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Name:
Don Alegre Top 10 Rezensent
Ort:
Bayern
Rezensionen:
1182 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 1161

nicht hilfreich: 221

Rang:
6

Don Alegres Rezensionen

123
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50

01.01.2013

„und der Westen schaut zu ... eine tief beschämende Wahrheit ”


1994 starben in Ruanda unter den Augen der "zivilisierten" Weltöffentlichkeit und der UNO in nur 100 Tagen ca. eine Million Menschen durch unermessliche Gewalt- und Gräueltaten, ausgeübt von, durch intensive Propaganda aufgebrachten und aufgestachelten sowie gnadenlosen und raffgierigen Hutu-Milizen, Militär- und Polizeiangehörigen.

Der Film von Terry George aus dem Jahre 2004 erzählt diese, die westliche Welt so beschämenden Geschehnisse in Ruanda während des Völkermords im Frühjahr 1994 in Kigali. Während dieser Zeit wurde das belgische Hôtel des Mille Collines aufgrund des immensen Einsatzes des Hotelmanagers Paul Rusesabagina eine Zufluchtsstätte für ca. 1200 Menschen, die alle überlebten.

Von den meisten wohl schon wieder vergessen bannt George diese Massaker, nur andeutungsweise, und den Kraftakt des ruandischen "Schindlers" erschütternd und mitreißend und in betörend ruhiger und fast übersinnlicher Art und Weise auf die Leinwand, und es gelingt ihm so ein sehenswerter Balanceakt zwischen geschichtlicher Rekonstruktion und tief bewegender Erzählung (FSK 12 spricht hier für sich!).

...ein genialer Film, gewidmet einem weiteren Drama unserer blutrünstigen, gierigen und alle Ethik vergessender Neuzeit

Besetzung
* Don Cheadle (Paul Rusesabagina)
* Sophie Okonedo (Tatiana Rusesabagina)
* Nick Nolte (Colonel Oliver)
* Joaquin Phoenix (Jack Daglish)
* Cara Seymour (Pat Archer)

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

05.12.2012

„... eine Brise Plutonium für einen DeLorean DMC-12 und für viel Spaß, Spiel und Spannung”



Es ist einfach immer wieder oberköstlich und grandios unterhaltsam, sich mit Marty durch die Genialität Doc's an die Wand spielen und dann in die Welt der 50er beamen zu lassen, um der, durch die Konfrontation mit einer zuckersüßen frechen und ihrer Reize bewußten Lorraine, dem smarten Spanner, Looser und schikanierten Fettnapftreter George und dem egomanischen Quälgeist und Yob Biff notwendig gewordenen Antifading Operation in ihren ideenreichen, amüsanten, stimmigen und turbulenten Einzelheiten bis hin zu Erfindung des Rock'n Rolls und einer Präsidenten- und Bürgermeistervorausschau zu folgen, um sich dann aufgrund richtiger Voraussetzungen und Einstellungen und das punktgenaue Nutzen der irdischen Kräfte zuhause in der Zukunft erst einmal so richtig mit Jennifer wohl fühlen zu können.

Ob Flugblätter, Skateboards, the 'Flux capacitor', Familie Peabodys oder der Werdegang der Twin zur Lone Pine Mall, um nur ein paar der unendlichen vielen, witzigen und skurrilen Einzelheiten zu nennen, das Uhrwerk dieser absolut gelungenen und exzellent inszenierten Zeitreise in Sachen Geschichte, Prognosen, Nostalgie, Service und Schadensbegrenzung läuft in der Präsentation und Summation seiner Elemente derart präzise ab, dass erst ein mehrmaliges Ansehen dieses Streifen das fein und unglaublich perfekt abgestimmte Netzwerk der Story, bis hin zu dem erstklassigen Soundtrack als ein Zeitparadoxon, offenbart.

'Marty B. Goode' [Johnny und Chuck werden es mir verzeihen] ... er ist es, und nicht nur er!

