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Experiment um Jugendliche, die eine Woche mit Familien aller Glaubensrichtungen zusammenleben.

"Eine schwere Auseinandersetzung in den Medien um ein christliches Jugendfestival führt dazu, dass eine Gruppe Engagierter sich ein Projekt ausdenkt, das die religiöse Verständigung zwischen Jugendlichen fördern soll. Mittels Wettbewerb werden zehn Teenager ausgesucht, Jungen und Mädchen, die eine Woche in Familien unterschiedlicher Glaubensrichtungen leben können. Begleitend dazu sollen tägliche Einträge in einen Internetblog die Erfahrungen der TeilnehmerInnen dokumentieren. Als die Woche vorbei ist, hat sich für alle etwas verändert.
Die Projektbegleiter erzählen über das Geschehen immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive, was durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet wird. Zusammen mit den tagebuchartigen Aufzeichnungen der Jugendlichen ergibt sich eine Aneinanderreihung unterschiedlicher Eindrücke, Ansichten und Einsichten. ""Echte"" handschriftliche Aufzeichnungen eines der jugendlichen Protagonisten begleiten den gesamten Prozess und lassen ahnen, dass zumindest für diesen mehr hinter dem Experiment steckt. Die Ereignisse spitzen sich unmerklich auf ein Finale zu, mit dem niemand gerechnet hat, ein Finale, das das Leben jenes Einen entscheidend verändern könnte. Verpackt in eine spannende, realistische Handlung, ist der Autorin diese Art der Wissensvermittlung über die fünf Weltreligionen sehr gut gelungen. Sehr empfehlenswert und geeignet ab 12 Jahren. (Rebecca Englert)"

Mein Gott und ich. Ein Roman über die Weltreligionen
von Christiane Thiel
(1)
Buch 9,95

Zwei Wochen nach der Maueröffnung fährt eine 16-Jährige von West- nach Ostberlin, um das ehemalige Wohnhaus ihrer jüdischen Mutter aufzusuchen.

"Das Buch ist in lockerem Plauderton gehalten und beschreibt diesen einen Tag im Leben Mollys, als sie nach Ostberlin fährt: Die 16-Jährige möchte ihrer vor einigen Jahren an Krebs gestorbenen jüdischen Mutter, deren Familie noch vor dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika flüchten konnte, aus deren ehemaliger Wohnhausanlage ein Mauerstück mitbringen, um es in New York einer jüdischen Tradition gemäß auf ihr Grab zu legen.
Molly war elf Jahre alt, als ihre Mutter so tragisch starb. Sie war eine Spätgeborene - ihre beiden anderen Geschwister waren damals bereits erwachsen. Ihr Vater, ein theoretischer Chemiker an der Universität, hat sie zu großer Selbständigkeit erzogen und sie nach Berlin mitgenommen, als er einen Jahresvertrag an der dortigen Universität erhalten hat.
Das Buch ist aus der Sicht Mollys erzählt und sie berichtet freimütig, dass sie an der Berliner Schule wegen ihrer Körpergröße und ihrer großen Schuhe gehänselt wird, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es für ihre Größe nur schwer modische Kleidung oder Schuhe zu kaufen gibt. Im Laufe der Zeit hat sie sich ein Verhalten angewöhnt, das mit dem Ausdruck ""Mauerblümchen"" bestens beschrieben ist: Sie ist eigentlich gar nicht vorhanden und möchte auch nicht angesprochen werden. Da sie sich in Berlin nicht eingewöhnen kann, hat sie sich entschlossen, zurück nach Amerika zu gehen und bis zur Rückkehr des Vaters bei ihrer älteren Schwester zu wohnen. Sie möchte nur noch dieses Mauerstück aus Ostberlin für ihre verstorbene Mutter holen.
Bei ihrer Fahrt lernt sie Mike kennen, einen Ostberliner Schauspielstudenten, der sie mit seiner Körpergröße und seinen großen Schuhen noch überragt. Er zeigt echtes Interesse an Molly und es entspinnt sich eine zarte jugendliche Liebesgeschichte - ohne große Worte, aber tief empfunden und echt. Sehr empfehlenswert. (Susanna Schrampf)"

Mauerblümchen
von Holly-Jane Rahlens
(2)
Buch 12,95

Ian kommt dem Familiengeheimnis allmählich näher.

"Schon bald müssen Ian und sein Freund Bpm erkennen, dass das, was als spannendes Abenteuer begonnen hat, bedrohliche Ausmaße annimmt - und es gibt keinen Weg zurück. Als es ihnen gelingt, Ians seit 40 Jahren verschollenen Großvater ausfindig zu machen, sehen sie die Lösung des Geheimnisses zum Greifen nahe. Doch die Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen und schließlich gerät nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Freundschaft in Gefahr. In Japan erfährt Chiyo Verblüffendes über ihre Großmutter, die dem selben ungeheuerlichen Wesen zum Opfer gefallen ist wie Ians Vater.
Die Fäden der einzelnen Handlungen - Ian in England, Chiyo in Japan und der Deutsche Daniel auf einer Forschungsstation in Antarktika - werden immer enger miteinander verwoben. Jede einzelne dieser Geschichten ist spannend und gut gemacht, das Ganze gibt aber nur Sinn, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Insgesamt spannendes Lesefutter - man darf schon mit Spannung den Abschluss der Trilogie erwarten. (Anita Ruckerbauer)"

Ghostfighter
von Derek Meister
(4)
Buch 6,95

Am individuellen Schicksal eines dreizehnjährigen Mädchens zeigt sich die unfassbare Grausamkeit des Holocaust.

