Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Name:
RezensentInnen des Österreichischen Bibliothekswerks
Rezensionen:
306 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 19

nicht hilfreich: 4

Rang:
103

RezensentInnen des Österreichischen Bibliothekswerkss Rezensionen

123

50

07.04.2011

„Detektivabenteuer in der Vergangenheit.”

"Paul kann einfach alles reparieren, was seine Freundin Jenny so anschleppt. Doch an dem Handy, das ihnen ein geheimnisvoller Unbekannter zukommen lässt, scheint sich sogar Paul die Zähne auszubeißen. Als schließlich doch eine Taste funktioniert, finden sich die beiden gemeinsam mit Pauls kleinem Bruder Finn gut 150 Jahre in der Vergangenheit wieder - mit dem Auftrag, einen Mord aufzuklären.
Die spannende Geschichte lässt die jungen LeserInnen eintauchen in das Mainz vor 150 Jahren. Obwohl der Einstieg fantastisch ist, ist die Schilderung von Mainz und seiner unterschiedlichen Bewohner recht authentisch. Auch die Kinder verfügen über keine übernatürlichen Fähigkeiten, sie lösen den Fall mit Hirnschmalz, Ausdauer und einem gerüttelt Maß an Selbstbewusstsein. Die letzte Seite enthält Wissenswertes über den Mainzer Dom.
Der Auftakt einer spannenden Reihe, die sicher ihre jungen Fans finden wird - deshalb allen Bibliotheken als gelungenes Lesefutter empfohlen. (Anita Ruckerbauer)"

50

07.04.2011

„Die drei Hobbydetektive müssen geheimnisvolle Diebstähle aufklären.”

"Diesmal sind Paul, Jenny und Finn nicht mehr so überrascht, als das mysteriöse Handy sie in die Vergangenheit nach Blaubeuren schickt, um dort ungewöhnliche Diebstähle aufzuklären. Die Bewohner machen Geister dafür verantwortlich, denn wie sonst wäre es möglich, dass die Diebe stets im Wald verschwinden, ohne die geringste Spur zu hinterlassen? Oder gibt es im geheimnisvollen See, dem sogenannten Blautopf, doch eine unheimliche Nixe, die jeden in die Tiefe zieht?
Auch im zweiten Band lösen die drei Kinder den Fall mit Bravour. Nixe wird keine entdeckt, dafür die sehr realen Hintergründe für die unheimlichen ""Geister"". Im Anschluss erfährt man noch etwas über den tatsächlich existierenden und in früheren Zeiten sagenumwobenen ""Blautopf"". Wie schon der erste Band spannend und unterhaltsam zu lesen. (Anita Ruckerbauer)"

50

07.04.2011

„Experiment um Jugendliche, die eine Woche mit Familien aller Glaubensrichtungen zusammenleben.”

"Eine schwere Auseinandersetzung in den Medien um ein christliches Jugendfestival führt dazu, dass eine Gruppe Engagierter sich ein Projekt ausdenkt, das die religiöse Verständigung zwischen Jugendlichen fördern soll. Mittels Wettbewerb werden zehn Teenager ausgesucht, Jungen und Mädchen, die eine Woche in Familien unterschiedlicher Glaubensrichtungen leben können. Begleitend dazu sollen tägliche Einträge in einen Internetblog die Erfahrungen der TeilnehmerInnen dokumentieren. Als die Woche vorbei ist, hat sich für alle etwas verändert.
Die Projektbegleiter erzählen über das Geschehen immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive, was durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet wird. Zusammen mit den tagebuchartigen Aufzeichnungen der Jugendlichen ergibt sich eine Aneinanderreihung unterschiedlicher Eindrücke, Ansichten und Einsichten. ""Echte"" handschriftliche Aufzeichnungen eines der jugendlichen Protagonisten begleiten den gesamten Prozess und lassen ahnen, dass zumindest für diesen mehr hinter dem Experiment steckt. Die Ereignisse spitzen sich unmerklich auf ein Finale zu, mit dem niemand gerechnet hat, ein Finale, das das Leben jenes Einen entscheidend verändern könnte. Verpackt in eine spannende, realistische Handlung, ist der Autorin diese Art der Wissensvermittlung über die fünf Weltreligionen sehr gut gelungen. Sehr empfehlenswert und geeignet ab 12 Jahren. (Rebecca Englert)"

50

07.04.2011

„Holland, Zweiter Weltkrieg: Lieneke muss sich versteckt halten, die Briefe ihres Vaters sind die einzigen Lichtblicke. ”

