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RezensentInnen des Österreichischen Bibliothekswerks
Rezensionen:
141 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 11

nicht hilfreich: 4

Rang:
217

RezensentInnen des Österreichischen Bibliothekswerkss Rezensionen

12
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50

07.04.2011

„Detektivabenteuer in der Vergangenheit.”

"Paul kann einfach alles reparieren, was seine Freundin Jenny so anschleppt. Doch an dem Handy, das ihnen ein geheimnisvoller Unbekannter zukommen lässt, scheint sich sogar Paul die Zähne auszubeißen. Als schließlich doch eine Taste funktioniert, finden sich die beiden gemeinsam mit Pauls kleinem Bruder Finn gut 150 Jahre in der Vergangenheit wieder - mit dem Auftrag, einen Mord aufzuklären.
Die spannende Geschichte lässt die jungen LeserInnen eintauchen in das Mainz vor 150 Jahren. Obwohl der Einstieg fantastisch ist, ist die Schilderung von Mainz und seiner unterschiedlichen Bewohner recht authentisch. Auch die Kinder verfügen über keine übernatürlichen Fähigkeiten, sie lösen den Fall mit Hirnschmalz, Ausdauer und einem gerüttelt Maß an Selbstbewusstsein. Die letzte Seite enthält Wissenswertes über den Mainzer Dom.
Der Auftakt einer spannenden Reihe, die sicher ihre jungen Fans finden wird - deshalb allen Bibliotheken als gelungenes Lesefutter empfohlen. (Anita Ruckerbauer)"

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50

07.04.2011

„Die drei Hobbydetektive müssen geheimnisvolle Diebstähle aufklären.”

"Diesmal sind Paul, Jenny und Finn nicht mehr so überrascht, als das mysteriöse Handy sie in die Vergangenheit nach Blaubeuren schickt, um dort ungewöhnliche Diebstähle aufzuklären. Die Bewohner machen Geister dafür verantwortlich, denn wie sonst wäre es möglich, dass die Diebe stets im Wald verschwinden, ohne die geringste Spur zu hinterlassen? Oder gibt es im geheimnisvollen See, dem sogenannten Blautopf, doch eine unheimliche Nixe, die jeden in die Tiefe zieht?
Auch im zweiten Band lösen die drei Kinder den Fall mit Bravour. Nixe wird keine entdeckt, dafür die sehr realen Hintergründe für die unheimlichen ""Geister"". Im Anschluss erfährt man noch etwas über den tatsächlich existierenden und in früheren Zeiten sagenumwobenen ""Blautopf"". Wie schon der erste Band spannend und unterhaltsam zu lesen. (Anita Ruckerbauer)"

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50

07.04.2011

„Experiment um Jugendliche, die eine Woche mit Familien aller Glaubensrichtungen zusammenleben.”

"Eine schwere Auseinandersetzung in den Medien um ein christliches Jugendfestival führt dazu, dass eine Gruppe Engagierter sich ein Projekt ausdenkt, das die religiöse Verständigung zwischen Jugendlichen fördern soll. Mittels Wettbewerb werden zehn Teenager ausgesucht, Jungen und Mädchen, die eine Woche in Familien unterschiedlicher Glaubensrichtungen leben können. Begleitend dazu sollen tägliche Einträge in einen Internetblog die Erfahrungen der TeilnehmerInnen dokumentieren. Als die Woche vorbei ist, hat sich für alle etwas verändert.
Die Projektbegleiter erzählen über das Geschehen immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive, was durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet wird. Zusammen mit den tagebuchartigen Aufzeichnungen der Jugendlichen ergibt sich eine Aneinanderreihung unterschiedlicher Eindrücke, Ansichten und Einsichten. ""Echte"" handschriftliche Aufzeichnungen eines der jugendlichen Protagonisten begleiten den gesamten Prozess und lassen ahnen, dass zumindest für diesen mehr hinter dem Experiment steckt. Die Ereignisse spitzen sich unmerklich auf ein Finale zu, mit dem niemand gerechnet hat, ein Finale, das das Leben jenes Einen entscheidend verändern könnte. Verpackt in eine spannende, realistische Handlung, ist der Autorin diese Art der Wissensvermittlung über die fünf Weltreligionen sehr gut gelungen. Sehr empfehlenswert und geeignet ab 12 Jahren. (Rebecca Englert)"

buch

Mauerblümchen

Holly-Jane Rahlens

EUR 12,95 *
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50

07.04.2011

„Zwei Wochen nach der Maueröffnung fährt eine 16-Jährige von West- nach Ostberlin, um das ehemalige Wohnhaus ihrer jüdischen Mutter aufzusuchen.”

