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Meine Bewertungen

Zwei Wochen nach der Maueröffnung fährt eine 16-Jährige von West- nach Ostberlin, um das ehemalige Wohnhaus ihrer jüdischen Mutter aufzusuchen.

"Das Buch ist in lockerem Plauderton gehalten und beschreibt diesen einen Tag im Leben Mollys, als sie nach Ostberlin fährt: Die 16-Jährige möchte ihrer vor einigen Jahren an Krebs gestorbenen jüdischen Mutter, deren Familie noch vor dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika flüchten konnte, aus deren ehemaliger Wohnhausanlage ein Mauerstück mitbringen, um es in New York einer jüdischen Tradition gemäß auf ihr Grab zu legen.
Molly war elf Jahre alt, als ihre Mutter so tragisch starb. Sie war eine Spätgeborene - ihre beiden anderen Geschwister waren damals bereits erwachsen. Ihr Vater, ein theoretischer Chemiker an der Universität, hat sie zu großer Selbständigkeit erzogen und sie nach Berlin mitgenommen, als er einen Jahresvertrag an der dortigen Universität erhalten hat.
Das Buch ist aus der Sicht Mollys erzählt und sie berichtet freimütig, dass sie an der Berliner Schule wegen ihrer Körpergröße und ihrer großen Schuhe gehänselt wird, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es für ihre Größe nur schwer modische Kleidung oder Schuhe zu kaufen gibt. Im Laufe der Zeit hat sie sich ein Verhalten angewöhnt, das mit dem Ausdruck ""Mauerblümchen"" bestens beschrieben ist: Sie ist eigentlich gar nicht vorhanden und möchte auch nicht angesprochen werden. Da sie sich in Berlin nicht eingewöhnen kann, hat sie sich entschlossen, zurück nach Amerika zu gehen und bis zur Rückkehr des Vaters bei ihrer älteren Schwester zu wohnen. Sie möchte nur noch dieses Mauerstück aus Ostberlin für ihre verstorbene Mutter holen.
Bei ihrer Fahrt lernt sie Mike kennen, einen Ostberliner Schauspielstudenten, der sie mit seiner Körpergröße und seinen großen Schuhen noch überragt. Er zeigt echtes Interesse an Molly und es entspinnt sich eine zarte jugendliche Liebesgeschichte - ohne große Worte, aber tief empfunden und echt. Sehr empfehlenswert. (Susanna Schrampf)"

Mauerblümchen
von Holly-Jane Rahlens
(2)
Buch (Pappband)
12,95

Ian kommt dem Familiengeheimnis allmählich näher.

"Schon bald müssen Ian und sein Freund Bpm erkennen, dass das, was als spannendes Abenteuer begonnen hat, bedrohliche Ausmaße annimmt - und es gibt keinen Weg zurück. Als es ihnen gelingt, Ians seit 40 Jahren verschollenen Großvater ausfindig zu machen, sehen sie die Lösung des Geheimnisses zum Greifen nahe. Doch die Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen und schließlich gerät nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Freundschaft in Gefahr. In Japan erfährt Chiyo Verblüffendes über ihre Großmutter, die dem selben ungeheuerlichen Wesen zum Opfer gefallen ist wie Ians Vater.
Die Fäden der einzelnen Handlungen - Ian in England, Chiyo in Japan und der Deutsche Daniel auf einer Forschungsstation in Antarktika - werden immer enger miteinander verwoben. Jede einzelne dieser Geschichten ist spannend und gut gemacht, das Ganze gibt aber nur Sinn, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Insgesamt spannendes Lesefutter - man darf schon mit Spannung den Abschluss der Trilogie erwarten. (Anita Ruckerbauer)"

Das Licht das tötet / Ghost Bd.2
von Derek Meister
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
6,95

Am individuellen Schicksal eines dreizehnjährigen Mädchens zeigt sich die unfassbare Grausamkeit des Holocaust.

"Rachel van Kooij hat mit dem preisgekrönten Buch ""Kein Hundeleben für Bartolomé"" (2003) den LeserInnen einen besonders anrührenden Einblick in eine gequälte Kinderseele ermöglicht. In ihrem neuesten Jugendroman verfolgt sie die Lebensspuren des Mädchens Leny Goldstein, das im November 1942 zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in Birkenau vergast wurde. Die Goldsteins (Vater Silvain ist Reisender) leben ein gutbürgerliches, kulturbeflissenes Leben im holländischen Breda, bis die Besetzung durch die Deutschen den Terror ins Land bringt und insbesondere die jüdische Bevölkerung immer stärkeren Repressalien ausgesetzt ist. Judenstern-Verordnung, Ausgehverbot, erzwungener Schulwechsel - die lebensfrohe, begabte und strebsame Leny spürt die unsichtbare Schlinge um ihren Hals immer deutlicher, auch wenn ihre Eltern alles tun, um die Kinder vor der Bedrohung zu beschützen. Da sie aber nicht mit dem Schlimmsten rechnen, bleiben sie in Breda, bis der Vater im September 1942 in ein Arbeitslager verschickt wird und zwei Monate später der Rest der Familie von den Schergen abgeholt wird.
Rachel van Kooijs akribische Spurensuche stützt sich auf Briefe, Aufzeichnungen, Gespräche mit Zeitzeugen und noch lebenden Verwandten und Freunden der Familie Goldstein. Geschickt verwebt sie die Fakten mit Fiktionalem, um dem jüdischen Mädchen Leny, dem es nicht vergönnt war, seine Träume zu leben, ein literarisches Denkmal zu setzen. Ein schmerzhaftes Buch, dem man sich nicht entziehen darf! (Maria Schmuckermair)"

