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sabatayn76 aus Deutschland

Gesamte Bewertungen 116 (ansehen)


Meine Bewertungen

'Die Gegenwart versteht man nur, wenn man die Vergangenheit kennt.'

sabatayn76 aus Deutschland , am 22.03.2013

Inhalt:
Im Berlin des Jahres 1932 wird eine Leiche im Lastenaufzug des 'Haus Vaterland' gefunden. Sonderbarerweise scheint der Mann auf den ersten Blick ertrunken zu sein, obwohl er mit dem Auto angereist ist. Bei der Obduktion wird jedoch klar, dass der Mann eine tödliche Injektion bekommen hat, dass er zwar Wasser in der Lunge hatte, daran aber nicht gestorben ist. Bald tauchen weitere Leichen auf, die auch unter diesen merkwürdigen Umständen ums Leben gekommen sind.

Auch im Privatleben von Gereon Rath bleibt es spannend, denn Charly kommt aus Paris zurück und bleibt Gereon vorerst eine Antwort auf seinen Heiratsantrag schuldig.

Mein Eindruck:
Ich habe bereits die drei Vorgänger-Romane um Gereon Rath gelesen, somit waren mir Gereon und sein Team bereits bekannt, und ich konnte mich schnell auf die Geschichte einlassen. Der Einstieg ins Buch, der den Leser in eine ländliche Gegend fernab der deutschen Hauptstadt führt, sowie die Reise Gereons nach Ostpreußen haben mir sehr gut gefallen. Egal, wo die Handlung gerade spielt, Kutscher gelingt jedes Mal eine authentische Beschreibung der Orte und Personen und das Aufbauen einer stimmungsvollen Atmosphäre.

Der Fall selbst ist spannend und fesselnd, in seiner Komplexität überzeugend und voller Überraschungen.

Mein Resümee:
'Die Akte Vaterland' ist perfekt dafür geeignet, in die 1930er Jahre einzutauchen, Berlin vor der Machtergreifung Hitlers zu erleben und nebenbei auch noch spannende Ermittlungen zu verfolgen.

Da mir die gesamte Reihe um Gereon Rath sehr gut gefällt, würde ich eine Lektüre in der richtigen Reihenfolge ('Der nasse Fisch' - 'Der stumme Tod' - 'Goldstein' - 'Die Akte Vaterland') empfehlen, obwohl es sich jeweils um abgeschlossene Fälle handelt.

Die Akte Vaterland

Die Akte Vaterland

von Volker Kutscher

19,99

'Es gibt keine Hintertüren für Glück und Unglück im Schicksal des Menschen.' (Konfuzius)

sabatayn76 aus Deutschland , am 25.01.2013

Inhalt:
Die Leiche eines jungen Mannes wird auf einer Baustelle gefunden. Er wurde erschossen, in seiner Hosentasche werden Drogen und Bargeld entdeckt, der Tote weist Verbindungen zur Drogenszene auf. Handelt es sich tatsächlich um ein Delikt im Drogenmilieu? Oder hat der Suizid eines Mädchens aus derselben Clique mit dem Mord zu tun? Kommissar Dühnfort und seine Kollegen ermitteln.

Mein Eindruck:
Ich habe bereits die vier Vorgänger der Dühnfort-Reihe gelesen, welche mir gut gefallen haben. Obwohl mir der Einstieg in Löhnigs fünften Band im Vergleich etwas schwerer gefallen ist, fühlte ich mich im Verlauf dennoch sehr gut unterhalten.

Der Roman ist unterhaltsam und hat mich nach einigen Kapiteln auch fesseln können. Die Geschichte an sich ist komplex, die Auflösung war für mich überraschend, die Protagonisten wurden gut und ausreichend beschrieben. Sprachlich lässt sich der Roman flüssig lesen, ist in einfacher, aber nicht anspruchsloser Sprache geschrieben.

Mein Resümee:
Alles in allem ein solider Krimi und ein unterhaltsames Buch. Ein gutes Buch für Zwischendurch.

Verflucht seist du

Verflucht seist du

von Inge Löhnig

9,99

Über schwierige Kindheiten und geheimnisvolle Briefe

sabatayn76 aus Deutschland , am 30.12.2012

Inhalt:
Magnus Kjellner ist seit drei Monaten verschwunden, von ihm fehlt jede Spur. Während die Polizei versucht, sein Verschwinden aufzuklären, erhält Christian Thydell - Magnus' Freund, dessen erstes Buch gerade gefeiert wird - seltsame Drohbriefe. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Magnus' Verschwinden und den Drohbriefen?

