der Fall, an dem die Bundesagenten angesetzt sind, nicht mehr auf den arabischen Teil der Welt begrenzen lässt, müssen die 3 Hauptprotagonisten, Achtung jetzt muss ich ein bisschen spoilern, in das gefährliche Amerika. Untergebracht sind sie, so wie die dort stationierte Marineinfanteriegarnison im Watergatehotel. Das sind aber nur ein paar kleine Anekdoten, aus dem so reichhaltigen literarischen Leckerbissenbuffet, mit dem uns der großartige Schriftsteller mit Mirage verwöhnt. Gerade hier merkt man diesem Roman an, dass er mit Freude geschrieben und erdacht wurde. Und auch wenn man „Mirage“ eindeutig ein anspruchsvolles literarisches Lesevergnügen ist, konnte ich dann doch immer wieder bei den Einträgen aus der „Bibliothek von Alexandria“, eine fiktive von Internetz-Benutzern erstellte Enzyklopädie, die zwischen den Kapiteln, die Handlung mit Wissen um bestimmte Themen dieser anderen Welt auffrischt, innehalten. Das Pendant zur „Bibliothek von Alexandria“ in der unsrigen Welt, wird der geneigte Leser meiner Rezensionen höchstwahrscheinlich kennen, ohne dass ich es an dieser Stelle namentlich erwähnen muss. Nur so viel sei verraten, es macht durchaus Sinn, den einen oder anderen Protagonisten in Mirage namentlich dort nachzuschlagen, nicht alle auch real vorkommende Personen waren mir geläufig, z.B. David Koresh, und es war dann doch recht amüsant, die „richtige“ Biographie zu lesen. Bis auf diesen Roman, habe ich von Matt Ruff noch nichts gelesen, was ich nun sehr bedauere und in nächster Zeit bestimmt ändern werde.

buch

Plötzlich Fee 02

Julie Kagawa

EUR 8,99 *
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50

22.06.2015

„Winternacht”

Meghan Chase hat schon im ersten Teil der „Plötzlich Fee“ Reihe, eine Menge an Abenteuern bestehen müssen. Durch einen Vertrag ist sie nun an den dunklen Prinzen gebunden und muss mit auf den königlichen Hof der Winterelfen. Dort ist sie, genauso wie vorher am Sommerhof, den Schikanen der Winterelfen ausgesetzt. Sie muss ihre Familie verlassen. Und wäre das alles nicht schlimm genug, wird der Winterkönigin Mab, das Jahreszeitenzepter gestohlen. Klar ist, dass sich Meghan und Ash auf den Weg machen müssen, um einen Krieg zwischen den verfeindeten Höfen zu vermeiden.

Alte Feinde und neue Freunde treffen sich in Winternacht wieder. Kagawa hat sich mit dem zweiten Teil sichtlich Mühe gegeben, kaum hab ich zu lesen begonnen, konnte ich nicht mehr aufhören. Der Erzählfluß, der Spannungsbogen und das offene Ende lassen auf einen weiteren tollen Teil der Reihe hoffen. Dabei ist die Entwicklung der Protagonisten besonders fesselnd und glänzt mit einer ordentlichen Portion Romantik.

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50

18.06.2015

„Buddhismus für Anfänger”

Jesse Conrad ist ein 10jähriger Junge, kommt aus Seattle und wird von Lama Norbu besucht, der in ihm die mögliche Wiedergeburt seines Lehrmeisters Lama Dorje sieht. Jesse wird nach Bhutan eingeladen. Lama Norbu beginnt Jesse von Buddha (Keanu Reeves) zu erzählen. Anfänglich zögern seine Eltern (Bridget Fonda und Chris Isaak), stimmen aber der Reise dann doch zu. Neben ihren Jungen, gibt es aber noch zwei weitere Kinder, die als mögliche oder tatsächliche Reinkarnationen gelten.

Ich schaue tatsächlich ganz wenig fern und wenn dann sind darunter eine große Menge an Filmen aus den Neunzigern des vorigen Jahrhunderts. Man könnte fast schon von einer Filmretrospektive sprechen und wenn ich es mir recht überlege, da gab es schon eine Menge gut gemachter Filme die man bereits als Klassiker bezeichnen könnte. Ich bin da auch sehr variabel was das Genre angeht und (war) bin über Edward mit den Scherenhänden, Titanic, Jurassic Park, Schweigen der Lämmer genauso begeistert wie von American Beauty, Bram Stockers Dracula oder eben Little Buddha.