"Das Buch ist in lockerem Plauderton gehalten und beschreibt diesen einen Tag im Leben Mollys, als sie nach Ostberlin fährt: Die 16-Jährige möchte ihrer vor einigen Jahren an Krebs gestorbenen jüdischen Mutter, deren Familie noch vor dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika flüchten konnte, aus deren ehemaliger Wohnhausanlage ein Mauerstück mitbringen, um es in New York einer jüdischen Tradition gemäß auf ihr Grab zu legen.
Molly war elf Jahre alt, als ihre Mutter so tragisch starb. Sie war eine Spätgeborene - ihre beiden anderen Geschwister waren damals bereits erwachsen. Ihr Vater, ein theoretischer Chemiker an der Universität, hat sie zu großer Selbständigkeit erzogen und sie nach Berlin mitgenommen, als er einen Jahresvertrag an der dortigen Universität erhalten hat.
Das Buch ist aus der Sicht Mollys erzählt und sie berichtet freimütig, dass sie an der Berliner Schule wegen ihrer Körpergröße und ihrer großen Schuhe gehänselt wird, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es für ihre Größe nur schwer modische Kleidung oder Schuhe zu kaufen gibt. Im Laufe der Zeit hat sie sich ein Verhalten angewöhnt, das mit dem Ausdruck ""Mauerblümchen"" bestens beschrieben ist: Sie ist eigentlich gar nicht vorhanden und möchte auch nicht angesprochen werden. Da sie sich in Berlin nicht eingewöhnen kann, hat sie sich entschlossen, zurück nach Amerika zu gehen und bis zur Rückkehr des Vaters bei ihrer älteren Schwester zu wohnen. Sie möchte nur noch dieses Mauerstück aus Ostberlin für ihre verstorbene Mutter holen.
Bei ihrer Fahrt lernt sie Mike kennen, einen Ostberliner Schauspielstudenten, der sie mit seiner Körpergröße und seinen großen Schuhen noch überragt. Er zeigt echtes Interesse an Molly und es entspinnt sich eine zarte jugendliche Liebesgeschichte - ohne große Worte, aber tief empfunden und echt. Sehr empfehlenswert. (Susanna Schrampf)"

buch

Ghostfighter

Derek Meister

EUR 6,95 *
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50

07.04.2011

„Ian kommt dem Familiengeheimnis allmählich näher.”

"Schon bald müssen Ian und sein Freund Bpm erkennen, dass das, was als spannendes Abenteuer begonnen hat, bedrohliche Ausmaße annimmt - und es gibt keinen Weg zurück. Als es ihnen gelingt, Ians seit 40 Jahren verschollenen Großvater ausfindig zu machen, sehen sie die Lösung des Geheimnisses zum Greifen nahe. Doch die Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen und schließlich gerät nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Freundschaft in Gefahr. In Japan erfährt Chiyo Verblüffendes über ihre Großmutter, die dem selben ungeheuerlichen Wesen zum Opfer gefallen ist wie Ians Vater.
Die Fäden der einzelnen Handlungen - Ian in England, Chiyo in Japan und der Deutsche Daniel auf einer Forschungsstation in Antarktika - werden immer enger miteinander verwoben. Jede einzelne dieser Geschichten ist spannend und gut gemacht, das Ganze gibt aber nur Sinn, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Insgesamt spannendes Lesefutter - man darf schon mit Spannung den Abschluss der Trilogie erwarten. (Anita Ruckerbauer)"

buch

Eine Handvoll Karten

Rachel van Kooij

EUR 16,95 *
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50

07.04.2011

„Am individuellen Schicksal eines dreizehnjährigen Mädchens zeigt sich die unfassbare Grausamkeit des Holocaust. ”

"Rachel van Kooij hat mit dem preisgekrönten Buch ""Kein Hundeleben für Bartolomé"" (2003) den LeserInnen einen besonders anrührenden Einblick in eine gequälte Kinderseele ermöglicht. In ihrem neuesten Jugendroman verfolgt sie die Lebensspuren des Mädchens Leny Goldstein, das im November 1942 zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in Birkenau vergast wurde. Die Goldsteins (Vater Silvain ist Reisender) leben ein gutbürgerliches, kulturbeflissenes Leben im holländischen Breda, bis die Besetzung durch die Deutschen den Terror ins Land bringt und insbesondere die jüdische Bevölkerung immer stärkeren Repressalien ausgesetzt ist. Judenstern-Verordnung, Ausgehverbot, erzwungener Schulwechsel - die lebensfrohe, begabte und strebsame Leny spürt die unsichtbare Schlinge um ihren Hals immer deutlicher, auch wenn ihre Eltern alles tun, um die Kinder vor der Bedrohung zu beschützen. Da sie aber nicht mit dem Schlimmsten rechnen, bleiben sie in Breda, bis der Vater im September 1942 in ein Arbeitslager verschickt wird und zwei Monate später der Rest der Familie von den Schergen abgeholt wird.
Rachel van Kooijs akribische Spurensuche stützt sich auf Briefe, Aufzeichnungen, Gespräche mit Zeitzeugen und noch lebenden Verwandten und Freunden der Familie Goldstein. Geschickt verwebt sie die Fakten mit Fiktionalem, um dem jüdischen Mädchen Leny, dem es nicht vergönnt war, seine Träume zu leben, ein literarisches Denkmal zu setzen. Ein schmerzhaftes Buch, dem man sich nicht entziehen darf! (Maria Schmuckermair)"