... ein ultimativer, inbrünstiger und mehrfach prämierter Spaß aus dem Jahre 1985, den wir der Unaufmerksamkeit und Vergeltungsaktion libyschen Terroristen und dem einsteinschen Erfindungsgeist unseres geliebten Doc zu verdanken haben.


Hauptdarsteller
* Michael J. Fox : Marty McFly
* Christopher Lloyd : Dr. Emmett Brown
* Lea Thompson : Lorraine Baines McFly
* Crispin Glover : George McFly
* Thomas F. Wilson : Biff Tannen
* Claudia Wells : Jennifer Parker
* Marc McClure : Dave McFly
* Wendie Jo Sperber : Linda McFly
sowie
George DiCenzoals Sam Baines | James Tolkan als Mr.Strickland | Jeffrey Jay Cohen als Skinhead | Casey Siemaszko als 3D | Billy Zane als Match | Harry Waters als Marvin Berry


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30

27.11.2012

„... Making Elliot”


Vorab sei dem Entscheidungssuchenden gesagt, dass diese Einspielung kein einziges Stagebild, geschweige denn eine der Bands zeigt, sondern bzgl. der Woodstock-Mythologie versucht, sich der zentralen Person Elliot Tiber (geb. Teichberg) sowie der Darlegung der Entstehung und organisatorischer Aspekte rund um die Teichberg-Familie und Michael Lang anzunehmen. Wer daran nicht wirklich interessiert ist, sollte sich lieber die Musikdokumentation "Woodstock" von 1970, hier empfehle ich unbedingt "The Director's Cut", zulegen.

So verträumt wie das einst lethargische Bauern-, Kleinbürger- und Vorstädternest Bethel im Sullivan County so langsam bewegen sich die retrospektiven, autobiographischen und erfreulicherweise wertungsfreien Bilder der sich überstürzenden Ereignisse des Jahres 1969 am White Lake mit ihren angedeuteten Initiatoren und Außenseitern der amerikanischen Gesellschaft und mit ihren individuellen und kollektiven Impressionen von Traumata, Raffsucht, Freiheit, LSD, Nacktheit, sexueller Identitäten, Musik, Chaos und Befreiung.

Anstatt sich jedoch vertiefend den Hintergründen, Illusionen und der Geschichte dieses Festivals unvergesslicher ideeller, visueller und auditiver Eindrücke zu widmen, verliert sich der Film immer mehr in Beschreibungen, Erfahrungen und Entwicklung der gestressten Persönlichkeitsstruktur und -identität von Elliot sowie seiner Eltern. Auch überzeugen, mit Ausnahme eines exzellent aufspielenden Liev Schreibers (Vilma), die Protagonisten nicht wirklich.

... unter der Prämisse eines "Making Elliot" anstatt eines "Taking Woodstock" ... ein unterhaltsamer Spielfilm vor der Kulisse der damaligen Ereignisse, gewürzt mit einem stilgerechten Soundtrack und bebilderten Erinnerungen an dieses legendäre Rockfestival


* Demetri Martin : Elliot Tiber (Teichberg)
* Imelda Staunton : Sonia Teichberg
* Henry Goodman : Jake Teichberg
* Emile Hirsch : Billy
* Jonathan Groff : Michael Lang
* Eugene Levy : Max Yasgur
* Liev Schreiber : Vilma
* Jeffrey Dean Morgan : Dan
* Mamie Gummer : Langs Assistentin

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50

21.11.2012

„mit Sitte, Moral und Anstand solange ... ?-)”


Es ist immer die Sicht der Dinge, und dies wird wohl immer so bleiben, die Sitte, Moral und Anstand den letzten Schliff geben, und so ist es auch in diesem herrlich inszenierten Kultfilm aus dem Jahre 1951, in dem es sowohl Autor und Regie sowie den Darstellern und Backgroundspezialisten erstklassig gelang, diesen gesellschaftlichen Kodex tendenziell und frei nach Professor Traugott Nägler herzerfrischend aufzupolieren.