Bernardo Bertolucci hat mit „Little Buddha“ einen monumentalen Film kreiert und erzählt zwei Geschichten gleichzeitig. Die fiktive Geschichte über einen kleinen Jungen aus Seattle und die Geschichte des „historischen“ Prinzen Siddharthas, des ersten Buddhas. An dieser Stelle scheiden sich oft die Meinungen, die einen finden es eine gut gemachte Parabel über den Buddhismus, den anderen ist er zu ungenau und einseitig geschildert. Tatsächlich gibt es im Buddhismus verschiedene Strömungen und religiöse Ausrichtungen, nichtsdestotrotz finde ich, dass dieser Film einen interessanten Einblick in den Buddhismus bietet. Und nebenbei macht Keanu Reeves als Prinz Siddhartha eine wirklich gute Figur, die weiblichen Fans werden ganz entzückt sein, denn über weite Strecken des Filmes ist er nur mit einer weiten Hose bekleidet. Das Bonusmaterial auf der DVD sollte man sich auch ansehen, schließlich ist Bertolucci kein unbekannter Filmemacher und bietet hier die Möglichkeit ein wenig über ihn und die Entstehung des Films zu erfahren.

ebooks

Lolito

Ben Brooks

EUR 13,99 *
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40

14.06.2015

„Lolito vs. Lolita oder Etgar allein zu Haus”

Etgar ist zu Haus und mit dem Hund Amudsen auf sich alleine gestellt. Seine Eltern sind in Russland, zur Hochzeit von Etgars Onkel. Seine Freundin weilt in Antigua, allerdings ist er gerade nicht sehr gut auf sie zu sprechen. Nachdem er herausgefunden hat, dass sie fremdgeküsst hat, betrinkt er sich und loggt sich in einem Adultchat ein und gibt sich dort als erwachsener Hypothekenmakler aus.

Im Klappentext zu Ben Brooks zweiten auf Deutsch erschienen Roman heißt es, dass dieser schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig sei. Ich kann da dem Klappentextschreiberling leider nur sehr wenig beipflichten. Für mich war Lolito weder schreiend komisch, noch zutiefst berührend, auch wenn mir die Geschichte eigentlich sehr gut gefallen hat. Aber das ist ja schließlich Geschmackssache und meine persönliche Meinung. Vielmehr ist es ein zutiefst schockierender Coming of Age Roman, indem Ben Brooks kein Blatt vor dem Mund nimmt und die Dinge beim Namen nennt. Wobei der skandalträchtige Aufschrei möglicherweise einiges an Publicity mit sich bringt. Realitätsnah geschrieben wird es wohl sein, denn der Schriftsteller, dem ich unterstelle sein Metier sehr gut zu verstehen, ist selber der Pubertät kaum entwachsen. Ich für meinen Teil, ohne meine eigene Jugend glorifizieren zu wollen, kann behaupten, dass ich noch zu einer für mich besseren Zeit erwachsen worden bin. Und entgegen anderer Meinung, finde ich sehr wohl, dass dieser Roman auch von Jugendlichen gelesen werden sollte. Schließlich widmet er sich ja genau deren Probleme, ohne jedoch darüber zu jammern oder zu sehr mit dem Zeigefinger zu wedeln. Er beschreibt mit klaren Worten das Elend der Pubertät und den oft viel zu einfachen Zugang zu Drogen, Alkohol und Pornographie.

Lolito hat mich von der einfach gestrickten Erzählweise und dem Inhalt sehr wohl an Ben Brooks deutschen Debütroman erinnert, wenngleich ich dieses Buch ein wenig runder und abgestimmter finde. Es ist ein starker Roman, der leicht zu lesen ist. Eines kann allerdings der Romancier nicht lassen: Mit dem Titel Lolito, bezieht sich Ben Brooks mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch auf das weltbekannte Werk von Nabokov, und der geneigte Leser wird es damit auch in Verbindung bringen. In Nachts werden wir erwachsen, hat er ja bereits seinen Hauptprotagonisten Jasper, sich selbst mit Holden Caufield (=der Fänger im Roggen) vergleichen lassen. Und wie schon in der Rezension seines Debütromans angemerkt, finde ich das ein wenig Hochmütig und zeugt zumindest von einem hohen Selbstbewusstsein des Schriftstellers, auch wenn er sich selbst für kein Wunderkind hält. Zumindest hat er es in einem Interview behauptet. „Definitiv kein Salinger“, hab ich zudem in dieser Rezension getönt. Lolita steht auf meiner Wunschleseliste ganz weit oben und ob nun, der vom Titel indizierte Vergleich hinkt, oder eigentlich sehr passabel ist, kann ich nun (noch) nicht beurteilen. Allerdings ist der Wunsch Lolita zu lesen, stärker denn je.