Mein Eindruck:
Ich habe bereits zwei der Vorgängerromane gelesen und habe auch an der Lektüre von 'Meerjungfrau' viel Spaß gehabt. Der Kriminalroman liest sich sehr flüssig, ist stets spannend und fesselnd, lebt vor allem von den sympathischen Hauptprotagonisten.

Die häufigen Szenenwechsel und die eingeschobenen Kapitel in Kursivschrift, die von einer unglücklichen Kindheit erzählen und sehr zur Spannung beitragen, haben mir gut gefallen, machen den Roman sehr abwechslungsreich und packend.

Insgesamt hat mir 'Meerjungfrau' von allen bisher gelesenen Läckberg-Krimis am besten gefallen, obwohl ich auch hier (wie bei den Vorgängern) keineswegs überrascht von der Auflösung war. Leider war mir schon seit Längerem klar, wer hinter den Morden und den Briefen steckt, Läckberg gelingt es meiner Meinung nach überhaupt nicht, falsche Fährten zu legen und den Leser zu verwirren. Die Details der Auflösung waren zudem sehr enttäuschend, denn Läckberg zeigt wenig Kenntnisse über psychiatrische Diagnosen und scheint hier alles andere als gut recherchiert zu haben.

Mein Resümee:
Spannender Fall mit großem Cliffhanger, allerdings Defizite in der Recherche und sehr vorhersehbar.

Meerjungfrau

Meerjungfrau

von Camilla Läckber…

9,99

'Doch nichts im Leben erwies sich als so dauerhaft wie ein Provisorium.'

sabatayn76 aus Deutschland , am 12.11.2012

Inhalt:
Nach einer durchzechten Nacht findet Alina die Leiche eines Mädchens. Obwohl sie zuerst glaubt, es handle sich um ihre Freundin Mia, wird bald klar, dass die Tote eine Fremde ist, die schon etwas länger tot ist. Das Mädchen wurde missbraucht und misshandelt, zeigt Verletzungen einer Schiffsschraube, ihre Identität ist unklar, keiner scheint sie zu vermissen. Pia Kirchhoff, Oliver von Bodenstein und ihr Team ermitteln in diesem und in anderen Fällen, die auf den ersten Blick wenig oder nichts miteinander zu tun haben.

Mein Eindruck:
Wie alle Bücher von Nele Neuhaus ist auch 'Böser Wolf' flüssig und leicht lesbar, aber alles andere als anspruchslos. Nele Neuhaus spinnt erneut eine komplexe Geschichte mit einer Vielzahl von Handlungssträngen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Wie gewohnt wurden alle Protagonisten lebendig und überzeugend charakterisiert, haben Ecken und Kanten, sind lebensnah und komplex.

Das Hauptthema des Kriminalromans und die Hintergrundinformationen zum Thema psychiatrische Diagnosen wurden extrem gut recherchiert. Zudem ist das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite spannend, obwohl mich die Auflösung des Falles und die Aufklärung, wer welche Rolle in der Geschichte spielt, keineswegs überrascht hat.

Mein Resümee:
Ein unterhaltsamer, sehr gut recherchierter Kriminalroman mit relevanter Thematik.

Böser Wolf

Böser Wolf

von Nele Neuhaus

7,99

'Der Leopard schleicht sich im Dunkeln an seine Beute an und bringt seinen Atem in Gleichklang mit deinem.'

sabatayn76 aus Deutschland , am 24.08.2012

Inhalt:
Kaja Solness macht sich auf den Weg nach Hongkong und sucht dort nach Harry Hole, der sich nach seinem letzten Fall aus dem Polizeileben zurück gezogen hat, in Hongkong exzessiv Drogen konsumiert und nicht gewillt ist, nach Norwegen zurück zu kehren. Die Osloer Polizei braucht jedoch dringend Holes Hilfe, denn ein neuer Serienmörder scheint sein Unwesen zu treiben und nur Hole ist erfahren genug, ihn fassen zu können. Kaja Solness gelingt es schließlich doch, Hole zur Rückkehr zu bewegen, und so beginnt Holes Jagd nach dem nächsten Serienmörder.

Mein Eindruck:
Was mir an 'Leopard' sehr gut gefallen hat, sind die verschiedenen Handlungsorte, wobei ich besonders die Ausflüge in den Kongo gut und spannend fand, da ich prinzipiell ein großes Interesse am 'Herz der Finsternis' habe. Im Gegensatz zu 'Schneemann' (mein erster Harry Hole-Krimi) kommt 'Leopard' meiner Meinung nach erst spät in Fahrt und war mir oft viel zu ausführlich, detailliert und bezüglich der Gewalttaten deutlich zu explizit und ekelhaft. Für mich war 'Leopard' kaum spannend, denn bloßer Ekel vermag mich nicht zu begeistern oder zu fesseln, stimmungsvolle Beschreibungen habe ich beim Lesen eher vermisst. Auch die Auflösung des Falls hat mir nicht gefallen, war mir viel zu abstrus, zu konstruiert und zu unglaubwürdig.