Direkt platzt man in das allseits beworbene, über alle Fragen erhabene Bild einer exzellent geführten, deutschen Großfamilie mit den alltagstauglich gestylten Orgelpfeifen, gerahmt von den zwei elterlich soliden Säulen, verantwortlich für das seelisch, geistige und körperliche Gymnasium ihrer, von Gott gesegneten und vom Pastor behüteten Heranwachsenden. Dass diese bildliche Übertragung und "Dokumentation" auch heute noch funktioniert und so begeistert, liegt an der Persönlichkeit als solche als auch an der schauspielerischen Leistung der jeweiligen Rollenträger, die nicht besser hätten ausgewählt sein können, spiegeln sie doch die Eckpfeiler der damaligen deutschen Gesellschaft mit seinen wichtigsten, preußischen Elementen per se.

Ja, man nimmt den filmisch Agierenden die gespielte Lebensart und dargelegten Lebensinhalte sofort ab, und zwar so intensiv, dass dem einen oder anderen Zuschauer, wohl vertraut mit solcher Art von familiärer Atmosphäre, neben dem immer wieder angeschobenen Lächeln über diese bravouröse Darstellung auch so manche Denkfalte im Gesicht erscheint, denn über ein halbes Jahrhundert später haben sich so etliche Dinge relativiert, doch bleibt die Erinnerung an und Erfahrung als ein aufwachsendes Mitglied aus und in dieser Zeit.

Alles, was in den erstklassig intonierten Dialogen nicht vorder- oder hintergründig bzw. direkt und indirekt gesagt wird, schnattern einem dann stimmungsgerecht die Gänse :)

Für mich ein sowohl erheiterndes als auch nachdenklich stimmendes Relikt aus einer vergangenen und doch noch irgendwie gegenwärtigen Epoche, uneingeschränkt mit dem Prädikat "Sehr empfehlenswert!", übrigens auch bezogen auf die Tatsache, dass dieser Film auf DVD übernommen wurde und dazu gut restauriert wurde, ohne seinen eigentlichen Flair nur im Geringsten zu verletzen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

19.11.2012

„Keine Sittenkrise in der Wirtschaftskrise ... eine ganz "heiße" Unterhaltung!”


Zu Anbeginn sei frohlockend verkündet, dass diese (für so manchen letztendlich unerwartet kompromittierende) Komödie für jeden, der des allgemein prononcierten deutschen Wortes bis hin zum Hochdeitsch machtig, ohne wirkliche Probleme zu verstehen ist, auch wenn dieser heiße Streifen im, mancherorts als bayerischen Urwald bezeichneten Niederbayern seine Schlingen auslegt.

Wahrlich, es darf gelacht werden, ob wegen sprühender Witze und Ideen oder aus befreiender Schadenfreude, denn eine oberköstliche, weltlich-kirchlich-gesellschaftlich-wirtschaftliche, dem Leben durchaus entnehmbare Konfliktbe- und -verarbeitung ist Dank der sich schnell optimierenden Leistungen der 3 begabten Lernwilligen garantiert.

Über die verschiedensten emotionalen Zustände, nicht nur der Protagonisten, zaubern Sixt und Gollner ein in allen Bereiche balanciertes, "gottergreifendes" Amüsement auf die Leinwand, abgesehen von der bankseitig erzwungenen "Not macht erfinderisch" meisterhaft genährt von Intriganz und Tücke, fromm gebettet in eine dörfliche Idylle.

JA, es darf gelacht werden, und das sicher nicht nur beim ersten Mal, denn dieses Buffet mit seinen meisterlich präsentierten Gängen und Gerichten mag erst einmal vernascht werden :)

... ach ja, an Sinn fia Humor braucht ma scho aa !

bisher EUR 17,99 EUR 9,99 *
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50

12.11.2012

„ ... ein intonierter und intonierender Wirbelsturm”


Nein, sie hat sich bis jetzt nicht dem Kommerz hingegeben sondern nutzt die Gunst der Stunde, um schier unermüdlich durch die verschiedensten Nuancen einer weitreichenden Musikwelt zu gleiten bzw. im nächsten Augenblick zu düsen, unermüdlich in der Interpretation und unermüdlich in der energetischen Darstellung.