Der in Berlin lebende Schriftsteller hat die Tragödie des Erwachsenwerdens wunderbar eingefangen und ich bin auf alle Fälle schon sehr neugierig, was uns literarisch von diesem Ausnahmekünstler noch erwartet. Wer seinen ersten auf Deutsch erschienen Roman noch nicht gelesen hat, sollte das nun schleunigst nachholen.

auf Merkliste

50

14.06.2015

„Buddhismus für Anfänger”

Jesse Conrad ist ein 10jähriger Junge, kommt aus Seattle und wird von Lama Norbu besucht, der in ihm die mögliche Wiedergeburt seines Lehrmeisters Lama Dorje sieht. Jesse wird nach Bhutan eingeladen. Lama Norbu beginnt Jesse von Buddha (Keanu Reeves) zu erzählen. Anfänglich zögern seine Eltern (Bridget Fonda und Chris Isaak), stimmen aber der Reise dann doch zu. Neben ihren Jungen, gibt es aber noch zwei weitere Kinder, die als mögliche oder tatsächliche Reinkarnationen gelten.

Ich schaue tatsächlich ganz wenig fern und wenn dann sind darunter eine große Menge an Filmen aus den Neunzigern des vorigen Jahrhunderts. Man könnte fast schon von einer persönlichen Filmretrospektive sprechen und wenn ich es mir recht überlege, da gab es schon eine Menge gut gemachter Filme die man bereits als Klassiker bezeichnen könnte. Ich bin da auch sehr variabel was das Genre angeht und (war) bin über Edward mit den Scherenhänden, Titanic, Jurassic Park, Schweigen der Lämmer genauso begeistert wie von American Beauty, Bram Stockers Dracula oder eben Little Buddha.

Bernardo Bertolucci hat mit „Little Buddha“ einen monumentalen Film kreiert und erzählt zwei Geschichten gleichzeitig. Die fiktive Geschichte über einen kleinen Jungen aus Seattle und die Geschichte des „historischen“ Prinzen Siddharthas, des ersten Buddhas. An dieser Stelle scheiden sich oft die Meinungen, die einen finden es eine gut gemachte Parabel über den Buddhismus, den anderen ist er zu ungenau und einseitig geschildert. Tatsächlich gibt es im Buddhismus verschiedene Strömungen und religiöse Ausrichtungen, nichtsdestotrotz finde ich, dass dieser Film einen interessanten Einblick in den Buddhismus bietet. Und nebenbei macht Keanu Reeves als Prinz Siddhartha eine wirklich gute Figur, die weiblichen Fans werden ganz entzückt sein, denn über weite Strecken des Filmes ist er nur mit einer weiten Hose bekleidet. Das Bonusmaterial auf der DVD sollte man sich auch ansehen, schließlich ist Bertolucci kein unbekannter Filmemacher und bietet hier die Möglichkeit ein wenig über ihn und die Entstehung des Films zu erfahren.

blu-ray

Bram StokerŽs Dracula

James V. Hart

EUR 14,99 *
auf Merkliste

50

14.06.2015

„Alte Filme und junge talentierte Schauspieler”

Aufgrund einer absichtlichen Falschmeldung über den Tod des geliebten Ehemannes, nimmt sich Elisabeta das Leben. Prinz Vlad Dracul schwört dem Christentum ab, schändet ein Kreuz und wird zum Vampirdasein verdammt. Als Jahrhunderte später der englische Anwalt Jonathan Harker wegen Immobilienverkäufen nach Transsilvanien reist, ahnt er nicht wer der mysteriöse Geschäftspartner tatsächlich ist. Nachdem er an seinem Bestimmungsort angekommen ist, entdeckt Dracula ein Bild von Harkers Frau. Er ist über die Ähnlichkeit zu Elisabeta sehr überrascht und eine jahrhundertalte Liebe entflammt von neuem.