Mein Resümee:
Es gibt sicherlich viele Leser, die gerne detaillierte und blutrünstige Details lesen, ich gehöre jedoch nicht dazu. Während der 'Schneemann' sehr atmosphärisch war, fand ich 'Leopard' oft einfach nur ekelhaft. Positiv aufgefallen sind mir die Szenen im Kongo.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Leopard

Leopard

von Jo Nesbo

10,99

'Wir müssen den Kosmos beherrschen, bevor er uns vernichtet!'

sabatayn76 aus Deutschland , am 19.08.2012

Inhalt:
1924 werden zwei Jungen geboren, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Anton ist der Sohn des Papierfabrikanten Johann Bluhm, Franz der Erstgeborene des Bankiers Hubert Münzer. Während Bluhm alles verliert, weil er in ein Geschäft eingestiegen ist, das mit einer hohen Gewinnausschüttung durch industriell hergestelltes Gold lockte, bereichert sich Münzer, auf dessen Anwesen die mysteriöse Goldfabrik steht, am Elend anderer und verfolgt skrupellos seine Ziele.
Im Laufe der Jahre treffen Anton und Franz mehrmals aufeinander und zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft.

Mein Eindruck:
Gisela Stelly erzählt in 'Goldmacher' die Geschichte zweier Familien zwischen der Weltwirtschaftskrise in den 1920ern und dem Anschlag auf das WTC im Jahre 2001. Dabei gefiel mir der Einstieg sehr gut, die ersten Kapitel (1924 bis 1945) waren spannend, komplex, lehrreich, unterhaltsam. Leider haben mir die darauf folgenden 300 Seiten weniger gut gefallen, das Lesen empfand ich hier als mühsamer, die Schilderungen als zu abschweifend.

Die Protagonisten blieben mir insgesamt eher fremd, waren wenig greifbar und zu oberflächlich beschrieben, ihre Weiterentwicklung war für meine Begriffe wenig lebendig und kaum mitreißend.

Mein Resümee:
Meiner Meinung nach hat Gisela Stelly in 'Goldmacher' viel Potenzial verschenkt, denn die Geschichte begann sehr vielversprechend, wirkte auf den nachfolgenden Seiten jedoch weniger strukturiert und zu ausufernd.

Goldmacher

Goldmacher

von Gisela Stelly

24,95

'Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch.' (Friedrich Nietzsche)

sabatayn76 aus Deutschland , am 18.08.2012

Inhalt:
Daniel und Max sind eineiige Zwillinge, die die meiste Zeit ihres Lebens getrennt voneinander aufgewachsen sind. So erstaunt es nicht, dass sie sich zwar äußerlich sehr ähnlich sehen, charakterlich jedoch völlig unterschiedlich sind.

Aufgrund psychischer Probleme befindet sich Max in der renommierten Kurklinik Himmelstal und bekommt dort Besuch von seinem Bruder Daniel. Eigentlich will Daniel nach wenigen Stunden wieder abreisen, wird jedoch zu einem längeren Aufenthalt überredet. Max bittet ihn schließlich um den Gefallen, für einige Tage seinen Platz einzunehmen, da ihn Geschäfte zu einer kurzen Reise zwingen. Damit beginnt ein spannendes und gefährliches Spiel um die eigene und die fremde Identität.

Mein Eindruck:
Durch die teilweise sehr kurzen Kapitel und die durchgängig sehr einfache Sprache lässt sich 'Himmelstal' schnell lesen. Dabei ist der gesamte Roman von der ersten bis zur letzten Seite spannend, obwohl die Handlung oft vorhersehbar ist. Bisweilen habe ich mich sehr über Daniels Leichtgläubigkeit und seine Begriffsstutzigkeit gewundert, was ich wenig authentisch und kaum realistisch fand. Auch das Ende war mir zu unspektakulär und wurde viel zu schnell abgehandelt, was dazu führte, dass der Showdown kaum spannender als der Rest des Buches ist.

Sehr positiv ist mir die gute Recherchearbeit der Autorin im Bereich Psychiatrie und Bildgebung aufgefallen.

Mein Resümee:
Eine leichte, spannende und unterhaltsame Lektüre. Perfekt für verregnete Sonntage.

Himmelstal

Himmelstal

von Marie Hermanson

14,99