Hörbar zuhause in vielen Varianten versagen ihre Stimme, ihr Taktgefühl und ihre Interpretations- und Improvisationsgabe in keiner Sekunde, sie selbst immer im Kontakt mit ihrer Band und ihren Zuhörern. Ich kann nur wiederholen, was ich schon zu ihrer Debüt-CD sagte: "Sympathisch, direkt und ohne Allüren präsentiert Isabelle mit einem Lebenstouch von Edith Piaf ihre erstklassigen Songs mit einem wundervollen Hauch von Montmartre, Cafès, Bühne und Konzertsaal."

36 empathische und sofort begeisternde Songs, eingespielt einfach nur so, ohne ein wirkliches Hauptaugenmerk auf Perfektion dafür aber mit einem tief bewegenden Sinn für Begeisterung.

Ich kann nur hoffen, dass uns dieser lebensfrohe "Wirbel von Paris" in dieser hier präsentierten Art noch lange erhalten bleibt.

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40

03.11.2012

„ ...ein momentaner? und würdiger Abschluss dieser fulminanten Trilogie”

...ein momentaner? und würdiger Abschluss dieser fulminanten Trilogie

Die inszenierte Apokalypse zwischen dem fröhlichen Treiben der Piraten um Sparrow & Co. und dem faschistischen Handlungen der Ostindiengesellschaft macht erneut einfach Spaß.

Einer Allegorie gleich tobten sich nochmals die Aggressionen der kolonialistischen Mächte auf die Freibeuter der Meere in diesem famosen und unerwartet immer jugendfreiem Hollywoodspektakel aus, manchmal feucht fröhlich und ekstatisch, manchmal melancholisch und dramaturgisch, mit einem exorbitanten Finale und unter grandioser Nutzung aller heute möglichen Filmtechnik.

Professionell werden die offenen Fragen aus Teil 1 und 2 geklärt und die Handlungen zusammen und zu Ende geführt, und doch ist ein weiterer Teil möglich. Auffallend ist, dass der 3te Teil soweit jeglicher Blutrünstig- und Gewalttätigkeit sowie fleischlicher Lust entbehrt, wohl im Sinne einer Erweiterung auf die Harry-Potter Zielgruppe. Dennoch tut diese Marketingeinstellung der Handlung nichts ab, und die Hauptakteure sowie die Handlung bleiben auch für die Erwachsenen gewohnt überzeugend.

Ein soweit sehenswerter, leider nicht in allen Teilen optimaler Abschluss dieser fulminanten Trilogie als ein spaßiges Action-Feuerwerk in verschienen Sphären, mit den bekannten Stars und erwarteter audio-visueller Perfektion und Souveränität.

dvd

Fluch der Karibik

Gore Verbinski

EUR 7,99 *
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50

03.11.2012

„...ein sensationeller Anfang”


In diesem bombastischen Abenteuerfilm kommt keiner zu kurz, vor allem nicht der Zuschauer.

Es ist einfach brillant, was Gore Verbinski da auf die Leinwand zaubert, und es ist wohl nicht von ungefähr, dass dieser in allen Bereichen aufwendige Film zu den erfolgreichsten Hollywoodproduktionen zu zählen ist.

Nicht nur beim ersten Mal, sondern auch nach wiederholten Malen können die Schauspieler sowie Bild, Farben, Musik und die vielen Gags den Zuschauer nur begeistern. Es macht einfach einen Heidenspaß, den Akteuren in Ihre Abenteuer zu folgen, zu See und auf dem Lande, und ihre außergewöhnliche Mimik in den vielen Großaufnahmen sowie die Situationskomik zu genießen.

ein spektakulärer Piratenfilm des Fantasy Genre ... mit Topbesetzung ... mit höchstem, audiovisuellen Genuss

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