Eine Handvoll Karten
von Rachel van Kooij
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,95

Gwendolyns Leben wird immer verrückter, nur wegen diesem Zeitreise-Gen!

"Der zweite Band der Trilogie ""Liebe geht durch alle Zeiten"" von Kerstin Gier fängt genau dort an, wo der erste Band endete, nämlich bei dem unglaublichen Kuss. Gwendolyn kann es noch gar nicht richtig fassen: Zuerst behandelt Gideon sie so herablassend und dann plötzlich küsst er sie! Doch in der nächsten Minute ist der Zauber auch schon wieder verschwunden, anscheinend ebenso wie seine Zuneigung zu ihr. Für Liebeskummer hat Gwendolyn allerdings nicht viel Zeit, denn neben dem alltäglichen Elapsieren (in die Vergangenheit reisen) muss sie sich auch noch auf einen Ball und eine Soiree mit dem unheimlichen Grafen von Saint Germain im 18. Jh. vorbereiten. Und die Tanzschritte eines Menuetts zu lernen, ist doch wirklich alles andere als einfach! Als wäre das alles nicht schon verwirrend genug, trifft sie in der Vergangenheit plötzlich auf ihren Großvater, der ihr erzählt, sie hätte dieses Treffen mit ihm persönlich vereinbart. Doch wer weiß, vielleicht kann ihr Großvater sogar etwas Klarheit in all die Rätsel bringen.
Der zweite Band dieser fantastischen Trilogie ist mindestens genauso gut wie der erste - wenn nicht sogar besser! Man begleitet die Protagonistin liebend gerne, sowohl in den romantischen Minuten als auch auf die lustige Soiree und die abenteuerlichen Zeitreisen. Man möchte nach jedem Kapitel sofort wissen, wie es weitergeht. Daher sollte man sich für dieses Buch lieber einen ganzen Tag freihalten! Allen Bibliotheken wärmstens empfohlen! Für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahre geeignet. (Angelika Leitner, 16 Jahre)"

Saphirblau. Liebe geht durch alle Zeiten
von Kerstin Gier
(166)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99

Die halbvampirischen Zwillingsschwestern machen eine merkwürdige Persönlichkeitsveränderung durch.

"Daka und Silvania besuchen mit ihren Freunden einen Jahrmarkt und kommen dabei auf die Idee, einen Wahrsager aufzusuchen, der nebenbei auch noch Wünsche erfüllen kann. Kurz darauf beginnen beide Mädchen für sie jeweils untypische Verhaltensweisen an den Tag zu legen: Daka gibt sich dem geliebten Haustier und Blutegel Karlheinz gegenüber eher distanziert und hat plötzlich Flugangst, bei Silvania tritt das Gegenteil ein, dazu verspeist sie eines Nachts heißhungrig die gesamte Blutwurstplatte und macht sich außerdem über Papas 85 Blutampullen her. Der Verdacht, dass dieser seltsame Wunscherfüller vom Jahrmarkt daran schuld sein könnte, drängt sich auf. Wie kann man das Ganze nur wieder rückgängig machen?
Witzig und flott erzählt, stören Fliegen als Zwischenmahlzeiten, Heimaterde zwischen den Zehen und Trinkbecher in Kloform in diesem Falle überhaupt nicht. Kinder, die schon die vorhergehenden Bände gern gelesen haben, werden auch die Folgebände lieben! Geeignet ab 10 Jahren. Band 5 und 6 sind ebenfalls bereits erschienen. (Rebecca Englert)"

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Herzgeflatter im Duett / Die Vampirschwestern Bd.4
von Franziska Gehm
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
10,95

Ein gelungener Auftakt einer neuen Vampir-Serie!