Bram Stockers Dracula ist der Schauerroman des 19. Jahrhunderts, gilt schlechthin als Urvater des Vampirmythos und wurde immer wieder als Grundlage für Verfilmungen hergenommen. Dracula Untold ist wohl die jüngste Verfilmung, diese Ausgabe ist aber meine Liebste. Es liegt auch daran, dass ich diesen Film das erste Mal verbotenerweise mit jungen Jahren angesehen habe. Deswegen liegt der Roman noch auf meinen SuB, obwohl ich ja lieber zuerst den Roman lese und dann erst die Verfilmung sehe. Ausnahmen bestätigen die Regel: Ich hab ihn mir wieder angesehen und muss sagen, dass der Gruselfaktor zwar nicht mehr so hoch ist wie vor knapp 20 Jahren, Bram Stockers Dracula aber ein einzigartiger Film ist. Was die Special Effects angeht, kann dieser Film im direkten Vergleich zu heutigen Verfilmungen nicht mithalten, allerdings braucht es meiner Meinung auch gar nicht. Die schauspielerische Leistung macht es wieder wett. Hier wird mit Anmut und passender Affektiertheit gespielt, genauso wie es in die viktorianischen Zeit passt. Hier empfehle ich unbedingt den Film auch in der Originalsprache anzusehen. Generell finde ich die Leistungen der Schauspieler in alten Filmen um ein Vielfaches besser, als es heutige Standards wahrscheinlich verlangen. Vielleicht weil man heute zu sehr auf die Special Effects setzt? Das sei nun einfach dahingestellt - den fulminanten Reigen an schauspielerischer Prominenz kann man kaum von der Hand weisen:

Niemand spielt für mich authentischer den Dracula als Gary Oldman, die Szene als er sinnlich am blutigen Rasiermesser des Anwalts leckt, löst mir nur beim Erinnern Gänsehaut aus. Keanu Reeves ist mir in diesem Film überhaupt das erste Mal aufgefallen und ist auch seitdem einer meiner liebsten Akteure. Regie führte Francis Coppola, der schon mit „der Pate“ sein Talent als Regisseur bewiesen hat und ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen, allerdings will ich die Nerven meiner Rezensionsleser nicht allzu überstrapazieren. Das Bühnenbild entführt in ein viktorianisches und meist düsteres London, wo Bösewichte mit Zylinder ihre Daseinsberechtigung frönen, genauso wie frivole Frauen im Bustier. Die Kostüme sind einmalig und ein ordentlicher Schuss Erotik sorgt für die nötige Würze für diesen Horrorfilm. Bram Stockers Dracula ist für mich mittlerweile so etwas wie ein Klassiker des Vampirfilmgenres, genauso wie auch Polanskis Tanz der Vampire und ich hab mich darüber gefreut, diesen Film für mich wiederzuentdecken und immer wieder anzusehen.

buch

Funny girl

Anthony McCarten

EUR 21,90 *
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40

13.06.2015

„Serious Girl”

Azime ist eine junge kurdische Frau die in London groß geworden ist und am Heimweg von einer Beerdigung ist. Eine ehemalige Schulfreundin hat sich aus dem 8. Stock vom Balkon in den Tod gestürzt. Azime ist eine junge Frau mit einem geheimen besten Freund und einer geheimen Leidenschaft: Stand Up Comedy.

Auf den ersten Blick würde man glauben, dass man mit „Funny Girl“ einen wirklich lustigen Roman über eine junge Frau vor sich hat, die eben unbedingt Stand Up Comedy machen möchte und auf dem Weg dahin mit ein paar Schwierigkeiten zu rechnen hat. Es spielt zur Zeit der U-Bahn Anschläge in England und hat damit auch einen etwas ernsteren und tragischen Charakter. Ehrlich gesagt war das eine oder andere ein bisschen vorhersehbar, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Eher ist man dazu geneigt mit Azime Mitleid zu hegen, weil sie die Heiratskandidaten, die ihre Mutter ihr vorstellt vergraulen muss und sich ein Stückchen Freiheit erkämpfen will indem sie sich ganz einfach in einer Burka auf die Bühne stellt. Dabei stellt er manche Vorurteile auf den Kopf, nicht ohne sie vorher zu bestätigen. Nebenbei bemerkt fand ich es schon sehr Interessant, dass es zwar einen englischen Titel und auch einen Übersetzer gibt, allerdings dürfte dieser Roman derweil nur auf Deutsch erschienen sein denn eine englische Ausgabe hab ich bisher vergeblich gesucht. „Funny Girl“ ist mein erster Roman von McCarten, aber bestimmt nicht der letzte den ich von ihm lesen werde.