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50

07.04.2011

„Eine Geschichte über eine chinesische Familie, in der gute Noten eine wichtige Rolle spielen.”

"Jin Ling soll eine gute Schülerin sein - das ist sie eigentlich auch, nur in Mathematik hat sie große Schwierigkeiten. Ihre Eltern, besonders ihre Mutter, setzen sie unter Druck. Anfangs kann sie das noch verdrängen, später aber bekommt das Mädchen nur noch größere Probleme durch den Druck aus ihrem Elternhaus. Ihre Mutter versucht sogar mit einer Abnehm-Kur ihre Noten zu beeinflussen und zu verbessern. Mit den Seidenraupen, die sie auf dem Markt ersteht, will sich Jin Ling von ihren Problemen ablenken. Dies klappt aber nur dürftig, da die Raupen ihre ganze Aufmerksamkeit beanspruchen. Durch sie lernt Jin Ling allerdings eine ehemalige Lehrerin kennen, die ihr bei ihren Problemen helfen kann...
Huang Beijia, in China eine bekannte Autorin für Erwachsene und Jugendliche, trifft mit ""Seidenraupen für Jin Ling"", 1996 im Original erschienen, den Geschmack vieler jugendlicher LeserInnen. Auf humorvolle Art und Weise erzählt der Roman von den Ängsten und Sorgen vieler vom Leistungsdruck geplagter chinesischer Schulkinder. Das Buch ist aufgrund der Thematik sicher gut als Schullektüre geeignet. Manch ein Schüler wird sich in Jin Ling hineinversetzen können, obwohl die Familien- und Lernstrukturen in China ganz anders sind als bei uns.
Durch die übersichtliche Gliederung der Geschichte in Kapitel werden sicherlich auch Lesemuffel zum Lesen angeregt. Die Übersetzung der chinesischen Wörter am Ende der Lektüre macht das Buch noch interessanter. (Vera Karl, 15 Jahre)"

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50

07.04.2011

„Gwendolyns Leben wird immer verrückter, nur wegen diesem Zeitreise-Gen! ”

"Der zweite Band der Trilogie ""Liebe geht durch alle Zeiten"" von Kerstin Gier fängt genau dort an, wo der erste Band endete, nämlich bei dem unglaublichen Kuss. Gwendolyn kann es noch gar nicht richtig fassen: Zuerst behandelt Gideon sie so herablassend und dann plötzlich küsst er sie! Doch in der nächsten Minute ist der Zauber auch schon wieder verschwunden, anscheinend ebenso wie seine Zuneigung zu ihr. Für Liebeskummer hat Gwendolyn allerdings nicht viel Zeit, denn neben dem alltäglichen Elapsieren (in die Vergangenheit reisen) muss sie sich auch noch auf einen Ball und eine Soiree mit dem unheimlichen Grafen von Saint Germain im 18. Jh. vorbereiten. Und die Tanzschritte eines Menuetts zu lernen, ist doch wirklich alles andere als einfach! Als wäre das alles nicht schon verwirrend genug, trifft sie in der Vergangenheit plötzlich auf ihren Großvater, der ihr erzählt, sie hätte dieses Treffen mit ihm persönlich vereinbart. Doch wer weiß, vielleicht kann ihr Großvater sogar etwas Klarheit in all die Rätsel bringen.
Der zweite Band dieser fantastischen Trilogie ist mindestens genauso gut wie der erste - wenn nicht sogar besser! Man begleitet die Protagonistin liebend gerne, sowohl in den romantischen Minuten als auch auf die lustige Soiree und die abenteuerlichen Zeitreisen. Man möchte nach jedem Kapitel sofort wissen, wie es weitergeht. Daher sollte man sich für dieses Buch lieber einen ganzen Tag freihalten! Allen Bibliotheken wärmstens empfohlen! Für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahre geeignet. (Angelika Leitner, 16 Jahre)"

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50

07.04.2011

„Die halbvampirischen Zwillingsschwestern machen eine merkwürdige Persönlichkeitsveränderung durch.”