"Die Protagonistin Zoey lebt ein normales Leben mit Freunden und ihrem Freund Heath. Doch dieser Zustand ändert sich schlagartig, als sie ""gezeichnet"" wird. In ihr fließt das Blut eines Vampirs und nun soll sie zu einem Geschöpf der Nacht erzogen werden. Plötzlich wird sie wegen ihrem Anderssein von allen ausgeschlossen, sogar ihre Eltern wollen sie nicht verstehen. Zoey muss so schnell wie möglich in eine Vampirschule ziehen, denn je länger sie ohne Vampir-Ausbildung bleibt, desto schneller nähert sich ihr der Tod...
Die Autoren haben zwei erfolgreiche Themenkomplexe, jene von Harry Potter und der Twilight-Saga, aufgegriffen und eine Mischung der beiden geschaffen. Doch würde ich ""House of Night"" nicht mit anderen Vampir-Storys vergleichen, da das Buch eher auf einer realistischen Ebene bleibt. Man kann sich als Jugendlicher sehr gut in Zoey hineinversetzen. Das Buch bietet leichte Lektüre. Es ist in einem einfachen Stil geschrieben und enthält keine komplizierte Handlung. Da manche Szenen in sexueller Hinsicht genauer beschrieben werden, würde ich dieses Buch erst ab 14 Jahren empfehlen. (Sara Heinrich, 14 Jahre)"

Gezeichnet
von Kristin Cast
(215)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,95

Ein Ratekrimi, der im Umfeld von Marie Curie spielt.

"Irene und deren Freund Frederic geraten rund um den Brand des Laboratoriums der berühmten Marie Curie in Paris 1911 in turbulente Angelegenheiten. Die beiden Kinder sehen so manche Ungereimtheit und erfahren auch von der schwierigen Situation, in der Frau Curie steckt, weil sie nicht in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen werden soll. Der Grund: Sie ist eine Frau. Diese Ungerechtigkeit und wissenschaftlicher Ehrgeiz gepaart mit großem Neid auf diese intelligente Forscherin führen zu einer Beinahe-Katastrophe. Die zwei Kinder decken mit Hilfe eines Journalisten eine Verschwörung auf und lösen diesen spannenden Fall.
Ein Krimi mit Hintergrundinformation zu den Entdeckungen der Marie Curie. Gut zu lesen und interessant durch die detektivischen Fragen! Für alle kindlichen Forscher und Krimifans! (Angela Zemanek-Hackl)"

Alarm im Laboratorium
von Bellinda
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
7,90

Rührende Geschichte um ein kleines Moorgespenst.

"Ein Gespenst zu sein, ist nicht einfach! Walli, eine Moorgespenstdame, verheddert sich an einer Autoantenne und wird mitgerissen. In der Stadt wird ihr dann ein bezauberndes kleines Gespenst zugeweht. Dieses Kind braucht einen Namen! Ohne Namen fürchtet man sich vor allem. Doch ein Windstoß trennt die beiden. Nun ist das Kleine auf der Suche nach seiner Mama und nach einem passenden Namen.
Der Zufall führt beide letztlich nach vielen Erlebnissen wieder zusammen. Diese rührende Geschichte erschien erstmals 1985, nun aber in der neuen Rechtschreibung. (Norbert Allmer)"

Das kleine Moorgespenst
von Renate Welsh
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
7,95

Kinderlyrik, die sich von ihrer besten Seite zeigt.

"Bereits am Innentitel taucht ein kleiner Heißluftballon auf, dessen Korb an einer Art Weltkugel hängt; diesen roten Weltenball nutzt Wiebke Oeser als verbindendes Element ihrer Buntstiftzeichnungen, lässt ihn immer wieder auftauchen und wirft ihn sozusagen den einzelnen Gedichtideen zu, die ihren gestempelten Fußspuren folgen - oder sich ihnen auch widersetzen: ""Woher? / Vom Meer. / Wohin? / Nach Wien. / Was willst du dort? / Gleich wieder fort.""
Es sind lyrische Fußabdrücke, die der Schweizer Autor und Hans Christian Andersen-Preisträger Jürg Schubiger hier setzt. Sie nehmen Gedankenfährten auf, schlagen sprachliche Haken und suchen ihren Weg durch die kinderlyrischen Möglichkeiten: ""Ich möchte keine Fragen mehr. / Ich möchte wissen, / wo ich bin / und wer."" Es sind die ganz einfachen Dinge und doch die großen Fragen, die Schubiger aufgreift, wenn er nachspürt ""Wie's einem so geht"": ""Manchmal fühlt man sich allein / in seiner Haut / Und manchmal ist man froh, / dass niemand sonst drin Platz hat.""
Am Anfang ist da das Meer und mit ihm die kleinen Aufregungen der Natur; in der Mitte geht ein Kuchen nicht auf und die kindliche Einsamkeit im Familiären wird ausgelotet; am Ende fühlt man sich bloody good, wenn das Ich und das Du aufeinander treffen und zusammenpassen ""[.] wie six und seven, / wie hell und heaven, / wie Herr und Hund / wie Mund und Mund, / wie Haar und Kamm, / wie Bim und Bam / wie Bum."" Dieserart passen auch der stille Sprachkönner Jürg Schubiger und die Kinderlyrik zusammen: wie Bum. Und das in einem mit viel gestalterischer Liebe präsentierten Band. Sehr zu empfehlen ab 8 Jahren. (Heidi Lexe)"

Der Wind hat Geburtstag
von Jürg Schubiger
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
12,90

 
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