buch

Funny girl

Anthony McCarten

EUR 11,90 *
auf Merkliste

40

13.06.2015

„Serious Girl”

Azime ist eine junge kurdische Frau die in London groß geworden ist und am Heimweg von einer Beerdigung ist. Eine ehemalige Schulfreundin hat sich aus dem 8. Stock vom Balkon in den Tod gestürzt. Azime ist eine junge Frau mit einem geheimen besten Freund und einer geheimen Leidenschaft: Stand Up Comedy.

Auf den ersten Blick würde man glauben, dass man mit „Funny Girl“ einen wirklich lustigen Roman über eine junge Frau vor sich hat, die eben unbedingt Stand Up Comedy machen möchte und auf dem Weg dahin mit ein paar Schwierigkeiten zu rechnen hat. Es spielt zur Zeit der U-Bahn Anschläge in England und hat damit auch einen etwas ernsteren und tragischen Charakter. Ehrlich gesagt war das eine oder andere ein bisschen vorhersehbar, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Eher ist man dazu geneigt mit Azime Mitleid zu hegen, weil sie die Heiratskandidaten, die ihre Mutter ihr vorstellt vergraulen muss und sich ein Stückchen Freiheit erkämpfen will indem sie sich ganz einfach in einer Burka auf die Bühne stellt. Dabei stellt er manche Vorurteile auf den Kopf, nicht ohne sie vorher zu bestätigen. Nebenbei bemerkt fand ich es schon sehr Interessant, dass es zwar einen englischen Titel und auch einen Übersetzer gibt, allerdings dürfte dieser Roman derweil nur auf Deutsch erschienen sein denn eine englische Ausgabe hab ich bisher vergeblich gesucht. „Funny Girl“ ist mein erster Roman von McCarten, aber bestimmt nicht der letzte den ich von ihm lesen werde.

ebooks

Funny girl

Anthony McCarten

EUR 10,99 *
auf Merkliste

40

13.06.2015

„Serious Girl”

Azime ist eine junge kurdische Frau die in London groß geworden ist und am Heimweg von einer Beerdigung ist. Eine ehemalige Schulfreundin hat sich aus dem 8. Stock vom Balkon in den Tod gestürzt. Azime ist eine junge Frau mit einem geheimen besten Freund und einer geheimen Leidenschaft: Stand Up Comedy.

Auf den ersten Blick würde man glauben, dass man mit „Funny Girl“ einen wirklich lustigen Roman über eine junge Frau vor sich hat, die eben unbedingt Stand Up Comedy machen möchte und auf dem Weg dahin mit ein paar Schwierigkeiten zu rechnen hat. Es spielt zur Zeit der U-Bahn Anschläge in England und hat damit auch einen etwas ernsteren und tragischen Charakter. Ehrlich gesagt war das eine oder andere ein bisschen vorhersehbar, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Eher ist man dazu geneigt mit Azime Mitleid zu hegen, weil sie die Heiratskandidaten, die ihre Mutter ihr vorstellt vergraulen muss und sich ein Stückchen Freiheit erkämpfen will indem sie sich ganz einfach in einer Burka auf die Bühne stellt. Dabei stellt er manche Vorurteile auf den Kopf, nicht ohne sie vorher zu bestätigen. Nebenbei bemerkt fand ich es schon sehr Interessant, dass es zwar einen englischen Titel und auch einen Übersetzer gibt, allerdings dürfte dieser Roman derweil nur auf Deutsch erschienen sein denn eine englische Ausgabe hab ich bisher vergeblich gesucht. „Funny Girl“ ist mein erster Roman von McCarten, aber bestimmt nicht der letzte den ich von ihm lesen werde.

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