"Ein Vater versucht, seine Kinder vor den Nazis zu schützen, indem er sie bei Verwandten und Bekannten in verschiedensten Orten in Holland versteckt. Lieneke, die Jüngste, verbringt den Großteil der Zeit gut getarnt bei einem Apotheker. Dafür muss sie ihren Namen ändern und die bittere Trennung von ihrer Familie in Kauf nehmen. Die einzigen Lichtblicke in ihrem jungen Leben sind die Briefe, die ihr der Vater schreibt und zeichnet.
Wieder eine Geschichte für Jugendliche über den Zweiten Weltkrieg, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Anne Frank findet im Unterricht Erwähnung, die Fahrt nach Mauthausen ist eine Pflicht für jede Schule Österreichs und der Zweite Weltkrieg und der Holocaust werden nun - nicht so wie in den 1950er und 1960er Jahren - mit all ihren Schrecken und Gräueltaten hinlänglich im Schulunterricht durchgenommen. Der Fremdenhass ist dennoch größer denn je, aus welchen Gründen immer. Noch immer gibt es Holocaustleugner und andere Verharmloser. Und jetzt kommt ein Buch daher, locker, luftig, leicht, als ob das Überleben dieses Horrorszenarios des Dritten Reiches ein Spaziergang mit kleinen Hindernissen wäre.
Das Buch ist linear aufgebaut und folgt einem einfachen Muster. Sehr hübsch die kleinen original abgedruckten Briefe eines Vaters, der seiner Tochter eine Freude bereiten will - so mutet es an. Doch im Hintergrund spielt sich das Entsetzen ab. Aber ist das erkennbar für die ab 10-Jährigen, für die das Buch gedacht ist? Ist die Tragweite dieses Entsetzens wahrnehmbar für junge Menschen, deren Wissen und Erfahrungswerte noch nicht sehr ausgeprägt sind? Ein gutes, wichtiges Buch, das aber eher für Leser ab 14 Jahren zu empfehlen ist. (Ilse Hübner)"

buch

Mauerblümchen

Holly-Jane Rahlens

EUR 12,95 *
auf Merkliste

50

07.04.2011

„Zwei Wochen nach der Maueröffnung fährt eine 16-Jährige von West- nach Ostberlin, um das ehemalige Wohnhaus ihrer jüdischen Mutter aufzusuchen.”

"Das Buch ist in lockerem Plauderton gehalten und beschreibt diesen einen Tag im Leben Mollys, als sie nach Ostberlin fährt: Die 16-Jährige möchte ihrer vor einigen Jahren an Krebs gestorbenen jüdischen Mutter, deren Familie noch vor dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika flüchten konnte, aus deren ehemaliger Wohnhausanlage ein Mauerstück mitbringen, um es in New York einer jüdischen Tradition gemäß auf ihr Grab zu legen.
Molly war elf Jahre alt, als ihre Mutter so tragisch starb. Sie war eine Spätgeborene - ihre beiden anderen Geschwister waren damals bereits erwachsen. Ihr Vater, ein theoretischer Chemiker an der Universität, hat sie zu großer Selbständigkeit erzogen und sie nach Berlin mitgenommen, als er einen Jahresvertrag an der dortigen Universität erhalten hat.
Das Buch ist aus der Sicht Mollys erzählt und sie berichtet freimütig, dass sie an der Berliner Schule wegen ihrer Körpergröße und ihrer großen Schuhe gehänselt wird, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es für ihre Größe nur schwer modische Kleidung oder Schuhe zu kaufen gibt. Im Laufe der Zeit hat sie sich ein Verhalten angewöhnt, das mit dem Ausdruck ""Mauerblümchen"" bestens beschrieben ist: Sie ist eigentlich gar nicht vorhanden und möchte auch nicht angesprochen werden. Da sie sich in Berlin nicht eingewöhnen kann, hat sie sich entschlossen, zurück nach Amerika zu gehen und bis zur Rückkehr des Vaters bei ihrer älteren Schwester zu wohnen. Sie möchte nur noch dieses Mauerstück aus Ostberlin für ihre verstorbene Mutter holen.
Bei ihrer Fahrt lernt sie Mike kennen, einen Ostberliner Schauspielstudenten, der sie mit seiner Körpergröße und seinen großen Schuhen noch überragt. Er zeigt echtes Interesse an Molly und es entspinnt sich eine zarte jugendliche Liebesgeschichte - ohne große Worte, aber tief empfunden und echt. Sehr empfehlenswert. (Susanna Schrampf)"

123