"Rachel van Kooij hat mit dem preisgekrönten Buch ""Kein Hundeleben für Bartolomé"" (2003) den LeserInnen einen besonders anrührenden Einblick in eine gequälte Kinderseele ermöglicht. In ihrem neuesten Jugendroman verfolgt sie die Lebensspuren des Mädchens Leny Goldstein, das im November 1942 zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in Birkenau vergast wurde. Die Goldsteins (Vater Silvain ist Reisender) leben ein gutbürgerliches, kulturbeflissenes Leben im holländischen Breda, bis die Besetzung durch die Deutschen den Terror ins Land bringt und insbesondere die jüdische Bevölkerung immer stärkeren Repressalien ausgesetzt ist. Judenstern-Verordnung, Ausgehverbot, erzwungener Schulwechsel - die lebensfrohe, begabte und strebsame Leny spürt die unsichtbare Schlinge um ihren Hals immer deutlicher, auch wenn ihre Eltern alles tun, um die Kinder vor der Bedrohung zu beschützen. Da sie aber nicht mit dem Schlimmsten rechnen, bleiben sie in Breda, bis der Vater im September 1942 in ein Arbeitslager verschickt wird und zwei Monate später der Rest der Familie von den Schergen abgeholt wird.
Rachel van Kooijs akribische Spurensuche stützt sich auf Briefe, Aufzeichnungen, Gespräche mit Zeitzeugen und noch lebenden Verwandten und Freunden der Familie Goldstein. Geschickt verwebt sie die Fakten mit Fiktionalem, um dem jüdischen Mädchen Leny, dem es nicht vergönnt war, seine Träume zu leben, ein literarisches Denkmal zu setzen. Ein schmerzhaftes Buch, dem man sich nicht entziehen darf! (Maria Schmuckermair)"

Eine Handvoll Karten
von Rachel van Kooij
(1)
Buch 16,95

Eine Geschichte über eine chinesische Familie, in der gute Noten eine wichtige Rolle spielen.

"Jin Ling soll eine gute Schülerin sein - das ist sie eigentlich auch, nur in Mathematik hat sie große Schwierigkeiten. Ihre Eltern, besonders ihre Mutter, setzen sie unter Druck. Anfangs kann sie das noch verdrängen, später aber bekommt das Mädchen nur noch größere Probleme durch den Druck aus ihrem Elternhaus. Ihre Mutter versucht sogar mit einer Abnehm-Kur ihre Noten zu beeinflussen und zu verbessern. Mit den Seidenraupen, die sie auf dem Markt ersteht, will sich Jin Ling von ihren Problemen ablenken. Dies klappt aber nur dürftig, da die Raupen ihre ganze Aufmerksamkeit beanspruchen. Durch sie lernt Jin Ling allerdings eine ehemalige Lehrerin kennen, die ihr bei ihren Problemen helfen kann...
Huang Beijia, in China eine bekannte Autorin für Erwachsene und Jugendliche, trifft mit ""Seidenraupen für Jin Ling"", 1996 im Original erschienen, den Geschmack vieler jugendlicher LeserInnen. Auf humorvolle Art und Weise erzählt der Roman von den Ängsten und Sorgen vieler vom Leistungsdruck geplagter chinesischer Schulkinder. Das Buch ist aufgrund der Thematik sicher gut als Schullektüre geeignet. Manch ein Schüler wird sich in Jin Ling hineinversetzen können, obwohl die Familien- und Lernstrukturen in China ganz anders sind als bei uns.
Durch die übersichtliche Gliederung der Geschichte in Kapitel werden sicherlich auch Lesemuffel zum Lesen angeregt. Die Übersetzung der chinesischen Wörter am Ende der Lektüre macht das Buch noch interessanter. (Vera Karl, 15 Jahre)"

Seidenraupen für Jin Ling
von Beijia Huang
(2)
Buch 16,90

Gwendolyns Leben wird immer verrückter, nur wegen diesem Zeitreise-Gen!

"Der zweite Band der Trilogie ""Liebe geht durch alle Zeiten"" von Kerstin Gier fängt genau dort an, wo der erste Band endete, nämlich bei dem unglaublichen Kuss. Gwendolyn kann es noch gar nicht richtig fassen: Zuerst behandelt Gideon sie so herablassend und dann plötzlich küsst er sie! Doch in der nächsten Minute ist der Zauber auch schon wieder verschwunden, anscheinend ebenso wie seine Zuneigung zu ihr. Für Liebeskummer hat Gwendolyn allerdings nicht viel Zeit, denn neben dem alltäglichen Elapsieren (in die Vergangenheit reisen) muss sie sich auch noch auf einen Ball und eine Soiree mit dem unheimlichen Grafen von Saint Germain im 18. Jh. vorbereiten. Und die Tanzschritte eines Menuetts zu lernen, ist doch wirklich alles andere als einfach! Als wäre das alles nicht schon verwirrend genug, trifft sie in der Vergangenheit plötzlich auf ihren Großvater, der ihr erzählt, sie hätte dieses Treffen mit ihm persönlich vereinbart. Doch wer weiß, vielleicht kann ihr Großvater sogar etwas Klarheit in all die Rätsel bringen.
Der zweite Band dieser fantastischen Trilogie ist mindestens genauso gut wie der erste - wenn nicht sogar besser! Man begleitet die Protagonistin liebend gerne, sowohl in den romantischen Minuten als auch auf die lustige Soiree und die abenteuerlichen Zeitreisen. Man möchte nach jedem Kapitel sofort wissen, wie es weitergeht. Daher sollte man sich für dieses Buch lieber einen ganzen Tag freihalten! Allen Bibliotheken wärmstens empfohlen! Für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahre geeignet. (Angelika Leitner, 16 Jahre)"

Saphirblau. Liebe geht durch alle Zeiten
von Kerstin Gier
(95)
Buch 16,99