"Daka und Silvania besuchen mit ihren Freunden einen Jahrmarkt und kommen dabei auf die Idee, einen Wahrsager aufzusuchen, der nebenbei auch noch Wünsche erfüllen kann. Kurz darauf beginnen beide Mädchen für sie jeweils untypische Verhaltensweisen an den Tag zu legen: Daka gibt sich dem geliebten Haustier und Blutegel Karlheinz gegenüber eher distanziert und hat plötzlich Flugangst, bei Silvania tritt das Gegenteil ein, dazu verspeist sie eines Nachts heißhungrig die gesamte Blutwurstplatte und macht sich außerdem über Papas 85 Blutampullen her. Der Verdacht, dass dieser seltsame Wunscherfüller vom Jahrmarkt daran schuld sein könnte, drängt sich auf. Wie kann man das Ganze nur wieder rückgängig machen?
Witzig und flott erzählt, stören Fliegen als Zwischenmahlzeiten, Heimaterde zwischen den Zehen und Trinkbecher in Kloform in diesem Falle überhaupt nicht. Kinder, die schon die vorhergehenden Bände gern gelesen haben, werden auch die Folgebände lieben! Geeignet ab 10 Jahren. Band 5 und 6 sind ebenfalls bereits erschienen. (Rebecca Englert)"

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Wildnis

Roddy Doyle

EUR 12,95 *
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50

07.04.2011

„Was ist schon eine waghalsige Husky-Schlittentour in der Eiseskälte Lapplands gegen das wilde, krisengeschüttelte Reich der Pubertät? - Viel mehr als eine Abenteuergeschichte! ”

"Spannungsgeladener, temporeich erzählter Abenteuerroman oder doch lieber tragikomisch-feinsinnige Familiengeschichte gefällig? Der bekannte irische Autor Roddy Doyle bietet seinen LeserInnen beides, indem er zwei eng verbundene Erzählstränge in sich abwechselnden Kapiteln gekonnt miteinander verwebt.
Alles beginnt mit einer sehr realistisch entworfenen Krisensituation einer Patchworkfamilie unserer Tage: Familienvater Frank, die Güte in Person, bucht für seine lebenslustige zweite Ehefrau Sandra und ihre gemeinsamen Söhne Tom (10) und Johnny (11) einen unorthodoxen Ferientrip, damit seine geliebte Frau Abstand zu ihrer renitenten, sich tief in der Pubertät befindlichen Stieftochter Gráinne bekommt und sich die Begegnung mit deren leiblicher Mutter und Franks Exfrau erspart. Voller Tatendrang brechen die beiden aufgeweckten Jungs mit ihrer Mama zu einer erlebnisreichen Husky-Schlittentour in die nahezu unberührte Wildnis Lapplands auf, während sich Gráinne nach langen Jahren des Schweigens mit dem Besuch ihrer Mutter Rosemary konfrontiert sieht. Diese hat sich seinerzeit ohne Erklärung aus ihrem scheinbar intakten Familienleben aus dem Staub gemacht und jeglichen Kontakt zur Tochter verweigert. Doch der lang ersehnte Besuch entwickelt sich entgegen den Erwartungen Gráinnes und bei der zweiten Schlittentour geht Sandra in der Finsternis verloren. Die Jungs machen sich allein auf die Suche nach der Vermissten - was als großes Abenteuer begann, gerät für die drei zum harten Überlebenskampf...
Trotz temporeicher Action kommt die literarische Qualität nicht zu kurz, die knappen, fast stakkatohaften Sätze steigern die Spannung zusätzlich. Dank der einfühlsamen Übersetzung aus dem Englischen von Andreas Steinhöfel bleiben Roddy Doyles realistisch-schlagfertige Dialoge, die klug konstruierte Dramatik voller Tragikomik und die mit erstaunlich wenigen Worten aufgebaute dichte Erzählatmosphäre des Originals völlig erhalten. Plotmäßig sind Anklänge an Bücher von Nicholas Vanier spürbar. Geschickt spielt Roddy Doyle einerseits mit den Erzählelementen einer klassischen Abenteuergeschichte á la Jack London, andererseits gewährt er mit nachdenklich stimmenden, leisen Passagen Einblicke in die Wildnis des häuslichen Lebens. Zumeist gelingt Roddy Doyle die Anbindung an die Realität recht gut, er hat minutiös recherchiert. Doch inwieweit zwei noch recht kleine Jungen allein in der Wildnis überleben könnten, scheint fraglich.
Jungs zieht vermutlich in erster Linie die attraktive Abenteuergeschichte in ihren Bann, während sich weibliche Leserinnen bestimmt gut mit der ihren Platz im Leben noch suchenden Gráinne identifizieren können. Feinster Lesestoff für männliche wie weibliche Jugendliche ab ca. 12 Jahren sowie für alle HuskyliebhaberInnen! (Elisabeth Zehetmayer)"

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